Die USA und die EU-Staaten wollen den Iran zudem dazu bewegen, die Urananreicherung komplett zu stoppen und die bestehenden Uranbestände ins Ausland zu entsenden, berichtete die New York Times unter Berufung auf westliche Diplomaten. Abbasi-Dawani sprach von "unlogischen" Forderungen. Der Iran werde nur so viel angereicherten Brennstoff produzieren, wie für den Reaktor in Teheran und einen zweiten Forschungsreaktor, der noch errichtet werden solle, benötigt werde. Zwischen den Anreicherungsanlagen in Fordo und Natans gebe es "keinen Unterschied". Beide seien "wegen des Risikos von Angriffen" unterirdisch angelegt worden.

Israel sieht in Gesprächen Hinhaltetaktik

Der Iran hatte bis zuletzt Bedenken gegen Istanbul als Veranstaltungsort für die neue Gesprächsrunde geäußert. Teheran begründete dies mit der Unterstützung der syrischen Opposition durch die Türkei . Zugleich sind die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Iran angespannt, seit sich Ankara im vergangenen Jahr dazu entschlossen hat, ein Frühwarnsystem für den Nato-Raketenschild in seinem Land zu stationieren.

Von dem iranischen Atomprogramm fühlt sich vor allem Israel in seiner Existenz bedroht und erwägt einen Angriff auf die Anlagen . Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu warf dem Iran vor, die Gespräche nutzen zu wollen, um "Zeit zu gewinnen" und die Welt in die Irre zu führen. Sein Land werde die Atomgespräche genauestens verfolgen, kündigte Netanjahu an.