Präsident Assad "Syrien befindet sich im Krieg"

Syriens Präsident Assad bezeichnet den Aufstand in seinem Land nicht mehr als Rebellion, sondern als Krieg. Mit aller Härte will er diesen für sich entscheiden.

Syriens Präsident Bashar al-Assad

Syriens Präsident Bashar al-Assad

Der syrische Präsident Baschar al-Assad will seine Gegner mit aller Macht bezwingen. Der international weitgehend isolierte Staatschef verschärfte in einer Rede vor dem Kabinett seine Rhetorik und sagte: "Syrien befindet sich im Krieg."

Bislang hatte Assad den Volksaufstand als eine Rebellion verstreuter und durch das Ausland finanzierter Kämpfer dargestellt. Sein zuvor ernanntes neues Kabinett wies er an, sich mit aller Kraft für die Niederschlagung des Aufstands gegen ihn einzusetzen. Im Krieg müsse jedes politische Handeln darauf abzielen, den Konflikt zu gewinnen, sagte Assad in der im Staatsfernsehen übertragenen Ansprache.

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Rücktrittsforderungen westlicher Staaten wies der Präsident erneut zurück. Der Westen nehme nur und gebe nichts zurück, das sei immer wieder bewiesen worden. "Wir streben gute Beziehungen zu allen Staaten an, aber uns muss immer klar sein, was unsere Interessen sind", sagte Assad, zu dessen letzten Verbündeten Russland und China gehören.

Assad fühlt sich falsch verstanden

Nach Worten des Präsidenten erklärt die Regierung ihre Reformpläne nicht ausreichend und löst deshalb Widerstand in der Bevölkerung aus. "Wenn wir transparent kommunizieren, werden die Bürger uns verstehen und unterstützen", sagte Assad. Werde die Politik aber nicht ausreichend beschrieben, könnten die Syrer die Fähigkeiten der Regierung nicht richtig einschätzen und sie nicht objektiv bewerten.

Alle internationalen Bemühungen, den Konflikt zu entschärfen, sind bislang erfolglos verlaufen. Eine vereinbarte Waffenruhe wird weder von der Regierung noch der Opposition eingehalten. Der Großraum Damaskus erlebte am Dienstag die schwersten Kämpfe seit Beginn der Erhebung vor 16 Monaten, wie Oppositionelle berichteten. Dort seien Panzer und gepanzerte Fahrzeuge in Stellung gegangen.

Aus Protest gegen Kritik verließ Syrien eine Sitzung des UN-Menschenrechtsrats. Zuvor hatten UN-Ermittler vor dem Gremium einen Bericht über das Massaker in Hula vorgelegt, bei dem im Mai 108 Zivilisten getötet worden waren. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass vermutlich regierungstreue Truppen für die Toten verantwortlich waren.

 
Leserkommentare
  1. Massensuggestionen haben früher viel besser funktioniert, da man sich nur schwerlich alternativ infomieren konnte.

    International weitgehend isoliert und abgehoben ist dagegen die Berichterstattung der vormals etablierten Massen- u. Qualitätsmedien.
    Merkt man denn gar nicht dass die Glaubwürdigkeit beim Volk seit Jahren stetig sinkt?

    "Alle internationalen Bemühungen, den Konflikt zu entschärfen"...

    ...können nicht gelingen wenn gewisse internationale Bemühungen, wie Trainingslager, Geld, Waffenhilfe, Logistik, Kommunikationstechnik, Provokationen und insbesondere westliche Propagandaparolen nicht unterlassen werden.

    29 Leserempfehlungen
  2. "verschärfte in einer Rede vor dem Kabinett seine Rhetorik und sagte: "Syrien befindet sich im Krieg."

    Wo er Recht hat hat er Recht.

    6 Leserempfehlungen
  3. Es zeichnet sich ab, das die McDonnell F-4 Phantom von russischen Lenkwaffen
    abgeschossen wurde. (Buk M1 oder M2) Gadfly SA-11 (Nato)
    die nach Syrien geliefert wurden….

