Mitt Romney, Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, bei einer Rede in New Hampshire © Brian Snyder/Reuters

Nach fünf weiteren Vorwahlsiegen hat der US-Republikaner Mitt Romney den Präsidentschaftswahlkampf gegen Amtsinhaber Barack Obama eröffnet. Er beansprucht nun offen die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei. In einer Rede in New Hampshire sprach Romney vor Anhängern von "der großen Ehre und der ernsten Verantwortung", die ihm nach den bisherigen 43 Vor- und Urwahlen zuteilgeworden sei.

Hauptthema seiner Ansprache war die Wirtschaft des Landes. Diesbezüglich griff Romney auch den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama an: "Was haben wir nach dreieinhalb Jahren unter Präsident Obama vorzuweisen?" fragte er. "Die Menschen in Amerika leiden, und wir wissen, dass sich dieses Land in eine falsche, furchtbar falsche Richtung bewegt." Nun sei jedoch der "Anfang vom Ende der Enttäuschungen der Obama-Jahre" gekommen. "Es ist der Start eines neuen und besseren Kapitels", sagte er in Bezug auf die Präsidentschaftswahlen.

Kandidatur der Republikaner

Zwar galt Romney bereits seit dem Ausscheiden seines Konkurrenten Rick Santorum am 10. April faktisch als der designierte Kandidat der Republikaner. Nun beansprucht er allerdings erstmals diesen Status selbst. Um formell ernannt zu werden, muss er bis zum Parteitag der Republikaner im Sommer mindestens 1.144 Delegierte hinter sich bringen.

Diesem Ziel war Romney vor seiner Rede deutlich näher gekommen: Laut US-Fernsehsendern hat er die innerparteilichen Abstimmungen in Rhode Island , Connecticut , Delaware , New York und Pennsylvania gewonnen. Die Siege galten als sicher. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der Kongressabgeordnete Ron Paul sind zwar noch mit im Rennen , aber ohne jede Chance, Romney die Spitzenkandidatur streitig zu machen.

In Anbetracht dieser Siegesserie in den Vorwahlen sagte Romney: "Zusammen werden wir am 6. November gewinnen." In jüngsten landesweiten Umfragen liegen Romney und Obama sehr nah beieinander.