Nahost : Warum Netanjahu den Iran-Krieg nicht will

Alle Welt geht davon aus, dass Israel bald Irans Atomanlagen angreifen wird. Doch die innenpolitische Lage und Netanjahus Charakter widersprechen dieser Einschätzung.
Benjamin Netanjahu © GALI TIBBON/AFP/Getty Images

Die hebräischen Kino-Plakate, die an den heutigen Iran erinnern, hängen schon seit Wochen. Sie warben schon für A Separation , noch bevor das Werk mit dem Oscar für den besten ausländischen Film ausgezeichnet wurde. Die Zuschauer strömten von Anfang an in die Säle, neugierig auf Alltagszenen aus einem Land, dessen Regime so gerne davon redet, dass es Israel von der Landkarte löschen möchte. Zu den Kinogängern zählten betagte Einwanderer, die den Iran als Kinder verlassen hatten. Auch sie wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen, ins moderne Teheran , in eine Gesellschaft, die mehr zu bieten hat als tiefverschleierte Frauen und vielleicht bald die Bombe.

Während die Welt entschieden hat, so hat man den Eindruck, dass Israel bald die iranischen Atomanlagen angreifen wird, um eben jene Bombe zu verhindern, ist man sich darüber in Israel selbst nicht so sicher. Zwar sprach Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vorige Woche im fernen Washington vor dem pro-israelischen AIPAC-Publikum davon, dass er Raketen auf Tel Aviv (als Antwort auf einen Militärschlag) einem Iran mit Bombe vorziehe – und erntete dafür viel Applaus. Doch in Israel, wo diese Raketen dann ankämen, nehmen sich die Reaktionen viel nüchterner aus.

Nach den jüngsten Umfragen meinen 58 Prozent der Israelis, ihr Land sollte nicht im Alleingang handeln, falls sich die Vereinigten Staaten gegen einen Angriff entscheiden sollten. Die Hälfte der Befragten vertraut auf Netanjahu und seinen Verteidigungsminister Barak, in dieser Angelegenheit die richtigen Entscheidungen zu treffen. 65 Prozent der jüdischen Israelis und 47 Prozent der arabischen Israelis wiederum unterstützen einen Angriff auf den Iran, falls er gemeinsam mit den Vereinigten Staaten ausgeführt werden würde.

Niemand in Israel spielt die potenzielle Gefahr herunter, die von einem mit Atombomben bewaffneten Iran ausgehen würde. Doch, anders als im Ausland bisweilen dargestellt, gibt es auch viele Stimmen, die vor einem zu eiligem Handeln warnen. Und jene, die sich so äußern, haben durchaus Gewicht. Zu ihnen gehört der ehemalige Mossad-Chef Meir Dagan. In einem Interview für den amerikanischen Sender CBS riet er zur Vorsicht und warnte vor dem hohen Preis, den die israelische Bevölkerung bezahlen müsste. Man wisse, wie Kriege begännen, aber nicht wie sie aufhörten. Er bestätigte dem iranischen Regime zudem "Rationalität".

In Israel denkt man strategischer

Dass es derzeit noch keine klare Antwort auf die Frage gibt, ob es zu einem israelischen Militärschlag gegen die Nuklearanlagen kommen wird, nimmt man in Israel nicht als Hängepartie wahr, sondern als Teil einer Strategie, die hier jeder leicht begreift: Die Drohung soll Teheran zur Vernunft bringen; aber sie kann nur dann wirksam sein, wenn sie wirklich als ernsthafte Option auf dem Tisch liegt. "Es gibt keinen Zweifel daran, dass sich der Iran zu Gesprächen bereit erklärt hat, weil er die Sanktionen zu spüren bekommt und versteht, dass es noch mehr Alternativen gibt", erklärte der nationale Sicherheitsberater Yaakov Amidror. Niemand wäre glücklicher als die Israelis, fügte er hinzu, wenn die Iraner ihre atomaren Bestrebungen aufgäben.

In heimischen Fernsehinterviews hatte Netanjahu kürzlich sein Dilemma gegenüber der israelischen Öffentlichkeit erläutert: "Wir stehen nicht mit der Stoppuhr da", erklärte er, ein Angriff auf den Iran sei keine Frage von Tagen oder Wochen , aber auch nicht von Jahren. Entscheidungen zu treffen sei nicht das Problem, sondern es gehe darum, die "richtige Entscheidung" zu treffen. "Wenn man aber keine Entscheidung trifft und den Iran nicht davon abhält (die Atombombe zu produzieren), wem soll man das dann später erklären? Den Historikern? Den Generationen vor einem, und jenen nach einem, die es dann nicht mehr gibt?"

Während solche existenziellen Ängste durchaus vorhanden sind, gibt es aber auch zunehmend Kritik an Netanjahus großzügigem Gebrauch von derlei Untergangsszenarien, die wie Yoel Marcus in der Haaretz schreibt, vor allem auf die junge Generation nur abschreckend wirkten.

 Netanjahu ist innenpolitisch unangefochten

Fest steht indes: Netanjahu bräuchte keinen militärischen Erfolg im Iran, um mögliche vorgezogene Wahlen zu gewinnen, von denen in jüngster Zeit immer öfter die Rede ist, und die Netanjahu möglicherweise sogar selbst mit initiieren könnte. Denn schon jetzt ist er quasi unumstritten. Gerade erst wurde er erneut an die Spitze der Likud-Partei gewählt, die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht, und – trotz der massiven sozialen Proteste vom vergangenen Sommer – haben sich bisher keine ernstzunehmenden Nachfolger-Persönlichkeiten hervorgetan.

Nach dem derzeitigen Stand der Wähler-Sympathien würde Netanjahus Likud-Partei 35 bis 37 Sitze gewinnen, was ihn zum eindeutigen Favoriten macht. Weit abgeschlagen mit nur zehn Sitzen liegt die Oppositionschefin Zipi Livni.

Furcht vor dem Risiko

Von Israels Öffentlichkeit jedenfalls geht derzeit kein Handlungsdruck gegenüber dem Iran aus. Bleibt die Agenda Netanjahus, der bei seinem Amtsantritt 2009 als Ministerpräsident immerhin feierlich versprochen hatte, dass es unter seiner Ägide keine iranische Nuklearmacht geben werde. Doch Netanjahu hat noch eine andere Seite. Daniel Levy bezeichnete sie in Foreign Policy treffend als "Risiko-Scheuheit". Netanjahu sei ein Vollblut-Politiker und vermeide als solcher riskante Entscheidungen, nicht nur in Sachen Frieden, sondern auch was Krieg betreffe. Ein Krieg gegen den Iran aber wäre schon aufgrund der Stärke des iranischen Militärs eine hochriskante Operation, die Netanjahu im Zweifel seine Wiederwahl kosten könnte.

Netanjahu wird also abwarten. Das sehen auch Beobachter so: "Beide Seiten spielen auf Zeit. Die Iraner, um ihr Atomprogramm voranzutreiben und Israel, das auf einen Regime-Wechsel hofft", sagt ein ehemaliger hochrangiger Sicherheitsoffizier. Was ja in diesen Zeiten in der Region nicht ganz illusionär ist.

Der deutsche SPD-Chef Sigmar Gabriel jedenfalls hatte einen ähnlichen Eindruck, als er am Montag seinen zweitägigen Israel-Besuch bilanzierte: Nun habe er "nicht mehr den Eindruck, dass ein bewaffneter Konflikt mit dem Iran unmittelbar bevorsteht", sagte er. In den deutschen Medien werde das anders beschrieben.

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Kommentare

419 Kommentare Seite 1 von 24 Kommentieren

Lüge von der "Falschen Übersetzung"

Der ehemalige iranische Präsident hat sehr wohl mehrmals behauptet, das Israel von der Lankarte getilgt werden soll und außerdem noch den Holocaust geleugnet. Zu sagen das wäre eine "falsche Übersetzung" ist schändlich, weil ein dadurch ein durch und durch antisemitischer Menschenfeind in Schutz genommen wird. Denn genau das ist Ahmadineschad.

Das ist an den Haaren herbeigezogen.

Aus dem von Ihnen geposteten Link:

"Und dieser Satz spielt eine zentrale Rolle bei der Unterstellung, der Iran plane, Israel mittels Atomwaffen auszulöschen."

Also, wer glaube der Iran werde eine Atombombe auf Israel schmeißen, der hat zu viele Filme gesehen. 20% der in Israel lebenden Menschen sind Moslems. Jerusalem ist auch für die Moslems eine Heilige Stadt.

Dieser Satz ist ein an den Haaren herbeigezogener Kriegsgrund wie Massenvernichtsuntswaffen im Irak oder das tausenfache Wiederholen des Wortes "Terror".

Zur Lüge von der falschen Übersetzung:

Die Behauptung Amirpurs, es handele sich um eine absichtlich falsche Übersetzung westlicher Medien stellt eine ziemlich dreiste Falschbehauptung dar, da die betreffende Übersetzung mit der Aussage
"Israel must be wiped off the map" vom zuerst iranischen Staatsrundfunk kam: http://de.wikiquote.org/w...

Sie stellt somit die erste und autorisierte Übersetzung des Regimes selber dar.

Zudem wurde der Artikel in der Süddeutschen Zeitung
einige Tage später von Sprachwissenschaftlerin Mariella Ourghi widerlegt:

"In der Tat handelt es sich um ein intransitives Verb, und zwar als Pendant zum transitiven "mahv kardan", was soviel wie "ausrotten, vernichten, tilgen" bedeutet. Doch kann "mahv shodan" auch als Passiv verstanden werden. Konsultiert man ein Wörterbuch Persisch-Deutsch, findet sich als erste Übersetzung von "mahv shodan" "vernichtet werden".

Es ist also wohl eher Haarspalterei, auf gewisse Übersetzungsungenauigkeiten zu verweisen. An Sinn und Zielsetzung des Satzes ändert es wenig. "

http://www.sueddeutsche.d...

Die Lüge von der Bedeutsamkeit der Worte

Auch wenn das Herumreiten auf Zitaten und deren Auslegung so etwas wie Ihr Steckenpferd zu sein scheint, geht das aber an einer bestandsfähigen Lösungsfindung vorbei, und die muß gefunden werden, ein schrittweises Zerbomben sämtlicher gegnerischen Staaten zur Einschüchterung oder Auslöschung, würde nur kurzfristig helfen, "Hydra-Problem", es wächst zügig nach, und mit viel mehr Köpfen als zuvor...

Quelle

"Daher kann die Behauptung der falschen Übersetzung nicht von jedermann schlüssig nachgeprüft werden."

Gehen Sie einfach davon aus, dass der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages die erforderlichen Resourcen zur korrekten Übersetzung vorliegen hatte.
Aber wenn Sie schon Farsi sprechen, dürfte es für Sie ja auch kein Problem sein den Originaltext auf Farsi zu googlen.

"Die Behauptung Amirpurs"

Danke! Absolut korrekte Wiedergabe des Sachverhaltes. Den vielen hier schreibenden Zweiflern sei die Lektüre von Joshua Teitelbaums "Die iranische Führung in ihren eigenen Worten über die Vernichtung Israels - Ein Plädoyer gegen apologetische Kampagnen zur Entschuldung des Aufrufs zum Völkermord" empfohlen. Nach zu lesen hier:

http://jer-zentrum.org/Vi...

Auf "persisch" (Farsi)

Was sagte Ahmadinedschad in Wirklichkeit? Hier seine exakten Worte in Farsi:

“Imam ghoft een rezhim-e ishghalgar-e qods bayad az safheh-ye ruzgar mahv shavad.”

Gefunden in dem Artikel mit dem Titel:
"Netanyahu: Es wird keinen Libanon mehr auf der Landkarte geben"
http://www.politaia.org/i...

Nun wäre es sehr aufschlussreich für uns, werter Mitforist, wenn Sie uns Ihre persönliche Übersetzung dazu mitteilen könnten.

(Anm.Die Erklärung der ZEIT-Redaktion (M.Horeld) verstehe ich nun wirklich nicht. Warum können die das nicht recherchieren, was uns in Sekundenschnelle z.B. über Google gelingt? (Eingabe:Israel soll von der Landkarte verschwinden )

Papperlapapp!

Die Übersetzung ist falsch. Richtig ist allerdings, dass der falsch übersetzte Wortlaut von iranischer Seite selber in die Welt gesetzt wurde. Andere haben sich bereitwillig drauf gestürzt. Aber auch das ist völlig irrelevant. Denn selbst in der falschen Übersetzung lässt sich daraus keine konkrete Androhung einer Gewaltanwendung seitens des Irans gegenüber Israel behaupten. Das höchste der Gefühle ist die für Berufsempörer offenkundig völlig neue Erkenntnis, dass Iran Israels Existenzrecht nicht anerkennt und Israel zur Hölle wünscht. Guten Morgen. Nicht weniger, nicht mehr. Nicht nett, aber auch nicht verboten. Und vor allem absolut nix neues, sondern seit drei Jahrzehnten gängige Phrase, nebenbei bemerkt im Laufe der Jahrzehnte von weitaus gewichtigeren Persönlichkeiten ausgesprochen, als von einem in der Machthierarchie Irans eher nachrangigen Präsidenten.

Und nicht einmal ein Chomeini sah einen Widerspruch darin, "Tod israel" skandieren zu lassen, um unter der Decke (mittelbare) Waffengeschäfte mit eben diesem Israel abzuwickeln. In Wahrheit sind die Strategen beider Seiten - Israelis wie Iraner - aufeinander angewiesen. Iran braucht den ungelösten Nahost-Konflikt, um sich durch die Rolle als "Rächer der Unterdrückten" aus seinem verfolgten schiitischen Nischendasein in Nahost zu befreien, Israel braucht die permanente Androhung einer militärischen Reaktion auf die angebliche iranische Bedrohung, um Obama-Washington in der Nahostfrage auf eigene Linie zu zwingen.

Frage zu ZEIT-Interview?

Aus der gleichen Quelle ist folgendes zu entnehmen und kursiert nun im Internet:

"Als man auf einer Pressekonferenz in der Schweiz auf das Thema einer israelischen Eisenbahnverbindung in diesem Gebiet zu sprechen kam, interviewte “Die Zeit” den irsraelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu:

“Herzlichen Glückwunsch, Herr Netanjahu, meine erste Frage bezieht sich auf das große Eisenbahnprojekt: Bestätigt der Baubeginn die Ankündigung des Syrian Intelligence Office, dass Sie den Libanon angreifen werden?

Netanyahu antwortete:

“Ja, und es ist kein Geheimnis, dass dies mit der Unterstützung der US-Golftruppen geschieht und deshalb sind sie gewarnt worden; aber bevor Sie fragen, müssen Sie einen Blick auf die neue Weltkarte werfen und sie werden sehen, dass es auf dieser keine Nation mit diesem Namen gibt.”"

Jetzt wäre es wirklich an der ZEIT, bitte hierzu mal Stellung zu nehmen. Hat das Interview überhaupt, und wenn ja mit diesem Wortlaut stattgefunden????

Da verwechseln Sie etwas

"Auch wenn das Herumreiten auf Zitaten und deren Auslegung so etwas wie Ihr Steckenpferd zu sein"

die Übersetzung "Israel von der Landkarte löschen" ist nicht meine Auslegung sondern die des iranischen Staatsrundfunks:

"Es waren entgegen Amipurs Darstellung nicht "im Wesentlichen die großen westlichen Nachrichtenagenturen, die die Übersetzung dieser Passage lieferten: Israel von der Landkarte radieren (AFP), Israel von der Landkarte tilgen (AP, Reuters), Israel ausrotten (DPA)". Vielmehr übernahmen sie diese vom iranischen Staatsrundfunk IRIB, der am 26. Oktober 2005 gemeldet hatte: Iran's President Mahmoud Ahmadinejad on Wednesday called for Israel to be "wiped off the map", und den Präsidenten wie folgt zitierte: "As the Imam [Chomeini] said, Israel must be wiped off the map". (web.archive)."

http://de.wikiquote.org/w...

nicht ganz korrekt, ihr originaltext

tatsächlich lautet er:

"Persischer Wortlaut: "in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad" (nach Amirpur: "Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte (wörtlich: Zeiten) verschwinden" im Sinne von: "Das [israelische] Besatzerregime muss Geschichte werden.")"

Am 26. Oktober 2005 meldete der iranische Staatsrundfunk: "Iran's President Mahmoud Ahmadinejad on Wednesday called for Israel to be "wiped off the map",".
und übersetzte die Aussage wörtlich ins Englische mit:
"As the Imam [Chomeini] said, Israel must be wiped off the map". (web.archive).

Erst einige Tage später lancierte der iranische Aussenminister die Übersetzung, in der nicht mehr wortwörtliche von Israel die Rede war:
"Our dear Imam said that the occupying regime must be wiped off the map ..."
http://de.wikiquote.org/w...

Die Übersetzung des iranischen Rundfunk stellt mithin die erste und authentischste dar. Im iranischen Politiker-Jargon und in den iranischen Medien existiert das Wort "Israel" sowenig, wie auf iranischen Landkarten. Wenn Israel gemeint ist, heißt es dort ausschließlich "zionistisches Besatzerregime".
Daher die Übersetzung des iranischen Staatsrundfunks.

Und gleich nochmal?

"Die Übersetzung des iranischen Rundfunk stellt mithin die erste und authentischste dar."

Wo ist eine verlässliche Quelle, dass der "iranische Rundfunk" diese Übersetzung gebracht hat?

Wikipedia? Ein Still-Shot, den jeder zu hause machen kann?

Also bitte..

Fakt ist: Die Rede liegt im Wortlaut vor und wurde von Menschen übersetzt, die des Persischen mächtig sind.

Ich denke mal...

"Please STOP messing regime with country or nation."

http://en.wikipedia.org/w...

Spannende Fundgrube für beide Seiten, ich würde den Artikel ja gerne einfach hier 'rein kopieren um das Gespräch entscheidend zu bereichern, aber mit den dortigen 2 Archiven zusammen, müsste Zeit online das Kommentarlängenlimit auf dann geschätze 150.000 Zeichen leicht anheben...

Alles klar - Kritik an einer Quelle sollte begründet sein

da sie sonst nur leeres Gerede darstellt und es insofern folgerichtig ist, dass Sie nichts zu sagen wissen
Hinsichtlich der wikipedia sollten Sie sich vielleicht weniger naiv anstellen und statt sich in leeren Diffamierungen zu ergehen, die dortige Quellenangabe prüfen. Sie führt nämlich auf die Seite des iranischen Staatsrundfunks wo die Übersetzung mit "israel ... wipped of the map" zu lesen ist:
http://web.archive.org/we...

Bitte genauer hinsehen..

"Sie führt nämlich auf die Seite des iranischen Staatsrundfunks"

Wikipedia führt auf eine lächerlich dilettantisch gemachte Seite, die komischerweise nicht mit der Seite des echten iranischen Staatsrundfunkes zu tun hat (keine Weiterleitung zur Home-Seite, vollkommen anderes Layout als die Seite des echten Staatsrundfunkes, usw.).

So eine Seite kann jeder machen und in Umlauf bringen..

Als Quelle kann so etwas Lächerliches nicht dienen..

Kein Beleg?

da es sich um das Web Archiv handelt, dürfte es selbstverständlich sein, das die dort archivierte URL nicht weiterleitet, sondern schlicht die historische Seite mit der Aussage zitiert.

Ihre Aussage es sein nicht die "echte" Seite des iranischen Rundfunks, da diese vollkommen anders aussähe, könnten Sie leicht belegen, indem Sie diese zum Vergleich verlinken.
Die Tatsache dass Sie dies unterlassen,
belegt indes,
dass es sich bei Ihrem Einwand um die Weiterführung bereits gehabten, leeren und unbegründeten Geredes handelt.

Bitte genauer begründen

zb die Behauptung, dass dies nicht die "echte" Seite der iribnews sei -
und damit begründen, dass der der iranische Staatsrundfunk nicht, wie angegeben "Israel must wipped of the map" übersetzt hätte.

Will mal so sagen - könnten Sie es belegen, hätten Sie es bereits getan.
Wer seine Argumentation jedoch wiederholt mit Adjektiven wie "lächerlich" versieht,
hat gewöhnlich sachlich nichts drauf.

