Syrien: Heftige Kämpfe vor geplanter Waffenruhe
Noch drei Tage, dann sollen die Waffen in Syrien ruhen. Diplomaten bezweifeln, dass es dazu kommt – vorerst gehen die Kämpfe weiter. Wieder kamen Dutzende Menschen um.
In Syrien geht das Regime ungeachtet der für kommende Woche vereinbarten Waffenruhe weiter mit brutaler Gewalt gegen die Opposition vor. Mehr als 80 Menschen kamen allein an diesem Samstag nach einer Zählung von Aktivisten landesweit ums Leben. Die Staatsmacht verfolge die Gegner von Präsident Baschar al-Assad mit "unverminderter Härte", sagte der Leiter der in London ansässigen syrischen Beobachtungsgruppe für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die syrische Führung aufgefordert, umgehend und ohne Vorbedingungen alle Militäroperationen gegen die syrische Bevölkerung zu beenden. Ban verurteilte nach Angaben seines Sprechers in New York das Vorgehen des Regimes und sagte, der vom Weltsicherheitsrat unterstützte Zeitplan für eine Waffenruhe in wenigen Tagen sei keine Rechtfertigung für weiteres Töten.
Assad brach bereits Versprechen
Am Dienstag sollen ab 6.00 Uhr Ortszeit (5.00 Uhr MESZ) in Syrien die Waffen schweigen – knapp 13 Monate nach Beginn des Konflikts. Viele Diplomaten bezweifeln, dass in Syrien Ruhe einkehren wird. Sie verweisen darauf, dass die syrische Führung bereits in der Vergangenheit ihre Versprechen nicht gehalten und auf Zeit gespielt hat. Unklar ist auch, ob die Freie Syrische Armee in der Lage ist, das Ende der Kämpfe in den eigenen Reihen durchzusetzen.
Die Regierungstruppen setzten ihre Offensive in den Protesthochburgen fort. Aktivisten teilten mit, dass mehr als 40 Menschen starben, als regimetreue Soldaten die Region Al-Latmana in der Provinz Hama zunächst unter Beschuss nahmen und später stürmten. Nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter gab es zudem in Tibat al-Imam, außerhalb der Stadt Hama, sowie in der Region Al-Kusair nahe der Stadt Homs Tote.
Auch die Kämpfe zwischen regimetreuen Soldaten und Rebellen gingen weiter. Oppositionelle meldeten einen Angriff von Deserteuren auf einen Militärflughafen außerhalb der Stadt Aleppo. In Idlib habe es zudem erneut Kämpfe zwischen Assad-treuen Militärs und fahnenflüchtigen Soldaten gegeben. Wegen der Medienblockade sind Meldungen aus Syrien von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
Nach Tagen der Kämpfe und des Bombardements rund um Aleppo suchten immer mehr Menschen Zuflucht in der Türkei: Allein am Freitag flüchteten 3.000 Zivilisten über die Grenze – rund zehnmal so viele wie bisher an einem Tag, bevor Assad vor rund zehn Tagen den Friedensplan akzeptierte. Seit Beginn des Volksaufstandes gegen Assad sind bereits mehr als 42.000 Menschen vor der Gewalt geflohen. Mehr als 9.000 Personen wurden nach Zählung der UN getötet. Die Regierung Assad spricht von knapp über 6.000 Toten, darunter mehr als 2.500 Soldaten und Polizisten.







dass man mit Assad nicht reden kann.Das Töten dauert schon 1 Jahr ohne dass Assad sich auch nur einen Milimeter bewegt hätte.Meiner Meinung nach ist dieses medienwirksame Hoffen auf eine Waffenruhe auch nur Show,weil man genau weiss,dass dies nicht eintreten wird,aber genauso wie Assad sich auf den Rücken der syrischen Rebellen ein zynisches Spiel mit der Zeit liefert.Einige türksiche Diplomaten erwarten ,dass Assad ein paar Panzer hin- und herverschieben wird,dass aber die Kämpfe weitergehen werden.Er könne es sich nicht leisten,sich aus den Städten zurückzuziehen, da er sonst seine Position schwächen würde.
Es ist längst an der Zeit,wie es ein anderer Journalist ausgedrückt hat,sich von der Salami-taktik Assads zu lösen und dass die Freunde Syriens "unfreundlich" werden.
...dass die Freunde Syriens "unfreundlich" werden. Wenn sie Folter, Mord und sogar den Einsatz von Kindersoldaten auf Seiten der Rebellen als "unfreundlich" bezeichnen, braucht einem ja nicht Angst werden, was nach Assad kommen würde. (Falls Sie nach Quellen fragen: AI, HRW und UNO-Menschenrechtskommission)Übrigens findet z.Z. in Den Haag ein Prozess wegen des Einsatzes von Kindersoldaten statt. Alledings nicht gegen Kommandeure der Freien Syrischen Armee!
...dass die Freunde Syriens "unfreundlich" werden. Wenn sie Folter, Mord und sogar den Einsatz von Kindersoldaten auf Seiten der Rebellen als "unfreundlich" bezeichnen, braucht einem ja nicht Angst werden, was nach Assad kommen würde. (Falls Sie nach Quellen fragen: AI, HRW und UNO-Menschenrechtskommission)Übrigens findet z.Z. in Den Haag ein Prozess wegen des Einsatzes von Kindersoldaten statt. Alledings nicht gegen Kommandeure der Freien Syrischen Armee!
"Unklar ist auch, ob die Freie Syrische Armee in der Lage ist, das Ende der Kämpfe in den eigenen Reihen durchzusetzen."
DAS ist das Problem. Die syrische Regierung könnte noch tausendmal mit internationalem Druck zu Waffenstillständen gezwungen werden, solange die "freie syrische Armee" weitermacht ist das wirkungslos. Diese lose zusammengewürfelten Kämpfer wissen die NATO und unsere befreundeten Feudalregime aus Arabien hinter sich und versprechen sich natürlich teilweise, irgendwann den ganzen Kuchen überreicht zu bekommen. Warum sollten sie sich auf einen Waffenstillstand einlassen? Wie sollten einzelne Gruppen auch dazu verpflichtet werden?
Damit dieser Mechanismus nicht zu offensichtlich wird, muss die syrische Armee 48 VOR den Rebellen das Feuer einstellen. Aufgrund dieser Klausel wird die NATO schon kurz nach inkrafttreten des Waffenstillstandes erneut internationales Eingreifen fordern, weil die Rebellen natürlich munter weiterballern werden. Die Verantwortung wird allerdings Assad zugeschrieben werden, denn nur ER ist ja verpflichtet worden das Feuer einzustellen. Darauf wird hier natürlich nicht eingegangen, obwohl es ein extrem wichtiger Punkt für die Nachhaltigkeit dieses Waffenstillstandes ist.
Internationale Politik Jahrgang 17 hundert.
Sie haben absolut recht mit Ihrer Analyse. Ich frage mich, warum die verdammt gut bezahlten Journalisten Der Zeit nicht in der Lage sind, eine solche Analyse bereitzustellen. Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert, was die "hohe Politik" so von sich gibt. Beispiel? UN-Generalsekretär Ban verlangt von Damaskus, die Kämpfe sofort einzustellen, schreibt Die Zeit. Wie bitte? Kann der Mann nicht lesen? Kofi Annan hatte den Dienstag vereinbart (so idiotisch und verlogen diese Vereinbarung auch ist.) Ban ist ein übler Scharfmacher im freiwilligen Dienste des Westens. Leider haben die Russen und Chinesen total gepennt, als er zur Wiederwahl stand.
Sie haben absolut recht mit Ihrer Analyse. Ich frage mich, warum die verdammt gut bezahlten Journalisten Der Zeit nicht in der Lage sind, eine solche Analyse bereitzustellen. Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert, was die "hohe Politik" so von sich gibt. Beispiel? UN-Generalsekretär Ban verlangt von Damaskus, die Kämpfe sofort einzustellen, schreibt Die Zeit. Wie bitte? Kann der Mann nicht lesen? Kofi Annan hatte den Dienstag vereinbart (so idiotisch und verlogen diese Vereinbarung auch ist.) Ban ist ein übler Scharfmacher im freiwilligen Dienste des Westens. Leider haben die Russen und Chinesen total gepennt, als er zur Wiederwahl stand.
Da ich noch Herr meiner Sinne bin frage ich mich, wielange uns dieser intellektuelle Müll noch zugemutet wird. Man gibt Moon das Wort, von Assad den Rückzug zu fordern und hinterlegt das gleichzeitig mit einem Video mit wild um sich schießenden Horden. Mein Vorschlag: In Zukunft hat sich hierzulande die Polizei von allen Kastortransporten und Fußballplätzen fernzuhalten. Dann sind definitiv Zusammenstöße ausgeschlossen!
...dass die Freunde Syriens "unfreundlich" werden. Wenn sie Folter, Mord und sogar den Einsatz von Kindersoldaten auf Seiten der Rebellen als "unfreundlich" bezeichnen, braucht einem ja nicht Angst werden, was nach Assad kommen würde. (Falls Sie nach Quellen fragen: AI, HRW und UNO-Menschenrechtskommission)Übrigens findet z.Z. in Den Haag ein Prozess wegen des Einsatzes von Kindersoldaten statt. Alledings nicht gegen Kommandeure der Freien Syrischen Armee!
so und so weitergehen.
Mit den zusätzlich zugesagten 100 Millionen Dollar durch Saudi-Arabien und Katar&Partner ist der Siegzug der vom Ausland eingeschleusten Dschihad-Söldner für Frieden, Freiheit und Demokratie in Syrien nicht mehr aufzuhalten. Die müssen weiterschiessen, sonst bekommen sie keinen Sold - Geschäft ist Geschäft.
Vielleicht muß die NATO unsere neuen Waffenbrüdern hier und da noch einmal unter die Arme greifen, wenn Assad´s Truppen nicht akzeptieren wollen, daß es nicht von Bedeutung ist, das die Mehrheit der eigenen Bevölkerung hinter ihnen steht, sondern die Interessen unserer ölgewichtigen arabischen Vorzeigedemokratien ein Ende des Assad-Regimes verlangt. Die wollen nun einmal die Moslembruderschaft in Damaskus werkeln sehen. Sonst kaufen die am Ende nicht bei uns in Europa oder USA ihre Waffen, sondern bei den Russen oder Chinesen. Geschäft ist eben Geschäft.
In Afghanistan, Irak und Libyen haben wir blühende Demkoratielandschaften erschaffen - warum sollte das nicht auch in Syrien möglich sein.
Sie haben absolut recht mit Ihrer Analyse. Ich frage mich, warum die verdammt gut bezahlten Journalisten Der Zeit nicht in der Lage sind, eine solche Analyse bereitzustellen. Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert, was die "hohe Politik" so von sich gibt. Beispiel? UN-Generalsekretär Ban verlangt von Damaskus, die Kämpfe sofort einzustellen, schreibt Die Zeit. Wie bitte? Kann der Mann nicht lesen? Kofi Annan hatte den Dienstag vereinbart (so idiotisch und verlogen diese Vereinbarung auch ist.) Ban ist ein übler Scharfmacher im freiwilligen Dienste des Westens. Leider haben die Russen und Chinesen total gepennt, als er zur Wiederwahl stand.
auf Teufel komm raus verstärkte Schießerei früher zu beenden ist unerhört und dient nur dem Zweck Unruhe zu stiften... Δ
>Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert
Sie haben auch recht! Sonderbar. Im anderen Forum berichtet ein Herr Grass auch von einer Gleichschaltung der deutschen Medien. Reiner Zufall was auch bzgl. Syrien abgeht. Das eine hat mit dem anderen wohl rein gar nichts zu tun?
auf Teufel komm raus verstärkte Schießerei früher zu beenden ist unerhört und dient nur dem Zweck Unruhe zu stiften... Δ
>Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert
Sie haben auch recht! Sonderbar. Im anderen Forum berichtet ein Herr Grass auch von einer Gleichschaltung der deutschen Medien. Reiner Zufall was auch bzgl. Syrien abgeht. Das eine hat mit dem anderen wohl rein gar nichts zu tun?
auf Teufel komm raus verstärkte Schießerei früher zu beenden ist unerhört und dient nur dem Zweck Unruhe zu stiften... Δ
>Stattdessen wird kritiklos nachgeplappert
Sie haben auch recht! Sonderbar. Im anderen Forum berichtet ein Herr Grass auch von einer Gleichschaltung der deutschen Medien. Reiner Zufall was auch bzgl. Syrien abgeht. Das eine hat mit dem anderen wohl rein gar nichts zu tun?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren