Zum Sieg wie Ronald Reagan?
Tatsächlich verlor der 1976 wieder zur Wahl angetretene Präsident Gerald Ford gegen Carter, weil die Erinnerung an den Watergate-Skandal auf den Konservativen lastete. Hinzu kam, dass ihn die Auseinandersetzung mit dem innerparteilichen Herausforderer Reagan zusätzlich beschädigte.
So wie General Washington 1776 und Ronald Reagan 1980 könne er die Republikaner zum Sieg führen, versprach Santorum. Mit einem Moderaten an der Spitze – gemeint war Romney – werde die Partei gegen Obama unterliegen.
Santorum verrechnet sich
Bei der nächsten Vorwahl am 24. April werde er seinen Heimatstaat Pennsylvania gewinnen. "Dann sieht das Schlachtfeld anders aus." Und mit einem weiteren Sieg Ende Mai in Texas könne er das Blatt vollends wenden.
Was Santorum unterschlug: Am 24. April stimmt nicht nur Pennsylvania ab, wo sein Sieg zudem keineswegs sicher ist. Sondern parallel wählen Connecticut, Delaware, New York und Rhode Island – nach den Umfragen wird Romney in allen vieren gewinnen.
Damit ist die Vorwahl entschieden. Romney wird der Kandidat der Republikaner. Dass Santorum seinen Konkurrenten bei der Zahl der Delegierten noch überholt, ist in der politischen Praxis Amerikas so gut wie unmöglich. Romney hat einen uneinholbaren Vorsprung erzielt. Es wird freilich noch ein paar Wochen dauern, bis Santorum das öffentlich eingesteht und anerkennt, dass er mit noch so viel Pathos die Mathematik nicht besiegen kann.








Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ag
aber ich denke, man kann durchaus kontrovers darüber diskutieren, ob er bereits ab der ersten Minute des Vorwahlkampfes so relevant für uns Deutsche ist, dass die ZEIT ihm regelmäßig vordere Plätze in der Berichterstattung einräumt.
Ja, mir ist bewusst, es geht um den zukünftigen (wohl immer noch) mächtigsten Mann der Welt. Manchmal bekommt man allerdings das Gefühl, Themen aus anderen Weltregionen leiden unter dieser Ausrichtung.
Könnte zum Beispiel die hierzulande (auch bei mir) verbreitete wenig differenzierte Vorstellung von Afrika nicht auch damit zusammenhängen, dass dieser große und spannende Kontinent meist lediglich nur von einem Korrespondenten "bearbeitet" wird?
Aber jedes Medium hat einen, meistens sogar mehrere USA-Korrespondenten...
... das so ein Phänomen, wie die Piratenpartei, in den USA von vornherein ausgeschlossen ist? Die scheinen wirklich nur die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten zu haben, da können wir mit unserem System ja wirklich noch zufrieden sein...
... es heißt "Tea Party".
Und worauf beziehen sie das mit der "Wahl zwischen zwei Möglichkeiten"? Die eigentliche Präsidentschaftwahl? In D gibt es gewöhnlich auch nur zwei ernstzunehmende Kanzlerkandidaten.
Und für alles andere gibt es die Vorwahlen -- immerhin decken die Kongressabgeordneten einer Partei dort ein deutlich weiteres Spektrum ab als die MdBs einer Fraktion hierzulande.
Das ist nunmal das Problem mit dem Mehrheitswahlrecht. Alle, die sich in Deutschland für eine Direktwahl von Kanzler oder Bundespräsident aussprechen, sollten das bedenken: Da ist dann nichts mit Koalitionen oder (neuen) kleinen Parteien auf die es (zunächst) nur bei manchen Abstimmungen ankommt.
Das Problem haben wir in Deutschland hinsichtlich der Direktmandate aber auch. Mit der Erststimme kann man meistens höchstens noch beeinflussen, welcher der beiden Kandidaten aus den "großen" Parten reinkommt (und ob meine Lieblingspartei dabei ist, hängt ggf. damit noch vom Wohnort ab).
... es heißt "Tea Party".
Und worauf beziehen sie das mit der "Wahl zwischen zwei Möglichkeiten"? Die eigentliche Präsidentschaftwahl? In D gibt es gewöhnlich auch nur zwei ernstzunehmende Kanzlerkandidaten.
Und für alles andere gibt es die Vorwahlen -- immerhin decken die Kongressabgeordneten einer Partei dort ein deutlich weiteres Spektrum ab als die MdBs einer Fraktion hierzulande.
Das ist nunmal das Problem mit dem Mehrheitswahlrecht. Alle, die sich in Deutschland für eine Direktwahl von Kanzler oder Bundespräsident aussprechen, sollten das bedenken: Da ist dann nichts mit Koalitionen oder (neuen) kleinen Parteien auf die es (zunächst) nur bei manchen Abstimmungen ankommt.
Das Problem haben wir in Deutschland hinsichtlich der Direktmandate aber auch. Mit der Erststimme kann man meistens höchstens noch beeinflussen, welcher der beiden Kandidaten aus den "großen" Parten reinkommt (und ob meine Lieblingspartei dabei ist, hängt ggf. damit noch vom Wohnort ab).
... es heißt "Tea Party".
Und worauf beziehen sie das mit der "Wahl zwischen zwei Möglichkeiten"? Die eigentliche Präsidentschaftwahl? In D gibt es gewöhnlich auch nur zwei ernstzunehmende Kanzlerkandidaten.
Und für alles andere gibt es die Vorwahlen -- immerhin decken die Kongressabgeordneten einer Partei dort ein deutlich weiteres Spektrum ab als die MdBs einer Fraktion hierzulande.
Diese Tea-Party ist doch genau einer der beiden Möglichkeiten.
Ich habe aber noch nie von dritten Parteien/ Oppositionen in USA gehört.
Kann aber auch sein, dass dies einfach nicht berichtet wird, da zu unbedeutend.
Sie fragen
>>Und worauf beziehen sie das mit der "Wahl zwischen zwei Möglichkeiten"? Die eigentliche Präsidentschaftwahl? In D gibt es gewöhnlich auch nur zwei ernstzunehmende Kanzlerkandidaten.<<
Natürlich auf die Präsidentschaftswahl. Wer jetzt sein Gesicht für den Posten hergibt, ist in Deutschland nicht ganz so wichtig, weil er meist das Ergebnis von Koalitionen ist. Daher gibt es bei uns schon die echte Alternative, zwischen mehr als zwei Parteien.
In den USA liegt leider mehr Macht bei Präsidenten und ebenfalls direkt gewählten "Abgeordneten" (Senat und Repräsentantenhaus). Ob die "ein deutlich weiteres Spektrum" abbilden als hierzulange, sei mal dahingestellt. Der Wähler kann jedenfalls in diesem Spektrum nicht wählen sondern nur einen der beiden an seinem Wohnort antretenden Kandidaten (was natürlich lokal konzentriert auftretenden Interssengruppen einen anderen Einfluss gewährt als verteilt lebenden) oder sein Stimme (so zynisch es klingt) verschenken.
Diese Tea-Party ist doch genau einer der beiden Möglichkeiten.
Ich habe aber noch nie von dritten Parteien/ Oppositionen in USA gehört.
Kann aber auch sein, dass dies einfach nicht berichtet wird, da zu unbedeutend.
Sie fragen
>>Und worauf beziehen sie das mit der "Wahl zwischen zwei Möglichkeiten"? Die eigentliche Präsidentschaftwahl? In D gibt es gewöhnlich auch nur zwei ernstzunehmende Kanzlerkandidaten.<<
Natürlich auf die Präsidentschaftswahl. Wer jetzt sein Gesicht für den Posten hergibt, ist in Deutschland nicht ganz so wichtig, weil er meist das Ergebnis von Koalitionen ist. Daher gibt es bei uns schon die echte Alternative, zwischen mehr als zwei Parteien.
In den USA liegt leider mehr Macht bei Präsidenten und ebenfalls direkt gewählten "Abgeordneten" (Senat und Repräsentantenhaus). Ob die "ein deutlich weiteres Spektrum" abbilden als hierzulange, sei mal dahingestellt. Der Wähler kann jedenfalls in diesem Spektrum nicht wählen sondern nur einen der beiden an seinem Wohnort antretenden Kandidaten (was natürlich lokal konzentriert auftretenden Interssengruppen einen anderen Einfluss gewährt als verteilt lebenden) oder sein Stimme (so zynisch es klingt) verschenken.
Darf ich dann darauf hoffen, daß dieses hier der letzte Artikel zum republikanischen Vorwahlkampf ist?
Romney: "Später war er Gründungspartner der 1984 gegründeten Private-Equity-Gesellschaft Bain Capital, die er bis 1999 leitete. Sein Privatvermögen von geschätzt 250 bis 350 Millionen Dollar[4][5][6] stammt aus den Erträgen seiner Tätigkeit bei Bain Capital. Die Tatsache, dass er im Jahr 2010 den niedrigen Steuersatz für Vermögenserträge von 13,9 Prozent (2011: 15,4 %) bezahlte, wurde von politischen Gegnern während der Vorwahlperiode thematisiert."
Quelle Wikipedia
Welche Einsichten kann ein solcher Mensch in das Leben eines einfachen, armen Bürgers schon haben?
Merkwürdig, dass immer die reichen, gut abgesicherten Bürger der USA gegen eine gesetzliche Krankenversicherung sind.
Ich wage hier die These zu vertreten, dass Romney nichts für die Mehrheit der Menschen in den USA wird leisten können - ihm fehlen einfach die Einsichten.
Ich beneide die Amerikaner. Sie haben wenigstens eine Partei die sich für mehr Eigenverantwortung und gegen die Bevormundung durch den Staat ausspricht. In Deutschland fehlt mir diese Wahlmöglichkeit völlig.
Ich beneide die Amerikaner. Sie haben wenigstens eine Partei die sich für mehr Eigenverantwortung und gegen die Bevormundung durch den Staat ausspricht. In Deutschland fehlt mir diese Wahlmöglichkeit völlig.
Satzes "Die US-Vorwahlen sind gelaufen" ein kleines aber feines Video mit Mitt Romney
http://www.youtube.com/wa...
Nur mal als Appetithäppchen auf zukünftige Dialoge und seine Antworten auf ein bisschen Nachfragen...
Diese Tea-Party ist doch genau einer der beiden Möglichkeiten.
Ich habe aber noch nie von dritten Parteien/ Oppositionen in USA gehört.
Kann aber auch sein, dass dies einfach nicht berichtet wird, da zu unbedeutend.
Es gibt durchaus Alternativen siehe hier http://en.wikipedia.org/w...
davon zu nennen sind die Green Party (unter Ralph Nader) und die Libertarian Party. Die sind aber alle zu unbedeutend/chancenlos als dass man extensiv über sie berichten würde. Nader hat im 2000er Wahlkampf, so vermuten manche Demoskopen, Gore entscheidende Stimmen abgeluchst.
Es gibt durchaus Alternativen siehe hier http://en.wikipedia.org/w...
davon zu nennen sind die Green Party (unter Ralph Nader) und die Libertarian Party. Die sind aber alle zu unbedeutend/chancenlos als dass man extensiv über sie berichten würde. Nader hat im 2000er Wahlkampf, so vermuten manche Demoskopen, Gore entscheidende Stimmen abgeluchst.
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