US-PräsidentschaftswahlPalin bringt sich wieder ins Gespräch

Sollte keiner der bisherigen Bewerber die US-Vorwahlen gewinnen, will die populäre Republikanerin als Kandidatin einsteigen. "Ich schlage keine Türen zu", sagt sie.

Mitten im Vorwahlkampf der US-Republikaner hat sich mit Sarah Palin die Ex-Gouverneurin des Bundesstaats Alaska wieder als mögliche Präsidentschaftskandidatin ins Gespräch gebracht. "Alles ist möglich, ich schlage keine Türen zu, die vielleicht da draußen offen sind", antwortete sie im US-Fernsehsender CNN auf eine entsprechende Frage. Palin könnte sich eine Kandidatur beim Nominierungsparteitag im August vorstellen, sollte keiner der aktuellen Bewerber bei den Vorwahlen die nötige Mehrheit an Delegiertenstimmen gewinnen.

Am Rande der Vorwahlen in Alaska sagte Palin bei der Stimmabgabe in ihrer Heimatstadt Wasilla, sie werde am Parteitag in Tampa teilnehmen. In den derzeit laufenden Vorwahlen der Republikaner ergibt sich nach dem schwachen Sieg für Favorit Mitt Romney beim Super-Tuesday weiter kein klares Bild. Sein Konkurrent Rick Santorum, erzkonservativer Ex-Senator, ist ihm dicht auf den Fersen.

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Auch die weiter hinten liegenden Bewerber Newt Gingrich und Ron Paul hatten bereits erklärt, bis zum Parteitag im Spätsommer kämpfen zu wollen. Der Nominierungsprozess nährt Spekulationen, dass am Ende keiner der Bewerber die Mindestzahl von 1.144 Delegierten hinter sich versammeln könnte. In diesem Fall würde die Kandidatenfrage hinter den Kulissen ausgehandelt werden.

Interaktive Grafik

Die Kandidaten der Republikaner konkurrieren in mehr als 50 Vorwahlen um die Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten der Partei. Wer wird das Rennen machen und bei der Wahl am 6. November gegen Amtsinhaber Barack Obama (Demokraten) antreten? Verfolgen Sie die Entscheidungen in unserer interaktiven Übersicht.

"Für einen Amerikaner ist alles möglich"

Hinsichtlich einer möglichen Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 2016 sagte Palin: "Für einen Amerikaner ist alles möglich, und ich verwerfe keinen Plan, der sich derzeit meiner Kontrolle entzieht." Sie werde "alles ernsthaft in Betracht ziehen, was ich tun kann, um unserem Land zu helfen und die Dinge auf den richtigen Weg zurückzubringen".

Palin war im Jahr 2008 für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain als Bewerberin für die Vizepräsidentschaft angetreten. Die Wahl gewann der Demokrat Barack Obama.

 
Leserkommentare
  1. Palin als Präsidentin.
    Das Nobelpreiskomitee würde ihr sicherlich den Nobelpreis für Physik zukommen lassen. Warum auch nicht, schließlich hat Obama ja auch den für Frieden erhalten. Das ist keineswegs abartiger.
    Die Tatsache, dass jemand wie Palin so hoch in der US-Politik aufsteigen konnte zeigt, dass es den Konzernen völlig egal ist, wer unter ihnen Präsident spielt. Rüstungsgüter werden weiterhin in großem Umfang verbraucht, die Armen weiterhin geschunden, die Reichen weiterhin geschont.
    Und die US-Bevölkerung lässt das mit sich machen. Das lässt uns tief blicken (komisdche Verbündete, die wir uns da ausgesucht haben).

    Eine Leserempfehlung
  2. http://www.youtube.com/wa...

    insofern ist ohnehin unklar, warum wer wieviel stimmen hat und wo

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