Ägypten: Der sterbende Mubarak belebt das alte Regime
Angeblich ist Ex-Präsident Mubarak dem Tode nah. Doch viele Ägypter halten das für eine Inszenierung – der Militärrat wolle nur von sich ablenken.
© Suhaib Salem/Reuters

Ein Graffiti in Kairo zeigt den Chef des Militärrates, Mohamed Hussein Tantawi und Ägyptens Ex-Präsidenten Hosni Mubarak.
Tahani Atteffi hat die ganze Nacht lang vor dem Militärkrankenhaus im Kairoer Stadtteil Maadi ausgeharrt. Es ist strikt abgeriegelt, bewacht von Polizei und Panzern des Militärs. Tahani Atteffi will Hosni Mubarak ganz nah sein, ihn in gesundheitlich schwierigen Zeiten unterstützen. Um ihren Hals hat sie sich ein Bild von ihm in jungen Jahren gehängt, und wenn sie von ihm redet, nennt sie ihn noch immer den Präsidenten oder schlicht ihren Vater. "Was soll das Volk denn nur ohne ihn tun?", fragt Tahani. "Er darf jetzt nicht sterben."
Doch ob Mubarak dem Tod wirklich nah ist, bleibt reine Spekulation. Sein Anwalt verkündet Herzinfarkte, das Staatsfernsehen einen Schlaganfall. Mal liegt Mubarak im Koma, dann ist er wieder bei Bewusstsein. Fast stündlich gibt es neue Berichte über seinen Gesundheitszustand, Mubarak hält die internationalen Medien auf Trab.
Auffallend ist dabei eines: Mubarak ist immer dann dem Tode nah, wenn die Lage im Land politisch besonders brenzlig ist, wenn große Entscheidungen anstehen. "Der Militärrat will die Bevölkerung damit ablenken", sagt die Aktivistin Rana Gaber. "Das ist alles inszeniert."
In drei Wochen dreimal fast gestorben
Allein in den vergangenen drei Wochen ist Mubarak laut seinen Ärzten dreimal fast gestorben. Das erste Mal ging es ihm am 2. Juni schlecht, nachdem er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde – er sei seiner Pflicht als Präsident nicht nachgekommen, die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz zu beschützen. Gleichzeitig wurden alle Polizisten freigesprochen, die für die Morde an den Demonstranten im Januar vergangenen Jahres verantwortlich sind. "Mit diesen Nachrichten wollten sie uns vom Demonstrieren abhalten", sagt der Revolutionär Shady Abdallah.
Das nächste Mal, als Mubarak kurz vor dem Tod stand, war vergangene Woche, einen Tag vor dem Gerichtsentscheid zur Auflösung des ersten demokratischen Parlaments und zur Zulassung Ahmed Schafiks, dem ehemaligen Mubarak-Premier, als Präsidentschaftskandidat.
Und nun die Nachricht vom Dienstagabend, gerade als sich Tausende von Muslimbrüdern auf dem Tahrir-Platz versammelten, um für mehr Rechte des neuen Präsidenten zu demonstrieren und gegen die Änderungen der Übergangsverfassung, die der Militärrat am Sonntagabend bekanntgegeben hatte. Ägypten steht vor großen Entscheidungen in diesen Tagen. Der neue Präsident steht noch nicht fest, der Muslimbruder Mursi und der Mubarak-Mann Schafik beanspruchen den Wahlsieg beide für sich, während die Wahlkommission noch auszählt und Vorwürfe von Wahlfälschungen prüft.
Politisch angespannte Situation
Die Wahlkommission, personell besetzt mit alten Mubarak-Getreuen, wirft den Muslimbrüdern vor, angeblich rund eineinhalb Millionen Stimmen gefälscht zu haben. Es sind eineinhalb Million Stimmen, die über die Zukunft des Landes entscheiden. Entzieht die Wahlkommission diese Stimmen Mursi, wäre Schafik Ägyptens neuer Präsident. Doch das interessiert in den Medien bislang kaum: Es ist Mubarak, der Schlagzeilen macht.





Ist es Zufall oder ist es Absicht?
Plötzlich steht Mubarak im Rampenlicht und verdeckt, dass gestern der UN- Sicherheitsrat tagte: Thema Syrien
Aus dem Gedächtnis zitiert, ich werde es überprüfen:
Der Vorsitzende des UNSC forderte
Teamwork,.." not to opt the war.."
und General Mood sagte sogar: die Regierung haben Waffenruhe versprochen, die Opposition nicht..
Scheint in den deutschen Medien niemand zu interessieren.
Warum nicht????
Hier sind die konkreten Angaben:
“The Government has expressed that very clearly in the last couple of days. I’ve not seen the same clear statements the opposition yet,”
Major-General Mood said.
http://www.un.org/apps/ne...
Li Baodong: siehe Video/ Teil 2/ Fragen und Antworten
http://webtv.un.org/media/watch/sc-president-li-baodong-china-on-syria-19-june-2012-–-security-council-media-stakeout/1697569669001
Um Ihre Überlegung zu beantworten: es scheint Zufall zu sein. Die von Ihnen als unterschlagen vermutete Sicherheitsratsitzung fand nicht statt: "Eine für Dienstag anberaumte Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Syrien-Krise wurde abgesagt."
http://www.news.de/politi...
Was der von Ihnen zitierte und verlinkte Bericht der UN-Beobachter in Syrien jedoch mit Mubarak zu tun haben könnte, erschliesst sich mir nicht so ganz.
Und schliesslich - die Meldungen zum Gesundheitszustand von Mubarak sind von hier aus schlichtweg nicht nachprüfbar. Womöglich sind die Meldungen Zufall oder geplant. Nur eben... einen Zusammenhang mit Syrien sehe ich nicht.
Hier sind die konkreten Angaben:
“The Government has expressed that very clearly in the last couple of days. I’ve not seen the same clear statements the opposition yet,”
Major-General Mood said.
http://www.un.org/apps/ne...
Li Baodong: siehe Video/ Teil 2/ Fragen und Antworten
http://webtv.un.org/media/watch/sc-president-li-baodong-china-on-syria-19-june-2012-–-security-council-media-stakeout/1697569669001
Um Ihre Überlegung zu beantworten: es scheint Zufall zu sein. Die von Ihnen als unterschlagen vermutete Sicherheitsratsitzung fand nicht statt: "Eine für Dienstag anberaumte Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Syrien-Krise wurde abgesagt."
http://www.news.de/politi...
Was der von Ihnen zitierte und verlinkte Bericht der UN-Beobachter in Syrien jedoch mit Mubarak zu tun haben könnte, erschliesst sich mir nicht so ganz.
Und schliesslich - die Meldungen zum Gesundheitszustand von Mubarak sind von hier aus schlichtweg nicht nachprüfbar. Womöglich sind die Meldungen Zufall oder geplant. Nur eben... einen Zusammenhang mit Syrien sehe ich nicht.
Hier sind die konkreten Angaben:
“The Government has expressed that very clearly in the last couple of days. I’ve not seen the same clear statements the opposition yet,”
Major-General Mood said.
http://www.un.org/apps/ne...
Li Baodong: siehe Video/ Teil 2/ Fragen und Antworten
http://webtv.un.org/media/watch/sc-president-li-baodong-china-on-syria-19-june-2012-–-security-council-media-stakeout/1697569669001
Viel interessanter fände ich Bild-/Textberichte von den nun befreiten, wohlhabenden und glücklichen Ägyptern, Tunesiern und Libyern, Irakern und Afghanen, die vorher arm und unterdrückt waren.
Mir kommt die Frage ob die vergangene Revolution sogar eine Inszenierung war. Weshalb wird ständig nur die oberste Reihe abgesetzt und andere Funktionspositionen bleiben persönlich unverändert? Zu vergleichen mit Deutschland nach dem 2.Weltkrieg in denen Nazi´s mit wichtigen Positionen besetzt wurden.
Aber wie einen Staat ohne Mitläufer und Nazis wieder herlellen ohne sie auszuschließen? Das sieht man auch heute im Irak. Ob es einem übel aufstößt und mir tut es das, alte Strukturen müssen eingebunden werden. Und gezähmt. Aus dem Nichts läßt sich kein neues Land erschaffen. Mich kotzt das auch an, das bis in die siebziger altes braunes Menschendenken die Infrastruktur gehalten hat. Aber sie waren eben die Fachleute. Werner von Braun. Den haben die Amerikaner trotz seiner Schuld zum Weltraumgott gemacht. Das war und ist nirgendswo anders. Neuanfänge beginnen auch immer mit menschen voller Schuld. Leider geht es nicht anders. Zu viele waren involviert
Aber wie einen Staat ohne Mitläufer und Nazis wieder herlellen ohne sie auszuschließen? Das sieht man auch heute im Irak. Ob es einem übel aufstößt und mir tut es das, alte Strukturen müssen eingebunden werden. Und gezähmt. Aus dem Nichts läßt sich kein neues Land erschaffen. Mich kotzt das auch an, das bis in die siebziger altes braunes Menschendenken die Infrastruktur gehalten hat. Aber sie waren eben die Fachleute. Werner von Braun. Den haben die Amerikaner trotz seiner Schuld zum Weltraumgott gemacht. Das war und ist nirgendswo anders. Neuanfänge beginnen auch immer mit menschen voller Schuld. Leider geht es nicht anders. Zu viele waren involviert
und ich sage, selbst wenn Mubarak stirbt, ist das doch egal. Er ist verurteilt und damit ist er nur noch eine prominente Person, um das mal harmlos auszudrücken.
Der neue ägyptische Präsident wird wohl erst bekanntgegeben nachdem er von Israel umfangreich gebrieft wurde.
Um Ihre Überlegung zu beantworten: es scheint Zufall zu sein. Die von Ihnen als unterschlagen vermutete Sicherheitsratsitzung fand nicht statt: "Eine für Dienstag anberaumte Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Syrien-Krise wurde abgesagt."
http://www.news.de/politi...
Was der von Ihnen zitierte und verlinkte Bericht der UN-Beobachter in Syrien jedoch mit Mubarak zu tun haben könnte, erschliesst sich mir nicht so ganz.
Und schliesslich - die Meldungen zum Gesundheitszustand von Mubarak sind von hier aus schlichtweg nicht nachprüfbar. Womöglich sind die Meldungen Zufall oder geplant. Nur eben... einen Zusammenhang mit Syrien sehe ich nicht.
Ihre Bemerkung trifft nicht zu.
Geen Sie den Link ein, wie angegeben:
http://webtv.un.org/media/watch/sc-president-li-baodong-china-on-syria-19-june-2012-–-security-council-media-stakeout/1697569669001
Das Große Schweigen dauert an.
Ihre Bemerkung trifft nicht zu.
Geen Sie den Link ein, wie angegeben:
http://webtv.un.org/media/watch/sc-president-li-baodong-china-on-syria-19-june-2012-–-security-council-media-stakeout/1697569669001
Das Große Schweigen dauert an.
Je weniger die Ägypter über Mubarak erfahren, um so Schlimmeres müssen sie politisch befürchten.
Der Informationswert über Mubaraks Gesundheitszustand tendiert gegen Null, und damit der Demokratiewert ebenfalls.
Der Mensch Mubarak wird vom Militärrat längst genauso wenig ernst genommen wie das ägyptische Volk.
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