G-20-GipfelMerkel gegen den Rest der Welt

Deutschland drängt aufs Sparen, die USA auf Wachstum und China scheut sich: Der G-20-Gipfel soll die Weltwirtschaft ankurbeln, aber wie? Ein Überblick über die Positionen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild)

"Nur schwerlich wird Deutschland weiterhin immer nur Nein sagen können", schrieb die italienische Zeitung La Repubblica am Morgen nach der Griechenland-Wahl. Auch Weltbank-Chef Robert Zoellick erhöhte den Druck vor dem G-20-Gipfel in Mexiko: "Wir warten darauf, dass Europa sagt, was zu tun ist."

Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Volkswirtschaften der Erde kommen im mexikanischen Los Cabos zusammen, um über die kriselnde Weltwirtschaft zu beraten. Deren größtes Problem ist nach Ansicht der meisten Gipfelteilnehmer die Euro-Krise. Alle Staaten wollen daher für mehr Wirtschaftswachstum sorgen. Doch über das Wie gibt es heftigen Streit.

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China – die Tiefstapler

China will die Europäer bei der Lösung der Schuldenkrise zwar unterstützen und "ein Signal der Zuversicht an die Märkte" vom G-20-Gipfel senden, wie Präsident Hu Jintao nach seiner Ankunft in Mexiko sagte. Wie ein solches Signal aussehen könnte, ließ er aber offen. Die chinesische Regierung findet vielmehr, dass "die Europäer die Weisheit und die Fähigkeiten zur Lösung der Krise haben".

Hintergrund dieser Zurückhaltung dürfte sein, dass China wieder verstärkt mit eigenen Problemen zu kämpfen hat. Mit acht Prozent sind die Wachstumsraten zwar deutlich höher als in Europa oder in den USA, zugleich ist es aber der schwächste Wert seit mehr als zehn Jahren. Die Exporte schwächeln, ein weiteres Indiz für die Probleme ist die Entscheidung der chinesischen Zentralbank, nach vier Jahren erstmals wieder den Leitzins zu senken, um die Wirtschaft mit günstigeren Krediten zu versorgen.

"Rechnet dieses Mal nicht mit einer Rettungsaktion aus China", warnte Premierminister Wen Jiabao deshalb vor seiner Abreise nach Mexiko. Zwar ist seine Regierung grundsätzlich zur Hilfe bereit, wie beim Kauf europäischer Staatsanleihen in der Vergangenheit. Für weitergehende Schritte, wie der Finanzierung neuer Krisenmittel für den Internationalen Währungsfonds (IWF), verlangt China aber mehr Mitspracherechte.

Die Zurückhaltung ist aber auch politisch gewollt. Nicht ohne Grund verweist China darauf, dass es gerade einmal ein Siebtel des Pro-Kopf-Einkommens der USA erwirtschaftet. China möchte offenbar seine Bedeutung als Wirtschaftsmacht herunterspielen, um nicht zu sehr in die Verantwortung gezwungen zu werden, und weil es weiter zum Kreis der Entwicklungsländer gezählt werden will. Als solches sieht es sich nicht in der Pflicht, für die Stabilität der reichen Industriestaaten zu zahlen.

Leserkommentare
  1. wie das Deutschland für Europa tut - Brasilien für Südamerika, China/Indien/Japan für Asien und Amerika für den Rest der Welt, dann hätten wir gar keine Probleme mehr.

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    • Otto2
    • 19.06.2012 um 7:24 Uhr

    Uns will man einreden, dass ein desorganisiertes Griechenland und mit Abstrichen 2-3 weitere Länder die Ursachen dafür seien, dass die Weltwirtschaft droht aus den Angeln zu fliegen.
    Ein neuer Putz wird das morsche Gebäude nicht retten.
    Unser Problem: Die Sanierer haben nur eine Putzerfirma und neu lernen wollen sie nicht.

    • Otto2
    • 19.06.2012 um 7:24 Uhr

    Uns will man einreden, dass ein desorganisiertes Griechenland und mit Abstrichen 2-3 weitere Länder die Ursachen dafür seien, dass die Weltwirtschaft droht aus den Angeln zu fliegen.
    Ein neuer Putz wird das morsche Gebäude nicht retten.
    Unser Problem: Die Sanierer haben nur eine Putzerfirma und neu lernen wollen sie nicht.

  2. hält die Bundeskanzlerin durch und verwässert ihre Meinung nicht. Länder die es besser können sollten auch einen nachzuvollziebaren Grund durch Vorlage der EHRLICHEN Daten seines Systems beweisen das es wirklich besser ist.

    13 Leserempfehlungen
  3. Da sind aber noch mehr Teilnehmer als China, USA und Deutschland. Zuerst einmal muss man den Chinesen zugute halten, dass sie einen beachtlichen Teil des Wachstums auch in eine Erhöhung der Löhne stecken. Dies tut Deutschland nicht. Hierzulande werden Steigerung der Produktivität seit über 10 Jahren in Reallohnsenkungen umgewandelt.

    Während konkurierende Industrieländer Steigerungen zumindest zum Teil in Lohnsteiegerungen zugelassen haben - hat Deutschland mit seiner Politik zu 100% auf Senkung der Lohnstückkosten gesetzt. Dies ist ein beachtlicher Faktor bei der Krise hier in Europa. Das dürfen wir nicht vergessen.
    Deutschland mit mit Abstand das land mit dem höchsten Aussenhandelsüberschuss der Welt!

    Bezüglich G20 lobe ich mir Putin, der die wichtigen Fragen stellt und auch zum alternativen Gipfel der BRICS Staaten reist.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat die führenden Industrie- und Schwellennationen (G20) zu einer neuen Reform der globalen Finanzarchitektur sowie zu internationalen Protektionismus-Abmachungen in der Krise aufgerufen.

    http://de.rian.ru/politic...

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    sowohl Deutschland als auch den PIGS, ja wahrscheinlich sogar den Rest der Welt, wenn in Deutschland die Löhne ordentlich in die Höhe gehen.

    Redaktion

    ... sind dort deutlich mehr Länder mit unterschiedlichen Polen vertreten, liebe(r) Medialist. Ich habe mich bei der Auswahl aber auf die meiner Meinung nach wichtigsten Positionen zur Euro-Krise beschränkt.

    Beste Grüße, Till Schwarze.

    • Bashu
    • 18.06.2012 um 23:59 Uhr

    Irland
    Griechenland
    Portugal
    Spanien

    Am Ende der Liste:
    Deutschland

    http://www.statistiker-bl...

    Fällt Ihnen was auf?

    Denn das absolute Lohnkostenniveau in China, und das ist entscheidend bei der Ansiedlung neuer Industrien, liegt bei einem geringen Bruchteil des deutschen.

    sowohl Deutschland als auch den PIGS, ja wahrscheinlich sogar den Rest der Welt, wenn in Deutschland die Löhne ordentlich in die Höhe gehen.

    Redaktion

    ... sind dort deutlich mehr Länder mit unterschiedlichen Polen vertreten, liebe(r) Medialist. Ich habe mich bei der Auswahl aber auf die meiner Meinung nach wichtigsten Positionen zur Euro-Krise beschränkt.

    Beste Grüße, Till Schwarze.

    • Bashu
    • 18.06.2012 um 23:59 Uhr

    Irland
    Griechenland
    Portugal
    Spanien

    Am Ende der Liste:
    Deutschland

    http://www.statistiker-bl...

    Fällt Ihnen was auf?

    Denn das absolute Lohnkostenniveau in China, und das ist entscheidend bei der Ansiedlung neuer Industrien, liegt bei einem geringen Bruchteil des deutschen.

    • keibe
    • 18.06.2012 um 19:27 Uhr

    dass Angela Merkel als neue eiserne Lady mal Margret Thatcher beerben würde und dies sogar noch unter Jubel der eigenen Bevölkerung.

    11 Leserempfehlungen
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    ist nicht unbedingt mit dem der "Bevölkerung" zu verwechseln.

    Der Unterschied liegt aber darin, dass sich der immense Schaden, den Mrs. Thatcher angerichtet hat, auf ein einzelnes Land beschränkt hat. Frau Merkel dagegen schadet einem ganzen Kontinent.

    ist nicht unbedingt mit dem der "Bevölkerung" zu verwechseln.

    Der Unterschied liegt aber darin, dass sich der immense Schaden, den Mrs. Thatcher angerichtet hat, auf ein einzelnes Land beschränkt hat. Frau Merkel dagegen schadet einem ganzen Kontinent.

  4. Obama soll jetzt auf dem G20-Gipfel Eurobonds gefordert haben. Frau Merkel soll daraufhin erwidert haben, dass sie diesem Ratschlag erst dann folgen werde, wenn die USA zusammen mit Mexiko, Kolumbien, Venezuela und Peru Gemeinschaftsanleihen begeben und erkennbar wird, dass dies erfolgreich sei. Auf diesen „Feldversuch“ wollte sich der US-Präsident dann doch nicht einlassen.

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    • joG
    • 18.06.2012 um 19:54 Uhr

    ....und als sehr kluge Antwort goutiert. Was sie allerdings wirklich zeigt, ist eine hier etwas kuriose Sicht der Welt. Deutschland hat einen sehr dummen Vertrag unterschrieben, ihn mit dem unsagbaren Vertrag von Lissabon ergänzt und konkludent den Betrug der Griechen bei Antritt mitgetragen. Damit ist das Land auch verantwortlich und sogar Täter. Auch geht das Problem nicht momentan von den USA aus. Es geht von Euroland und der unsagbaren Behandlung der Krise aus. Man hat ein Problemchen von 3% der Wirtschaftsleistung eskalieren lassen, bis es nun die gesamte Währung existentiell gefährdet.

    Wer da versucht abzulenken ist unverantwortlich. Das ist zwar hier typisches Verhalten, aber es übersieht die Dringlichkeit und Dimension der Gefahr, die man Andere und sich selbst aussetzt. Es mag den Hiesigen normal vorkommen, wenn die Politiker weitreichende wirtschaftliche Schäden für Bevölkerungen billigend in Kauf nehmen. Das ist aber ein sehr feindlicher Akt. Genau das beobachten die Leute da draußen und fragen sich, ob die Deutschen sie alle haben.

    Sind die USA den mit diesen Staaten - Mexiko, Kolumbien, Venezuela und Peru - auch in einer Union? Oder haben die sich eben nicht zusammen geschlossen?

    • joG
    • 18.06.2012 um 19:54 Uhr

    ....und als sehr kluge Antwort goutiert. Was sie allerdings wirklich zeigt, ist eine hier etwas kuriose Sicht der Welt. Deutschland hat einen sehr dummen Vertrag unterschrieben, ihn mit dem unsagbaren Vertrag von Lissabon ergänzt und konkludent den Betrug der Griechen bei Antritt mitgetragen. Damit ist das Land auch verantwortlich und sogar Täter. Auch geht das Problem nicht momentan von den USA aus. Es geht von Euroland und der unsagbaren Behandlung der Krise aus. Man hat ein Problemchen von 3% der Wirtschaftsleistung eskalieren lassen, bis es nun die gesamte Währung existentiell gefährdet.

    Wer da versucht abzulenken ist unverantwortlich. Das ist zwar hier typisches Verhalten, aber es übersieht die Dringlichkeit und Dimension der Gefahr, die man Andere und sich selbst aussetzt. Es mag den Hiesigen normal vorkommen, wenn die Politiker weitreichende wirtschaftliche Schäden für Bevölkerungen billigend in Kauf nehmen. Das ist aber ein sehr feindlicher Akt. Genau das beobachten die Leute da draußen und fragen sich, ob die Deutschen sie alle haben.

    Sind die USA den mit diesen Staaten - Mexiko, Kolumbien, Venezuela und Peru - auch in einer Union? Oder haben die sich eben nicht zusammen geschlossen?

  5. sowohl Deutschland als auch den PIGS, ja wahrscheinlich sogar den Rest der Welt, wenn in Deutschland die Löhne ordentlich in die Höhe gehen.

    13 Leserempfehlungen
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    • joG
    • 18.06.2012 um 19:39 Uhr

    ....aber im Prinzip ist schon so, dass die Deutschen weniger verdienen, als sie könnten.

    • Lukan
    • 18.06.2012 um 20:10 Uhr

    Feta-Käse, Fiats oder spanischen Wein kaufen als bisher.

    • joG
    • 18.06.2012 um 19:39 Uhr

    ....aber im Prinzip ist schon so, dass die Deutschen weniger verdienen, als sie könnten.

    • Lukan
    • 18.06.2012 um 20:10 Uhr

    Feta-Käse, Fiats oder spanischen Wein kaufen als bisher.

  6. ist nicht unbedingt mit dem der "Bevölkerung" zu verwechseln.

    15 Leserempfehlungen
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    schrieb Robert und Heusinger:

    "Ob diese irrationale Panik wieder in Vertrauen gekehrt werden kann, welche Worte und wie viele Billionen Euro an Garantien notwendig sein werden, das werden erst Historiker wissen. Wir Zeitgenossen wissen nur eines: Die Euro-Krise hat eine Hauptverantwortliche - Angela Merkel."

    nachzulesen:
    http://www.fr-online.de/s...

    Aber die Propaganda für Merkel funktioniert nach wie vor.

    Die letzten zwei Jahre wurde sie alle paar Wochen als die Retterin gefeiert und die Medien verdummen die Bürger weiter.

    schrieb Robert und Heusinger:

    "Ob diese irrationale Panik wieder in Vertrauen gekehrt werden kann, welche Worte und wie viele Billionen Euro an Garantien notwendig sein werden, das werden erst Historiker wissen. Wir Zeitgenossen wissen nur eines: Die Euro-Krise hat eine Hauptverantwortliche - Angela Merkel."

    nachzulesen:
    http://www.fr-online.de/s...

    Aber die Propaganda für Merkel funktioniert nach wie vor.

    Die letzten zwei Jahre wurde sie alle paar Wochen als die Retterin gefeiert und die Medien verdummen die Bürger weiter.

  7. ... Hexenkessel, getrieben von individuellen Interessen, sonst gar nichts.

    Die Vernunft, daß Wachstum durch unendliches Schuldenmachen NICHT funktionieren wird, scheint "nur" bei Frau Merkel angekommen zu sein. Hier kann man ihr nur zu Gute halten, trotz des großen Handlungsdrucks, bei Ihren Werten und Grundsätzen festgehalten zu haben.

    Freunde macht sich Frau Merkel dadurch nicht, sie stellt sich aber auf, um die Planinsolvenz Deutschlands als Ergebnis von Eurobons zu verhindern. Und das ist gut so, verantwortungsbewusst und verdient Respekt!

    6 Leserempfehlungen
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    • Stroke
    • 18.06.2012 um 19:57 Uhr

    In Wirklichkeit handelt es sich nicht um eine Staatsschuldenkrise, sondern um eine Finanzkrise bzw. Bankenkrise. An den krisenhaften Erscheinungen hat Deutschland maßgebliche Schuld, weil seine falsche Wirtschaftspolitik des Niederkonkurrieren von Handelspartnern Südeuropa massive Handelsbilanzdefizite beschert und wirtschaftlich in den Ruin treibt.
    Deutschland kämpft einen einsamen Kampf, indem behauptet wird, dass die Handelsbilanzüberschüsse mit der Krise nichts zu tun haben. Definitiv sind es aber Deutschlands Exportüberschüsse und Dumpinglöhne, die zu den Verwerfungen in Europa führen.

    Deutschland muss die Löhne massiv verhöhen, wie es China erfolgreich getan hat. Die jetzige Politik führt möglicherweise in eine europaweite Konjunkturkrise bzw. gar in eine Depression wie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

    "Die Vernunft, daß Wachstum durch unendliches Schuldenmachen NICHT funktionieren wird, scheint "nur" bei Frau Merkel angekommen zu sein."

    Na und ohne Schuldenmachen gibts dafür massives negatives Wachstum. Ob das wirklich besser ist? Man sollte nicht nur wissen was angeblich nicht funktioniert, sondern auch eine Alternative haben. Und die fehlt Merkel.

    Eurobonds, d.h., haften fuer die Schulden anderer, die ja so schwach sind und daher sehr wahrscheinlich nicht zurueckzahlen werden koennen und ausserdem fuer die eigene Kreditaufnahme, durch Verkauf von Staatsanleihen, mehr Zinsen zu bezahlen, waere aeusserst unverantwortlich und koennte Deutschland mit grosser Wahrscheinlichkeit in den Ruin treiben.

    • ach_ne
    • 19.06.2012 um 8:59 Uhr

    dass Wachstum durch Schulden nicht zukunftsfähig ist, warum macht Deutschland dann noch immer neue Schulden und leistet sich künftig solchen Unsinn wie ein Betreuungsgeld?
    Natürlich ist es so, dass Wachstum nicht auf Pump finanziert werden muss. Aber von heute auf morgen per Hauruck-Technik lässt sich das System nicht umstellen. Dies nicht zu verstehen und darauf zu beharren, dass in der Übrgangszeit keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden um die Schulden durch eine untragbare Zinslast explodieren zu lassen ist einfach nur dämlich. Die Unterstellung, dass durch eine gemeinsame Haftung jeder Sparwille zunichte gemacht werden würde ist hingegen böswillig.

    Wachstum lässt sich auf dDuer ohnehin nur durch Fortschritt generieren: Höhere Werte durch geringerer Ressourceneinsatz. Um dahin zu kommen bedarf es hoher Investitionen in Bildung und Forschung. Dahin müsste das Geld fließen!

    • Stroke
    • 18.06.2012 um 19:57 Uhr

    In Wirklichkeit handelt es sich nicht um eine Staatsschuldenkrise, sondern um eine Finanzkrise bzw. Bankenkrise. An den krisenhaften Erscheinungen hat Deutschland maßgebliche Schuld, weil seine falsche Wirtschaftspolitik des Niederkonkurrieren von Handelspartnern Südeuropa massive Handelsbilanzdefizite beschert und wirtschaftlich in den Ruin treibt.
    Deutschland kämpft einen einsamen Kampf, indem behauptet wird, dass die Handelsbilanzüberschüsse mit der Krise nichts zu tun haben. Definitiv sind es aber Deutschlands Exportüberschüsse und Dumpinglöhne, die zu den Verwerfungen in Europa führen.

    Deutschland muss die Löhne massiv verhöhen, wie es China erfolgreich getan hat. Die jetzige Politik führt möglicherweise in eine europaweite Konjunkturkrise bzw. gar in eine Depression wie in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

    "Die Vernunft, daß Wachstum durch unendliches Schuldenmachen NICHT funktionieren wird, scheint "nur" bei Frau Merkel angekommen zu sein."

    Na und ohne Schuldenmachen gibts dafür massives negatives Wachstum. Ob das wirklich besser ist? Man sollte nicht nur wissen was angeblich nicht funktioniert, sondern auch eine Alternative haben. Und die fehlt Merkel.

    Eurobonds, d.h., haften fuer die Schulden anderer, die ja so schwach sind und daher sehr wahrscheinlich nicht zurueckzahlen werden koennen und ausserdem fuer die eigene Kreditaufnahme, durch Verkauf von Staatsanleihen, mehr Zinsen zu bezahlen, waere aeusserst unverantwortlich und koennte Deutschland mit grosser Wahrscheinlichkeit in den Ruin treiben.

    • ach_ne
    • 19.06.2012 um 8:59 Uhr

    dass Wachstum durch Schulden nicht zukunftsfähig ist, warum macht Deutschland dann noch immer neue Schulden und leistet sich künftig solchen Unsinn wie ein Betreuungsgeld?
    Natürlich ist es so, dass Wachstum nicht auf Pump finanziert werden muss. Aber von heute auf morgen per Hauruck-Technik lässt sich das System nicht umstellen. Dies nicht zu verstehen und darauf zu beharren, dass in der Übrgangszeit keine geeigneten Maßnahmen ergriffen werden um die Schulden durch eine untragbare Zinslast explodieren zu lassen ist einfach nur dämlich. Die Unterstellung, dass durch eine gemeinsame Haftung jeder Sparwille zunichte gemacht werden würde ist hingegen böswillig.

    Wachstum lässt sich auf dDuer ohnehin nur durch Fortschritt generieren: Höhere Werte durch geringerer Ressourceneinsatz. Um dahin zu kommen bedarf es hoher Investitionen in Bildung und Forschung. Dahin müsste das Geld fließen!

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