Ägypten

Für Kairos Graffiti-Künstler geht die Revolution weiter

Gedenken an einen Märtyrer der Revolution: Der Polizeigeneral Mohammad al Batran wurde angeblich während der Proteste von anderen Sicherheitskräften getötet, als er sich weigerte, den Befehl zur Öffnung der Gefängnisse umzusetzen.

Gedenken an einen Märtyrer der Revolution: Der Polizeigeneral Mohammad al Batran wurde angeblich während der Proteste von anderen Sicherheitskräften getötet, als er sich weigerte, den Befehl zur Öffnung der Gefängnisse umzusetzen.  |  © Thomas Claes

Im Zentrum von Kairo kann man ihnen nicht entgehen: An jeder Ecke der ägyptischen Hauptstadt zieren Graffitis die Mauern. Manche bestehen nur aus einem Schriftzug, andere sind kunstvolle Wandgemälde, an denen seit Monaten gearbeitet wird. Viele haben klare politische Botschaften oder erinnern an die Opfer der Revolution. Am häufigsten liest man die Zeilen "Nieder mit der Militärherrschaft" oder einfach "NO SCAF" (der Militärrat). Vor dem Umsturz undenkbar, fühlen sich die jungen Ägypter nun freier. Doch die Revolution ist für viele noch nicht vorbei.