Ein zerstörtes Haus in der syrischen Stadt Homs © Sana Sana/Reuters

US-Präsident Barack Obama lässt militärische Optionen prüfen, um gegen die anhaltende Gewalt in Syrien vorzugehen. Das sagte US-Generalstabschef Martin Demsey. Dazu zählten neben humanitären Missionen und der Überwachung von Seewegen auch eine mögliche Flugverbotszone und begrenzte Luftschläge, sagte Dempsey vor dem Streitkräfteausschuss des Senats.

Die verschiedenen Möglichkeiten seien aber noch nicht mit Obama direkt diskutiert worden, sondern mit seinem Team von Sicherheitsberatern. Auch gebe es noch keine Detailplanung.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta warnte in derselben Anhörung jedoch vor einem militärischen Eingreifen in den Konflikt . Seiner Ansicht nach könnte sich der Bürgerkrieg dadurch verschlimmern. Der Obama-Regierung sei klar, dass in Syrien "militärische Gewalt an ihre Grenzen stößt, vor allem was Bodentruppen angeht", sagte der Pentagon-Chef. Luftangriffe würden zu zivilen Opfern führen, warnten Panetta und Dempsey.

Panetta: Syriens Militär ist stärker als es Gaddafis war

Zuvor hatte der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain als erster US-Senator Luftschläge gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad gefordert. Ein solcher Schritt sei "der einzige realistische Weg", das Töten zu beenden.

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Panetta und Dempsey sagten vor dem Ausschuss wiederholt, dass sich die Lage in Syrien nicht mit der in Libyen vergleichen lasse, wo die internationale Gemeinschaft eine Flugverbotszone etabliert hatte. Syrien verfüge über eine fünffach stärkere Flugabwehr als das nordafrikanische Land. Eine solche Zone einzurichten würde einige Zeit dauern und eine große Zahl Flugzeuge notwendig machen.