Präsidentenwahl: Französischer Zentrums-Kandidat will für Hollande stimmen
Rückschlag für Sarkozy: Der Kandidat der bürgerlichen Partei, François Bayrou, hat Hollande seine Unterstützung zugesagt. Grund sei der rechte Wahlkampf des Präsidenten.
© Charles Platiau/Reuters

Der Zentrumspolitiker François Bayrou in Paris
Kurz vor der Stichwahl um die Präsidentschaft in Frankreich hat der sozialistische Kandidat und Favorit François Hollande die Unterstützung des Zentrumspolitikers François Bayrou erhalten. Er werde am Sonntag für Hollande stimmen, sagte Bayrou. Grund sei der nach rechts ausgerichtete Wahlkampf von Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.
Bayrou betonte, mit seiner Entscheidung für Hollande treffe er seine persönliche Wahl. Er gebe den Anhängern seiner Partei Demokratische Bewegung (MoDem) keine allgemeine Wahlempfehlung.
Der in allen Umfragen führende Hollande sagte, die Unterstützung Bayrous sei "die Wahl eines freien und unabhängigen Mannes". Bayrou habe verstanden, dass Sarkozy die Franzosen gespalten habe und es ein Risiko für Frankreich bedeute, ihn für eine zweite Amtszeit zu wählen. Zugleich versicherte Hollande, es habe zwischen ihm und Bayrou keinerlei Absprachen gegeben.
Bayrou hält Protestwahl für "Nicht-Entscheidung"
Die Abgabe eines "weißen" Stimmzettels als Zeichen des Protests, wie es die Rechtsextreme Marine Le Pen angekündigt hat, lehnte Bayrou ab. Dies bedeute eine "Nicht-Entscheidung", und dies sei unter den jetzigen Umständen für ihn kein Weg, sagte Bayrou.
Bayrou hatte im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl am 22. April knapp zehn Prozent der Stimmen erhalten. Seither versuchten Sarkozy und Hollande, für die Stichwahl die Wähler aus anderen politischen Lagern für sich zu mobilisieren.
Sarkozys Parteifreund, Premierminister François Fillon, sagte, die Äußerung Bayrous sei lediglich "die Meinung eines einzelnen Manns". Er rief dazu auf, noch einmal alle Kräfte bis zum Wahlsonntag zu mobilisieren.
Angela Merkel kann auch mit Hollande arbeiten
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sähe eine Wiederwahl Sarkozys lieber. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, ist man aber im Kanzleramt überzeugt, in kürzester Zeit auch mit Hollande ein gutes Arbeitsverhältnis etablieren zu können.
Die Bundesregierung halte den Sozialisten für pragmatisch, schreibt die Zeitung. Nach Einschätzung deutscher Diplomaten werde Hollande weder europapolitisch noch in der deutsch-französischen Zusammenarbeit einen neuen Kurs einschlagen. Der Sozialist sei auch zu Lösungen im Streit um den Fiskalpakt bereit, heißt es in einem Protokoll von Gesprächen der Diplomaten mit Mitarbeitern Hollandes. Dieser will den Pakt um Wachstumselemente ergänzen. Das soll möglichst schon auf dem EU-Gipfel Ende Juni in Brüssel geschehen. Merkel will sich in der Frage auch bewegen.







Sozialisten für Hollande sind, vermute ich Unheil.
eine Wende in der Finanzpolitik, die so dringend gebraucht wird.
Kann man von Kapitalisten nicht behaupten.
Natürlich beides auf jene bezogen, die sich nicht nur als solche bezeichnen, sondern auch tatsächlich sind.
eine Wende in der Finanzpolitik, die so dringend gebraucht wird.
Kann man von Kapitalisten nicht behaupten.
Natürlich beides auf jene bezogen, die sich nicht nur als solche bezeichnen, sondern auch tatsächlich sind.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit konstruktiven Kommentaren an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/vn
eine Wende in der Finanzpolitik, die so dringend gebraucht wird.
Was denn sonst?
Unsere Kanzlerin bewegt sich doch dauernd. Sie ist, sozusagen, der Prototyp des Politischen Bewegungstalents.
Hin und her, rechts und links, rauf und runter und vor allem vor und zurück beherrscht Frau Merkel par excellence.
