Kampf gegen Terror : USA verstärken Drohnenangriffe in Pakistan

Seit drei Tagen fliegt die US-Armee Drohnenangriffe auf mutmaßliche Terrorstellungen in Pakistan. Dutzende Menschen sind bisher dadurch ums Leben gekommen.
US-Drohne in Afghanistan © Massoud Hossaini/Reuters

Den dritten Tag in Folge haben die USA Drohnenangriffe auf mutmaßliche Aufständische in den pakistanischen Stammesgebieten geflogen. Mindestens 15 Menschen seien bei dem nächtlichen Angriff auf eine Basis der radikalislamischen Kämpfer in Nord-Wasiristan getötet worden, teilten pakistanische Sicherheitsvertreter mit. Nach ihren Angaben trafen zwei Raketen das Gelände in der Region von Mir Ali.

Seit dem Nato-Gipfel zu Afghanistan im vergangenen Monat in Chicago haben die USA ihre Angriffe mit unbemannten Drohnen im pakistanischen Grenzgebiet verstärkt. Bereits am Samstag und Sonntag wurden bei Luftangriffen in Süd-Wasiristan mindestens acht mutmaßliche Aufständische getötet, darunter ein Kommandeur.

Die halbautonomen Stammesgebiete liegen in der unzugänglichen Bergregion entlang der afghanischen Grenze. Die pakistanischen Behörden haben dort traditionell wenig Einfluss. Nach Auffassung der USA nutzen Taliban und Al-Kaida die Grenzregion als Rückzugsgebiet, um von dort aus Angriffe in Afghanistan zu starten.

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Kommentare

47 Kommentare Seite 1 von 7 Kommentieren

Es ist Mord

Liebe Redaktion, bitte meine Empfehlung für Kommentar 9 zurücknehmen. Ich habe mich verklickt, als ich antworten wollte.
"Assad wiederum lässt gezielt Zivilisten im eigenen Land töten." Das sollten Sie schon nachweisen.
Auch die Kriegserklärung von Al-Kaida an die USA sollte man vielleicht etwas differenzierter betrachten, meinen Sie nicht? "Folglich wehren sich die Amerikaner entsprechend, indem sie Mitglieder dieser Organisation gezielt töten." So ein Quatsch. Das "Der Krieg war notwendig" - Gerede ist an Doppelmoral kaum zu übertreffen. Über hunderttausend Tote im Irak von denen der Großteil Zivilisten sind widersprechen Ihrer Aussage wohl sehr deutlich. Und von den 2000 Drohnentoten möchte ich nicht wissen, wie viele einfach nur unbeteiligt zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Im übrigen wird da auf Vermutungen hin getötet. Man könnte es auch Mord nennen ...

Belege, Fakten, Quellen für Ihre unbewiesene Behauptung?

"Assad wiederum lässt gezielt Zivilisten im eigenen Land töten."

Aber kommen Sie mir bitte nicht mit der hinlänglich bekannten Schwarzpropaganda ala "Syrisches Obeservatorium und Beobachtungstelle für Menschenrechte" und "laut Zeugenaussagen von Oppositionellen" und der darauf fundierenden Berichte.

Und ich möchte nicht Assad in Schutz nehmen, ich möchte hier einfach, dass ein faktenunterlegtes und differenziertes Bild ensteht, und keine unbewiesenen Propagandaparolen verbreitet werden.

Und noch ein kleiner Hinweis. Googeln Sie doch einfach mal :

" we created al qaida "

Es könnte erhellend wirken.

@tecnyc

>>Al-Kaida hat den USA den Krieg erklärt
Eine Gruppe von ein paar hundert Personen kann einem Staat keinen Krieg erklären. Das können nur Staaten untereinander. Quelle: geltendes Völkerrecht.

>>und unzählige amerikanische Zivilisten getötet.
In der Folge haben die USA mehr unschuldige Zivilisten getötet als alle Terroristen der Welt zusammen. Und das soll Ihrer Meinung nach besser / gerechtfertigter sein? Was für eine Doppelmoral. Quelle: Iraqbodycount.

>>Folglich wehren sich die Amerikaner entsprechend, indem sie Mitglieder dieser Organisation gezielt töten.

Indem sie dabei auch unzählige unschuldige Zivilisten töten, verhelfen sie Terrorgruppen höchst aktiv beim Anwerben neuer Rekruten. 2005 hat das US Außenministerium einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorging, dass sich seit dem Beginn des "Kriegs gegen den Terror" die Anzahl an Terroristen weltweit vervierfacht hat. Insofern darf durchaus behauptet werden, dass Washington der derzeit aktivste Unterstützer des weltweiten Terrorismus ist.

>>Assad wiederum lässt gezielt Zivilisten im eigenen Land töten.

Können Sie das belegen? Übrigens: die FSA geht genau so grausam mit Zivilisten um, aber unsere Medien möchten uns wieder einmal weis machen, dass Assad=böse und FSA=gut.

Diese Doppelmoral ist unvergleichlich.

Der Kampf gegen den Terror ist Terror

Wo liegt eigentlich der Unterschied in der Wirkung zwischen einer Hellfire-Rakete von einer Drohne und einer Autobombe?

In beiden Fällen werden Menschen aus dem Hinterhalt getötet. Und das dabei Unschuldige zu Schaden kommen, interessiert niemanden, das sind Kollateralschäden. Die gleichen Personen, die feige Angriffe per Drohnen befehlen, regen sich über Terroristen auf? Oder darüber, daß ein Staat mit Militär gegen Terroristen im eigenen Land vorgeht? Welch eine abscheuliche Heuchelei und welch ein Messen mit unterschiedlichem Maß.

Der Unterschied zwischen Autobombe und Drohne

Denen, die die Autobombe legen, kommt es darauf an, Unbeteiligte zu töten. Die, die die Drohne losschicken, wollen Unbeteiligte möglichst nicht töten, nehmen aber in Kauf, daß Unbeteiligte zu Schaden kommen, weil sich das auch bei größtmöglicher Sorgfalt (ob die von den USA angewendet wird, kann man diskutieren) nicht immer vermeiden lässt.
Sie können selbstverständlich auch Drohnenangriffe unethisch finden. Aber ein moralischer Unterschied zur Autobombe lässt sich nicht bestreiten.

Recht so !!!

Adäquate Mittel gegen ein Geflecht aus Organisationen, welchen nur mit drastischen Maßnahmen beizukommen ist.
Darüberhinaus sollten sich die europäischen Länder, besonders Deutschland, ihre Abrüstungspläne dringenst überdenken, weil meiner Meinung nach, wenn es schon eine "Weltpolizei" braucht, sollte man diese Verantwortung in die Hände von demokratischen Mächte legen und nicht Staaten wie China und Rußland dort das Feld überlassen.