EUWarum mehr Europa vielen Angst macht

Eine politische Union soll die EU aus der Krise holen, doch das Misstrauen der Deutschen ist groß. Dabei gibt es Gründe, an Europa zu glauben. Von T. Schwarze

Dieses Mal trat der Unmut zutage, nachdem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vorgeschlagen hatte, die EU-Staaten politisch noch enger zu verschränken, mit einem gemeinsamen Präsidenten und einem Finanzminister. "Alles, was beim Normalbürger ankommt, ist doch: Alles kostet viel mehr Geld als vorhergesehen, der Bürger muss zahlen, die Politiker machen eh was sie wollen, wir sind eigentlich machtlos", schrieb ZEIT-ONLINE-Leser denkmalmit. "Das Einzige, was unserer politischen Führung (ob Regierung oder Opposition) einfällt, ist Souveränitätsrechte an den Bürokratenapparat in Brüssel abzugeben", schimpfte Leser suebe.

Mehr als 200 Lesekommentare setzten sich mit Schäubles Überlegungen auseinander, ihr Tenor war erdrückend: Die Politik ignoriere die Bürger, Europa sei eine Angelegenheit von Bürokraten, der Euro gehöre abgeschafft, kein Geld mehr für Schuldenstaaten. Und hoffentlich stoppe das Bundesverfassungsgericht die Entmündigung der Deutschen.

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Europa erlebt eine Krise, und das nicht nur wirtschaftlich, sondern zunehmend auch politisch. Während die Staats- und Regierungschefs der EU eine noch engere Zusammenarbeit anstreben, um der Krise Herr zu werden, eine echte politische Union, wächst unter vielen Bürgern das Misstrauen gegenüber dem, was in Brüssel geschieht und entschieden wird. Viele Spanier, Italiener oder Griechen nehmen die EU nur noch als Haushaltskontrollbehörde wahr, die Arbeitslosigkeit und Armut produziert. Manche Deutsche fürchten dagegen vor allem um Geld und politischen Einfluss, die nach Brüssel abwandern könnten. Ein "mehr an Europa", wie es Kanzlerin Angela Merkel fordert, ist für sie eher Drohung als Versprechen.

Mehrheit gegen weiteren Souveränitätsverzicht

Aus den ehemals mehrheitlich europafreundlichen Deutschen sind offenbar Europaskeptiker geworden. Ihr Misstrauen ist mit jedem neuen Hilfspaket und Rettungsschirm gewachsen. Seit die täglichen Nachrichten aus Brüssel von Euro-Krise und Milliardenhilfen dominiert werden, sinkt die deutsche Integrationsbereitschaft. Eine Mehrheit der Befragten sprach sich zuletzt im ZDF-Politbarometer dagegen aus, weitere Befugnisse an die Europäische Union abzugeben.

Till Schwarze
Till Schwarze

Till Schwarze ist Nachrichtenredakteur bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Allerdings ist die Krise nicht allein für die wachsende Europaskepsis der Deutschen verantwortlich. Das Misstrauen speist sich aus einer Vielzahl von diffusen Gefühlen, die mit Unsicherheit, Angst und Vorurteilen zu tun haben – aber auch mit dem Wunsch nach politischer Partizipation, Kontrolle und Transparenz.

Denn die Bürger zeigen auch ein neues Selbstbewusstsein. Bürgerinitiativen und Internetaktivisten fordern politische Teilhabe, die Piratenpartei erprobt neue Beteiligungsformen im Netz. Da wirkt die Brüsseler Politik mit ihrer komplexen und nicht sehr transparenten Mischung aus Nationalstaaten, Kommissionsapparat, Gerichtshof und Parlament anachronistisch. Während in Kommunen und Bundesländern immer mehr Bürgerbegehren und Volksentscheide abgehalten werden, können die Bürger die EU-Politik nur wenig beeinflussen, entweder indirekt über die deutsche Regierung oder durch das politisch schwache Europäische Parlament. Da hilft auch die Einrichtung eines europäischen Volksentscheids nichts, dessen Hürden zu hoch sind.

Leserkommentare
  1. Überschrift: Warum vielen Europa Anst macht.
    Darunter steht dann "Es gibt Gründe an Europa zu glauben"
    Und dann ein neuer Artikel: Deutschland haftet mit 3...???? wieviele nullen sind es dann....????
    Egal, wer zahlt den bei Haftungsansprüchen....???
    Der Steuerzahler, doch....
    Während unsere Volksvertreter sich die Diäten erhöhen, Teppiche durch die Luft fliegen lassen, mit den dicksten Karossen von einem Termin zum anderen fahren.
    Was macht den der Steuerzahler? Verzichtet auf Urlaub weil er seine Kinder satt kriegen muß. Geht am Wochenende arbeiten weil die Tochter neue Schuhe braucht. Außerdem werden die Lebensmittel immer teuerer....
    Warum sollte ein kleiner Angestellter der seit Jahren keine Lohnerhöhung bekommen hat, von Jahr zu Jahr mehr unter der Inflation leidet, der genau weiß ihn die "Altersarmut trifft...warum sollte der an Europa glauben....

    WARUM????????

