SyrienZahlreiche Tote durch Sprengstoffanschläge in Idlib

In der syrischen Stadt Idlib sind zwei Sprengsätze explodiert. Die Opposition spricht von mindestens 20 Toten und macht die Regierung dafür verantwortlich. von AFP und dpa

Bei zwei Sprengstoffanschlägen in der syrischen Stadt Idlib sollen mindestens 20 Menschen getötet worden sein. Aktivisten sprachen zudem von Dutzenden Verletzten. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter sagte, die meisten Opfer seien Angehörige der Streitkräfte.

Einer der beiden Sprengsätze sei in der Nähe des Gebäudes des Geheimdienstes der Luftwaffe detoniert, hieß es. Die zweite Bombe explodierte den Angaben zufolge in der Nähe des Sitzes des Militärsicherheitsdienstes.

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Einige Aktivisten behaupteten, das Regime von Präsident Baschar al-Assad sei für die Anschläge verantwortlich. Die Sprengsätze seien unweit eines Hotels detoniert, in dem Mitglieder der UN-Beobachtermission untergebracht gewesen seien.

In Damaskus wurden laut einem Bericht des Staatsfernsehens in der Nacht das Gebäude der syrischen Zentralbank und eine Polizeipatrouille angegriffen. Die Polizisten wurden demnach vor einem Krankenhaus von einer "bewaffneten Terrorbande" attackiert. Dabei seien vier Beamte verletzt worden. Die Zentralbank wurde dem Bericht zufolge von drei bewaffneten Männern angegriffen, die aus einem Fahrzeug mit Raketenwerfern auf das Gebäude schossen. Das Fernsehen zeigte Bilder von der beschädigten Fassade.

Trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe waren in Syrien am Wochenende nach Angaben der Opposition rund 40 Menschen getötet worden. Am Sonntag traf der norwegische General Robert Mood, der die UN-Beobachtermission zur Überwachung der Waffenruhe leitet, in Damaskus ein. Er forderte alle an dem Konflikt beteiligten Seiten zu einem Ende der Gewalt auf.
 

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke, die Redaktion/kvk

    • auro
    • 30. April 2012 11:30 Uhr

    Offensichtlich stehen sie auf der Seite der Islamisten.
    Diese haben in der Zwischenzeit die Verantwortung für die Anschläge übernommen.
    Jeder der 1 + 1 zusammenzählen kann ist darüber nicht verwundert.
    Wundern kann man sich nur noch über die westlichen Medien!!

    8 Leserempfehlungen
  2. "Einige Aktivisten behaupteten, das Regime von Präsident Baschar al-Assad sei für die Anschläge verantwortlich. Die Sprengsätze seien unweit eines Hotels detoniert, in dem Mitglieder der UN-Beobachtermission untergebracht gewesen seien"

    Das Ereignis ähnelt sehr dem Selbstmord-Anschlag auf syrische Sicherheitskräfte in Damaskus, siehe
    Mehrere Tote durch Anschlag in Damaskus.

    In Damaskus hatte sich ein Mann nahe einer Moschee in die Luft gesprengt und mehrere Menschen getötet. "In dem Stadtteil gab es mehrfach Proteste gegen das Assad-Regime."
    http://www.zeit.de/politi...

    Zu diesem Anschlag hat sich Al Qaida bekannt.

    An Islamist group calling itself Al-Nusra Front claimed responsibility for the attack, the SITE Monitoring Service said on Sunday. The group said the bomber, whom it named as Abu Omar al-Shami, had targeted the security forces.
    The US-based SITE, which tracks jihadi websites, said the group posted its claim on the Shumukh al-Islam site which is generally used by Al-Qaeda

    http://au.news.yahoo.com/...

    Eine Beurteilung ist mit Einschränkungen nur möglich, indem man fragt: wem nützt ein derartiger Anschlag?

    Der syrischen Regierung?

    Der innersyrischen Opposition?

    Der vom Ausland gelenkten Opposition?

    6 Leserempfehlungen
  3. Fehlt jetzt nur noch das allseits wiederkehrende und irre Empörungsritual der UN-Marionetten, beim dem in der Regel die Regierung an erster Stelle genannt und beschuldigt wird.

    Jedoch die offensichtlich ursächlichen Gründe für diese terroristischen Anschläge zu nennen, nämlich, die vor allem überall bekannte ausländische Unterstützung der Terrorbanden, und sie an der Wurzel zu packen und auszureissen, dazu haben die "Schützer der Menschenrechte" wohl weder Interesse noch die Legitimation.

    Und bitte.... ja ich weiss, es gab sicher auch friedliche Demonstrationen und nicht adäquate Reaktionen der syrischen Sicherheitskräfte. In welchem Land gibt es diese nicht?

    Jedoch es gab nachweislich, auch von Anfang an, bewaffnete Agent Provokateurs bei diesen Protesten, mit entsprechenden Todesopfern, die die Eskalation in diesem Maße erst möglich machten.

    Das vom Westen exportierte Revolutionsschema mag in einigen Ländern wohl schon "erfolgreich" funktioniert haben. Irgendwann jedoch nutzen sich immer wiederkehrende Manipulationen und Propagandadrehbücher ab und werden allgemein bekannt:

    http://www.youtube.com/wa...

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  4. 5. [...]

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  5. 6. [...]

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  6. 7. [...]

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  7. bitte enthalten sie sich des gebrauches der vokabel "aktivist". ein aktivist kettet sich an einen baum an, er steigt auf den kühlturm eines kernkraftwerkes.
    syrische rebellen und ihre pressesprecher sind KEINE aktivisten. sie sind meinetwegen rebellen, aufständische oder freischärler, auch terroristen, wenn es ihnen beliebt.
    aktivisten sind sie aber in GAR KEINEM FALLE!
    und dass die zeit den grundsätzlich falschen gebrauch dieses wortes vorgibt, ist überhaupt kein grund, diese vokabel ebenfalls falsch zu gebrauchen.
    bitte bleiben sie bei korrekten bezeichnungen!

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • LaoLu
    • 30. April 2012 14:41 Uhr

    Der nannte das Newspeak.

    Gilt übrigens auch für den Begriff "Regime".
    Jede Staatsführung, die nicht den Anforderungen der westlich demokratischen Gesellschaft entspricht, darf heute als "Regime" bezeichnet werden.

    Im Falle von Saudi Arabien und einigen anderen machen wir eine Ausnahme.

    Trotzdem, meine Empfehlung! Nicht, daß das was nützen würde...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Schlagworte Anschlag | Fahrzeug | Fernsehen | Gebäude | Geheimdienst | Gewalt
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