Super TuesdayRomney gewinnt sechs Staaten, Santorum drei

Super Tuesday in den USA: Besonders spannend war das Rennen zwischen den Kandidaten der Republikaner im wichtigen Staat Ohio. Dort hatte Santorum lange geführt. von afp, dpa und reuters

Der Republikaner Mitt Romney und seine Ehefrau Ann bei einer Wahlveranstaltung in Boston

Der Republikaner Mitt Romney und seine Ehefrau Ann bei einer Wahlveranstaltung in Boston  |  © Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images

Der US-Multimillionär Mitt Romney und sein Kontrahent Rick Santorum haben sich bei den Vorwahlen am Super Tuesday im Bundesstaat Ohio ein erbittertes Rennen geliefert. Lange war Santorum vorn, dann zog Romney vorbei – und hat den wichtigen Staat nach Angaben von US-Medien gewonnen.

Beide lagen nur wenige Tausend Stimmen auseinander. Romney kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 38 Prozent, Santorum auf 37 Prozent. Ein Sieg in dem hart umkämpften Swing State gilt auch deshalb als sehr wichtig, weil er bei den Präsidentenwahlen im November eine entscheidende Rolle spielen könnte.

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Romney hatte an dem bisher wichtigsten Vorwahl-Tag mit Abstimmungen gleich in zehn Bundesstaaten sechs Siege eingefahren. Neben Ohio gewann er in Alaska , OIdaho, Massachusetts, Virginia und Vermont. Santorum entschied die Vorwahlen in Tennessee, Oklahoma und North Dakota für sich.

Interaktive Grafik

Die Kandidaten der Republikaner konkurrieren in mehr als 50 Vorwahlen um die Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten der Partei. Wer wird das Rennen machen und bei der Wahl am 6. November gegen Amtsinhaber Barack Obama (Demokraten) antreten? Verfolgen Sie die Entscheidungen in unserer interaktiven Übersicht.

Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich kam auf einen Sieg in Georgia . Der Kongressabgeordnete Ron Paul ging leer aus. Ergebnisse aus dem Staat Alaska standen noch aus. Alle vier wollen gegen den demokratischen Amtsinhaber, Präsident Barack Obama , bei den Wahlen im November antreten.

Santorum feiert sich als Sieger des Tages

Bei einem Auftritt in Steubenville (Ohio) feierte sich Santorum bereits als Sieger des Tages: "Wir haben im Westen gewonnen, im Mittelwesten und im Süden und wir sind bereit, überall in diesem Land zu gewinnen". Er stellte sich in seiner Rede als Außenseiter dar, der trotz geringer Ausgangschancen – vor allem wegen mangelnder finanzieller Ausstattung – große Erfolge feiern kann. "Es gab keinen einzigen Staat, in dem ich mehr Geld ausgegeben habe als die Leute, gegen die ich dort gewann", sagte er.

Romney seinerseits präsentierte sich demonstrativ als Herausforderer von Obama . "Ich stehe bereit, unser Land zum Wohlstand zu führen", sagte er vor jubelnden Anhängern in Boston. Auf seine Rivalen ging der wohlhabende Geschäftsmann kaum ein. Er hatte sich zum Ziel gesetzt, mindestens fünf Wahlen am Super Tuesday zu gewinnen, um sich deutlich von seinen Kontrahenten abzusetzen.

Leserkommentare
  1. Jetzt, da wir den Superdienstag hinter uns haben bitte etwas weniger von den Artikeln über die republikanischen Vorwahlen - bei der schieren Medienpräsenz der letzten Wochen könnte man meinen, es wären unser Eigenen...

  2. Worum geht es in dem Artikel eigentlich? Es könnte sich dabei genauso um einen Bericht zu einem x-beliebigen Sportereignis handeln, weil einfach nur irgendwelche Zahlen aneinandergereiht werden, ohne auch nur im entferntesten auf politische Zusammenhänge einzugehen. Aber die künstlich hysterische Berichterstattung die alle Inhalte verdeckt und um irgendwelche Personen herum irgendwelche Phantasiewelten erzeugt, ist man ja mittlerweile schon gewohnt. Und da überrascht es auch nicht, wenn über jeden Besuch eines Kandidaten in einer Würstelbude wie über die Mondlandung berichtet wird.

  3. leider werden mit solchen Veranstaltungen und medialen Inszenierungen nicht nur die amerikanischen Bürger gelangweilt, von denen sich immerhin klugerweise 50% auf ihr Recht auf geistige Unversehrtheit berufen und den sogenannten Wahlen gleich fern bleiben.

    Nein, auch der gemeine deutsche Bürger, der weder in USA mitwählen darf noch in den wenigsten Fällen weiß, wo Ohio oder Massachussetts überhaupt liegen, kann monatelang auf jeder Titelseite der SZ, in ZEIT-Online oder SPON den unglaublich spannenden Wettkampf amerikanischer Provinzpolitiker um das Präsidentenamt mitverfolgen.

    Ok, solange man sonst keine Sorgen hat, kann es einem nicht schlecht gehen. Aber es wäre im Sinne medialer Ausgewogenheit gerecht, wenn der geneigte Leser in gleichem Umfange dann auch Interna und Neuigkeiten aus den periodisch stattfindenden Wahlkämpfe in Botswana, Kasachstan oder auf Mauritius erführe.

    Oder was vom bevorstehenden Wahlkampf im Saarland, auch wenn dieses in seiner Bedeutung für uns nicht mit Montana oder Wisconsin konkurrieren kann.

    Antwort auf
  4. 4. [...]

    Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und unsachlich Äußerungen. Die Redaktion/mak

  5. ist der erste Präsident seit langem, dem es wichtig ist Dinge anzugehen, die die Missstände des Landes aufzeigen...

    Den Republikanern ist nur eines wichtig - den Wohlstand ihresgleichen aufrecht zu halten oder noch zu mehren...

    Die amerikanische Wirtschaft ist am Boden wie lange nicht - und um diese wieder nach oben zu bringen, hatten die Republikaner bisher immer nur ein Rezept: Krieg...

    Für die anderen ändert sich Nichts...

    Antwort auf
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    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak

  6. Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak

    Antwort auf "Obama..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    werter Kommentator,

    ganz bestimmt war ihr Kommentar nicht unsachlich. Daher meine Empfehlung. Selbst wenn er nicht mehr lesbar ist.

    http://www.fr-online.de/w...

    eher geht es wieder um das Berühmte:

    "dass nicht sein kann was nicht sein darf"

  7. ... nicht törichte Männer genug, über die man berichten kann? Und es sind ja noch nicht mal Wahlen, sondern lediglich parteiinterne Demokratieinszenierungen.

    Grauenvoll, auch für US-Bürgerinnen:
    http://jezebel.com/589115...

    "They're going to have to keep battling it out, but the rest of us might want to invest in a high-quality pair of earplugs (and eye-plugs, if they make such a thing), because there is going to be a steady stream of screeching bullshit coming our way for the foreseeable future."

  8. Liebe Zeit. Langweilt uns doch nicht mit diesem dummen pseudodemokratischen Kaspertheater. Es ist immer dasselbe. Lächelnde Politniks mit Babys auf den Armen, inbrünstig zum lieben Gott betend und blöde Sprüche klopfend. Dieses Land und seine Bwohner können einem nur leid tun. Sie haben nur die Wahl zwischen Hinz und Kunz, wie Michael Moore einmal treffend äußerte. Echte Demokratie findet woanders statt.
    Darüber müsst ihr berichten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | CNN | Newt Gingrich | Minnesota | Mitt Romney | Swing
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