    Ungut...
    Gutmensch13

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    Immerhin haben wir ja auch immer fleißig Waffen an Syrien geliefert.

    Eine Beleg oder Quelle für Ihre Behauptung, wäre mir lieber.

    Es gibt genügend Hinweise die darauf glaubhaft darstellen das die F4 durch eine Flakbatterie abgeschossen worden und zwar durch eine Panzir-S1 ( SA22 ) und zwar mit der Maschinenkanone. ( Links, auch Videos dazu könnte ich einstellen würden aber eh wieder gelöscht werden )Das dieses System durch die Russen an Syrien geliefert worden ist, ist auch kein Geheimnis.

    Nachdem die Türkei ein Flugzeug der elektronischen Kriegsführung (ausspähenden der Frequenzen der syrischen Luftabwehr) verloren hat, droht Erdogan mit Krieg falls Syrien nicht die Grenzgebiete frei von Truppen halte. Derweil zieht die Türkei Truppen zusammen. Es ist klar was gespielt wird: Mit den Drohungen will Erdogan einen tükrischen Einmarsch erleichtern. Es ist absolut Zeit für Friedenssolaten an der syrisch-türkischen Grenze. Das wär doch was für die EULEX aus dem Kosovo - geschützt von einer Friedenstruppe aus der GUS und Iran.

    ... das bitte näher belegen? Würde mich interessieren.

    Syrien behauptet ja es seien keine Lenkwaffen gewesen.

    • bayert
    • 27.06.2012 um 9:23 Uhr

    Der Artikel in der Welt (http://www.welt.de/politi...)
    deutet eher auf eine FLAK hin.

    Die meisten widersprüchlichen Angaben zum Jetabschuß gibt es offensichtlich auf türkischer Seite Das zeigt auch deutlich der Weltartikel, der von Bayert, meinen Dank, verlinkt wurde.

    Hier noch mal das Video das am Strand von Lataika von Privatleuten aufgenommen wurde, als der Jet abgeschossen wurde:
    http://www.youtube.com/wa...

    Der Kurs der Maschine lässt auch kaum Zweifel zu, dass es sich um eine gezielte Provokation handeln musste.
    Die Maschine kreiste förmlich wie ein Lockvogel im syrischen Luftraum:

    http://ibytes.net/turkey-...

    Solange keine Piloten gefunden werden, gehe ich immer noch davon aus, dass es sich um eine speziell umgebaute unbemannte Jetaufklärungsdrohne handeln musste. Dafür sprechen auch Berichte, wonach Jets dieses Typs, kürzlich erst von Israel mit neuster Aufklärungstechnik für die Türkei, umgerüstet worden sind.

    Immerhin haben wir ja auch immer fleißig Waffen an Syrien geliefert.

    Eine Beleg oder Quelle für Ihre Behauptung, wäre mir lieber.

    Es gibt genügend Hinweise die darauf glaubhaft darstellen das die F4 durch eine Flakbatterie abgeschossen worden und zwar durch eine Panzir-S1 ( SA22 ) und zwar mit der Maschinenkanone. ( Links, auch Videos dazu könnte ich einstellen würden aber eh wieder gelöscht werden )Das dieses System durch die Russen an Syrien geliefert worden ist, ist auch kein Geheimnis.

    Nachdem die Türkei ein Flugzeug der elektronischen Kriegsführung (ausspähenden der Frequenzen der syrischen Luftabwehr) verloren hat, droht Erdogan mit Krieg falls Syrien nicht die Grenzgebiete frei von Truppen halte. Derweil zieht die Türkei Truppen zusammen. Es ist klar was gespielt wird: Mit den Drohungen will Erdogan einen tükrischen Einmarsch erleichtern. Es ist absolut Zeit für Friedenssolaten an der syrisch-türkischen Grenze. Das wär doch was für die EULEX aus dem Kosovo - geschützt von einer Friedenstruppe aus der GUS und Iran.

    ... das bitte näher belegen? Würde mich interessieren.

    Syrien behauptet ja es seien keine Lenkwaffen gewesen.

