FriedensforschungWachstumsbranche Waffenhandel

Das Geschäft mit den Waffen ist gewachsen. Wie ein Bericht aus Schweden zeigt, ist besonders in Asien die Nachfrage ungebrochen. Deutschland bleibt Großexporteur.

Ein mexikanischer Soldat mit einer Propellergranate

Ein mexikanischer Soldat mit einer Propellergranate

Der Handel mit konventionellen Waffen hat in den vergangenen Jahren weltweit stark zugenommen. Die fünf größten Waffenimporteure seien in Asien ansässig, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des in Stockholm ansässigen Friedensforschungsinstituts Sipri. Die größten Waffenexporteure sind demnach weiterhin die USA und Russland.

Im Untersuchungszeitraum von 2007 bis 2011 wurden dem Bericht zufolge 44 Prozent der weltweiten Waffenimporte in Asien und Ozeanien registriert. Weit dahinter folgten Europa mit 19 Prozent, der Mittlere Osten mit 17 Prozent, Amerika mit elf Prozent und Afrika mit neun Prozent. Insgesamt nahm der Waffenhandel laut Sipri im Vergleich zum vorherigen Untersuchungszeitraum von 2002 bis 2006 weltweit um 24 Prozent zu.

Anzeige

Größter Waffenimporteur ist den Angaben zufolge Indien mit zehn Prozent, gefolgt von Südkorea mit sechs Prozent, Pakistan und China mit jeweils fünf Prozent und Singapur mit vier Prozent. Mit 30 Prozent werden die meisten Waffen aus den USA exportiert, die Ausfuhren aus Russland liegen bei 24 Prozent. Auch Deutschland zählt mit neun Prozent zu den großen Waffenexporteuren, Frankreich und Großbritannien liefern acht beziehungsweise vier Prozent aller Waffen.

Vor allem Syrien steigerte seine Waffenimporte seit dem Jahr 2002 deutlich, der Bericht nennt einen Anstieg um 580 Prozent. In Venezuela war seither ein Anstieg von 555 Prozent zu beobachten. Sipri zufolge hatte der Arabische Frühling indes nur eine geringe Auswirkung auf den internationalen Waffenhandel.

 
Leserkommentare
  1. sondern vom G3, der MP5 und diversen Faustfeuerwaffen. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht schon Exportbeschränkungen beim G36 umgangen werden.

    Diese deutschen Exportbeschränkungen zu umgehen wird den Rüstungsunternehmen auffallend leicht gemacht.

    Was machen Sie, wenn Sie Rüstungsgüter aus Deutschland nicht in ein bestimmtes Land exportieren dürfen, dass diese aber unbedingt haben will und gut dafür bezahlt?
    Sie gründen ein Tochterunternehmen in einem Land ohne Exportbeschränkung. Dubai ist so ein bevorzugter Ort. Formal handelt es sich bei diesem Tochterunternehmen um eine eigenständige Firma.
    Nun exportieren Sie ihre Waffen an Ihr Tochterunternehmen, welches als Kunde auftritt und tun damit den deutschen Gesetzen genüge, denn sobald alles seine formelle Richtigkeit hat und die Ware Deutschland verlassen, interessiert sich von offizieller Seite niemand mehr dafür, was damit passiert.
    Ihr Tochterunternehmen kann die Güter nun an jeden Interessenten verkaufen, den Sie aus Deutschland nicht beliefern dürfen.
    Es gibt allerdings noch bessere Methoden, falls Sie ja keine Ausfuhrgenehmigung erhalten, indem Sie die Lizenz zur Fertigung, z.B. Kleinwaffen an ihr Tochterunternehmen verkaufen, inkl. Fertigungseinrichtung.

    MfG
    AoM

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    sehr richtig!

    Aber genau genomme ein alter Hut, denn die Kombination von Export von Fachwissen Maschinen und Lizenzen ist seit 1918 ein probates Mittel Naivlinge die nach Exportbeschränkungen rufen zweckmäßig vorzuführen.

    Genaus lustig wie Endabnehmerzertifikate!

    MfG Karl Müller

    sehr richtig!

    Aber genau genomme ein alter Hut, denn die Kombination von Export von Fachwissen Maschinen und Lizenzen ist seit 1918 ein probates Mittel Naivlinge die nach Exportbeschränkungen rufen zweckmäßig vorzuführen.

    Genaus lustig wie Endabnehmerzertifikate!

    MfG Karl Müller

    • SuR_LK
    • 19.03.2012 um 23:32 Uhr
    34. Und wir

    verschenken U-Boote mal wieder aktuell, naja zumindest nen Drittel davon
    http://www.haaretz.com/ne...

  2. Deutsche Waffen, Deutsches Geld, morden mit in aller Welt!

    Einfach mal bei "Ohne Rüstung leben" mit machen!

    2 Leserempfehlungen
  3. um den Austausch von "Experten" der Kenntnisse über Waffen und ihre Namen und Bezeichnungen, deren Exporte-und Produktionen (wo, wie, wohin, wofür)gehen würde, hatte ich beim Lesen der Artikelüberschrift nicht erwartet! Da kann ich nicht mithalten.
    Aber das alles kann mir auch den Glauben daran nicht erschüttern, daß es, wenn auch vor langer Zeit, auch einmal Menschengesellschaften ohne Waffen gegeben hat und daß es sie auch jetzt geben könnte. Es ist alles eine Sache des Bewußtseins. Wenn Gewalt und Macht einmal von niemandem mehr bewundert wird, dann wird auch niemand mehr danach streben, weil ja doch letztendlich jeder Mensch, auch wenns bei vielen vielleicht paradox erscheint, nur eines möchte:geliebt werden.

    2 Leserempfehlungen
  4. sehr richtig!

    Aber genau genomme ein alter Hut, denn die Kombination von Export von Fachwissen Maschinen und Lizenzen ist seit 1918 ein probates Mittel Naivlinge die nach Exportbeschränkungen rufen zweckmäßig vorzuführen.

    Genaus lustig wie Endabnehmerzertifikate!

    MfG Karl Müller

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service