Mit einem klaren Sieg bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Texas hat sich Mitt Romney endgültig die Kandidatur der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November gesichert. Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts gewann die Abstimmung in Texas mit 71 Prozent, wie der Nachrichtensender CNN prognostizierte.

Mit den Delegiertenstimmen aus dem bevölkerungsreichen Bundesstaat hat der Republikaner nun die Stimmen von 1.144 Wahlmännern – das Quorum, das für die offizielle Nominierung auf dem republikanischen Parteitag Ende August in Florida erforderlich ist.

Vor der Abstimmung hatte Romney nach Angaben von realclearpolitics.com bereits 1.064 Delegierte auf seiner Seite, nun holte er den Großteil der Wahlmänner aus Texas. Die Nominierung des Multimillionärs galt allerdings bereits als sicher, seit Mitte April Romneys ärgster Rivale Rick Santorum seine Nominierung zurückgezogen hatte.

Wahlkampfthema US-Wirtschaft

"Ich fühle mich geehrt, dass Amerikaner überall im Land meine Kandidatur unterstützt haben", sagte Romney schon vor der Abstimmung. Sollte er am 6. November zum Nachfolger von Obama gewählt werden, werde er sich "mit nichts weniger zufrieden geben, als Amerika zurück auf den Pfad Richtung Vollbeschäftigung und Wohlstand zu bringen", sagte Romney.

Wahlkampfthema der nächsten fünf Monate dürfte auf beiden Seiten die schwächelnde US-Wirtschaft sein. In landesweiten Umfragen liegt der designierte Kandidat der Republikaner hinter Präsident Barack Obama , konnte den Abstand auf den demokratischen Amtsinhaber zuletzt aber deutlich verkürzen.