    • bayert
    • 27.06.2012 um 9:23 Uhr

    Der Artikel in der Welt (http://www.welt.de/politi...)
    deutet eher auf eine FLAK hin.

    Die meisten widersprüchlichen Angaben zum Jetabschuß gibt es offensichtlich auf türkischer Seite Das zeigt auch deutlich der Weltartikel, der von Bayert, meinen Dank, verlinkt wurde.

    Hier noch mal das Video das am Strand von Lataika von Privatleuten aufgenommen wurde, als der Jet abgeschossen wurde:
    http://www.youtube.com/wa...

    Der Kurs der Maschine lässt auch kaum Zweifel zu, dass es sich um eine gezielte Provokation handeln musste.
    Die Maschine kreiste förmlich wie ein Lockvogel im syrischen Luftraum:

    http://ibytes.net/turkey-...

    Solange keine Piloten gefunden werden, gehe ich immer noch davon aus, dass es sich um eine speziell umgebaute unbemannte Jetaufklärungsdrohne handeln musste. Dafür sprechen auch Berichte, wonach Jets dieses Typs, kürzlich erst von Israel mit neuster Aufklärungstechnik für die Türkei, umgerüstet worden sind.

  4. Immerhin haben wir ja auch immer fleißig Waffen an Syrien geliefert.

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  5. Eine Beleg oder Quelle für Ihre Behauptung, wäre mir lieber.

    3 Leserempfehlungen
    • Pereos
    • 27.06.2012 um 9:03 Uhr

    "Oder von deutschen
    Immerhin haben wir ja auch immer fleißig Waffen an Syrien geliefert."

    Meines Wissens war da Syrien nicht dabei.
    Rot-Grün belieferte Ben-Ali,Gaddafi und Mubarak,
    seit Merkel regiert, werden fleißig die Golfstaaten unterstützt,aber bei Syrien können wir es uns leisten für Menschenrechte einzustehen, denn wir haben ja keine Wirtschaftlichen Interessen:)

    Aber sei es wie es sei.
    Ich hoffe ja immer noch,dass Assad eines Tages einfach geht,sich in Russland ein schönes Leben macht und so das gegenseitige Massakrieren ein Ende und das Land eine Perspektive findet.
    Da muss er nicht für Transparenz seins Regimes werben,
    denn dazu hätte sein Familien Clan 40 Jahr Zeit gehabt.

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  6. Es gibt genügend Hinweise die darauf glaubhaft darstellen das die F4 durch eine Flakbatterie abgeschossen worden und zwar durch eine Panzir-S1 ( SA22 ) und zwar mit der Maschinenkanone. ( Links, auch Videos dazu könnte ich einstellen würden aber eh wieder gelöscht werden )Das dieses System durch die Russen an Syrien geliefert worden ist, ist auch kein Geheimnis.

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  7. Die BRD kann seit über 10 Jahren Krieg gegen die gleichen friedlichen Zivilisten(tm) führen, ohne dass unserer Regierung das Wort über die Lippen kommt. Nur halt nicht im eigenen Land, sondern in 5000km Entfernung. Ich würde von der Politik unserer frei gewählten Demokratiestreiter ja egtl mehr Ehrlichkeit und Legitimation verlangen als von irgendeinem Erbdiktator in Nahost, aber das sind wohl Wunschträume...
    Freilich sind die Opferzahlen im afghanischen Nichtkrieg auf allen Seiten wesentlich höher, aber wir gehören schliesslich zu den Guten;)
    Auch erstaunlich, dass man zu Kriegen mit deutscher Beteiligung sowohl von Regierung als auch von Presseseite nicht viel hört, außer ein gelegentliches "Das ist schon alles prima so" vom Bundespfarrer, und einem "hinterhältiger Anschlag von Zivilisten(hier: Terroristen) auf wehrlose Nato-Demokratiepanzer". Aber was interessieren schon die laufenden eigenen Kriege, wenn man die Chance wittert einen neuen anzuheizen...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP, dpa
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  • Schlagworte Präsident | Bevölkerung | Beziehung | Fahrzeug | Kabinett | Konflikt
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