All das in einer Rasanz, die den Betrachter schwindelig macht.
[...] Allenfalls der Seehofer Horst kann ihr da annähernd das Wasser reichen.
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine respektvolle Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
der Blind sein politisches Domga verfolgt. es gibt gute Ideen von links wie rechts. Warum sollte man nicht die andere Seite nicht verwenden, nur weil man einer gewissen Partei angehört?
der Blind sein politisches Domga verfolgt. es gibt gute Ideen von links wie rechts. Warum sollte man nicht die andere Seite nicht verwenden, nur weil man einer gewissen Partei angehört?
der Blind sein politisches Domga verfolgt. es gibt gute Ideen von links wie rechts. Warum sollte man nicht die andere Seite nicht verwenden, nur weil man einer gewissen Partei angehört?
...sagt ja keiner was. Aber das ist nicht das was Merkel macht, sie richtet sich nur nach dem Wind. Beispiel Atomausstieg: ist die Nutzung der Kernenergie in der Zeit zwischen Beginn der Legislaturperiode und dem Fukushima-Unglück gefährlicher geworden? Nein. Entweder man ist der Meinung, sie war schon immer gefährlich und dann hätte man gar nicht erst aus dem Austieg austeigen dürfen, oder man ist der Meinung, die Gefahr sei hinnehmbar und dann hätte man nicht nochmal eine Kehrtwende machen müssen.
...sagt ja keiner was. Aber das ist nicht das was Merkel macht, sie richtet sich nur nach dem Wind. Beispiel Atomausstieg: ist die Nutzung der Kernenergie in der Zeit zwischen Beginn der Legislaturperiode und dem Fukushima-Unglück gefährlicher geworden? Nein. Entweder man ist der Meinung, sie war schon immer gefährlich und dann hätte man gar nicht erst aus dem Austieg austeigen dürfen, oder man ist der Meinung, die Gefahr sei hinnehmbar und dann hätte man nicht nochmal eine Kehrtwende machen müssen.
...sagt ja keiner was. Aber das ist nicht das was Merkel macht, sie richtet sich nur nach dem Wind. Beispiel Atomausstieg: ist die Nutzung der Kernenergie in der Zeit zwischen Beginn der Legislaturperiode und dem Fukushima-Unglück gefährlicher geworden? Nein. Entweder man ist der Meinung, sie war schon immer gefährlich und dann hätte man gar nicht erst aus dem Austieg austeigen dürfen, oder man ist der Meinung, die Gefahr sei hinnehmbar und dann hätte man nicht nochmal eine Kehrtwende machen müssen.
... das wäre so ähnlich als wenn sich im umgekehrten Fall (und der theoretischen Direktwahl eines mit vergleichbaren Machtbefugnissen ausgestatteten deutschen Bundespräsidenten) Guido Westerwelle - als "reine Privatmeinung" - für die Wahl Gregor Gysis statt Wolfgang Schäubles aussprechen würde.
Lieber Monsieur Bayrou, wenn Sie das "Zentrum" darstellen, dann dürfte das Koordinatensystem der Grande Nation ziemlich durcheinander geraten sein.
Hoffentlich sehen das die Wähler übermorgen anders und verschaffen Nicolas Sarkozy eine weitere Amtszeit.
Hätte wir das gleiche System in Deutschland, würde sich z.B. eine Linke wohl auch eher für die SPD aussprechen, wenn es darum ginge, ob nun SPD oder CDU gewählt wird, weil alle andern Parteien schon aus dem Rennen sind.
Da ginge es dann eben um das kleinere Übel. Schlimm genug, zumal der Unterschied längst minimal ist.
Hätte wir das gleiche System in Deutschland, würde sich z.B. eine Linke wohl auch eher für die SPD aussprechen, wenn es darum ginge, ob nun SPD oder CDU gewählt wird, weil alle andern Parteien schon aus dem Rennen sind.
Da ginge es dann eben um das kleinere Übel. Schlimm genug, zumal der Unterschied längst minimal ist.
Kann man von Kapitalisten nicht behaupten.
Natürlich beides auf jene bezogen, die sich nicht nur als solche bezeichnen, sondern auch tatsächlich sind.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren