Der ehemalige Präsidentschaftsbewerber John Edwards © Sara D. Davis/Getty Images

Der Prozess gegen den ehemaligen demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber John Edwards wegen der mutmaßlichen Vertuschung einer außerehelichen Affäre mit Wahlkampfgeldern ist ohne Ergebnis beendet. Ein Gericht im Bundesstaat North Carolina erklärte das Verfahren in fünf der sechs Anklagepunkte für gescheitert, weil sich die Jury nicht auf ein Urteil einigen konnte. Im verbleibenden Anklagepunkt wurde Edwards freigesprochen.

Edwards erklärte vor dem Gerichtsgebäude in Greensboro, er habe "schrecklich viele Fehler" gemacht. "Niemand außer mir trägt die Verantwortung für meine Sünden", sagte er. "Ich habe aber niemals gedacht, dass ich etwas Ungesetzliches getan habe."

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Politiker vorgeworfen, während der Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei im Jahr 2008 fast eine Million Dollar illegal zur Unterbringung seiner Geliebten und eines unehelichen Kindes verwendet zu haben. Dabei soll Edwards gegen die Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen haben. Die beiden Geldgeber, ein Anwalt aus Texas und eine Bankierswitwe, hätten die zulässige Höchstgrenze für Spenden überschritten, lautete die Anklage. Außerdem habe Edwards bei den Behörden über seine Wahlkampfausgaben falsche Rechenschaft abgelegt.