TerrorismusRanghohes Mitglied von Al-Kaida festgenommen

Naamen Meziche besaß Kontakte zur Terrorzelle von Mohammed Atta und soll in Hamburg neue Dschihadisten geworben haben. In Pakistan wurde er nun festgesetzt. von afp, dpa und reuters

Bilder des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden auf einem Markt in der pakistanischen Stadt Quetta, in deren Nähe Naamen Meziche gefasst wurde

Bilder des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden auf einem Markt in der pakistanischen Stadt Quetta, in deren Nähe Naamen Meziche gefasst wurde  |  © Naseer Ahmed/Reuters

In Pakistan ist bereits vor drei Wochen ein führendes Mitglied von Al-Kaida festgenommen worden. Der aus Algerien stammende Franzose Naamen Meziche sei Ende Mai in der Region der Stadt Quetta im Südwesten des Landes gefasst worden, sagte ein mit dem Fall vertrauter westlicher Experte. Er soll zum Umfeld der Hamburger Zelle der Terrororganisation gehört haben, die die Anschläge des 11. September 2001 in den USA vorbereitete und ausführte. Meziche habe auch persönlichen Kontakt zu dem 9/11-Attentäter Mohammed Atta gehabt, berichtet die französische Tageszeitung Le Monde .

"Man geht davon aus, dass Meziche ein wichtiger Bestandteil Al-Kaidas ist und mit der Bedrohung im Zusammenhang steht, die auf Europa lastet", sagte der westliche Experte. Der 1970 geborene Franzose gelte als gefährlich, "weil er mehrfach Kontakte zur Hamburger Zelle hatte – und deshalb wird er für die USA und Deutschland sehr interessant sein".

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Die Festnahme war nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen durch die Verhaftung des ranghohen Al-Kaida-Mitglieds Junis al-Mauretani möglich, der im September in derselben Region gefasst worden war. Die dabei gewonnenen Informationen hätten die Fahnder auf die Spur Meziches geführt. Die beiden Männer seien in engem Kontakt gewesen.

Nach Darstellung der auf Geheimdienste spezialisierten Website "The Long War Journal" war Meziche im Grenzgebiet zwischen Iran , Afghanistan und Pakistan sowie in Hamburg unterwegs. Dort hatte er demnach den Auftrag, über die Al-Quds-Moschee Rekruten für den radikalislamischen Dschihad anzuwerben. Die Moschee war im Sommer 2010 von den Hamburger Behörden geschlossen worden.
 

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Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt, da nicht konstruktiv. Danke, die Redaktion/ds

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
  • Schlagworte Terrorismus | Mohammed Atta | Dschihad | Geheimdienst | Mond | Moschee
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