Menschenrechte: Chens Ausreise ist ungewiss
China hat einer Ausreise des Dissidenten Chen zugestimmt, doch Menschenrechtler trauen dem Land nicht. Das Versprechen sei "hohl", solange seine Familie bedroht werde.
© U.S. Embassy Beijing Press/Getty Images

Der Bürgerrechtler Chen Guangcheng (Mitte) mit dem US-Botschafter in China, Gary Locke (rechts)
Im Fall des aus seinem Hausarrest geflohenen chinesischen Bürgerrechtlers Chen Guangcheng haben sich Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten zurückhaltend hinsichtlich einer baldigen Ausreise Chens aus China gezeigt. Amnesty International begrüßte in Washington die Ankündigung der chinesischen Regierung, Chen Reisedokumente auszustellen. Entscheidend sei aber, ob China den Ankündigungen letztlich auch nachkomme.
Das Versprechen "erscheint hohl, solange der chinesische Staat die Familie des Aktivisten festhält und Vergeltung an seinen Unterstützern übt", heißt es in einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation. "Wir sind hoffnungsvoll, aber nicht sicher über den jüngsten Handel für Chen Guangcheng", sagte Amnesty-Vizedirektorin Catherine Baber.
Hartes Vorgehen gegen Chens Familie
Die USA hatten angekündigt, Chen könne ein Studium in den Vereinigten Staaten aufnehmen. Dieses Angebot sei wichtig und entspreche den Wünschen des Bürgerrechtlers, sagte der im US-Exil lebende chinesische Aktivist Bob Fu, der entscheidend dazu beigetragen hatte, dass Chens Fall an die Öffentlichkeit kam. Zugleich zeigte sich Bob Fu besorgt über die Situation, in der sich die Familie und Unterstützer Chens befänden. "Peking gibt Chen mit einer Hand Freiheit und schlägt die Verteidiger der Menschenrechte mit der anderen", sagte er zu Berichten über ein hartes Vorgehen der Behörden gegen Chens Freunde und Angehörige.
Chen stand nach einer vierjährigen Haftstrafe seit 2010 unter Hausarrest, aus dem er am 22. April in die US-Botschaft in Peking flüchtete. Am Mittwoch verließ der 40-Jährige die Botschaft und wurde in ein Pekinger Krankenhaus gebracht, wo er sich allerdings nach eigenen Angaben bedroht fühlt. Trotz der Ankündigung der Behörden war zunächst unklar, ob und wann Chen China verlassen kann.
Der Fall hatte die Beziehungen zwischen China und den USA stark belastet. US-Außenministerin Hillary Clinton, die sich zu zweitägigen bilateralen Gesprächen in Peking aufhielt, verließ China. Sie hatte am Freitag von "Fortschritten" im Fall Chen gesprochen. Konkrete Angaben zu Chens Ausreise oder Garantien machten die USA jedoch nicht.








....noch ungewiss. Alles ist ungewiss, bis es geschah.
Daher darf man nun mit dem Druck nicht nachlassen. Das ist genau wie in der Ukraine, Weißrussland oder Syrien. Man darf nie nachlassen. Tut man das, so hat man verloren und es sind die Konsequenzen tödlich für Andere.
Manchmal, wie wir bspw im Europa des letzten Jahrhundert gesehen haben auch für Einen selbst.
in "DIE ZEIT", über Chen.
15 Artikel in "SPON"
etc.
Ich finde es richtig und wichtig, dass über den Menschenrechtler berichtet wird.
Und dass über Menschenrechte (auch/ vor allem aus China) berichtet wird.
Aber mich lässt das Gefühl nicht los,
dass das Thema zu sehr gehypt wird.
Chen ist Sand im sonst gut geölten Getriebe der Beziehungen
Chinas und der USA, wer den Blinden in diese Stellung gehievt
hat und vor allem warum, ist nicht ganz ersichtlich.
Das Timing jedenfalls läßt auf ein gewisse Profesionalität
schließen( Die Vermutung es könnte das Ergebnis konkurierender Dienste sein, ist nicht ganz abwegig).
Wie dem auch sei, Chen ist eine Spielfigur und wird auch als solche eingesetzt. Darüber sollte kein Mensch sich Illusionen
machen, das ist leider bittere Realität.
Hier geht es um eine Diffamierung Chinas,
deren Wirtschaft erfolgreicher ist,weil sie keine Kriege führen.
