Syrien: Das Giftgas-Szenario
Einem Medienbericht zufolge erwägen die USA und Jordanien, Syriens Chemie-Waffen zu sichern, falls das Regime die Kontrolle verliert. Was steckt dahinter?
© Sana Handou/dpa

Baschar al-Assad in Damaskus
Alle Welt redet über einen Eingriff, der in Syrien Menschenleben vor der Wut des Diktators retten soll. Inzwischen taucht ein ganz anderes Szenario auf: Amerikaner und Jordanier wollen im Falle des Falles Waffen in Syrien "retten". Genauer: Sie überlegen, wie sie das mächtige Arsenal von biologischem und chemischem Massenvernichtungsgerät in Sicherheit bringen können, falls das Regime die Kontrolle verliert. Von diesen Gesprächen in Washington berichtet das Wall Street Journal.
Es handelt sich um zwölf verschiedene Depots, in denen Senf-, Zyan- und Nervengas lagern. Getüftelt wird an einem Plan, nach dem jordanische Kommandoeinheiten ins Nachbarland vordringen, um diese Stützpunkte vor dem Zugriff von wem auch immer zu bewahren. Das Journal fügt hinzu: "Die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen hat sich als eine der größten Sorgen der Regierung Obama herausgeschält."
Das syrische Arsenal soll eines der größten der Welt sein. Darüber hinaus gehört Syrien zu jenen sieben Länder, die der Chemie-Waffen-Konvention von 1992 nicht beigetreten sind. Der Vertrag verbietet Herstellung und Lagerung solcher Waffen. Die Erwartung in Washington: Irgendwann werde das Regime stürzen; also müsse das Potenzial irgendwie unter Kontrolle gebracht werden.
Krieg um Kampfgas? In Washington wird diese Frage trotz der großen Besorgnis in der Öffentlichkeit sehr niedrig gehalten. Und die Jordanier werden wohl nur im Rahmen einer friedenserhaltenden Operation der Arabischen Liga in Syrien aktiv werden. Es gehe auch nicht um eine direkte Konfrontation mit den Truppen des Diktators, sondern um Bescheideneres. Die Basen sollten "lokalisiert" und "gesichert" werden.
Ein anonymer Beamte der US-Regierung drückt das so aus: Die Operation könne nur in einer Situation erfolgen, welche diese auch "zulässt". Wenn es eine solche Umgebung nicht gibt, "wird es sehr schwer sein, irgendjemand dazu zu bewegen, da reinzugehen."
Warnung an Assad
Man darf spekulieren, was das heißt. Es muss Ruhe herrschen im Land? Dann wären wohl die Chemie-Waffen nicht in Gefahr. Eine neue Regierung herrscht in Damaskus? Die wäre dann doch in der Lage, die Depots abzusichern. Der Diktator fällt, Chaos bricht aus? Dann reichen Kommando-Kräfte nicht aus; dann müssten Bataillone und Brigaden mit Luftunterstützung ins Land, die jeden stoppen, der die Chemie-Waffen für sich kassieren wollte.
Was bleibt also von dieser Geschichte, die gezielt an die Presse gestreut worden ist? Erstens eine Warnung an Assad: Was immer auch passiert, wir machen dich verantwortlich für dein Arsenal der Massenvernichtung.
Zur Beruhigung ließen andere Offizielle wissen: Washington habe keine Erkenntnis, dass Assad diese Waffen gegen die Rebellen richten wolle – oder dass er schon die Kontrolle über sie verloren hätte.







Woher kommen diese biologischen und chemischen Waffen?
Wer hat sie wann geliefert?
Woher wissen die USA so genau, welche Waffen dort angeblich gelagert werden?
In Libyen wusste man das auch.
Hallo gquell,
.
Chemische Kampfstoffe - manche davon, sind relativ einfach herzustellen. Sogar ich weiß, wie es geht.
Ist es dem Grunde nach nicht egal, woher diese Waffen stammen? Beteiligt daran waren sicherlich viele Staaten.
Aber dieser "Fakt" begründet scheinbar jetzt schon das Eingreifen amerikanischer Kräfte zur "Sicherung" der WMD. Spätestens nach den US-Wahlen geht's los, das ist mal sicher.
In Libyen wusste man das auch.
Hallo gquell,
.
Chemische Kampfstoffe - manche davon, sind relativ einfach herzustellen. Sogar ich weiß, wie es geht.
Ist es dem Grunde nach nicht egal, woher diese Waffen stammen? Beteiligt daran waren sicherlich viele Staaten.
Aber dieser "Fakt" begründet scheinbar jetzt schon das Eingreifen amerikanischer Kräfte zur "Sicherung" der WMD. Spätestens nach den US-Wahlen geht's los, das ist mal sicher.
In Libyen wusste man das auch.
Von Giftgas in Libyen war bisher nichts zu hören, oder habe ich was versäumt? Wenn es das tatsächlich gibt: Wer kontrolliert das jetzt? Nicht sehr beruhigend!
Von Giftgas in Libyen war bisher nichts zu hören, oder habe ich was versäumt? Wenn es das tatsächlich gibt: Wer kontrolliert das jetzt? Nicht sehr beruhigend!
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
Solche Waffen will ich keinesfalls verharmlosen. Erstaunlich ist jedoch der Zeitpunkt zu dem auf diese hingewiesen wird. Diese sind doch eigentlich für Israel eine wesentlich größere Bedrohung als theoretisch irgendwann eine Atombombe des Irans.
Der nahe Osten bleibt für mich als eifrigen Zeitungsleser ein Buch mit sieben Siegeln. Mir scheint, dass die Informationen die man in Zeitungen erlangen kann, geradezu abartig minderwertig sind.
Ist Ihnen es neu, das Sie von den Medien desinformiert werden? Das können Sie doch täglich hier erleben! Auch dieser Beitrag wirft Fragen über Fragen auf! Nun treten plötzlich Che4miewaffen auf!
ZO beachtet aber nicht, das es heute das Internet gibt und die Leser sich weltweit informieren!
Da hilft auch die Erkenntnis von Orwell nicht, dass die Lüge zur Wahrheit wird, wenn sie ständig wiederholt wird!
Für den Michel ist das Argument "Giftgas" ausreichend. Siehe Irak. Das folgende Elend im Ergebnis des vorgeschobenen Kriegsgrundes nimmt er nicht mehr wahr. Er schaltet zu DSDS um und widmet sich damit den wirklich wichtigen Problemen der Welt.
So findet er dann auch keine Gelegenheit, hinter die Kriegskulissen zu schauen. Zum Beispiel hier:
"Libyen als Modell für eine Neuaufteilung des Nahen Ostens"
http://www.wsws.org/de/20...
Ist Ihnen es neu, das Sie von den Medien desinformiert werden? Das können Sie doch täglich hier erleben! Auch dieser Beitrag wirft Fragen über Fragen auf! Nun treten plötzlich Che4miewaffen auf!
ZO beachtet aber nicht, das es heute das Internet gibt und die Leser sich weltweit informieren!
Da hilft auch die Erkenntnis von Orwell nicht, dass die Lüge zur Wahrheit wird, wenn sie ständig wiederholt wird!
Für den Michel ist das Argument "Giftgas" ausreichend. Siehe Irak. Das folgende Elend im Ergebnis des vorgeschobenen Kriegsgrundes nimmt er nicht mehr wahr. Er schaltet zu DSDS um und widmet sich damit den wirklich wichtigen Problemen der Welt.
So findet er dann auch keine Gelegenheit, hinter die Kriegskulissen zu schauen. Zum Beispiel hier:
"Libyen als Modell für eine Neuaufteilung des Nahen Ostens"
http://www.wsws.org/de/20...
ganz überraschend, im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht, kommt eine neue Variante ins Spiel.
Das der Mossad diese Gefahr noch nicht erkannt und benannt hat, komisch ...!
Aber der kümmert sich momentan wohl mehr um Nukleares.
Aus den mehr oder weniger gelungenen Militäreinsätzen der jüngeren Vergangenheit wird jetzt ein Erfolgs-Mix angesetzt.
Gefahr von Massenvernichtungswaffen + Schutz der Bevölkerung= ???
Wenn die Randbemerkung erlaubt sein sollte:
Der Journalist Peter Scholl-Latour hatte gestern nicht nur Geburtstag, er hat auch im Deutschlandfunk eine sehr aufschlußreiche Erläuterung der gesamten Situation von Syrien bis Lybien gegeben.
Sehr zu empfehlen jenen, die wissen wollen, worum es eigentlich geht ..
http://www.zeit.de/2012/1...
...zu loben. Leider ist es aber nicht immer sehr Ziel führend. Nehmen wir diese Passage, der die Opposition in unserer Wahrnehmung requalifizieren soll:
"Und was, sagen wir, die Überläufer betrifft, die Deserteure, die Namen, die ich darunter treffe - zum Beispiel der Hauptmann (…) ist ein Verwandter des Generals (…), der ein glühender Bewunderer Hitlers gewesen ist und mit der Assad-Familie sich sehr gut verstanden hat. Ein anderer ist Schischakli, sein Vorfahr war einer der strengsten Diktatoren gewesen, der 1951 in Damaskus geherrscht hat. Also man soll das alles nicht so einseitig sehen."
Er spielt die rein emotional Skala. Was sagt es denn? Oder ist die dortige Gesellschaft wie die deutsche, wo man diese Sätze auch verwenden könnte? Es gibt auch hier den Cousin von diesem Nazi. Jeder ist in Verwandschaft zu einem, der eine der Autokratien diente, wenn die Familie nicht völlig erfolglos war. Aber ist ein v. Arnim heute daher schlecht, weil so viele der Familie im Reich Verantwortung trugen.
Nun bin ich der Meinung, dass sich hier für die Diktaturen und deren Vergehen notwendige und wesentliche Verhaltensmuster gehalten haben und in vielen Dingen sich virulent bis zum heutigen Tage zeigen. Es ist aber unlauter die Zusammenhänge so zu verkürzen, wie in dem Interview. Bei dem Grad der Pauschlisierung geht zu viel verloren und der Eindruck, der beim weniger sortierten Publikum verbleibt ist bestenfalls Vorurteil.
....des Publikums, weil der Iran-Aspekt nicht genügend erläutert würde, eine Irreführung des Publikums in sich. Wer sich auch nur halbwegs mit dem Thema auseinandersetzte kann nicht umhin gekommen sein, diese Facette beleuchtet gefunden zu haben.
Aber zu sagen, wie er es tut: "Es geht gar nicht um Syrien, und das ist eben die völlige Irreführung der öffentlichen Meinung. Es geht um Iran." Ist eine bewusste Lüge oder aber eine Wahrnehmung, die sehr dubios ist. Natürlich geht es um Iran. Es geht natürlich um Saudi. Es geht auch um Lebanon, Jordanien, Paliland und Israel.
Aber es geht auch um die Tatsache, dass da eine Regierung sitzt, die ihre Bevölkerung abzuschlachten begann, als sie demonstrierten und Wahlen haben wollte. Es geht um eine Autokratie, die die Bevölkerung durchgehend mit harter Gewalt unterdrückt und von Zeit zu Zeit in Massen tötet.
Nun mag es sein, dass S_L nicht will, dass die UNO minimalste Verantwortung für das Wohl der Bevölkerungen der Erde übernimmt, wie das in der Norm R2P verlangt wird. Aber dann soll er es sagen und nicht mit irgend welchen unsinnigen Ablenkungsmaneuvern zu versuchen das Volk emotional für seine Meinung zu gewinnen, während er so tut, als würde er sachlich argumentieren.
Natürlich kennt er sein Volk und weiß, wie es tickt. So gestaltet er seine Sprache und verführt die Hiesigen. Es ist erstaunlich, wie gut ihm das gelingt.
Etwas unüberarbeitet aber naja:
Scholl-Latour zu Syrien
Ich schätze Scholl-Latour, weil er seine Meinung auf eigene Recherchen, breite Hintergrundinformationen, eigenes Wissen und eigenes Verstehen gründet und nicht wie viele andere Journalisten auf Kolportagen, Gerüchten, Informationschnitzelchen die gezielt von Außenministerien/Militärs/Geheimdiensten zur Zweckerreichung gestreut wurden.
Assad ist um vieles westlicher als die derzeitigen Aufständischen. Wer nach Ägypten (wo sich an der Militärherrschaft nichts geändert hat) und Libyen (das nun im Bürgerkrieg steht, von dem bei uns praktisch nichts berichtet wird) denkt, dass sich in Syrien durch die Aufständischen was zum Besseren wenden könnte, der hat wohl seine speziellen Gründe und definiert "Besser" anders als ich.
http://www.zeit.de/2012/1...
...zu loben. Leider ist es aber nicht immer sehr Ziel führend. Nehmen wir diese Passage, der die Opposition in unserer Wahrnehmung requalifizieren soll:
"Und was, sagen wir, die Überläufer betrifft, die Deserteure, die Namen, die ich darunter treffe - zum Beispiel der Hauptmann (…) ist ein Verwandter des Generals (…), der ein glühender Bewunderer Hitlers gewesen ist und mit der Assad-Familie sich sehr gut verstanden hat. Ein anderer ist Schischakli, sein Vorfahr war einer der strengsten Diktatoren gewesen, der 1951 in Damaskus geherrscht hat. Also man soll das alles nicht so einseitig sehen."
Er spielt die rein emotional Skala. Was sagt es denn? Oder ist die dortige Gesellschaft wie die deutsche, wo man diese Sätze auch verwenden könnte? Es gibt auch hier den Cousin von diesem Nazi. Jeder ist in Verwandschaft zu einem, der eine der Autokratien diente, wenn die Familie nicht völlig erfolglos war. Aber ist ein v. Arnim heute daher schlecht, weil so viele der Familie im Reich Verantwortung trugen.
Nun bin ich der Meinung, dass sich hier für die Diktaturen und deren Vergehen notwendige und wesentliche Verhaltensmuster gehalten haben und in vielen Dingen sich virulent bis zum heutigen Tage zeigen. Es ist aber unlauter die Zusammenhänge so zu verkürzen, wie in dem Interview. Bei dem Grad der Pauschlisierung geht zu viel verloren und der Eindruck, der beim weniger sortierten Publikum verbleibt ist bestenfalls Vorurteil.
....des Publikums, weil der Iran-Aspekt nicht genügend erläutert würde, eine Irreführung des Publikums in sich. Wer sich auch nur halbwegs mit dem Thema auseinandersetzte kann nicht umhin gekommen sein, diese Facette beleuchtet gefunden zu haben.
Aber zu sagen, wie er es tut: "Es geht gar nicht um Syrien, und das ist eben die völlige Irreführung der öffentlichen Meinung. Es geht um Iran." Ist eine bewusste Lüge oder aber eine Wahrnehmung, die sehr dubios ist. Natürlich geht es um Iran. Es geht natürlich um Saudi. Es geht auch um Lebanon, Jordanien, Paliland und Israel.
Aber es geht auch um die Tatsache, dass da eine Regierung sitzt, die ihre Bevölkerung abzuschlachten begann, als sie demonstrierten und Wahlen haben wollte. Es geht um eine Autokratie, die die Bevölkerung durchgehend mit harter Gewalt unterdrückt und von Zeit zu Zeit in Massen tötet.
Nun mag es sein, dass S_L nicht will, dass die UNO minimalste Verantwortung für das Wohl der Bevölkerungen der Erde übernimmt, wie das in der Norm R2P verlangt wird. Aber dann soll er es sagen und nicht mit irgend welchen unsinnigen Ablenkungsmaneuvern zu versuchen das Volk emotional für seine Meinung zu gewinnen, während er so tut, als würde er sachlich argumentieren.
Natürlich kennt er sein Volk und weiß, wie es tickt. So gestaltet er seine Sprache und verführt die Hiesigen. Es ist erstaunlich, wie gut ihm das gelingt.
Etwas unüberarbeitet aber naja:
Scholl-Latour zu Syrien
Ich schätze Scholl-Latour, weil er seine Meinung auf eigene Recherchen, breite Hintergrundinformationen, eigenes Wissen und eigenes Verstehen gründet und nicht wie viele andere Journalisten auf Kolportagen, Gerüchten, Informationschnitzelchen die gezielt von Außenministerien/Militärs/Geheimdiensten zur Zweckerreichung gestreut wurden.
Assad ist um vieles westlicher als die derzeitigen Aufständischen. Wer nach Ägypten (wo sich an der Militärherrschaft nichts geändert hat) und Libyen (das nun im Bürgerkrieg steht, von dem bei uns praktisch nichts berichtet wird) denkt, dass sich in Syrien durch die Aufständischen was zum Besseren wenden könnte, der hat wohl seine speziellen Gründe und definiert "Besser" anders als ich.
Von Giftgas in Libyen war bisher nichts zu hören, oder habe ich was versäumt? Wenn es das tatsächlich gibt: Wer kontrolliert das jetzt? Nicht sehr beruhigend!
http://www.spiegel.de/pol...
von einigen Tonnen Senfgas
über den verifizierten Sachstand zu den libyschen CWA Beständen kann sich jeder hier informieren:
http://www.opcw.org/the-o...
Da bin ich sehr sicher was Zuverlässigkeit und Qualität der Sachstandsermittlung angeht.
MfG Karl Müller
erschütterte ein Skandal die Bundesrepublik. Diverse Geheimdienste hatten evaluiert, ein Unternehmen aus Westdeutschland hatte den Libyern Chemieanlagen geliefert, die speziell für die Herstellung von militärischen Kampfstoffen (Giftgas) modifiziert wurden.
Nach dem was mir erinnerlich ist, war die Basis dessen was man an Libyen geliefert hat, eine Anlage zur Herstellung von Pestiziden.
In der Zwischenzeit tauchten in den hiesigen Medien immer mal wieder Berichte auf, in denen dokumentiert wurde, dass diverse Staaten aus der Region hier in Europa auf "Einkaufstour" gegangen sind, um Komponenten für Chemieanlagen zu beschaffen.
Die Bundesrepublik gehört zu den Staaten, die über sehr viel Knowhow beim Beseitigen solcher Kampfstoffe verfügen. Insofern sollte man hier ruhig einmal darüber nachdenken, ob man im Nahen Osten Hilfestellung bei der Vernichtung von derartigem leisten kann.
Noch vor Verabschiedung der no-fly-zone wurde ein britisches Spezialkommando nach Libyen geschickt mit genau dem gleichen Auftrag: Giftgaslager ausfindig zu machen und zu verhindern, dass das Giftgas eingesetzt werden kann.
Das ist auch erfolgreich geschehen.
Wobei zu unterscheiden ist zwischen in Fässern gelagertem Giftgas und sozusagen abschussfertiger Giftgasmunition.
Die Fässer sind relativ harmlos.
Falls die überhaupt alle Giftgaskomponenten enthalten und nicht notwendige Komponenten aus Sicherheitsgründen getrennt 'verpackt' sind, sind die für die, die sie bewachen gefährlicher als für die Bevölkerung.
Da ist es dann lediglich erforderlich zu verhindern, dass diese Fässer zur weiteren Verarbeitung in aktive Munition abtransportiert werden können.
Etwas anderes sind die abschussfertigen Giftgasgeschosse. Die müssen entweder zerstört werden oder es muss verhindert werden, dass die an die Front gelangen können.
Abschussfertige Giftgasgeschosse gibt es natürlich erheblich weniger als gelagerte Vorräte, die erst noch in Munition verarbeitet werden müssen.
http://www.spiegel.de/pol...
von einigen Tonnen Senfgas
über den verifizierten Sachstand zu den libyschen CWA Beständen kann sich jeder hier informieren:
http://www.opcw.org/the-o...
Da bin ich sehr sicher was Zuverlässigkeit und Qualität der Sachstandsermittlung angeht.
MfG Karl Müller
erschütterte ein Skandal die Bundesrepublik. Diverse Geheimdienste hatten evaluiert, ein Unternehmen aus Westdeutschland hatte den Libyern Chemieanlagen geliefert, die speziell für die Herstellung von militärischen Kampfstoffen (Giftgas) modifiziert wurden.
Nach dem was mir erinnerlich ist, war die Basis dessen was man an Libyen geliefert hat, eine Anlage zur Herstellung von Pestiziden.
In der Zwischenzeit tauchten in den hiesigen Medien immer mal wieder Berichte auf, in denen dokumentiert wurde, dass diverse Staaten aus der Region hier in Europa auf "Einkaufstour" gegangen sind, um Komponenten für Chemieanlagen zu beschaffen.
Die Bundesrepublik gehört zu den Staaten, die über sehr viel Knowhow beim Beseitigen solcher Kampfstoffe verfügen. Insofern sollte man hier ruhig einmal darüber nachdenken, ob man im Nahen Osten Hilfestellung bei der Vernichtung von derartigem leisten kann.
Noch vor Verabschiedung der no-fly-zone wurde ein britisches Spezialkommando nach Libyen geschickt mit genau dem gleichen Auftrag: Giftgaslager ausfindig zu machen und zu verhindern, dass das Giftgas eingesetzt werden kann.
Das ist auch erfolgreich geschehen.
Wobei zu unterscheiden ist zwischen in Fässern gelagertem Giftgas und sozusagen abschussfertiger Giftgasmunition.
Die Fässer sind relativ harmlos.
Falls die überhaupt alle Giftgaskomponenten enthalten und nicht notwendige Komponenten aus Sicherheitsgründen getrennt 'verpackt' sind, sind die für die, die sie bewachen gefährlicher als für die Bevölkerung.
Da ist es dann lediglich erforderlich zu verhindern, dass diese Fässer zur weiteren Verarbeitung in aktive Munition abtransportiert werden können.
Etwas anderes sind die abschussfertigen Giftgasgeschosse. Die müssen entweder zerstört werden oder es muss verhindert werden, dass die an die Front gelangen können.
Abschussfertige Giftgasgeschosse gibt es natürlich erheblich weniger als gelagerte Vorräte, die erst noch in Munition verarbeitet werden müssen.
http://www.spiegel.de/pol...
von einigen Tonnen Senfgas
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
(Vorkommentar bitte löschen, war zu früh gesndet)
Wo die USA und Jordanien sind, da ist Israel nicht weit. Die werden sich offiziell zurückhalten, aber Israel hat in der Region nur noch Jordanien als Partner, das heißt die Israelis werden sie wohl unterstützen.
Und was die Chemiewaffen angeht: Nach der Geschichte um Saddam und die Massenvernichtungswaffen, greift man jetzt auf ein genauso Öffentlichkeitswirksames Szenario zurück, welches man aber besser beweisen kann. Seit den irakischen Giftgasangriffen ist dies auch im bewusstsein der Welt eine reale Gefahr.
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