Der Putsch meuternder Soldaten in Mali ist von der internationalen Staatengemeinschaft verurteilt worden. Die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats forderten, die Soldaten sollten in ihre Kasernen zurückkehren und die Sicherheit des Präsidenten Amadou Toumani Touré gewährleisten. Die verfassungsmäßige Ordnung müsse wiederhergestellt und die demokratisch gewählte Regierung wieder ins Amt gesetzt werden.

Auch die Bundesregierung verurteilte den Putsch. Außenminister Guido Westerwelle forderte einen sofortigen Verzicht auf jede Gewalt. "Die verfassungsmäßige Ordnung muss unverzüglich wiederhergestellt werden." Das Außenamt riet bis auf weiteres von Reisen nach Mali ab.

Der Außenminister von Malis ehemaliger Kolonialmacht Frankreich , Alain Juppé , sagte: "Wir haben diesen Militärputsch verurteilt, weil wir uns dem Respekt demokratischer und verfassungsmäßiger Regeln verpflichtet fühlen." Er forderte die Wiederherstellung der Ordnung und die planmäßige Durchführung der Wahlen. Zudem kritisierten der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, Jean Ping, und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton die Putschisten.

Die EU-Komission kündigte als Reaktion auf die Ereignisse an, ihre Entwicklungshilfe in Mali vorübergehend einzustellen. Dies gelte, bis sich die Lage in dem Land geklärt habe, teilte Entwicklungskommissar Andris Piebalgs mit. "Die Entscheidung betrifft nicht die humanitäre Hilfe", sagte er. Die EU-Kommission hat für die Jahre 2008 bis 2013 Hilfszahlungen für das westafrikanische Land in Höhe von 583 Millionen Euro vorgesehen.