In der Tat versuchte das Regime zu beschwichtigen

>Absolut korrekte Wiedergabe des Sachverhaltes. Den vielen hier schreibenden Zweiflern sei die Lektüre von Joshua Teitelbaums "Die iranische Führung in ihren eigenen Worten über die Vernichtung Israels - Ein Plädoyer gegen apologetische Kampagnen zur Entschuldung des Aufrufs zum Völkermord" empfohlen. Nach zu lesen hier:
http://jer-zentrum.org/Vi...
<

In der Tat versuchte das Regime zurückzurudern. Nachdem der staatseigene IRIB die Rede Achmadindschads zunächst, mit "israel must wipped of the map"übersetzt hatte, stellte es der iranische Außenminister Manouchehr Mottaki vor der UNO so dar, als sei nur das "zinonistische Besatzungsregime" gemeint - obwohl der Term im Iran synonym und anstelle "Israel" verwendet wird, welches im politischen Jargon vermieden wird.

Auch etliche Geistliche versuchten zu bgeschwichtigen - desungeachtet wiederholte Ahmadinedschad seine Aussage unmissverständlich:

"Einflussreiche Geistliche des Regimes in Teheran waren dagegen bemüht, die Wogen zu glätten.
Trotz Proteste hat Mahmoud Ahmadinejad seinen Aufruf zur Zerstörung Israels wiederholt. Seine Aussage, Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, sei "richtig und angemessen" gewesen.
Außenminister Mottaki hatte zuvor erklärt, Teheran könne das "zionistische Besatzungsregime" nicht anerkennen, weil es sich nicht an die Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats halte. "

http://www.news.at/articl...

...der Inhalt ist eben keineswegs gleich

wenn wir sagen, Ahmadinedschad drohe mit einem Angriff auf Israel, da er sagt "das (israelische) Regime muss verschwinden" und wir daraus "Israel von der Landkarte ausradieren" machen,

dann müsste auch die Bevölkerung Chinas mit unserem Angriff rechnen, wir drängen ja oft genug auf die Beendigung "des (chinesischen) Regimes"

(Ich wäre auf die Reaktionen hier gespannt, wenn China in diesem Zusammenhang vom Präventivschlag gegen uns öffentlich sprechen würde)

Aber es ist auch klar, dass Ahmadinedschad kein Freund Israels ist.

Zitat eines Zitats, oder das Original?

Werter Mitforist,
ich habe die von Ihnen zitierte URL aufgerufen. Merkwürdigerweise berufen Sie sich dort auf Frau Lisa Karpova, eine Mitarbeiterin der russischen Zeitung "Pravda", deren Wahrheitsgehalt ziemlich umstritten ist. Wir bleiben also beim alten. Viele reden von einer falschen Übersetzung der Rede von Achmadinedschad, haben aber den Originaltext offensichtlich nicht gesehen.

kein Argument

Also, wer glaube der Iran werde eine Atombombe auf Israel schmeißen, der hat zu viele Filme gesehen. 20% der in Israel lebenden Menschen sind Moslems. Jerusalem ist auch für die Moslems eine Heilige Stadt.

...und hochgerechnet 95% aller Iraker, die im Iran-Irak-Krieg umgekommen sind, waren ebenfalls Muslime, und Städte kann man wieder aufbauen.

(dass Iran nichts besseres zu tun hat, als eine A-Bombe auf Israel zu werfen bzw. eine an Terroristen weiterzugeben, die sie ins Land schmuggeln, wage ich dennoch zu bezweifeln)

Sie vermeiden bewusst die ganzen anderen Details, oder?

"...dann müsste auch die Bevölkerung Chinas mit unserem Angriff rechnen, wir drängen ja oft genug auf die Beendigung "des (chinesischen) Regimes"..."

Tun wir das? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ein westlicher Staatschef jemals von sich gegeben hätte, man müsse den chinesischen Staat aus dem Geschichtsbuch löschen. Oder haben sie öffentlich darüber erklärt, eine westliche Atombombe auf Peking würde ja ausreichen, um den chinesischen Staat zu zerstören, während man selbst den Gegenschlag schon irgendwie überleben könne (wie Rafsandjani 2001 anlässlich des Quds-Tages)?

Darüber hinaus: Paradieren wir alle 5 Minuten Raketen die Strasse entlang, an denen wir Transparente mit der Aufschrift "China muss aus dem Geschichtsbuch gelöscht werden" angebracht haben? Schreiben wir "China must be wiped off the face of the earth" an unsere Kasernentore? (http://www.jcpa.org/text/... - S.13) Haben wir einen jährlichen Peking-Tag, an dem wir die chinesische Flagge verbrennen? Beliefern wir terroristische Organisationen mit Raketen, die diese dann über die Grenze nach China schiessen?

Ich glaube nicht. Wenn es so wäre, dürften sich die Chinesen wohl zu recht bedroht fühlen, oder...?

wer hat's eigentlich angefangen?

tut mir Leid, ich hab nicht viel Zeit, konnte nur kurz googeln ("das chinesische regime", drittes Ergebnis von oben):

Rohrabacher [Mitglied des Kongresses in USA] sagte über Chinas Regierung: "Das ist ein Verbrecherregime, das sein eigenes Volk ermordet; und so sollte es auch behandelt werden sonst werden sie keinen Respekt vor uns haben."

Der vervollständige Satz vom Rafsandjani: http://de.wikipedia.org/w...

Israel hat durchaus Gründe für seine Vorsicht. Das "Problem" ist nicht ein Ahmadinedschad, sondern gerade die Demokratie im Iran, denn das iranische Volk ist inzwischen vom Gerechtigkeitsempfinden der übrigen Welt nach den vielen Sanktionen seit jeher, bevor Iran überhaupt wusste, wie Atom geschrieben wird, tief enttäuscht. Kanalisiert wurde daraus der Feind Israel, das ist die eigentliche Gefahr.

Israel hat mit seinem Mauer- und Siedlungsbau (trotz Verurteilungen durch die UN) auch nicht wenig Sturheit an den Tag gelegt, beruft sich aber auf sein durch die UN legitimiertes Existenzrecht. Eine Entspannungspolitik sieht anders aus.

Der Konflikt Iran-Israel lässt sich so nicht durch einseitige Ungleichbehandlung (bis zur Zerbombung) von Iran und die bedingungslose Unterstützung Israels auf Dauer beilegen.

Inzwischen ist daraus ein "Moslems gegen den Rest" und umgekehrt-Konflikt geworden und die Aktion von Bush im Irak hat auch nicht wesentlich zur Entspannung beigetragen. (Iran hat noch mehr Öl).

"Israel von der Landkarte löschen"

Der Sprachendienst des Deutschen Bundestages führt nach eigener Recherche folgende Übersetzung:
"Unser lieber Imam [Khomeini] sagte auch: Das Regime, das Jerusalem besetzt hält, muss aus den Annalen der Geschichte [safha-yi rozgar] getilgt werden."

Liebe Redaktion, wäre es evtl. freundlicherweise möglich, dass falsche Zitat aus dem Artikel dahingehend zu korrigieren?

Ich darf hier exemplarisch auf folgenden Link aus Ihrem Hause verweisen.

http://community.zeit.de/...

Vielen Dank.

Vermeintliches Zitat

@Furzl: Die Passage in unserem Text ist überhaupt kein Zitat, sondern eine inhaltliche Zusammenfassung mannigfaltiger Äußerungen, die es aus dem offiziellen Teheran zu Israel bisher gab. Der Satz bezieht sich nicht auf jenes umstrittene Achmadinedschad-Zitat von 2005, das manche zu der Argumentation brachte, Achmadinedschad meine es gar nicht so böse mit Israel, weil er ja nicht "Landkarte" sagte, sondern "Geschichtsbuch". Und nicht "Israel", sondern "Besatzerregime". Aber darum ging es hier, wie gesagt, nicht. Sondern beispielsweise um so Sätze wie den von 2006, als Achmadinedschad "Marg bar Esrail" in eine Zuhörermenge rief, Tod für Israel, also.

Gruß, Markus Horeld

"zweibeiniges Ungeziefer"

Aus Äußerungen Begins und anderer israelischer Politiker kann man böswillig herauslesen, dass sie die Palästinenser wie Ungeziefer ausrotten wollen, woran sie unbedingt mit Waffengewalt gehindert werden müssten.

Wenn man anfängt auf diesem Niveau mit bösartigen Verleumdungen zu argumentieren, könnte man Dutzende neue Kriege begründen.

Nochmal: Seit wann darf man Menschen umbringen, weil sie angeblich etwas Böses gesagt haben?

Sagen und Hören - Hörensagen

Plötzlich Lärm, die Schritte von Marschierenden. Ein Trupp Demonstranten zieht herein, auf der Höhe des Schreins beginnt er zu skandieren: »Wir sind deine Truppen, Chomeini! Wir hören auf deine Befehle! Marg bar Amrika! Marg bar Esrail! (Tod Amerika! Tod Israel!)«
http://www.zeit.de/2006/1...

Der Trupp rief (vielleicht): "Marg bar Esrail!"
aber nicht Ahmadinedschad, der spräche von "zionistisches Besatzerregime" o.ä., aber nicht von "Israel", das Wort ist Tabu.

Video ansehen bitte

"Der Trupp rief (vielleicht): "Marg bar Esrail!"
aber nicht Ahmadinedschad, der spräche von "zionistisches Besatzerregime" o.ä., aber nicht von "Israel", das Wort ist Tabu."

Auch wenn sie recht haben, dass das Wort Israel selten benutzt und stattdessen synonym "zionistisches Regime" und ähnliches, sehen sie sich bitte mein gepostetes Video an. Am Ende hört man es ganz deutlich.

http://www.youtube.com/wa...

Video angesehen.

Nochmal, Ahmadinedschad zitiert was alle Menschen von Süd nach Ost rufen würden.

Ist aber sowieso alberner Quatsch, gar selten nur wird man in Südamerika oder Japan den Ruf "Tod für Israel" vernehmen, die haben dort ganz andere Sorgen...

Und selbst wenn, sollte man derartige Bemerkungen nicht als offizielle oder gar konkrete Kriegserklärung werten wollen.

Das ist eine plastische Sprache, woanders auch nicht unbekannt, Müntefering meinte auch nicht, daß Bankster auf vier Beinen durchs Gelände hüpfen, als er von Heuschrecken sprach.

Danke erstmal für die prompte Reaktion.

Sie schreiben,"Die Passage in unserem Text ist überhaupt kein Zitat, sondern eine inhaltliche Zusammenfassung mannigfaltiger Äußerungen,... Der Satz bezieht sich nicht auf jenes umstrittene Achmadinedschad-Zitat von 2005.

Auch wenn Sie jetzt aus einem Zitat eine "inhaltliche Zusammenfassung" machen, ist es im Wortlaut aber immer noch fast und inhaltlich komplett identisch mit der kolportierten Falschübersetzung.

Zitat aus dem Artikel: "...dessen Regime so gerne davon redet, dass es Israel von der Landkarte löschen möchte.".
Das falsche Zitat lautet: "Israel muß von der Landkarte getilgt werden."

Bei mir entsteht da schon der Eindruck, als wolle man bei der ZEIT trotzdem an der längst widerlegten Äusserung Achmadinedschads festhalten.

Klarstellung

Der Satz im Artikel

"einem Land, dessen Regime so gerne davon redet, dass es Israel von der Landkarte löschen möchte"

sei eine "inhaltliche Zusammenfassung mannigfaltiger Äußerungen, die es aus dem offiziellen Teheran zu Israel bisher gab" und beziehe sich "beispielsweise um so Sätze wie (...) "Marg bar Esrail"".

???

Ich verteidige siche nicht das diktatorische Regime in Teheran. Ich wünsche mir, dass es bald Geschichte ist.

Trotzdem sollte man auch diesem Diktator fair gegenüber sein.

Jemandem den Tod wünschen ist etwas anderes als jemanden auslöschen wollen.

Das ist auch so im deutschen Strafrecht. Wer jemandem den Tod wünscht hat sich keiner Straftat schuldig gemacht. Wer hingegen jemandem gedroht hat, ihn auszulöschen oder zu töten, der hat sich einer Straftat schuldig gemacht.

So oder so. Mehrere Mitglieder der israelischen Regierung drohen dem Iran in regelmäßigen Abständen mit Vernichtung. Und das ganze ohne irgentwelche Übersetzungsfragen. Nur begnügen sich die Israelis nicht mit Drohungen, sondern setzen ihre Drohungen auch gleich um.

Z.B. in dem sie Wissenschaftler samt Angehörigen auf offener Straße in Teheran eine Bombe ans Auto heften. Oder sie aggressive Computerviren in Industrieanlagen einschleusen. Oder sie radikale Oppositionelle im Iran unterstützen, die Anschläge mit dutzenden zivilen Opfern verüben.

Wir brauchen uns wirklich nicht über irgentwelche Übersetzungen von zitierten Zitaten streiten. Denn inzwischen ist den meisten Menschen klar wer hier der Aggressor ist.

Wir sollten uns lieber mal fragen, wielange wir ein Land noch bei der Bewältigung von eigenhändig sturköpfig verursachten Problemen unterstützen. Man darf Israel kritisieren, ja sicher. Gründe dafür gibt es genug. Aber am Ende vom Tag kann Israel sich trotzdem der Unterstützung sicher sein. Sowas kann und will ich nicht für richtig halten, denn es fördert Ungerechtigkeit, ständigen Rechtsbruch und Blutvergiessen.

Plastisch

Ich sehe das auch nicht "blumig", aber es ist selbstverständlich plastisch.

Iran wird Israel nicht direkt angreifen (müssen) um das "zionistische Regime" von der Landkarte zu wischen oder tilgen.
Iran gibt den Palästinensern Unterstützung, - aber, auch gesagt, wohl in sehr viel geringerem Umfang als die USA etc., Israel finanzielle und militärische Unterstüzung geben und auch weitere verdecktere Vorteile gewähren.

Es geht da um Land, umstritten und umkämpft seit Israels Staatserklärung im Jahr 1948.

Die Frage, wer da aktuell der stärkere ist, kann keine dauerhaft einvernehmliche Lösung bringen, da die Machtverhältnisse sich über die Zeit sicherlich ändern werden.

Rein nach Macht, hätte das kräftig unterstützte Israel schon längst alle Palästinenser aus Palästina/Israel herauswerfen können, und bei 80% Israel und nur noch 20% Palästina geht es ja auch in kleinen Schritten, aber doch konsequent, in diese Richtung.
Aber das würde ganz sicher keine dauerhafte "Lösung" sein,
denn wenn die Palästinenser dann durch Geschichtsglücke mächtiger werden, drücken sie die Israelis raus und hin und her über die Zeit, je nach jeweiliger Übermacht.

Das wäre dann mehr ein Besitz-Ringelreihen, aber keine dauerhafte Lösung.

Ahmadinejad zitiert

Am Schluß dieses Videos sagt Ahmadinejad, dass in vielen Ländern von Südamerika bis Ende Asiens die Nationen (gemeint Einwohner) geben Losungen und tragen Plakate, auf denen steht: Tod dem Israel!

Von 242 Staaten in dieser Welt haben vorwiegend islamische Staaten Israel nicht anerkannt. Z.B. Afghanistan als befreudeter Staat von USA hat weder Israel anerkannt noch mit dem Land eine diplomatische Beziehungen.

Viele von denjenigen, die Israel anerkannt haben, haben aus diesem Grund Israel anerkannt, weil er versprochen hat, einen Doppelstaat zu tolerieren. Seit Jahren warten die Staaten und Menschen und Israel hat seine Haltung nicht geändert.

In diesen Tagen riefen viele Demonstrationsteilnehmer in Jelalabad im Osten von Afghanistan und in Kandahar "Tod den USA"! Auch vorher riefen Menschen "Tod den USA "oder "Tod der Sowejtunion"; Diese Losung bedeutet wie "Nieder mit dem Imperialismus", das in Deutschland von den Demonstrationsteilnehmern gerufen werden, aber keiner von Demonstrationsteilnehmern sind deswegen verhaftet oder bestraft oder irre ich mich?

Ist das ein Grund, dass Rußland als Nachfolgestaat der Sowjetuion wieder Afghanistan bombardiert oder gar die USA?

An ein hin und her glaube ich nicht.

"...Aber das würde ganz sicher keine dauerhafte "Lösung" sein,
denn wenn die Palästinenser dann durch Geschichtsglücke mächtiger werden, drücken sie die Israelis raus und hin und her über die Zeit, je nach jeweiliger Übermacht.

Das wäre dann mehr ein Besitz-Ringelreihen, aber keine dauerhafte Lösung...."

Wenn Israel sich nicht für eine tragfähige Friedenslösung öffnet - das heißt also eine solche, die etwas anderes ist, als der von Israel angestrebte Diktatfrieden - wird es untergehen. Das sage ich ganz unaufgeregt und das muss nicht mal in Folge irgendwelcher konkreter militärischer Eskalationen passieren. Das ewige Gejammer über den angeblichen Antisemitismus des arabisch-islamischen Raumes, aus dem heraus man die Juden ins Meer treiben wolle, übersieht nämlich einige logische Folgefragen: selbst wenn Israel sich in seinen konkreten Plänen, die weit über das hinaus gehen, was ihnen zusteht, am Ende mittelfristig durchsetzt: was soll denn das da bitte für ein Leben sein? Diktatfrieden haben nie etwas anderes gebracht als Revanchismus. Und letztlich haben sich die Israelis selber dazu entschlossen, in einem Meer von bald einer halben Milliarde Menschen zu leben, deren Feindlichkeit sie unentwegt beklagen. Angesichts dieser Zahlenverhältnisse sowie auch der politischen Umbrüche in der Region ist Israel dazu angehalten, im ureigenen existenziellen Interesse Ausgleich und Integration in der Region anzustreben. Falls es das nicht tut, wird es untergehen. So oder so.

Wie lange wollen wir das noch unterstützen?

Das ist die entscheidende Frage.

Die neokonservativen Falken und die AIPAC befördern eine US-Außenpolitk, die die Ölinteressen der US-Elite mit einer aggressiven zionistischen Politik verbinden, die dabei ist die ganze Region in Flammen zu setzen. Deutschland ist als NATO-Mitglied mitverantwortlich für diesen Wahnsinn, weil die NATO ein Instrument der angelsächsischen Außenpolitik ist (und nicht etwa ein Verteidigungsbündnis unter gleichberechtigten Partnern).

Im Irak, im Iran, in Libyen, Syrien und in Afghanistan werden dieselben geopolitischen Ziele verfolgt, das ganze Gerede von Brunnen, Demokratie, Frauenrechten und der angeblichen Bedrohung durch die iranische Bombe dient nur als fadenscheiniger Vorwand für eine imperialistische Eroberungspolitik.

Wie kommen Sie auf so eine Aussage?

Diese Aussage habe ich im Zusammenhang mit dem von mir verlinkten Textauszug aus der Zeit getroffen.

Es ist bekannt, daß das Wort "Israel" als Begriff ein Tabu für Ahmadinedschad ist. Heute.

Wenn er als Teenager mal irgendwo "Eine Coca Cola bitte" gesagt haben sollte, ändert das nicht daran, daß er Amerika heute, im Jetzt, nicht ganz so besonders gern hat.

Kein Kasperkram

Meine Aussage bezog sich auf Ihre nichtbelegte Fantasie, Ahmadinejad würde das Wort Israel nicht mehr benutzen. Bei jeder seiner Reden ruft er mindestens 1x Marg Bar israel (Tod für Israel). Das habe ich Ihnen auch belegt. Es ist absolut irrelevant, wie oft er pro Tag oder Woche Tod Israel ruft. Der man ist bewiesenermaßen ein Antisemit. Sonst wurde nicht alle Antisemiten Europas nach Teheran einladen.

Doch Kasperkram

Ahmadinedschad selbst benutzt das Wort Israel in seinen Reden nicht mehr, das Video zeigt ihn einen Ausspruch anderer Leute zitierend. Das ist ein Unterschied.

"Der Mann ist bewiesenermaßen ein Antisemit."

Nö, der ist wohl erwiesenermassen ein Antizionist, aber bewiesenermassen kein Antisemit.
Die grösste jüdische Kirchengemeinde des Orients, lebt im Iran, also in seinem direkten Herrschaftsbereich, und die wollen dort auch nicht weg, trotzdem Israel wohl Geld für die Ausreise spendieren wollte.
Die Ausreiseprämie wurde entrüstet zuruckgewiesen.

Falsch!!

"Die grösste jüdische Kirchengemeinde des Orients, lebt im Iran, also in seinem direkten Herrschaftsbereich, und die wollen dort auch nicht weg, trotzdem Israel wohl Geld für die Ausreise spendieren wollte.
Die Ausreiseprämie wurde entrüstet zuruckgewiesen."

Die größte jüdische Gemeinde, die sich aber seit der islamischen Revilution halbiert hat. Warum wohl??

"Nö, der ist wohl erwiesenermassen ein Antizionist, aber bewiesenermassen kein Antisemit."

Nur ein Antisemit würde zur Holocaustleugnerkonferenz nach Teheran rufen, schon vergessen??

Braune Reisegruppe in Teheran

Verurteilte Volksverhetzer sind unter den Teilnehmern der scharf kritisierten Teheraner Holocaust-Leugner-Konferenz, bei der auf pseudo-wissenschaftlicher Basis der Judenmord in Frage gestellt wird. Auch mindestens sechs Deutsche sind angereist.

http://www.spiegel.de/pol...

Wieder Falsch

"Ob die jüdische Kirchengemeinde des Iran sich halbiert hat, weiß ich nicht, ich bin mir aber sicher, daß Ahmadinedschad weder die eine noch die andere Hälfte ermordet hat."

Ermordet natürlich nicht, aber als Antisemit leugnet er die Ermordung an die Juden:

"Die Teheraner “Holocaust-Konferenz” hat vor allem dies bewiesen: Wer den Massenmord an den Juden leugnet, stellt sich ins Abseits der Weltöffentlichkeit."

"Innenpolitisch peitscht Achmadinedschad die Moderaten vor sich her, aussenpolitisch bewirbt er sich mit seinem Antisemitismus um die Rolle des Führers der frustrierten muslimischen Massen."

"Holocaustleugner treffen sich in Teheran – doch iranische Studenten nennen Achmadinedschad einen “Faschisten”

http://blog.zeit.de/joerg...

@201 Antisemitismus? Wer weiss das schon?

Ich denke das der Iranische Präsident Israel hasst bzw. dies zumindest öffentlich kundtut ist kein Geheimnis. Ob er deswegen Antisemit ist oder nur politische Interessen vertritt kann man daraus nicht ableiten. Aber dieses Wort wird hier nur allzugerne benutzt und damit in seiner Bedeutung entwertet. Wenn jemand Israel hasst heist das nicht das er Juden hasst. Kann sein, muss aber nicht. Nicht alle Juden sind Israelis und nicht alle israelischen Bürger sind Juden. Das wird hier allzuoft durcheinandergewürfelt.
Der iranische Staat mag Terroristen unterstützen und der Präsident Reden halten von der Auslöschung Israels. Dadurch wir Israel aber nicht in seiner Existenz bedroht.
Generell ist hier oft von der bedrohten Existenz Israels zu lesen. Wie denn? Wie soll der Iran Israel auslöschen? Warum hat er das bisher nicht versucht? Weil er es nicht kann! Und Atombomben hat der Iran auch keine und ob er je welche haben wird oder überhaupt will kann man nicht sagen.
Vor diesem Hintergrund wäre ein israelischer (nicht "der Juden") Angriff auf den Iran zu verurteilen und würde die Situation nur weiter verschärfen.
Von mir aus können die noch zig Konferenzen halten und den Holocaust relativieren oder behaupten die Erde sei eine Scheibe. Wer etwas Verstand hat kann sich deine Gedanken dazu machen. Einen Angriff mit all seinen Folgen rechtfertigt das noch lange nicht.

Das aber

"Fakt bleibt aber auch, dass seit der islamischen Revolution die Juden Iran verlassen. Wenn es Ihnen dort gut gehen würde, würden sie das nicht tun."

Ihre Schlußfolgerung ist nur eine von vielen, genauso könnte es sein, daß die gegangen sind, weil sie hofften, das es ihnen woanders nicht nur gut, sondern _noch_ besser gehen würde.

Fakt bleibt, "Die grösste jüdische Kirchengemeinde des ausserisraelischen Orients lebt im Iran, also in Ahmadinedschads direktem Herrschaftsbereich."

@211 Nicht unbedingt

Oder er versucht bei Antisemiten Sympathien zu sammeln um politisch daraus Vorteile zu ziehen. Das mag verabscheuungswürdig sein aber macht ihn nicht zu einem Antisemiten. Ich traue dem Mann auch zu mit Juden Arm in Arm Polka zu tanzen wenn es ihm Vorteile bringen würde.
Und die Abwanderung von Juden aus dem Iran kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Tatsächliche Verfolgung ist eine Möglichkeit. Müsste ich als Jude im Iran leben wrde ich mir auch überlegen auszuwandern wenn Israel andauernd mit einem Angriff droht. Ob der Pöbel nämlich im Falle eines Israelischen Angriffs in seiner Angst und Wut noch bereit ist zu differenzieren? Darauf würde ich mich nicht verlassen. Und die Zahlungen Israels im Falle einer Auswanderung? Nun, wäre keine gute Presse wenn im Falle eines israelischen Angriffs auch Juden unter den Opfern wären, oder?
Alles nicht so einfach.

Egal, ob Ahmadinedschad Israel oder die Juden hasst...

"Ich denke das der Iranische Präsident Israel hasst bzw. dies zumindest öffentlich kundtut ist kein Geheimnis. [...]Wenn jemand Israel hasst heist das nicht das er Juden hasst."

Wenn jemand derart von Hass gegen ein anderes Land erfüllt ist, dann ist er als Politiker ungeeignet und gehört nicht an die Spitze eines Staates, selbst eines Unrechtsstaates wie dem Iran, denn ein Mensch, der von solch irrationalen "Trieben" geleitet wird, wird irgendwann einmal diesem Hass freien Lauf lassen, was dann in einem verheerenden Krieg enden könnte.

Die angeblich so glücklichen, iranischen Juden...

"Fakt bleibt, "Die grösste jüdische Kirchengemeinde des ausserisraelischen Orients lebt im Iran, also in Ahmadinedschads direktem Herrschaftsbereich.""

Zunächst einmal gehen Juden in die Synagoge, nicht in die Kirche. Man sagt ja auch nicht: Die größte christliche Moscheegemeinde. Ist aber natürlich für die Aussage nebensächlich.

Was die Lage der Juden im Iran angeht: Natürlich werden die diskriminiert. Den Antisemitismus dort gibt es nicht erst seit Ahmadinejad. Dazu braucht es gar keine staatlichen Mittel, die entscheidenden Sachen passieren im zwischenmenschlichen Bereich. Ich empfehle in dem Zusammenhang die Autobiographie von Arye Shalicar, nach einem iranischen Sprichwort trägt sie den Titel: "Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude". Soviel zu den tollen Lebensbedingungen der Juden im Iran...
(http://www.taz.de/1/archi...)

In wesentlichen Teilen des Buches geht es übrigens nicht um den Iran, sondern um Berlin. Dort wuchs der Autor auf und wurde, nachdem seine jüdische Identität öffentlich wurde, von muslimischen Jugendlichen massiv verfolgt. Der ebenso absurde wie völlig grundlose Hass gegen Juden ist auch in der muslimischen Gemeinde in Deutschland tief verwurzelt - und die Gewaltbereitschaft offensichtlich immens. Eine verfolgungsfreie Oase fand er dann ausgerechnet bei der Bundeswehr. Und später - in Israel.

@218 Hassprediger in der Politik

Natürlich können wir auf solche "Politiker" gerne verzichten, weltweit. Aber wie gesagt bin ich mir nicht sicher, ob Ahmadinedschad diesen Hass nicht nur zelebriert um in der israelfeindlichen Stimmung unter den Arabern Punkte zu sammeln. Einen Angriff auf Iran rechtfertigt das alles jedenfalls nicht. Aber Herr Netanjahu verfolgt bestimmt auch seine eigenen politischen Ziele. Das Aufbauen des Irans als Bedrohung für die Existenz Israels hat wohl auch seinen Sinn.

Stimmt schon,

dass nicht mehr soviele Juden Iran verlassen. Es sind ja nicht mehr viel dort.

Die Ursache ist aber eindeutig:

"Was iranische Juden nicht auszusprechen wagen, sagen diese Studenten unverblümt. Ahmadinejad versuche sich bei den Arabern als Antizionist einzuschmeicheln, doch in Wahrheit sei er antijüdisch. Das habe er mit der Holocaust-Konferenz bewiesen und deswegen wollten viele iranische Juden emigrieren, meint einer. "

http://de.qantara.de/Dile...

Ihre Annahme..

ist wieder unbelegt und leider wieder falsch.

Die Beteiligten sprechen eher über eine viel wahrscheinlichere Ursache:

"Was iranische Juden nicht auszusprechen wagen, sagen diese Studenten unverblümt. Ahmadinejad versuche sich bei den Arabern als Antizionist einzuschmeicheln, doch in Wahrheit sei er antijüdisch. Das habe er mit der Holocaust-Konferenz bewiesen und deswegen wollten viele iranische Juden emigrieren, meint einer. "

http://de.qantara.de/Dile...

@226 also bitte....

"Dies sei nur die halbe Wahrheit, wirft ein anderer Student ein. Die herrschende Diktatur vertreibe kluge Leute jeglicher Religion, und Iran leide unter einem entsetzlichen Braindrain."

Es wirft kein gutes Licht auf sie, wenn sie sich nur rauspicken was ihnen passt. Den nächsten Absatz hätten sie auch gerne mitzitieren können. Und meine Ansicht zu dieser "wissenschaftlichen" Holocaust-Konferenz habe ich ja schon geschrieben. Wobei ich nicht schwören möchte er sei kein Antisemit. Aber Möglichkeiten gibt es viele. Und manche machen es sich hier doch zu leicht.

Judenverfolgung in Israel.

"Eine verfolgungsfreie Oase fand er dann ausgerechnet bei der Bundeswehr. Und später - in Israel."

Hoffentlich kann der Autor Israel weiterhin als dgl.Oase empfinden angesichts des sich rasant ausweitenden Kulturkampfes, der dort tobt:

"Der Protest der Ultra-Orthodoxen richtet sich auch gegen die Politik der Regierung von Benjamin Netanjahu, die sie als judenfeindlich ansehen."
http://www.spiegel.de/pol...
Kampf gegen Ultra-Orthodoxe: Israel will Einsatz von Holocaust-Symbolen verbieten (10.01.2012)
http://www.spiegel.de/pol...
Ich hörte in einer rbb-Sendung, dass viele weibliche Israelis am liebsten deshalb ihr Land am liebsten verlassen würden.

Es wäre doch sehr informativ, mal einen Lagebericht dazu in der ZEIT von der in Israel lebenden Autorin zu lesen.
Oder habe ich da was übersehen???

Mehrere Puzzleteile..

Man muss halt nach Fakten recherchieren und nicht alles, unbelegt annehmen.

Es sind mehrere Puzzleteile die zu den Fakten führen:

-Holocauskonferenz organisiert vom Antisemiten Ahmadinejad

-die Zahl der iranischen Juden hat sich seit der islamischen Revlution mehr als halbiert

- Augenzeugenberichte

Diese Tatsachen führen mit etwas logischem Denken zur richtigen Schlussfolgerung.

Was sind denn das für "Sachen"?

"...Was die Lage der Juden im Iran angeht: Natürlich werden die diskriminiert. Den Antisemitismus dort gibt es nicht erst seit Ahmadinejad. Dazu braucht es gar keine staatlichen Mittel, die entscheidenden Sachen passieren im zwischenmenschlichen Bereich..."

... erzählen Sie doch mal. Zugegeben: seit der Ahmedinejad-Ära war ich nicht mehr in Iran. Das letzte mal in den späten neunzigern. Die Selbstverständlichkeit allerdings, mit der sich jüdisches Leben in einer Stadt wie Teheran entfaltet, habe ich zumindest in einer europäischen Stadt noch nicht beobachten können. Ich glaube auch nicht, dass sich die Situation seither signifikant verschlechtert hat, da ich davon ausgehe, dass man uns auch nur die geringsten antisemitischen Vorkommnisse entsprechend ausgeschmückt und dramatisiert aufs Brot schmieren würde. Es dürfte etliche "unabhängige" (hüstel-hüstel) Medieninformations- und Beobachtungszentren geben, die begierig auf solche Vorkommnisse geiern. Und bis dahin muss man sich halt mit kryptischen Erzählungen über "die entscheidenden Sachen des alltäglichen und zwischenmenschlichen" begnügen und darüber hinaus so weit es geht unterdrücken, dass sich gerade die iranischen Juden recht patriotisch gerieren und sich entschieden dagegen verwahren, vom israelischen Staat und dessen antiiranischen Propagandakampagnen vereinnahmt zu werden.

Sie können sich noch so sehr winden:

betreibt Ahmedinejad nach innen eine antisemitische Politik? Davon ist mir nichts bekannt. Nach allem, was man hört, ist er sogar penibelst darauf bedacht, sich demonstrativ gut mit der jüdischen Gemeinde im Lande zu stellen, was ja auch durchaus Sinn macht - zumindest wenn man gelernt hat, Leben in einer komplexen Dialektik zu verstehen. Sie können sich nun natürlich in Sophistereien ergehen und ein grundlegend antisemitisches Momentum in demonstrativ philosemitischen Akten behaupten. Ob sich daraus aber eine Debatte in Ihrem Sinne entwickeln lässt - also eine solche, in der Iran im allgemeinen und Ahmedinejad im besonderen als das "judenfressende Böse" schlechthin oder gar als Reinkarnation des NS-Geistes verkauft werden können - darf mal arg bezweifelt werden.

Zur komplexen Realität des Iran gehört überdies auch, dass die betont philosemitischen Gesten Ahmedinejads in der Innenpolitik mitunter durch inneriranisch kontrovers geführte Diskurse erzwungen werden. So bspw. vor einigen Jahren, als er in einem öffentlich geführten Disput in einem offenen Brief von einem führenden Mitglied der jüdischen Gemeinde (Motamed) scharf wegen seiner Holocaust-Äußerungen angegangen wurde (ja, Überraschung, auch Juden dürfen im Iran straffrei einen Präsidenten öffentlich und medial kritisieren). Motamed hatte in dieser Frage sogar Ayatollah Chamenei auf seiner Seite, der jeden "Zweifel am Holocaust und dem von Europäern an Juden begangenen Unrecht" kategorisch ablehnt.

Sicher - Emphatie ist nicht jedermanns Sache

"Davon ist mir nichts bekannt. Nach allem, was man hört, ist er sogar penibelst darauf bedacht,"

aber wie würden Sie sich zb als moslemischer Türke in Deutschland fühlen,
wenn das deutsche Staatsoberhaupt vor der UNO verkünden würden, dass Sie einer Gemeinschaft angehören, welche "eine neue Form der Sklaverei betreibt"?

wenn es dazu noch verkünden würde,
das türkische Besatzerregime müsse von der Landkarte getilgt werden - etwa um Kurdistan zu befreien.

"IM Iran fabrizierte antisemitische Propaganda"

"Besorgniserregend ist aber die Reichweite, welche die im Iran fabrizierte antisemitische Propaganda, die über bestimmte arabische und türkische Satellitensender verbreitet wird, mittlerweile erreicht. Ein Beispiel dafür liefert die iranische TV-Serienproduktion "Sahras blaue Augen", deren türkischsprachige Version auch in Deutschland in islamistischen Kreisen vertrieben wird. Ein anderes Beispiel ist der Fernsehsender der libanesischen Hisbollah, al-Manar, der wegen seiner antisemitischen Sendungen von den TV-Aufsichtsbehörden in Frankreich und Holland von den Bildschirmen in Europa verbannt wurde."

http://www.taz.de/1/archi...

"Sarahs blaue Augen" - iranischer Antisemitismus pur

"Von einer neuen Qualität kündete etwa die TV-Serie "Sahras blaue Augen", die im Sommer 2005 im Abendprogramm des islamistischen Fernsehsenders TV 5 ausgestrahlt wurde. Die siebenteilige Reihe spielt im israelisch besetzten Westjordanland und erzählt die fiktive Geschichte des israelischen Generals Yitzhak Cohen, der für seinen an den Rollstuhl gefesselten und erblindeten Sohn Theodor dringend ein neues Augenpaar benötigt. Israelische Soldaten, die sich als UN-Mitarbeiter verkleidet haben, besuchen daraufhin eine palästinensische Schule. Unter dem Vorwand, die Kinder auf Augenkrankheiten zu untersuchen, wird die kleine Zahra in der letzten Folge ihrem Großvater entrissen und ins Krankenhaus gebracht, wo ihr die Augen entnommen und dem kranken Theodor eingepflanzt werden. Als ihr Bruder von dem grausamen Organraub erfährt, beschließt er, ein Selbstmordattentat zu verüben.
Man könnte das als degoutanten Horrortrash abtun, wäre die propagandistische Absicht nicht so offensichtlich. Denn Israel und den Juden wird hier ein kranker und parasitärer Charakter angedichtet, dessen Überleben nur durch die Ausbeutung einer intakten und gesunden Gemeinschaft - in diesem Fall der Palästinenser - gesichert werden kann. Bezeichnenderweise wurde die Serie vom iranischen Fernsehsender Sahar 1 produziert. "

http://www.taz.de/1/archi...

WELCHE Gemeinschaft?

"...aber wie würden Sie sich zb als moslemischer Türke in Deutschland fühlen, wenn das deutsche Staatsoberhaupt vor der UNO verkünden würden, dass Sie einer Gemeinschaft angehören, welche "eine neue Form der Sklaverei betreibt"?..."

... mal abgesehen davon, dass Ahmedinejad nicht das Staatsoberhaupt Irans ist: hat er sich damit auf das Judentum schlechthin bezogen? Oder auf ganz konkrete politische Strukturen, die überdies mit Roß und Reiter benennbar sind? Man kann allenfalls über eine gewisse abgehalfterte antiimperialistische Rhetorik die Nase rümpfen - in deren Rahmen, nebenbei bemerkt, in der iranischen Staatsräson seit Chomeini die Machenschaften des "Großen Satans" USA beklagt werden, für die der "kleine Satan" Israel und der Zionismus nur das Werkzeug seien - ebenso über die fürwahr triviale Erkenntnis, dass Ahmedinejad als iranischer Politiker erklärter Antizionist ist. Der für europäische Verhältnisse mit einiger Berechtigung zu beklagende quasi-automatisierte Zusammenhang zwischen Antizionismus und Antisemitismus ist mit Blick auf Nahost hingegen nichts weiter als ein billiger rhetorischer Taschenspielertrick. Daran ändert auch die künstliche Empörung nix, mit der europäische Schoßhündchen israelischer Propaganda die Gleichsetzung von Antizionismus - oder auch nur ganz allgemeiner Kritik an israelischer Politik - mit Antisemitismus gleichzusetzen suchen.

Bitte achten Sie bei Ihren Formulierungen auf eine sachliche Ausdrucksweise. Die Redaktion/mak

Und hierzu noch:

"...aber wie würden Sie sich zb als moslemischer Türke in Deutschland fühlen, ...?

Seien Sie sich gewiss: als muslimischer Türke in Deutschland lebe ich seit etlichen Jahren in einem weitaus feindseligeren und kälteren mentalen Klima, als Juden im Iran.

"...wenn es dazu noch verkünden würde,
das türkische Besatzerregime müsse von der Landkarte getilgt werden - etwa um Kurdistan zu befreien...."

Wenn denn die Türkei völkerrechtlich Besatzungsmacht über "Kurdistan" wäre (und nicht der völkerrechtmäßige Souverän des Gebietes) und die Kurden der Türkei darüber hinaus nicht türkische Staatsangehörige, dann würden Sie womöglich tatsächlich etwas anderes konstruieren, als einen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen.

Aber sicher

"Seien Sie sich gewiss: als muslimischer Türke in Deutschland lebe ich seit etlichen Jahren in einem weitaus feindseligeren und kälteren mentalen Klima, als Juden im Iran."

was für ein dümmliches Geschwafel -
dann nennen sie doch mal den Satz der Bundeskanzlerin, wo sie von der weltweiten Verschwörung durch muslimische Türken spricht, welche eine "neue Form der Sklaverei" betreiben.
bitte genaue Quellenangabe.
zeigen sie uns die deutsche Fernsehserie, wo ein türkischer General kurdischen Kindern die Augen raubt, um sie seinem Sohn zu geben,

im Iran dürfen Juden keine Behördenämter übernehmen - in Deutschland gibt es türkische Polizisten, Lehrer und Beamte.

"Wenn denn die Türkei völkerrechtlich Besatzungsmacht über "Kurdistan" wäre (und nicht der völkerrechtmäßige Souverän des Gebietes) und die Kurden der Türkei darüber hinaus nicht türkische Staatsangehörige, dann würden Sie womöglich tatsächlich etwas anderes konstruieren, als einen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen."

Das können Sie sich zurechtlegen wie Sie wollen -
Tatsache ist dass die Türkei Kurdengebiet okkupiert hat - und dass es den Palästinensern unter israelischer Besatzung hundertmal besser geht als den Kurden in den türkisch-irakischen Grenzgebieten.
und das die israelischen Araber - anders als die Kurden in der ürkei, auf jedem Rezept, auf jedem Strassenschild in jeder Behörde ihre Sprache vorfinden.

Werden Sie konkret

"mal abgesehen davon, dass Ahmedinejad nicht das Staatsoberhaupt Irans ist"

Dazu:
"Der Regierungschef des Iran ist der Präsident (seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad)"
http://de.wikipedia.org/w...

"hat er sich damit auf das Judentum schlechthin bezogen?"

Wenn einer von den Juden redet, dürfte er sich auf das Judentum beziehen - da Jude zu sein wesentlicher Bestandteil des Judentums ist.

"Oder auf ganz konkrete politische Strukturen, die überdies mit Roß und Reiter benennbar sind?"

Da tritt, wie es scheint, des Pudels Kern zutage -
nennen Sie uns doch bitte die "benennbaren" "ganz konkreten politischen Strukturen",
über welche die Juden mittels der von Achmadinedschad erwähnten internationalen Vernetzung die ebenfalls von ihm erwähnte "neue Sklaverei" betreiben.

Ach ja,

der Vollständigkeit halber hierzu noch:

"...Dazu:
"Der Regierungschef des Iran ist der Präsident (seit 2005 Mahmud Ahmadinedschad)"..."

Regierungschef ist nicht gleich Staatsoberhaupt. Staatsoberhaupt Irans ist der "Oberste Rechtsgelehrte", derer es bislang zwei gab: Großayatollah Chomeini und seit dessen Tod Ayatollah Chamanei.

Und anders als bspw. bei uns in Deutschland, wo der jeweilige Regierungschef zumindest faktisch die machtvollste Stelle im Staat besetzt, ist ein Präsident als Chef der weltlichen Exekutive in der iranischen Machthierarchie eher nachrangig. Insbesondere in den für unseren Disput bedeutsamen Feldern Außen- und Verteidigungspolitik hat er kaum etwas zu melden. Auch nicht ganz unwichtig, in einer Diskussion, in deren Rahmen man über Bedrohungsszenarien für Israel redet, die man aus irgendwelchen Reden Ahmedinejads glaubt ableiten zu können.

Auch hier sind Sie nicht im Bilde:

"Regierungschef ist nicht gleich Staatsoberhaupt. Staatsoberhaupt Irans ist der "Oberste Rechtsgelehrte", derer es bislang zwei gab: Großayatollah Chomeini und seit dessen Tod Ayatollah Chamanei."

Machen Sie sich kundig:

"Laut Artikel 5 der Verfassung von 1979 ist formal gesehen der erwartete Imam Muhammad al-Mahdi das eigentliche Staatsoberhaupt des Iran.[34] Muhammad al-Mahdi spielt in der schiitischen Religion eine zentrale Rolle und soll bei seiner Wiederankunft das „Goldene Zeitalter des Islam“ ankündigen."
http://de.wikipedia.org/w...

Alles klar?
Das wäre so ähnlich als sei laut deutscher Verfassung Friedrich Barabarossa, der bekanntlich im Kyffhäuser wartet,
das deutsche Staatsoberhaupt.
Und das bedeutet nichts anderes, als dass im Irander Präsident und Regierungschef das praktische Staatsoberhaupt ist.

Objektive Sichtweise

"es GIBT sie: einflussreiche politische Lobbystrukturen israelischer Interessen in den USA, mittels derer der Schwanz mit dem Hund wedelt."

[...] Egal für wie mächtig sie die Israellobby halten, sie kann bei Kongressentscheidungen niemals mehr als Das Zünglein an der Waage sein. Kein Staat auf der Welt hat die Mittel, mehrere hundert US-Senatoren zu beeinflussen bzw. zu bestechen.

Sie vergessen, dass die Politik in den USA, entsprechend der amerikanischen Öffentlichkeit, ohnehin proisraelisch ist. Anders als im pseudo-liberalen Europa gibt es in den USA diese obsessive Israelfeindlichkeit in der Breite der Gesellschaft nicht. Dort sieht man den Nahost-Konflikt ganz objektiv als das, was er hauptsächlich ist: Ein von Islamisten befeuerter und von Europa ignorierter Terrorkrieg gegen Juden und den Judenstaat!

Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/sc

Genau das

"Wie wäre esbspw. mit Organisationen wie AIPAC? Sie können sich drehen und winden wie Sie wollen, es GIBT sie: einflussreiche politische Lobbystrukturen israelischer Interessen in den USA, mittels derer der Schwanz mit dem Hund wedelt. Diese Tatsache an- und auszusprechen, hat rein gar nix mit Antisemitismus zu tun."

ist nach Definition der europäischen Antirassismuskommision EUMC eine einschlägige antisemitische Rhethorik.

Nun sind Sie, was Ihre Polemik anbelangt ohnehin nicht der originellste,
dass aber mit dem Schwanz der mit dem Hund wedeln soll stellt eines der törichtesten antisemitischen Klischees dar.

Es gibt in den USA viele Lobbies und die jüdische ist nur eine unter vielen und weitaus mächtigeren.
Auffällig ist halt, dass niemand angesichts der Lieferung von Kampfflugzeugen an die Saudis von einer arabischen Lobby spricht.

Nein, tut es nicht.

"...Und das bedeutet nichts anderes, als dass im Irander Präsident und Regierungschef das praktische Staatsoberhaupt ist...."

Bis zur prophezeiten "Wiederkehr" ist sein Statthalter - und somit AMTIERENDES STAATSOBERHAUPT - der OBERSTE RECHTSGELEHRTE - und nicht der Präsident der weltlichen Exekutive. Darauf hätten Sie, wenn Sie denn ein tieferes Verständnis der Materie hätten, als es spontanes googlen erlaubt, auch von selber kommen können: dass nämlich in einer Theokratie die weltliche Exekutivgewalt nicht über den religiös definierten Gewalten angesiedelt werden kann. Verständlicher, weil die Begriffe geläufiger sind, wird es vielleicht, wenn man sich das staatsrechtsgeschichtliche Paradigma des Verhältnisses der Ämter vergegenwärtigt: Ahmedinejad wäre als Präsident das, was man früher Großwesir genannt hat, während der Oberste Rechtsgelehrte das Amt des Kalifen einnimmt.

Mein Fehler: wenn ich hätte vorausahnen können, dass hier jemand [...] auf dem formalen Detail einer sachlich und politisch völlig irrelevanten religiös-mystischen Formulierung der iranischen Verfassung rumreiten will, hätte ich mir die Mühe gemacht, und eben dieses Detail zusätzlich ausformuliert.

Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke, die Redaktion/fk.

Blablabla...

"... Sie vergessen, dass die Politik in den USA, entsprechend der amerikanischen Öffentlichkeit, ohnehin proisraelisch ist. Anders als im pseudo-liberalen Europa gibt es in den USA diese obsessive Israelfeindlichkeit in der Breite der Gesellschaft nicht. Dort sieht man den Nahost-Konflikt ganz objektiv als das, was er hauptsächlich ist: Ein von Islamisten befeuerter und von Europa ignorierter Terrorkrieg gegen Juden und den Judenstaat!..."

Erzählen Sie hier doch keine Märchen, der amerikanischen Öffentlichkeit ist Israel in weiten Teilen schnuppe. Dieser werden exakt die auch von Ihnen hier kolportierten Ammenmärchen erzählt, mit einem einfach gestrickten Gut-Böse-Rollenverhältnis und der Amerikaner solidarisiert sich mit dem vermeintlich Guten und Gerechten.

Die AIPAC hingegen weiß das System, insbesondere in Fragen der Abhängigkeit von Politkarrieren von privaten finanziellen Zuwendungen und Spenden aufs vortrefflichste für sich zu nutzen. Die Aussage, dass eine Kongreßkarriere ohne Wohlwollen von AIPAC nicht möglich sei, stammt nicht von Ahmedinejad sondern von Abgeordneten des Kongresses selber.

Dass die USA sich bspw. vor der UN derart der grotesken Lächerlichkeit preis geben, dass eine amerikanische UN-Botschafterin einer verdutzten Weltöffentlichkeit erläutern muss, warum man selbst ein Veto gegen die eigene Überzeugung einlegen musste, können Sie mit obigen Worten ebenfalls nicht mal annähernd erklären.

Wieder interessant!

"Bis zur prophezeiten "Wiederkehr" ist sein Statthalter - und somit AMTIERENDES STAATSOBERHAUPT - der OBERSTE RECHTSGELEHRTE - und nicht der Präsident der weltlichen Exekutive."

Für einen angeblichen "muslimischen Türken", der Sie vorgeben zu sein, stecken Sie ziemlich tief in der Materie und weichen geschickt aus, wenn es ernst wird. False Flag? Wollen wir beide einmal über den 12. Iman reden? Auf Augenhöhe?

Wer sagt das?

", dass hier jemand klugscheißend auf dem formalen Detail einer sachlich und politisch völlig irrelevanten religiös-mystischen Formulierung "

Eine, ich will mal sagen, reziproke Polemik, von jemandem der in thematisch völlig sinnloser und wie sich zeigte, sachlich unzutreffender Weise einen Unterschied zwischen Staatsoberhaupt und Stastsoberhaupt und Regoerungdchef geltend zu machen sucht und zudem in kasuistischen Haarspaltereien den Kurden das Recht auf Unabhängigkeit abspricht.
Schon amüsant.

Beeinflussung

"der amerikanischen Öffentlichkeit ist Israel in weiten Teilen schnuppe." - Genau das habe ich im Prinzip behauptet: In weiten Teilen der US-Gesellschaft gibt es eben keine antisemitischen Ressentiments, im Gegensatz zu Europa. Dort muss keiner seinen verhohlenen Antisemitismus als Israelkritik kaschieren, was denjenigen, denen Israel nicht egal ist, vornehmlich an Ost- und Westküste der USA, nicht durch endlose Diffamierungskampagnen den objektiven Blick auf den Nahostkonflikt versperrt.

Tatsächlich haben wir Europäer das simple Weltbild, indem wir völlig undifferenziert mit dem vermeintlichen "Underdog" sympathisieren. Und das noch nicht mal freiwillig: Eine beispiellose Medienkampagne beeinflusst unser Denken mit teils schmutzigsten Tricks. Der Einfluss des ölreichen und mächtigen islamischen Blocks beeinflusst in der UNO und anderen Gremien das Denken und die Entscheidungen unserer Diplomaten und Politiker (warum redet nie jemand über die Palästinenserlobby? Die ist auch mächtig). Große Minderheiten offen antiisraelischer Staaten und sogar von Feinden mit starken antisemitischen Tendenzen leben in Europa und verunsichern uns durch ihre Unberechenbarkeit (man denke nur an die antisemitischen Ausschreitungen während Cast Lead), und schließlich eine nicht zu unterschätzende Zahl alteingesessener Antisemiten brauner und roter Coleur wittern wieder Oberwasser und gießen fleißig Öl ins Feuer.

Nachtrag

Außerdem verhindern "political correctness" (ich bin nicht von PI, es gibt nur einfach kein besseres Wort dafür) und rechtliche Tabus eine aufrichtige Debatte, sodass es für das Problem des stark wachsenden Antisemitismus bei muslimischen Jugendlichen schlicht keine Lösungsansätze gibt und die Rolle des fundamentalistischen Islam im Nahost-Konflikt auf dieser Seite des Atlantik völlig unterschätzt wird.

Das stimmt mal wieder ganz und gar nicht.....

die einzigen Organisationen, die sich weltweit erfolgreich GEGEN Israels Okkupation wenden, kommen aus Amerika.

Das BDS Movement ist dort sehr stark, rein jüdische Organisationen
GEGEN die Politik Israels, gemischt jüdisch/arabische, gemischt
jüdisch/arabisch/christliche und rein arabische Vereinigungen,unendlich viele Menschen engagieren sich hier.

US Künstler haben geplante Vorstellungen in Israel boykottiert.

Auch die letzte Flotille für Gaza bestand überwiegend aus
Amerikanern,unter ihnen Holocaustüberlebende.

Es gibt amerikanische Rabbiner für den Frieden, GEGEN die
Okkupation.......

Die US Presse schweigt sie nur tot....das bedeutet aber nicht,
dass sie nicht in großem Umfang existieren würden und sehr
aktiv sind.

Sie rennen offene Türen ein

Soweit ich weiß habe ich nicht bestritten, dass es in den USA auch israelkritische Stimmen gibt. Das gehört doch zu einer objektiven Sichtweise dazu, oder?

Und warum sollten amerikanische Juden nicht gegen den Siedlungsbau sein? Dagegen zu sein ist eine völlig legitime Einstellung.

Nur im Gegensatz zu ihnen würde sich ein aufgeklärter Amerikaner nie dazu hinreißen lassen, das faschistoide Terrorregime im Iran auf Teufel komm raus schön zu reden, den Terror der Araber zu verharmlosen und das Selbstverteidigungsrecht Israels zu bestreiten etc.

Uns soweit ich weiß werden J-Street & co. nicht von der amerikanischen Presse totgeschwiegen.

"...unter ihnen Holocaustüberlebende." - Wer instrumentalisiert hier jetzt?!?

Forensik...

Die Rede war von Organisationen, die Pro-Israel Lobbys
als "antiisraelisch" ansehen, und von denen Sie behauptet
haben, dass es diese in den USA nicht wirklich gibt.
Jedenfalls nicht so wie hier im "antisemitischen Europa".

Das Gegenteil ist der Fall.

Und erklären Sie mir bitte nicht die Welt und die
"aufgeklärten Amerikaner" im speziellen :)

Ich möchte mal behaupten, beides ist mir vertrauter
als Ihnen.

Laylah Tov.....

Ergänzung - Teil I

> Soweit ich weiß habe ich nicht bestritten,
> dass es in den USA auch israelkritische
> Stimmen gibt. Das gehört doch zu einer
> objektiven Sichtweise dazu, oder?

> Und warum sollten amerikanische Juden nicht
> gegen den Siedlungsbau sein? Dagegen zu sein
> ist eine völlig legitime Einstellung.

> Nur im Gegensatz zu ihnen würde sich ein
> aufgeklärter Amerikaner nie dazu hinreißen
> lassen, das faschistoide Terrorregime im
> Iran auf Teufel komm raus schön zu reden,
> den Terror der Araber zu verharmlosen und
> das Selbstverteidigungsrecht Israels zu
> bestreiten etc.

> Uns soweit ich weiß werden J-Street & co.
> nicht von der amerikanischen Presse
> totgeschwiegen.

> "...unter ihnen Holocaustüberlebende." - Wer
> instrumentalisiert hier jetzt?!?

Ein prima Kommentar. In einem Punkt würde ich allerdings vorsichtig einwenden, dass es kaum akzeptabel sein kann, wenn Juden gegen den Siedlungsbau sind. Man KÖNNTE diesen kritisieren - wenn dies nicht fast ausschließlich aus antisemitischen Motiven heraus geschähe und man dann eben mit einer solchen Kritik in den Chor der Antisemiten von links und rechts einstimmte. Die Juden bauen, weil sie von Feinden umzingelt sind und Fakten schaffen wollen, weshalb es kaum eine sachliche, konstruktive und humanitär motivierte Forderung sein kann, den Siedlungsbau einzustellen. Der Antisemitismus...

Überheblichkeit

"Und erklären Sie mir bitte nicht die Welt und die
"aufgeklärten Amerikaner" im speziellen :)

Ich möchte mal behaupten, beides ist mir vertrauter
als Ihnen."

- Bitte ersparen sie mir ihre altkluge Überheblichkeit. "Alter schützt vor Torheit nicht", sagt der Volksmund, und die Geschichte bestätigt das.

In den USA war ich tatsächlich noch nicht, aber ich bin ja noch jung...

wird man hier schon kritisiert, weil man tief in der Materie...

steckt. Ich finde die Kommentare sehr lehrreich und, da ich nicht tief in der Materie stecke, sehr hilfreich. Da ich versuche, Probleme dieser Welt auch logisch nachzuvollziehen, helfen mir die Ausführungen von fse69 weiter, als die pauschalen "Argumente, die von Ihnen bzw. Bert Lewier ausposaunt werden.

Danke fse69 für diese Lehrstunde!

"die pauschalen "Argumente* " (* ")

Nun, da bleibt mit nur noch das Zitat von HMB anzuführen:

" Der Antizionismus ist für Nichtjuden wie für Juden nur eine Ausrede, ihren Antisemitismus sozusagen in einer politisch aseptischen Form präsentieren zu können. "

Ich will jetzt nicht die bis jetzt ca. 370 verfassten Kommentare konkret auswerten, einordnen, aber Antisemitismus scheint hier, im Forum einer deutschen ZEITung, "Mainstream" zu sein. Eine Erkenntnis, welche ich einfach so im Raum stehen lasse. Und darüber erschrocken bin...

@367: Zum "Antisemitismus" - ein Perspektivenwechsel:

"Ich will jetzt nicht die bis jetzt ca. 370 verfassten Kommentare konkret auswerten, einordnen"

Das sollten Sie aber, bevor Sie mit der "Antisemitismus"-keule blindwütig auf den angeblichen "ZEIT-Mainstream" einschlagen.

Wird demnach eine regierungskritische (!) Meinung z.B. zum "System Natanjahu" von Ihnen und einigen anderen hier bereits als "antisemitisch" also rassistisch i.S. von "judenfeindlich" gewertet?

Was sagen Sie demgegenüber hierzu, wenn auf Transparenten steht:
"Zionisten sind keine Juden", "Zionismus ist Rassismus" "Orthodoxe Juden fordern die Anwesenheit internationaler Einheiten zu ihrem Schutz",
wenn jüdische Polizisten von Juden mit gelbem Judenstern als "Nazis" beschimpft werden und Netanjahu als "Judenfeind" beschimpft wird,
wenn in bestimmten Vierteln Frauen und Mädchen damit rechnen müssen, auf der Straße beschimpft, bespuckt und mit Steinen beworfen zu werden, nur weil sie sich frei, ohne langen Röcke und Kopfbedeckungen bewegen wollen???

Zu Recht nannte Verteidigungsminister Ehud Barak diese Entwicklung in Israel "entsetzlich und schockierend" Allerdings fiel sie nicht vom Himmel, sondern wurde durch eine brachiale Siedlungspolitik und das politisch gewollte Erstarken eben jener Demokratie- und Menschenrechtsverachtenden Ultra-Rechten befördert, die inzwischen zu Königsmachern der Regierung avanciert sind.

"Eine Erkenntnis, welche ich einfach so im Raum stehen lasse. Und darüber erschrocken bin..."

spontan

"Bis zur prophezeiten "Wiederkehr" ist sein Statthalter - und somit AMTIERENDES STAATSOBERHAUPT - der OBERSTE RECHTSGELEHRTE - und nicht der Präsident der weltlichen Exekutive."

Dazu:

"Ahmadinejad als neues iranisches Staatsoberhaupt bestätigt und vereidigt"
http://de.euronews.com/20...

dies weil:

"Der Begriff Oberster Rechtsgelehrter...bezeichnet in der Islamischen Republik Iran den höchsten Repräsentanten des Staates. Dieser übernimmt eine mehr als repräsentative und geistige Leitrolle im Staat,...
http://de.wikipedia.org/w....