Syriens Präsident Baschar al-Assad © Epa/Syrian News Agengy

Die USA und Großbritannien arbeiten laut mehreren Zeitungsberichten an einem Plan, wonach dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad freies Geleit in die Schweiz gewährt werden soll. Assad solle in der Schweiz an einer internationalen Konferenz zum politischen Wandel in Syrien teilnehmen.

Es sei nun an der Zeit für einen Versuch, einen Transformationsprozess auszuhandeln, berichten die Blätter unter Berufung auf britische Diplomaten. "Es ist schwerlich zu erkennen, dass wir eine Verhandlungslösung erreichen, in der einer der Beteiligten freiwillig zustimmt, zum Internationalen Gerichtshof zu gehen", zitiert der Daily Telegraph einen Diplomaten .

Laut Guardian konnten die Pläne erst ausgearbeitet werden, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin dem britischen Premierminister David Cameron und US-Präsident Barack Obama seine Unterstützung signalisiert hatte. Cameron hatte beim G-20-Gipfel in Mexiko erklärt, es gebe eine grundsätzliche Einigkeit über das Vorgehen in Syrien. Putin beharre nicht mehr darauf, dass Assad an der Macht bleibe.

Offiziell allerdings bezeichnete Russland die Forderung nach einem Machtwechsel als sinnlos. Ein freiwilliger Abgang von Präsident Assad sei nicht in Sicht, sagte Außenminister Sergej Lawrow. "Dass Präsident Assad irgendwo hingehen soll – dieses Szenario hat von Anfang an nicht funktioniert, ist nicht umsetzbar, weil er nicht abtritt", sagte Lawrow.

CIA soll Waffenlieferungen an Opposition unterstützen

Laut einem Bericht der New York Times unterstützen die USA die Opposition in Syrien auch über ihren Geheimdienst CIA . Agenten würden den syrischen Rebellen zu Waffen für ihren Kampf gegen das Regime verhelfen. Seit Wochen kontrollierte der CIA vom Süden der Türkei aus, welche Oppositionskämpfer auf der anderen Seite der Grenze mit Gewehren, Panzerfäusten oder auch Raketenwerfern ausgestattet würden, berichtete die Zeitung.

Die Waffen würden von der Türkei, Saudi-Arabien und Katar bezahlt und durch ein verdecktes Netzwerk aus Mittelsmännern – etwa von der syrischen Muslimbruderschaft – über die Grenze gebracht, heißt es unter Berufung auf US-Beamte und arabische Geheimdienstoffiziere. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama beteuert, selbst keine Waffen an die Aufständischen zu liefern, hat aber anerkannt, dass Syriens Nachbarn dies tun.

Die Geheimoperation der CIA solle auch verhindern, dass die Waffen in die Hände von Terroristen etwa des Netzwerkes Al-Kaida fielen, schrieb die New York Times weiter. Die Prüfung der Rebellengruppen solle der amerikanischen Regierung zudem helfen, mehr über das wachsende Oppositionsnetzwerk in Syrien zu lernen. In dem Verfahren würden auch neue Helfer rekrutiert, wird ein arabischer Geheimdienstmitarbeiter zitiert.