    69 Leserempfehlungen
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    Rechnet man zu den 310Milliarden nun noch die Target2 Positionen der BuBa und die Haftung für die Ramschpapiere der EZB, landet man wohl eher bei 1.1-1.3BILLIONEN.. aber who cares

    Vorab ich lebe Europa, bin auf der ganzen Welt zuhause. Bin fuer Toleranz gegenseitige Akzeptanz. Was das ganze verdaechtig macht ist der Zwang wie krampfhaft versucht wird
    dieses Europa mit der Fehlgeburt Euro zu verteidigen. Es ist doch volkswirtschaftlich kein Geheimnis, das durch eine Währung die Ungleichgewichte entstehen. Dass die europäischen Völker nun gegeneinander ausgespielt werden (die bösen Griechen...die faulen Suedländer etc) ist sehr bedauerlich und nutzt einem der Machtelite. Wer wird Poliutiker in der EU? Oft sind es die die in Deutschland nicht mehr tragbar waren oder weggelobt wurden. Verheugen zu intelligent für die SPD, Oettinger zu dumm und andere kennt man erst gar nicht. Dass sich das europäische parlament beschwert es wird geflissentlich gerne uebergangen schreckt mich hoch. Und wenn inzwischen ein Wirtschaftsschädiger wie Herr Soros seine Meinung abgeben darf und Herrn Schäuble unterstuetzt, dann weiss man wer Interesse an Europa hat Hochfinanz und multinationale Konzerne. Politiker wie Schäuble bekommen als Marionette ein Dankeschön. Tut mir leid ihr Artikel erschöpft sich im Angstmachen. Warum sollte ein Europa mit friedlichen Einzelstaaten und hochkarätigen High Potentials wie in unserem Land nicht funktionieren. Den Beweis bleiben Sie schuldig. Das Bundesfinanzministerium sagt es wird teurer beim Bruch. Nein der Betrag koenne ja nicht beziffert werden. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    • joG
    • 27.06.2012 um 11:48 Uhr

    .....Überschrift: Warum vielen Europa Anst macht."

    Es ist nur so erstaunlich, dass eine private Zeitung, immerhin eine Zeitung, die in der Vermutung einer gewissen Ehrlichkeit und Informationen naher Berichterstattung gelesen wird, so asymmetrisch an manche Themen herangeht, als wäre es eine Werbebroschüre einer Interessengemeinschaft.

    Aber die Frage hat man in einem anderen Artikel ja eigentlich beantwortet. Natürlich haben die Menschen vor Europa Angst. Das ist doch auch völlig rational. Wenn selbst das Finanzministerium einräumen muss, dass offen Zusagen bereits 300 Milliarde Steuereinnahmen binden, scheint mir die Angst nur zu verständlich, las doch der Leser in der FAZ gerade, dass der EMS unbegrenzt weitere Zahlungen einfordern kann und Deutschland kein Veto hat. Unter den gegeben Umständen hört sich "unbegrenzt" bedrohlich an.
    Denkt er dann noch an die Target2 Ausstände und den Anteil deutscher Anleihenkäufe durch die EZB....

    Denikt er noch an den Unsinn, den Politiker von sich geben, die EU würde scheitern, wenn ein Land aus Euroland ausschiede,... die EU würde den Frieden in Europa garantieren,.... Natürlich hat man Angst, wenn Parteien auf Grund solcher Argumente mit über einer Billion der Deutschen Geld spekulieren und aus Zwangslagen Profit zu schlagen suchen. Eine Vertiefung verlangen, wo man gerade sieht, dass man betrogen wurde? Solchen Politiker und Bürokraten mehr
    Macht zu geben wäre Irrsinn, der Einem Angst machen sollte.

    • joG
    • 27.06.2012 um 11:49 Uhr

    ....Denen darf man in Zukunft nichts glauben."

    • Lisa_W
    • 27.06.2012 um 12:02 Uhr

    @MünsteranerMS, ich stimme Ihrem Kommentar voll zu.

    Ähnlich wie Sie kommentiert auch der britische Stand-Up Comedian, Schriftsteller und Internetaktivist Pat Condell in einem seiner aktuellen Videos:
    http://www.youtube.com/wa...

    ....hat nur ein ganz kleiner Haufen durch die Einfuehrung des Euro profitiert. Die Mehrheit der Deutschen, deren Ersparnissen, langsam aber sicher, von der Inflation, weil diese hoeher als die Rendite ist, aufgefressen werden, fuehlen sich, voellig zu Recht, um ihr Recht auf ein menschenwuerdiges Leben, betrogen.
    Loehne und Gehaelter wurden weder der Inflation, geschweige denn dem enormen Preisanstieg angepasst.
    Schuld daran ist der Euro, den die Deutschen mit Spaniern, Griechen, Italienern, Portugiesen und noch anderen, die auf Kosten der fleissigen, produktiven und disziplinierten Deutschen in Saus und Braus leben wollen, teilen muessen.

    • pakZ
    • 27.06.2012 um 13:17 Uhr

    da wird mir schon ganz anders.

    folgt man ihren ausführungen, trudeln hier wohl bald die ersten care-pakete aus indien oder venezuela ein.

    die armen deutschen.

    es fällt schon schwer hier nicht mit einer menge sarkasmus zu antworten.

    • Chali
    • 27.06.2012 um 13:18 Uhr

    Das ist ja gar nicht wahr!

    Die fahren nicht£ Die werden gefahreen!

    daran ist die DEUTSCHE politik schuld und nicht die EU politik. wenn den leuten die DEUTSCHE politk nicht gefällt, müssen sie eben diese abwählen - aber nicht immer die schuld auf die eu schieben.

    Warum sollte ein kleiner Angestellter der seit Jahren keine Lohnerhöhung bekommen hat, von Jahr zu Jahr mehr unter der Inflation leidet, ..

    Die Inflation ist seit Jahren bei 2 %, weniger wäre schon fast Deflation. Der kleine Angestellte hat in diesem Jahr kräftige Lohnzuwächse gehabt, und das Konsumklima ist gut, wie lange nicht.

    Aber wer jammern will, ist offenbar durch Fakten nicht zu beirren.

    Rechnet man zu den 310Milliarden nun noch die Target2 Positionen der BuBa und die Haftung für die Ramschpapiere der EZB, landet man wohl eher bei 1.1-1.3BILLIONEN.. aber who cares

    Vorab ich lebe Europa, bin auf der ganzen Welt zuhause. Bin fuer Toleranz gegenseitige Akzeptanz. Was das ganze verdaechtig macht ist der Zwang wie krampfhaft versucht wird
    dieses Europa mit der Fehlgeburt Euro zu verteidigen. Es ist doch volkswirtschaftlich kein Geheimnis, das durch eine Währung die Ungleichgewichte entstehen. Dass die europäischen Völker nun gegeneinander ausgespielt werden (die bösen Griechen...die faulen Suedländer etc) ist sehr bedauerlich und nutzt einem der Machtelite. Wer wird Poliutiker in der EU? Oft sind es die die in Deutschland nicht mehr tragbar waren oder weggelobt wurden. Verheugen zu intelligent für die SPD, Oettinger zu dumm und andere kennt man erst gar nicht. Dass sich das europäische parlament beschwert es wird geflissentlich gerne uebergangen schreckt mich hoch. Und wenn inzwischen ein Wirtschaftsschädiger wie Herr Soros seine Meinung abgeben darf und Herrn Schäuble unterstuetzt, dann weiss man wer Interesse an Europa hat Hochfinanz und multinationale Konzerne. Politiker wie Schäuble bekommen als Marionette ein Dankeschön. Tut mir leid ihr Artikel erschöpft sich im Angstmachen. Warum sollte ein Europa mit friedlichen Einzelstaaten und hochkarätigen High Potentials wie in unserem Land nicht funktionieren. Den Beweis bleiben Sie schuldig. Das Bundesfinanzministerium sagt es wird teurer beim Bruch. Nein der Betrag koenne ja nicht beziffert werden. [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    • joG
    • 27.06.2012 um 11:48 Uhr

    .....Überschrift: Warum vielen Europa Anst macht."

    Es ist nur so erstaunlich, dass eine private Zeitung, immerhin eine Zeitung, die in der Vermutung einer gewissen Ehrlichkeit und Informationen naher Berichterstattung gelesen wird, so asymmetrisch an manche Themen herangeht, als wäre es eine Werbebroschüre einer Interessengemeinschaft.

    Aber die Frage hat man in einem anderen Artikel ja eigentlich beantwortet. Natürlich haben die Menschen vor Europa Angst. Das ist doch auch völlig rational. Wenn selbst das Finanzministerium einräumen muss, dass offen Zusagen bereits 300 Milliarde Steuereinnahmen binden, scheint mir die Angst nur zu verständlich, las doch der Leser in der FAZ gerade, dass der EMS unbegrenzt weitere Zahlungen einfordern kann und Deutschland kein Veto hat. Unter den gegeben Umständen hört sich "unbegrenzt" bedrohlich an.
    Denkt er dann noch an die Target2 Ausstände und den Anteil deutscher Anleihenkäufe durch die EZB....

    Denikt er noch an den Unsinn, den Politiker von sich geben, die EU würde scheitern, wenn ein Land aus Euroland ausschiede,... die EU würde den Frieden in Europa garantieren,.... Natürlich hat man Angst, wenn Parteien auf Grund solcher Argumente mit über einer Billion der Deutschen Geld spekulieren und aus Zwangslagen Profit zu schlagen suchen. Eine Vertiefung verlangen, wo man gerade sieht, dass man betrogen wurde? Solchen Politiker und Bürokraten mehr
    Macht zu geben wäre Irrsinn, der Einem Angst machen sollte.

    • joG
    • 27.06.2012 um 11:49 Uhr

    ....Denen darf man in Zukunft nichts glauben."

    • Lisa_W
    • 27.06.2012 um 12:02 Uhr

    @MünsteranerMS, ich stimme Ihrem Kommentar voll zu.

    Ähnlich wie Sie kommentiert auch der britische Stand-Up Comedian, Schriftsteller und Internetaktivist Pat Condell in einem seiner aktuellen Videos:
    http://www.youtube.com/wa...

    ....hat nur ein ganz kleiner Haufen durch die Einfuehrung des Euro profitiert. Die Mehrheit der Deutschen, deren Ersparnissen, langsam aber sicher, von der Inflation, weil diese hoeher als die Rendite ist, aufgefressen werden, fuehlen sich, voellig zu Recht, um ihr Recht auf ein menschenwuerdiges Leben, betrogen.
    Loehne und Gehaelter wurden weder der Inflation, geschweige denn dem enormen Preisanstieg angepasst.
    Schuld daran ist der Euro, den die Deutschen mit Spaniern, Griechen, Italienern, Portugiesen und noch anderen, die auf Kosten der fleissigen, produktiven und disziplinierten Deutschen in Saus und Braus leben wollen, teilen muessen.

    • pakZ
    • 27.06.2012 um 13:17 Uhr

    da wird mir schon ganz anders.

    folgt man ihren ausführungen, trudeln hier wohl bald die ersten care-pakete aus indien oder venezuela ein.

    die armen deutschen.

    es fällt schon schwer hier nicht mit einer menge sarkasmus zu antworten.

    • Chali
    • 27.06.2012 um 13:18 Uhr

    Das ist ja gar nicht wahr!

    Die fahren nicht£ Die werden gefahreen!

    daran ist die DEUTSCHE politik schuld und nicht die EU politik. wenn den leuten die DEUTSCHE politk nicht gefällt, müssen sie eben diese abwählen - aber nicht immer die schuld auf die eu schieben.

    Warum sollte ein kleiner Angestellter der seit Jahren keine Lohnerhöhung bekommen hat, von Jahr zu Jahr mehr unter der Inflation leidet, ..

    Die Inflation ist seit Jahren bei 2 %, weniger wäre schon fast Deflation. Der kleine Angestellte hat in diesem Jahr kräftige Lohnzuwächse gehabt, und das Konsumklima ist gut, wie lange nicht.

    Aber wer jammern will, ist offenbar durch Fakten nicht zu beirren.

  2. Das Hauptproblem, das vielen Menschen Angst macht ist doch, dass kaum noch jemand weiß, was gemeint ist, wenn jemand Europa sagt. Ist damit der Kontinent gemeint, von dem ich noch in der Schule gelernt habe, dass er von Norwegen im Norden bis zum Mittelmeer im Süden geht und vom Atlantik im Westen bis zum Ural im Osten.

    Oder mein jemand, der Europa sagt, die EU oder die Eurozone oder das Kerneuropa, das alle Länder umfasst im ehemaligen Westeuropa, also bis zum eisernen Vorhang, mit Ausnahme der Schweiz....

    Es wäre doch einmal schön, wenn die Politiker einmal anfangen würden, den Begriff Europa zu klären und den Menschen zu sagen, wie lange Europa noch erweitert werden soll und wer noch herein darf.

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • PigDog
    • 27.06.2012 um 11:25 Uhr

    Die zunehmende EU-Skepsis bzw. EU-Ablehneung - und ich schreibe hier ganz bewusst EU und nicht Europa! - hat meiner Meinung viel eher den Grund, daß immer mehr Bürger gerade genau erkennen oder erkannt haben, was für eine EU unsere Politiker schaffen und noch weiter schaffen wollen:

    Eine EU des Kapitals und der Wirtschaft, der sich der Bürger unterzuordnen hat, der er zu dienen hat, in der seine eigenen Wünsche, Träume und auch Ängste völlig irrelevant sind!

    gibt es halt mal wieder zwei verschiedene Ideen, was "Europa" bedeutet - nichts Neues in unserer Geschichte: Momentan konkurrieren EU/Europäische Kommission (Kernland Belgien) und EFTA/Europarat (Kernland Schweiz), in 10 Jahren werden wir wissen wie´s ausgegangen ist

    • joG
    • 27.06.2012 um 12:19 Uhr

    .... Gefühlen, die mit Unsicherheit, Angst und Vorurteilen zu tun haben – aber auch mit dem Wunsch nach politischer Partizipation, Kontrolle und Transparenz."

    Der Autor drückt das so aus und in gewisser Weise die Schuld dem Bürger in die Schuhe indem er suggeriert es wären nur Emotionen und Gefühle, die Angst machen und nicht der Nachweis einer systematischen Hintergehung des Bürgers durch die Personen und Parteien, die er mangels Alternativen wählen muss und für nichts haften. Gepaart mit einer offensichtlich rücksichts- und verantwortungslosen Europapolitik, die die gesamten Ersparnisse der Bürger wohl nun verschlingen wird und der Tatsache, dass der ESM wohl auch weitere Gelder ohne Vetorecht Deutschlands durchgepaukt wird, ist die Angst nicht nur verständlich. Sie ist Rational und begründet.

    @ 2 Hauptproblem
    Ihr Beitrag ist bis auf den Satz lesenswert (Es wäre doch einmal schön, wenn die Politiker einmal anfangen würden, den Begriff Europa zu klären und den Menschen zu sagen, wie lange Europa noch erweitert werden soll und wer noch herein darf.)
    Nach meiner Meinung sollten diese Vorgänge nicht von drittklassigen Politikern entschieden werden sonder von den Bürgern Europas,damit der gesunde Menschenverstand zum tragen kommt und sich nicht die Arbeit der Lobbyisten sich auszahlt.
    M.f.G Kohl-Haas

    • PigDog
    • 27.06.2012 um 11:25 Uhr

    Die zunehmende EU-Skepsis bzw. EU-Ablehneung - und ich schreibe hier ganz bewusst EU und nicht Europa! - hat meiner Meinung viel eher den Grund, daß immer mehr Bürger gerade genau erkennen oder erkannt haben, was für eine EU unsere Politiker schaffen und noch weiter schaffen wollen:

    Eine EU des Kapitals und der Wirtschaft, der sich der Bürger unterzuordnen hat, der er zu dienen hat, in der seine eigenen Wünsche, Träume und auch Ängste völlig irrelevant sind!

    gibt es halt mal wieder zwei verschiedene Ideen, was "Europa" bedeutet - nichts Neues in unserer Geschichte: Momentan konkurrieren EU/Europäische Kommission (Kernland Belgien) und EFTA/Europarat (Kernland Schweiz), in 10 Jahren werden wir wissen wie´s ausgegangen ist

    • joG
    • 27.06.2012 um 12:19 Uhr

    .... Gefühlen, die mit Unsicherheit, Angst und Vorurteilen zu tun haben – aber auch mit dem Wunsch nach politischer Partizipation, Kontrolle und Transparenz."

    Der Autor drückt das so aus und in gewisser Weise die Schuld dem Bürger in die Schuhe indem er suggeriert es wären nur Emotionen und Gefühle, die Angst machen und nicht der Nachweis einer systematischen Hintergehung des Bürgers durch die Personen und Parteien, die er mangels Alternativen wählen muss und für nichts haften. Gepaart mit einer offensichtlich rücksichts- und verantwortungslosen Europapolitik, die die gesamten Ersparnisse der Bürger wohl nun verschlingen wird und der Tatsache, dass der ESM wohl auch weitere Gelder ohne Vetorecht Deutschlands durchgepaukt wird, ist die Angst nicht nur verständlich. Sie ist Rational und begründet.

    @ 2 Hauptproblem
    Ihr Beitrag ist bis auf den Satz lesenswert (Es wäre doch einmal schön, wenn die Politiker einmal anfangen würden, den Begriff Europa zu klären und den Menschen zu sagen, wie lange Europa noch erweitert werden soll und wer noch herein darf.)
    Nach meiner Meinung sollten diese Vorgänge nicht von drittklassigen Politikern entschieden werden sonder von den Bürgern Europas,damit der gesunde Menschenverstand zum tragen kommt und sich nicht die Arbeit der Lobbyisten sich auszahlt.
    M.f.G Kohl-Haas

  3. es wird im Artikel auch nicht ein nachvollziehbarer Grund angeführt den nicht demokratisch legitimierten Strukturen der EU irgendwie zu trauen!

    Das hat ursächlich wenig mit "diffusen Gefühlen", aber viel mit der über Jahrzehnte nachgewiesener, mangelnder Problemlösungskompetenz unseres Parteinstaates zu tun. Das Verhalten der beteiligten Parteien weist schon auf Bundesebene nur den Willen zum Machterhalt nach, ansonsten zeigt das Auftreten aller Regierungsparteien dass diese Teil des Problems sind, keinesfalls die Lösung!

    Und solche Konstrukte sollen dann auf EU-Ebene widerspruchslos "geschluckt" werden?

    Ohne zuverlässige Mechanismen, welche wenigstens halbwegs sicherstellen das "Volksvertreter" der Bezeichnung auch gerecht werden, ist jeder Ansatz zum Scheitern verurteilt.

    Genauso wie dieser Artikel mit seinem mitbestimmungsfeindlichen Tenor: "Sie müssen die berechtigten Sorgen ihrer Bürger ernst nehmen, ohne deren Ängsten und Vorurteilen nachzugeben." gescheitert ist!

    Solche schönfärberischen Artikel, triefend vor paternalistischen Sachverhaltsdarstellungen, sind mehr als geeignet den Bürger zu größter Vorsicht und Wachsamkeit zu mahnen; vielleicht ist damit ja auch ein guter Zweck erreicht!

    MfG KM

    52 Leserempfehlungen
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    • DDave
    • 27.06.2012 um 12:55 Uhr

    1. Keinerlei demokratische Legitimation(demoskratia ist griechisch und bedeutet Herrschaft vom VOLK. Das VOLK hat in keinster Weise irgendwas in Bezug auf EU entschieden(zumindest nicht in Deutschland und in den meisten anderen EU-Ländern auch nicht)!
    2. Keinerlei demokratische Strukturen. Die EU besteht aus einer bevorteilthaften Exekutiven, die gleichzeitig noch legislative Aufgaben übernimmt. Die Legislative ist vernachlässigbar, bzw Lobbyisten gehen dort ein und aus.
    Die Judikative ist nur mangelhaft besetzt und schert sich einen Schei*dreck um die Verfassungen der verschiedenen Ländern, bzw dem Grundgesetz
    3. Vorratsdatenspeicherung
    4.Aufbau einer EU-Armee(EUROGENDFORCE) auch zum Einsatz im Innern
    5. Sowie weitere Überwachungswerkzeuge: INDECT, IMSK, PERSEUS, I2C

    aber natürlich sind das alles nur diffuse Ängste von einer Bevölkerung, die einfach nur schlecht informiert ist....

    Kommentar, der den Nagel auf dem Kopf trifft! Sie sprechen mir aus dem Herzen und dem Hirn. Gruß aus England

    Octavian

    • DDave
    • 27.06.2012 um 12:55 Uhr

    1. Keinerlei demokratische Legitimation(demoskratia ist griechisch und bedeutet Herrschaft vom VOLK. Das VOLK hat in keinster Weise irgendwas in Bezug auf EU entschieden(zumindest nicht in Deutschland und in den meisten anderen EU-Ländern auch nicht)!
    2. Keinerlei demokratische Strukturen. Die EU besteht aus einer bevorteilthaften Exekutiven, die gleichzeitig noch legislative Aufgaben übernimmt. Die Legislative ist vernachlässigbar, bzw Lobbyisten gehen dort ein und aus.
    Die Judikative ist nur mangelhaft besetzt und schert sich einen Schei*dreck um die Verfassungen der verschiedenen Ländern, bzw dem Grundgesetz
    3. Vorratsdatenspeicherung
    4.Aufbau einer EU-Armee(EUROGENDFORCE) auch zum Einsatz im Innern
    5. Sowie weitere Überwachungswerkzeuge: INDECT, IMSK, PERSEUS, I2C

    aber natürlich sind das alles nur diffuse Ängste von einer Bevölkerung, die einfach nur schlecht informiert ist....

    Kommentar, der den Nagel auf dem Kopf trifft! Sie sprechen mir aus dem Herzen und dem Hirn. Gruß aus England

    Octavian

  4. Die Bürger wollen nicht mit ihrem hart erarbeitenden Geld für die Schulden anderer Länder haften - so einfach ist das.
    Wenn der Autor für die Schulden anderer Länder haften will, so steht ihm das frei. ICH möchte es nicht!
    Es wird -wie oft in ähnlichen Artikeln- EUROPA und der EURO vermischt. Ja zu Europa und Nein zu einem Euro der Haftungsgemeinschaft.
    Es gibt nur einen Weg zur Rettung des Euro:
    zurück zur konsequten Einhaltung der Verträge und Stop der Bailouts!
    Das würde dazu führen, dass einige Länder die Eurozone verlassen müssen und das ist richtig.

    54 Leserempfehlungen
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    Ich sehe es ganz ähnlich. Ein von einer unfähigen, bankengelenkten Oligarchie aufoktroyiertes Europa kann nicht gut sein. Aber wie kommen wir zum vereinten Europa? Mit Geduld? Ich hoffe es. Aber damit ist schon die liberale Bewegung/Friedrich III. bei der Gründung des Deutschen Reichs gescheitert, Bismarck hat kurzerhand die "nötigen" Kriege geführt. Brauchen wir erst das Scheitern des Euro, damit wir in Not geraten und wissen, was wir verloren haben, um ein vereintes Europa zu gründen?

    • Voce
    • 27.06.2012 um 15:05 Uhr

    und zu ergänzen wäre, dass die heutigen Probleme , auf einen einfachen Nenner gebracht, auch im wesentlichen noch mit der unterschiedlichen Mentalität und Lebensphilosophie der einzelnen Staaten sowie ihrer unterschiedlichen Auffassung hinsichtlich des Verantwortungsbewusstseins im Handeln zusammenhängen. Ansonsten hätten sich die PIGS nicht so sorglos lebensbejahend und unbekümmert wie auch verantwortungslos handelnd selbst in Schwierigkeiten gebracht. Und das unter der Obhut der EU - Politiker, die dem, ausser einem Gefasel von Strafen ( was sollen überhaupt Geldstrafen für in finanzielle Probleme geratene Staaten positives bewirken ? ) nichts Wirksames entgegensetzte.

    Wie soll der Bürger einer Institution vertrauen, das die selbsterschaffenen Gesetze von den eigen Mitgliedern missachten lässt , statt auf deren Einhaltung zu bestehen und darüberhinaus, wie es z.B. der Fall der " No bail - out" Klausel beispielgebend demonstriert, selbst den Vertagsbruch begeht.

    Kein Spiel funktioniert oder Einhaltung der Regeln und wenn dies nicht geschieht, macht jede Mannschaft was sie will und es kommt das dabei raus, was nun seit vielen Monaten diskutiert und bemaßnahmt wird, ohne dass auch nur ein Deut an Verbesserung der Gesamtlage erkennbar wäre. Im Gegenteil!

    Und dieser vertragsbrüchigen politischen Führung und ihrer Fähigkeit, ein politisch, wirtschaftlich und sozial funktionierendes Europa getalten zu können, soll ich vertrauen können ? In diesem Leben nicht mehr.

    Ich sehe es ganz ähnlich. Ein von einer unfähigen, bankengelenkten Oligarchie aufoktroyiertes Europa kann nicht gut sein. Aber wie kommen wir zum vereinten Europa? Mit Geduld? Ich hoffe es. Aber damit ist schon die liberale Bewegung/Friedrich III. bei der Gründung des Deutschen Reichs gescheitert, Bismarck hat kurzerhand die "nötigen" Kriege geführt. Brauchen wir erst das Scheitern des Euro, damit wir in Not geraten und wissen, was wir verloren haben, um ein vereintes Europa zu gründen?

    • Voce
    • 27.06.2012 um 15:05 Uhr

    und zu ergänzen wäre, dass die heutigen Probleme , auf einen einfachen Nenner gebracht, auch im wesentlichen noch mit der unterschiedlichen Mentalität und Lebensphilosophie der einzelnen Staaten sowie ihrer unterschiedlichen Auffassung hinsichtlich des Verantwortungsbewusstseins im Handeln zusammenhängen. Ansonsten hätten sich die PIGS nicht so sorglos lebensbejahend und unbekümmert wie auch verantwortungslos handelnd selbst in Schwierigkeiten gebracht. Und das unter der Obhut der EU - Politiker, die dem, ausser einem Gefasel von Strafen ( was sollen überhaupt Geldstrafen für in finanzielle Probleme geratene Staaten positives bewirken ? ) nichts Wirksames entgegensetzte.

    Wie soll der Bürger einer Institution vertrauen, das die selbsterschaffenen Gesetze von den eigen Mitgliedern missachten lässt , statt auf deren Einhaltung zu bestehen und darüberhinaus, wie es z.B. der Fall der " No bail - out" Klausel beispielgebend demonstriert, selbst den Vertagsbruch begeht.

    Kein Spiel funktioniert oder Einhaltung der Regeln und wenn dies nicht geschieht, macht jede Mannschaft was sie will und es kommt das dabei raus, was nun seit vielen Monaten diskutiert und bemaßnahmt wird, ohne dass auch nur ein Deut an Verbesserung der Gesamtlage erkennbar wäre. Im Gegenteil!

    Und dieser vertragsbrüchigen politischen Führung und ihrer Fähigkeit, ein politisch, wirtschaftlich und sozial funktionierendes Europa getalten zu können, soll ich vertrauen können ? In diesem Leben nicht mehr.

  5. Wann kommt er denn jetzt der große Kanll?? Dieses ewige gejamemr unsere Führung geht mir allmälich auf den Zeiger! Wenn Europa nicht ins Kasino geht geht das Kasino bankrott! Na und? Merkel, es leben neben Bankern und Wirtschaftsbossen auch menschen in diesem Land. Sehr viele sogar. Schluss mit Afghanistankrieg, Schluss mit deutschem US-Vasallentum. Mehr Selbständigkeit, mehr internationale Beziehungen mit aufstrebenden Wirtschaftsmächten. Was wollen wir von Griechenland wenn wir mit Brasilien Beziehungen aufbauen wollen?? Europa ist eine postkolionalistische Wahnidee.
    Die Welt verändert sich merkeln sie das nicht? Schluss mit Mauerbau, schluss mit Rettungsschirm! Vernetzung und Flexibilität wird immer von allen verlangt, unsere Regierung muss das jetzt mal beweisen. Je schneller desto besser. Aber bei diesem alternativlosen Mitleidseintreiberei kommt mit das kalte K**zen.

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  6. ...Gesellschafts oder Sinnkrise geworden.
    Ich persönlich will ein vereintes Europa.
    Aber ich will keines das mir von Politikern diktiert wird die Vertäge gebrochen haben, die Privatschulden in Staatsschulden verwandelt haben, die Banken immer noch(!!) machen lassen was sie wollen und die an einem EURO festhalten der ein Fehlkonstrukt ist, wo jeder seine eigene Suppe kocht.
    Diese Politiker wollen mir also jetzt eine EU 2.0 andrehen?
    Na dann lieber zurück zum Reissbrett und von vorne anfangen, das schulde ich zukünftigen Generationen.

    35 Leserempfehlungen
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    • Otto2
    • 27.06.2012 um 13:29 Uhr

    ist vielen leider nicht klar. Vereinfacht kann man es auf einen Nenner bringen. Die Wohlhabenden und besonders die Reichen werden aufgrund ihrer Vorzugsstellung und ihrer Verbindungen von jedem ökonomischen Fortschritt überdurchschnittlich partizipieren.
    Das hat zurfolge, das die Spreizung zwischen Arm und Reich wächst. Das geschieht innerhalb eines jeden Landes und natürlich innerhalb der Eurozone zwischen den Volkswirtschaften. Es werden also immer Verlierer produziert. Verlierer ist z. B. Griechenland. Warum? Es hat einfach schlechte Ausgangsbedingungen. Es hätte auch verloren, wenn der Staat dort besser funktionierte. Siehe Portugal. Dort funktioniert der Staat, aber auch ihm fehlt die Wirtschaftskraft, sich im Wettbewerb zu behaupten und die logische Folge ist die Krise in diesem Land.
    Die deutsche Diskussion dreht sich um Aspekte, die in den schwachen Ländern die Handicaps verstärken, nicht aber um die eigentlichen Ursachen! Ein Ablenkungsmanöver.

    • Otto2
    • 27.06.2012 um 13:30 Uhr

    Die Lösung:
    Kapitalismus braucht das kompromisslose Streben nach Profit. Wenn man diese Gesellschaftsstruktur erhalten will, muss von zeit zu zeit eine Umverteilung von Oben nach Unten gemacht werden. Sonst hat Kapitalismus keine Luft mehr nach oben. Wege wären hohe Erbschaftssteuer oder hohe Steuern für Millionäre.
    Ähnliches gilt für die Länder innerhalb der Euro-Zone. Entweder die EU schafft es alle schaffen Länder zu einer beachtlichen Wirtschaftskraft zu verhelfen, oder - es gibt eine Tranzferunion!
    Sollten die Entscheider das nicht wollen und eine kleinere Euro-Zone bevorzugen, ändert das gar nichts! Alles begänne auf der neuen Ausgangsbasis von vorn.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik und diskutieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    • joG
    • 27.06.2012 um 15:05 Uhr

    .... skurril. Dieser Beitrag trifft jedoch in kurzen klaren Worten zu.

    • Otto2
    • 27.06.2012 um 13:29 Uhr

    ist vielen leider nicht klar. Vereinfacht kann man es auf einen Nenner bringen. Die Wohlhabenden und besonders die Reichen werden aufgrund ihrer Vorzugsstellung und ihrer Verbindungen von jedem ökonomischen Fortschritt überdurchschnittlich partizipieren.
    Das hat zurfolge, das die Spreizung zwischen Arm und Reich wächst. Das geschieht innerhalb eines jeden Landes und natürlich innerhalb der Eurozone zwischen den Volkswirtschaften. Es werden also immer Verlierer produziert. Verlierer ist z. B. Griechenland. Warum? Es hat einfach schlechte Ausgangsbedingungen. Es hätte auch verloren, wenn der Staat dort besser funktionierte. Siehe Portugal. Dort funktioniert der Staat, aber auch ihm fehlt die Wirtschaftskraft, sich im Wettbewerb zu behaupten und die logische Folge ist die Krise in diesem Land.
    Die deutsche Diskussion dreht sich um Aspekte, die in den schwachen Ländern die Handicaps verstärken, nicht aber um die eigentlichen Ursachen! Ein Ablenkungsmanöver.

    • Otto2
    • 27.06.2012 um 13:30 Uhr

    Die Lösung:
    Kapitalismus braucht das kompromisslose Streben nach Profit. Wenn man diese Gesellschaftsstruktur erhalten will, muss von zeit zu zeit eine Umverteilung von Oben nach Unten gemacht werden. Sonst hat Kapitalismus keine Luft mehr nach oben. Wege wären hohe Erbschaftssteuer oder hohe Steuern für Millionäre.
    Ähnliches gilt für die Länder innerhalb der Euro-Zone. Entweder die EU schafft es alle schaffen Länder zu einer beachtlichen Wirtschaftskraft zu verhelfen, oder - es gibt eine Tranzferunion!
    Sollten die Entscheider das nicht wollen und eine kleinere Euro-Zone bevorzugen, ändert das gar nichts! Alles begänne auf der neuen Ausgangsbasis von vorn.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik und diskutieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    • joG
    • 27.06.2012 um 15:05 Uhr

    .... skurril. Dieser Beitrag trifft jedoch in kurzen klaren Worten zu.

  7. Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/ag

    8 Leserempfehlungen
  8. Der größte Unmut kommt doch daher, dass keiner so richtig einschätzen kann wie die EU sich verhält/ in welche Richtung sie sich bewegt. Gerade das kommt doch dadurch zustande, dass in zig unterschiedliche Richtungen gezerrt wird, und der Durchschnittsbürger zu wenig Einfluss nehmen kann. Deswegen aber die Zersplitterung Europas beizubehalten ist aber wohl kaum der richtige Schritt, es mag vllt. der falsche gewesen sein eine Einigung mit der Währung zu beginnen, aber das macht doch das Modell nicht sinnlos!
    Unsere Zweifel an der EU kommen mit dem Versagen des Euro, und dieser Versagt, weil man zig Länder mit komplett unterschiedlichen Systemen, Gesetzen, Steuern, etc. ins gleiche Wirtschaftssystem presst.
    Hätte dieses Ding eine einheitlich gewählte Regierung und einheitliche Gesetzgebung - eben wenn es zu einem Staat zusammengefasst wäre, so würde es sehr schnell großen Zuspruch finden. Wenn ich mich ausserhalb mit anderen Europäern unterhalte, muss ich feststellen, dass sich vor allem in meiner Generation immer mehr Leute selbst als "Europäer" wahrnehmen.
    Auch ich empfinde die augenblickliche Zerteilung Europas langsam nur noch als die absurde Verherrlichung von 2000 Jahren gegenseitigem Morden!

    9 Leserempfehlungen
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    "Auch ich empfinde die augenblickliche Zerteilung Europas langsam nur noch als die absurde Verherrlichung von 2000 Jahren gegenseitigem Morden!"

    Das war ein bisschen mehr als nur ständiges Morden.

    Ich fühle mich auch als "Europäer" - wenn ich mit Chinesen spreche. Sonst nie. Und ich fühle mich als NRWler, wenn ich einem Deutschen aus Bayern begegne. Es ist immer eine Frage der Angrenzung, aber ich glaube, dass der Schritt von Nation zu Europa (noch?) zu groß ist, um Freud und Leid mit den Menschen teilen zu wollen.

    in Europa das einfachste demokratische Prinzip

    "One Man One Vote"

    einzuführen, Sie werden ihr "blaues Wunder" erleben!

    "Auch ich empfinde die augenblickliche Zerteilung Europas langsam nur noch als die absurde Verherrlichung von 2000 Jahren gegenseitigem Morden!"

    Das war ein bisschen mehr als nur ständiges Morden.

    Ich fühle mich auch als "Europäer" - wenn ich mit Chinesen spreche. Sonst nie. Und ich fühle mich als NRWler, wenn ich einem Deutschen aus Bayern begegne. Es ist immer eine Frage der Angrenzung, aber ich glaube, dass der Schritt von Nation zu Europa (noch?) zu groß ist, um Freud und Leid mit den Menschen teilen zu wollen.

    in Europa das einfachste demokratische Prinzip

    "One Man One Vote"

    einzuführen, Sie werden ihr "blaues Wunder" erleben!

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