China macht es intelligenter,die bauen weltweit
Straßen, Brücken,Fussballstadien,
und erobern so die Herzen der Menschen.
Danke
Hier geht es um eine Diffamierung Chinas
... China ist im Moment in keiner Position, große Kriege zu führen. Das große Ziel der Einheit (Tibet, Xinjiang,...) wird ja schließlich ständig durch die gefährlichen westlichen (oder indischen) Imperialisten bedroht und muss erst noch konsolidiert werden.
Und im südchinesischen Meer führt China keine Kriege, weil die einen potenziellen Gegner (Vietnam, Philippinen etc.) zu klein sind, um aufzumucken, und weil die USA - die müssen ihre Nase aber auch überall reinstecken, nicht? - dort zu groß sind.
Krieg führt man nur, wenn er zum Ziel führt, oder wenn Einschüchterung nicht ausreicht.
Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/mk
Danke
Hier geht es um eine Diffamierung Chinas
... China ist im Moment in keiner Position, große Kriege zu führen. Das große Ziel der Einheit (Tibet, Xinjiang,...) wird ja schließlich ständig durch die gefährlichen westlichen (oder indischen) Imperialisten bedroht und muss erst noch konsolidiert werden.
Und im südchinesischen Meer führt China keine Kriege, weil die einen potenziellen Gegner (Vietnam, Philippinen etc.) zu klein sind, um aufzumucken, und weil die USA - die müssen ihre Nase aber auch überall reinstecken, nicht? - dort zu groß sind.
Krieg führt man nur, wenn er zum Ziel führt, oder wenn Einschüchterung nicht ausreicht.
Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/mk
selbsternannte Sonstwasrechtler, sich entschuldigen, sobald er ausgereist ist?
Oder wird man sich auf die Schulter klopfen und glauben, man habe das erst mit dem Amnesty-Geplärr bewirkt? Davon ist China ja sicher echt beeindruckt.
Danke
Hier geht es um eine Diffamierung Chinas
... China ist im Moment in keiner Position, große Kriege zu führen. Das große Ziel der Einheit (Tibet, Xinjiang,...) wird ja schließlich ständig durch die gefährlichen westlichen (oder indischen) Imperialisten bedroht und muss erst noch konsolidiert werden.
Und im südchinesischen Meer führt China keine Kriege, weil die einen potenziellen Gegner (Vietnam, Philippinen etc.) zu klein sind, um aufzumucken, und weil die USA - die müssen ihre Nase aber auch überall reinstecken, nicht? - dort zu groß sind.
Krieg führt man nur, wenn er zum Ziel führt, oder wenn Einschüchterung nicht ausreicht.
Bitte verzichten Sie auf Relativierungen. Danke, die Redaktion/mk
Ich verstehe nicht so recht, warum bei jeder Gelegenheit die Anwesenheit der Amerikaner in der Region verdammt werden muss.
Es heißt zwar südchinesisches Meer, aber es ist ja keinesfalls so als wäre das Meer alleiniges Eigentum Chinas. In der Ecke gibt es jede Menge Anrainerstaaten und einige davon z.B. Japan und Taiwan haben sich halt die USA und nicht China als Schutzmacht ausgesucht - so ist das halt in einer multipolaren Welt, man kann sich aussuchen wo man steht und muss nicht zwangsweise dem großen Nachbarstaat die Füße küssen.
Von daher: Danke Amerika für deine Wacht über das demokratische China.
Wenn sich das auf meinen Kommentar #7 bezieht, Herr Walz: ich verdamme die Präsenz Amerikas nicht. Die Anrainerstaaten, zwischen denen und China Differenzen über das Südchinesische Meer bestehen, tun das übrigens erst recht nicht.
"Danke Amerika für deine Wacht über das demokratische China."
Die USA auf Friedenswacht, na dann:
Lieb Vaterland magst ruhig sein,
lieb Vaterland magst ruhig sein:
Fest steht und treu Amerika auf Wacht allein - auf Wacht allein.
Wenn sich das auf meinen Kommentar #7 bezieht, Herr Walz: ich verdamme die Präsenz Amerikas nicht. Die Anrainerstaaten, zwischen denen und China Differenzen über das Südchinesische Meer bestehen, tun das übrigens erst recht nicht.
"Danke Amerika für deine Wacht über das demokratische China."
Die USA auf Friedenswacht, na dann:
Lieb Vaterland magst ruhig sein,
lieb Vaterland magst ruhig sein:
Fest steht und treu Amerika auf Wacht allein - auf Wacht allein.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren