BürgerkriegAfrikanische Union fordert UN-Militärintervention in Mali

In Mali kämpfen rivalisierende Milizen um die Macht, Hunderttausende sind auf der Flucht. Die Afrikanische Union will intervenieren – mit Unterstützung der UN. von afp

Soldaten der Militärjunta in der Nähe der malischen Hauptstadt Bamako (Archiv)

Soldaten der Militärjunta in der Nähe der malischen Hauptstadt Bamako (Archiv)  |  © Luc Gnago/Reuters

Die Afrikanische Union hat die Vereinten Nationen aufgefordert, eine Militärintervention im von verfeindeten Milizen beherrschten Norden Malis zu unterstützen. Bei einer Konferenz in Abidjan einigten sich Vertreter der Afrikanischen Union, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas und der Vereinten Nationen darauf, formell UN-Unterstützung für eine Militärintervention anzufordern. Mit dieser sollen die territoriale Einheit des westafrikanischen Landes so rasch wie möglich wiederhergestellt und "Terroristen bekämpft" werden.

Mali befindet in einem Bürgerkrieg, seit es einer Gruppe von Soldaten im März gelungen war, die Macht zu übernehmen und Präsident Amadou Toumani Touré zu stürzen . Die Putschisten warfen Touré vor, die Tuareg-Rebellen und bewaffneten Islamisten im Norden des Landes nicht ausreichend bekämpft zu haben. Nach dem Putsch gelang es den Bewaffneten innerhalb von Tagen, Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen. Hunderttausende Menschen flohen vor den Kämpfen .

Anzeige

Bei ihrem Treffen in Abidjan forderten die Vertreter von Vereinten Nationen, Afrikanischer Union und Ecowas zudem die sofortige Auflösung der Putschistengruppe. Diese dürfe keine Rolle im politischen Übergangsprozess des Landes spielen.

Zur Startseite
 
Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
    • Schlagworte Vereinte Nationen | Bürgerkrieg | Mali | Putsch | Soldat | Präsident
    Service