Syrien"Stoppen Sie Ihren Mann"-Petition an Frau Assad

In einer Online-Petition fordern Diplomaten-Frauen Asma al-Assad auf, gegen die Gewalttaten ihres Mannes vorzugehen. Zu lange habe die Präsidentengattin geschwiegen.

Syriens Präsident Baschar al-Assad und seine Frau Asma (Archiv)

Syriens Präsident Baschar al-Assad und seine Frau Asma (Archiv)

Ein im Internet veröffentlichter Brief an Baschar al-Assads Frau Asma appelliert an die syrische Präsidentengattin, der Gewalt in ihrem Land entgegen zu treten. In der mit "Liebe Asma" überschriebenen Petition heißt es, sie solle als Frau des Machthabers Verantwortung übernehmen. "Hunderte Kinder in Ihrem Land sind bereits getötet worden, Zehntausende wurden verletzt und vertrieben", schreiben die Autorinnen. "Wir erwarten, dass Sie sich für Frieden aussprechen und das Blutvergießen stoppen. Erheben Sie Ihre Stimme! Hören Sie auf, eine Zuschauerin zu sein!"

Nach Informationen von Spiegel Online stehen hinter der Aktion die Ehefrauen des deutschen und des britischen UN-Botschafters in New York, Huberta von Voss-Wittig und Sheila Lyall Grant. Hochrangige UN-Mitarbeiter und ihre Ehefrauen sollen den Aufruf bereits unterschrieben haben.

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Die Autorinnen der Petition, die online unterzeichnet werden kann, fordern von der syrischen Präsidentengattin, auf ihren Mann einzuwirken: "Stoppen Sie Ihren Mann und seine Unterstützer!" Als "Frau, Ehefrau und Mutter" sei es ihre Pflicht, den Bürgerkrieg zu verhindern, heißt es in dem Text weiter: "Eines Tages werden unsere Kinder uns fragen, was wir getan haben, um dieses Blutvergießen zu stoppen. Was wird Ihre Antwort sein, Asma?"

"Manche Frauen kämpfen für ihr Erscheinungsbild, andere kämpfen ums Überleben"

Zusammen mit dem offenen Brief haben die Autorinnen ein YouTube-Video veröffentlicht, das sich ebenfalls an die Frau des syrischen Präsidenten richtet. Darin werden Bilder, die Asma al-Assad in eleganten Designerkleidern zeigen, gegen zum Teil drastische Aufnahmen geschnitten, auf denen fliehende und verletzte Frauen und Kinder zu sehen sind. "Manche Frauen kämpfen für ihr Erscheinungsbild", heißt es in dem Film, "andere kämpfen ums Überleben."

Seit dem Beginn der Unruhen in Syrien vor etwa einem Jahr sollen mehr als 8.300 Menschen getötet worden sein, nach UN-Angaben sind etwa 30.000 Menschen in benachbarte Länder geflohen. Trotz der vereinbarten Waffenruhe zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und den Aufständischen soll die Armee nach wie vor syrische Städte angreifen. Asma al-Assad war vor einigen Monaten in die Schlagzeilen geraten, weil sie trotz der Krise viel Geld für einen luxuriösen Lebensstil ausgegeben haben soll.

 
Leserkommentare
  1. Was es doch für fantasievolle Diplomatinnengattinnen gibt. Ich weiß nicht, ob ich angesichts solcher Naivität lachen oder weinen soll.

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  2. in der BUNTEN.
    einfach schlecht.

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  3. Die Einen tragen blaue Helme; die anderen blaue Augen: Naiv sind sie alle. Assad und sein Familienclan gehören geächtet, vertrieben, verurteilt [...]: Alle!

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/au.

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    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile gekürzt. Danke, die Redaktion/au.

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  4. 4. [...]

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    7 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Blauäugig"
  5. kommentare hat die SZ heute morgen mit dem "ähnlichen" (von der länge sind sie ca gleich...)artikel kassiert - lässt doch einen einblick in unsere gleichgeschaltete mediengesellschaft...

    6 Leserempfehlungen
  6. hat manchmal intelligente Stunden.

    Er teilt mir mit:

    1. Er schließt sich dem Appell an und wird einen eigenen Brief an Frau Assad verfassen.

    2. Er wird jeden Tag fünf Minuten für Frieden in der Seele von Herrn Ahmadinedschad meditieren.

    3. Das bereits vorbereitete Bekennerschreiben wird er nach dem nächsten Erdbeben wohl doch nicht abschicken.

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    • sengi
    • 17.04.2012 um 13:33 Uhr

    wenigstens tun die was. finds ne gute aktion und sie zeigt auch sehr gut das menschen nur deshalb so räudig handeln können weil andere es ingorieren bzw. durch nichtstun unterstützen.

    9 Leserempfehlungen
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    wir viel von dem Schlamasel gar nicht.

    wir viel von dem Schlamasel gar nicht.

  7. war nichts anderes zu erwarten.

    Wie schon,

    MoveOn.org
    Avaaz.org

    Und viele andere Organisation, die vermeintlich für "Demokratie" und "Menschenrechte" kämpfen, so ist auch die oben verlinkte chance.org eine von Meisterspekulant George Soros finanzierte Geschichte. Wer sich mit der Thematik etwas auskennt, weiss jetzt wo dran er ist.

    3 Leserempfehlungen

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