Fußball-EM: Polens doppelte Enttäuschung
Im EM-Gastgeberland Polen wächst die Frustration über ukrainische Demokratiedefizite und deutsche Boykottdrohungen.
© Bernadett Szabo/Reuters

Polens Präsident Bronisław Komorowski
Pünktlich zum polnischen Verfassungstag am 3. Mai, an dem das Land seine Freiheit und Demokratie feiert, platzte Präsident Bronisław Komorowski der Kragen: "Die Boykott-Aufrufe sind absolut unangemessen und entsprechen nicht der realen Situation in der Ukraine", sagte er in einem Fernsehinterview.
Lange hatte die polnische Öffentlichkeit der lauter werdenden Empörung über die Ukraine in Deutschland staunend zugesehen. Man registrierte anerkennend, dass die Bundesregierung den Druck auf den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch erhöhte und eine Ausreise der inhaftierten Oppositionsführerin Julija Timoschenko nach Deutschland verlangte, um ihre Rückenleiden zu behandeln. Selbst zu den Drohungen deutscher Politiker, die Fußball-Europameisterschaft zu boykottieren, schwieg man im Co-Gastgeberland der EM zunächst.
"Ich beobachte die Versuche, das Fußballfest zu verderben, mit größter Sorge", sagte der Staatschef nun. "Es besteht das Risiko, dass unser eigener Einsatz zunichte gemacht wird. Wir möchten zeigen, was wir in 20 Jahren der Freiheit erreicht haben."
Polen erinnert am 3. Mai an seine jahrhundertealten demokratischen Traditionen. Komorowski knüpfte daran an: "In vielen Ländern, auch in alten Demokratien, sind Staats- und Regierungschefs wegen Verfehlungen verurteilt worden, ohne dass dies irgendwo zu einem Boykott von Großveranstaltungen geführt hätte." Damit stellte sich der Präsident offen gegen die Einschätzung der EU, die in dem Schuldspruch gegen Timoschenko einen Akt der Rachejustiz sieht. Ein Kiewer Gericht hatte die ehemalige Regierungschefin in einem umstrittenen Verfahren zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil sie beim Abschluss eines Gasvertrages mit Russland ihr Amt missbraucht haben soll.
"Die Sportgeschichte hat viel schlimmere Gastgeber erlebt"
Zwar hat Polens konservativer Oppositionsführer Jarosław Kaczyński inzwischen einen "Boykott des ukrainischen Teils der EM" gefordert, viele Medien in Polen folgen aber Komorowskis Argumentation. "Die Sorge der deutschen Politiker um die Menschenrechte in der Ukraine ist rührend", schreibt die konservative Zeitung Rzeczpospolita, die folgende Rechnung aufmacht: "Timoschenko ist nicht seit gestern im Gefängnis. Vielleicht hätte man Alarm schlagen sollen, als Siemens und andere deutsche Firmen Aufträge für die EM bekommen haben? Die Sportgeschichte hat viel schlimmere Gastgeber erlebt, und es gab wenige Politiker, die den Mut aufgebracht haben, diese anzugreifen. Mussolini, Hitler, die argentinische Junta und die chinesischen Kommunisten haben Fußballmeisterschaften und Olympische Spiele ausgetragen. Die Ukraine in diese Reihe zu stellen, ist Beweis für ein kurzes Gedächtnis und für Taktlosigkeit."
Der dezente Hinweis auf die Nazi-Vergangenheit kommt nicht von ungefähr. Immer wieder ist in diesen Tagen in Polen der leise Vorwurf zu hören, die deutsche Politik schlage auf die Ukraine ein und treffe einmal mehr Polen.
Das Land verbindet große Hoffnungen mit der Europameisterschaft. Die Organisatoren erwarten rund eine Million Fußball-Touristen. Dafür wurden Autobahnen gebaut, Flughäfen und Bahnstrecken saniert, Hotels hergerichtet und vier moderne Stadien hochgezogen. All das soll dem Land nachhaltiges Wachstum bringen. Zudem verspricht sich die aufstrebende Nation eine Image-Verbesserung.
Nun aber droht das Drama in der Ukraine einen Schatten auch auf Polen zu werfen. Und so ist es kein Wunder, dass die deutsche Timoschenko-Empörung in Warschau nervöse Reaktionen auslöst.





Na klar, die alte Donaumonarchie macht, wie meist, mit. Vielleicht auch Vanuatu und die Seychellen und Tonga. Nicht mal Deutschland (Merkel) hat sich endgültig entschieden - stellen wir uns mal vor, die Deutschen stehen im Finale, dann wird die Kanzlerin diese Chance für sich und ihre Pop-werte nicht wegschieben.
anstatt zu beweisen das Polen vollständig in der Demokratie angekommen ist und seinem Nachbarn endlich einmal, für sein gesamtes Unrechtsvorgehen, Feuer unterm Hintern zu machen, nein da ziehen sie es lieber vor, uns wieder einmal an unsere Vergangenheit zu erinnern. Als wenn es nicht mehr als eine ungerecht Inhaftierte Person, in Ukrainischen Gefängnissen gebe.
Armseliges Gefasel Herr Komorowski ......
So wie Merkel dem chinesischem Regierungschef in Hannover ???
So wie Merkel dem chinesischem Regierungschef in Hannover ???
Aber ich frag mich schon, ob Politiker eine Sportveranstaltung boykottieren können? Ich meine, das sind doch bloß Zuschauer. Ein Boykott kann eigentlich nur von Spielern kommen. Politiker können nur Politveranstaltungen boykottieren. Womit bewiesen wäre, das die besagte EM eine Politkirmes ist. Und wir Idioten glaubten, es gehe um Fußball.
Ständig das Loblied auf Frau Timoschenko zu hören, macht misstrauisch. Es sind Fünf-Taschentuch-Stories über eine Frau, die Milliarden zusammengerafft hat in einer Zeit, als clevere KPdSU Bonzen das russische Volks- und Staatsvermögen an sich gerissen haben. Hier mal ein Sätzchen aus der Welt-online: "Großvater Gennadi (KP-Funktionär und Schwiegervater von Frau T.) hat zusammen mit seiner Schwiegertochter Julia seit Ende der 1980er Jahre den Grundstock für den märchenhaften Reichtum der Timoschenkos gelegt. Mitte der 90er Jahre leitete sie den Energiekonzern United Energie Systems Ukraine, der zeitweise einen Jahresumsatz von elf Milliarden Dollar machte."
Und noch eins: "Indizien belegen, dass Timoschenko illegal die Transitpipeline anzapfen ließ...und russ. Erdgas im Wert von mehr als 80 Mio Dollar mit falschen Dokumenten am ukr. Zoll vorbei an eine brit. TOCHTERFIRMA (!) verkauft hat. Sie selbst charakterisierte die ukr. Unternehmenskultur übrigens mit den Worten: 'Jeder, der nur einen Tag im ukrainischen Geschäftsleben tätig war, könnte ins Gefängnis gesteckt werden.' " So viel zur Demokratin Timoschenko. Noch Fragen, Kienzle?
Komisch. Ich hatte bis jetzt keinen Moment gedacht, dass die Kritik an der derzeitigen ukrainischen Regierung und ihrem Umgang mit Frau Timoschenko irgendetwas mit Polen zu tun habe.
Polen ist ein EU-Land und hat in den letzten Jahren eine Entwicklung vorzuweisen, die Respekt und Bewunderung verdient. Wieso sollte die Kritik an den Entwicklungen in der Ukraine in irgendeinem Sinne auch Polen treffen?
Es sit den Polen zu goennen und zu wuenschen, dass die Fussball-EM erfolgreich ablaeuft - trotz der jetzigen Kritik am Mit-Veranstalterland Ukraine.
Die sovjetische Terrorherrschaft in Polen war eine schlimme Zeit, manche wolle sie schnell vergessen, nur, was hat das mit dem polnischen Präsidenten zu tun ?
Hallo Auer
Wir dürfen nicht vergessen, dass die kommunistischen Führungseliten der sowjetischen Satelittenstaaten Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn etc. bis 1989 an der Unterdrückung ihres eigenen Volkes ebenso schuldig sind wie die damals tonangebenden Kommis in Moskau.
Was hat das mit den Herren Komorowski und Kaczynski zu tun? Wenn immer es ihnen dienlich ist, deuten sie ihren anklagenden Finger auf andere, so hier in diesem Artikel. Sie haben heute sogar eine Partei "Recht und Gerechtigkeit", deren Geist und praktische Anwendung jedoch ausschliesslich polnischen Bürgern zugute kommt aber kollateral verfolgte Deutsche unter ihnen kategorisch ausschliesst. Soll so ein geeinigtes Europa, eine friedliche Welt aussehen? Bis Recht und Gerechtigkeit für alle gilt ungeachtet ihrer Volkszugehörigkeit, Religion oder Rasse sind wir noch weit von diesem hohen Ziel entfernt.
Ich hoffe, dass die Verknüpfung zur Timoschenko-WM-Angelegenheit spürbar ist
Hallo Auer
Wir dürfen nicht vergessen, dass die kommunistischen Führungseliten der sowjetischen Satelittenstaaten Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn etc. bis 1989 an der Unterdrückung ihres eigenen Volkes ebenso schuldig sind wie die damals tonangebenden Kommis in Moskau.
Was hat das mit den Herren Komorowski und Kaczynski zu tun? Wenn immer es ihnen dienlich ist, deuten sie ihren anklagenden Finger auf andere, so hier in diesem Artikel. Sie haben heute sogar eine Partei "Recht und Gerechtigkeit", deren Geist und praktische Anwendung jedoch ausschliesslich polnischen Bürgern zugute kommt aber kollateral verfolgte Deutsche unter ihnen kategorisch ausschliesst. Soll so ein geeinigtes Europa, eine friedliche Welt aussehen? Bis Recht und Gerechtigkeit für alle gilt ungeachtet ihrer Volkszugehörigkeit, Religion oder Rasse sind wir noch weit von diesem hohen Ziel entfernt.
Ich hoffe, dass die Verknüpfung zur Timoschenko-WM-Angelegenheit spürbar ist
So wie Merkel dem chinesischem Regierungschef in Hannover ???
Manche wollen die Ukraine in der EU nicht haben und nutzen den Fall Timoszenko um die Ukraine zu provozieren und zu unübrelegten Reaktionen zu verleiten, um dann die Pläne irgendwann die Ukraine in die EU aufzunehmen, endgültig zu begraben......
Hallo Auer
Wir dürfen nicht vergessen, dass die kommunistischen Führungseliten der sowjetischen Satelittenstaaten Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn etc. bis 1989 an der Unterdrückung ihres eigenen Volkes ebenso schuldig sind wie die damals tonangebenden Kommis in Moskau.
Was hat das mit den Herren Komorowski und Kaczynski zu tun? Wenn immer es ihnen dienlich ist, deuten sie ihren anklagenden Finger auf andere, so hier in diesem Artikel. Sie haben heute sogar eine Partei "Recht und Gerechtigkeit", deren Geist und praktische Anwendung jedoch ausschliesslich polnischen Bürgern zugute kommt aber kollateral verfolgte Deutsche unter ihnen kategorisch ausschliesst. Soll so ein geeinigtes Europa, eine friedliche Welt aussehen? Bis Recht und Gerechtigkeit für alle gilt ungeachtet ihrer Volkszugehörigkeit, Religion oder Rasse sind wir noch weit von diesem hohen Ziel entfernt.
Ich hoffe, dass die Verknüpfung zur Timoschenko-WM-Angelegenheit spürbar ist
Nein, in einem freien und demokratischen Polen hätten die Kommunisten nicht die geringste Chance die Waheln zu gewinnen und legal an die Macht zu kommen, das war nur durch die sovjetische Besatzung und den sovjetischen Terror möglich, wobei man nicht sagen kann, daß die polnischen Kimmunisten an der Macht waren, die Macht hatten die Sovjets, die polnischen Kommunisten waren nur Befehlsenpfänger und sovjetische Marionetten...
Komorowski und Kaczynski gehören verschiedenen Parteien an und haben im Bezug auf die EM in der Ukraine unterschiedliche Meinungen.
Sind die Deutschen in Polen verfolgt ?
Nein, in einem freien und demokratischen Polen hätten die Kommunisten nicht die geringste Chance die Waheln zu gewinnen und legal an die Macht zu kommen, das war nur durch die sovjetische Besatzung und den sovjetischen Terror möglich, wobei man nicht sagen kann, daß die polnischen Kimmunisten an der Macht waren, die Macht hatten die Sovjets, die polnischen Kommunisten waren nur Befehlsenpfänger und sovjetische Marionetten...
Komorowski und Kaczynski gehören verschiedenen Parteien an und haben im Bezug auf die EM in der Ukraine unterschiedliche Meinungen.
Sind die Deutschen in Polen verfolgt ?
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