SyrienKofi Annan trifft mit Assad zusammen

Der Sondergesandte von UN und Arabischer Liga, Kofi Annan, setzt sich in Syrien für eine Waffenruhe ein. Russland rief die bewaffneten Oppositionellen zum Rückzug auf.

Kofi Annan traf am Samstag in Damaskus ein.

Kofi Annan traf am Samstag in Damaskus ein.

Der Sondergesandte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Kofi Annan, ist am Samstagvormittag mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zusammengetroffen. Das sagte der dortige UN-Sprecher, Chalid al-Masri. Das syrische Staatsfernsehen sprach von einer positiven Gesprächsatmosphäre.

Später standen noch Beratungen mit Außenminister Walid al-Muallim sowie mit Mitgliedern der Opposition auf dem Programm. Annan will sich bei seinem Besuch in Damaskus für ein Ende der Gewalt und für den Zugang von Hilfsorganisationen zu Bedürftigen einsetzen. Begleitet wird der frühere UN-Generalsekretär vom ehemaligen palästinensischen Außenminister Nasser al-Kidwa.

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Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow hat ein sofortiges Ende der Gewalt in Syrien gefordert. Bei einem Treffen der Außenminister der Arabischen Liga am Samstag in Kairo äußerte er die Bereitschaft Moskaus, mit allen syrischen Reformkräften zusammenzuarbeiten. Zugleich rief er bewaffnete Oppositionelle auf, sich aus den Städten zurückzuziehen. Die syrische Regierung von Baschar al-Assad müsse derweil humanitäre Hilfe in den Krisengebieten zulassen.

Lawrow hatte Annan vor dessen Abreise nach Syrien noch gesagt, Russland lehne jegliche "grobe Einmischung" der internationalen Gemeinschaft in den gewaltsamen Konflikt ab. Bei dem Treffen mit dem früheren UN-Generalsekretär habe Lawrow konkret auf "die Unzulässigkeit, internationales Recht mit Füßen zu treten", verwiesen. Russland ist Syriens engster Verbündeter.

Das Golf-Emirat Katar hat be dem außenministertreffen die Anerkennung des oppositionellen Nationalrats als rechtmäßige Volksvertretung gefordert. "Die Opposition muss ihre Differenzen überwinden, um mit einer Stimme die Forderungen des Volkes durchzusetzen", sagte Ministerpräsident und Außenminister Scheich Hamad bin Dschassim al-Thani am Samstag. Nur so könne sie sich der Tyrannei des Regimes in Damaskus stellen. Katars Regierungschef sagte, er hoffe, dass Sergej Lawrows Präsenz eine Einigung ermögliche. Russland hatte von den arabischen Ländern angestrebte Sanktionen gegen Syrien im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gestoppt.

Leserkommentare
    • LaoLu
    • 10.03.2012 um 12:03 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/mo.

    12 Leserempfehlungen
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    ...Aber nach den Inkubatorgeschichten und den Massenvernichtungswaffen scheint man bei der Zeit eisern der vorgegebenen Linie treu zu bleiben. Auch wenn man sich dabei immer wieder auf's neue lächerlich macht. Seriös ist das sicherlich nicht.

    ...Aber nach den Inkubatorgeschichten und den Massenvernichtungswaffen scheint man bei der Zeit eisern der vorgegebenen Linie treu zu bleiben. Auch wenn man sich dabei immer wieder auf's neue lächerlich macht. Seriös ist das sicherlich nicht.

    • LaoLu
    • 10.03.2012 um 12:05 Uhr

    daß mein Kofi das hinkriegt!

    3 Leserempfehlungen
  1. Waffenlieferung nach Syrien verzichten möchte!
    'Zuvor hatte Annan vom russischen Außenminister Sergej Lawrow eine klare Botschaft erhalten: Russland lehnt jegliche "grobe Einmischung" der internationalen Gemeinschaft in den gewaltsamen Konflikt ab'

    Ansonsten bin ich mal mit LaoLu einer Meinung.

    2 Leserempfehlungen
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    Finde ich toll, dass Russland so selbstlos auf seine
    Waffenlieferung nach Syrien verzichten möchte!

    Es ist etwas völlig anders, Waffengeschäfte mit einem Staat zu machen (die wir übrigens bis vor 1,5 Jahren mit Assad auch gemacht haben), als Waffen an Oppositionsgruppen zu liefern.

    Das eine sind offizielle Handelsbeziehungen, das andere ist ein völkerrechtlicher Eingriff in einen Bürgerkrieg.

    Finde ich toll, dass Russland so selbstlos auf seine
    Waffenlieferung nach Syrien verzichten möchte!

    Es ist etwas völlig anders, Waffengeschäfte mit einem Staat zu machen (die wir übrigens bis vor 1,5 Jahren mit Assad auch gemacht haben), als Waffen an Oppositionsgruppen zu liefern.

    Das eine sind offizielle Handelsbeziehungen, das andere ist ein völkerrechtlicher Eingriff in einen Bürgerkrieg.

  2. ...Aber nach den Inkubatorgeschichten und den Massenvernichtungswaffen scheint man bei der Zeit eisern der vorgegebenen Linie treu zu bleiben. Auch wenn man sich dabei immer wieder auf's neue lächerlich macht. Seriös ist das sicherlich nicht.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[...]"
  3. "Bei einem Treffen der Außenminister der Arabischen Liga am Samstag in Kairo äußerte er die Bereitschaft Moskaus, mit allen syrischen Reformkräften zusammenzuarbeiten. Zugleich rief er bewaffnete Oppositionelle auf, sich aus den Städten zurückzuziehen."

    Wohin bitte, sollen sich den die Oppositionellen zurückziehen, Herr Lawrow ?

    In die türkischen Flüchtlingslager, wo sie auf fremde Hilfe angewiesen, und kein menschenwürdiges Dasein führen können ?

    Ins offene Gelände, damit sie von den von Russland für teures Geld an das Regime gelieferten Panzern und Flugzeugen bequem zusammengeschossen werden können, ohne "Kollateralschäden" ?

    Das könnte dem Herrn so passen, mit Verlaub, das ist so abwegig, dass man diese Meinung keinem vernünftigen Menschen zumuten kann.

    3 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn

  4. Annan hat eine Waffenruhe von beiden Seiten gefordert. Die Regierung Assad würde zustimmen, wenn die Milizen die Waffen auch ruhen lasen. Doch sie weigern sich vehement.

    Die Opposition hat Forderungen Annans nach einem Dialog zwischen beiden Seiten allerdings bereits als sinnlos und realitätsfern zurückgewiesen. Der Führer des oppositionellen Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun, sagte in Paris, keine politische Lösung werde gelingen, wenn sie nicht von militärischem Druck auf das Regime begleitet werde.

    http://www.faz.net/aktuel...

    Vielleicht sollte unsere Presse auch mal klar darüber bericheten, wie sehr sich der syrische Nationalrat gegen jegliche diplomatische Lösung wehrt. Schon seit Monaten beharren die nichtnur auf einer Lösung mit Waffen, sie haben Assad samt Familie bereits versprochen dass sie erst ruhen werden wenn sie in der Wüste verscharrt sind wie Gadhafi.

    Und die Scheichs und Frankreich haben diese Radikalen bereits als legitime Führung Syriens anerkannt.

    Annan ist Völkerrechtler und in Syrien völlig fehl am Platz. Das Völkerrecht steht auf der Seite Assads und das interessiert NIEMAND ausser Russland und China (die natürlich vorallem andere Interessen haben).

    Solange die Milizen sich so verhalten und die Staatengemeinschaft das auchnoch eindeutig forciert, wird der Bürgerkrieg ewig weitergehen in Syrien.

    5 Leserempfehlungen
  5. Finde ich toll, dass Russland so selbstlos auf seine
    Waffenlieferung nach Syrien verzichten möchte!

    Es ist etwas völlig anders, Waffengeschäfte mit einem Staat zu machen (die wir übrigens bis vor 1,5 Jahren mit Assad auch gemacht haben), als Waffen an Oppositionsgruppen zu liefern.

    Das eine sind offizielle Handelsbeziehungen, das andere ist ein völkerrechtlicher Eingriff in einen Bürgerkrieg.

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    Sie meinten sicher 1,5 Monate... das ist wahrlich was anderes:
    http://m.spiegel.de/polit...

    Unsere Fehler werden leider nicht besser wenn andere sie wiederholen. Schlimm genug Waffen zu liefern in Länder, die nicht demokratisch sind, aber noch schlimmer ist es in die Länder zu liefern wo akut damit Städte bombardiert werden.

    Sie meinten sicher 1,5 Monate... das ist wahrlich was anderes:
    http://m.spiegel.de/polit...

    Unsere Fehler werden leider nicht besser wenn andere sie wiederholen. Schlimm genug Waffen zu liefern in Länder, die nicht demokratisch sind, aber noch schlimmer ist es in die Länder zu liefern wo akut damit Städte bombardiert werden.

  6. Sie meinten sicher 1,5 Monate... das ist wahrlich was anderes:
    http://m.spiegel.de/polit...

    Unsere Fehler werden leider nicht besser wenn andere sie wiederholen. Schlimm genug Waffen zu liefern in Länder, die nicht demokratisch sind, aber noch schlimmer ist es in die Länder zu liefern wo akut damit Städte bombardiert werden.

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