G-20-Gipfel : Europäer verbitten sich Belehrungen zur Euro-Krise

Der G-20-Gipfel beginnt mit handfestem Streit: Die Europäer weisen wachsende Kritik an ihrem Krisenmanagement zurück – auch mit Verweis auf die Demokratie.
Angela Merkel hat sich beim G20-Gipfel in Mexiko Mitgliedern der deutschen Delegation zugewandt. © Yuri Cortez/AFP/GettyImages

Mit scharfen Worten hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Kritik an den Europäern wegen ihres Umgangs mit der Schuldenkrise zurückgewiesen. "Wir lassen uns hier von niemandem belehren", sagte Barroso beim Gipfel der großen Industrie- und Schwellenländer (G 20) im mexikanischen Los Cabos . Die Krise sei nicht von Europa ausgelöst worden, sondern habe in den USA "durch die unorthodoxe Praxis in einigen Bereichen des Finanzmarktes" ihren Ausgang genommen. Doch Europa beschuldige die USA nicht, sondern suche die Kooperation, um die Probleme zu lösen, sagte Barroso.

Zudem seien die europäischen Staaten Demokratien, die offen mit ihren Problemen umgingen und Entscheidungsprozesse durchlaufen müssten. "Das braucht Zeit." Einige andere G-20-Staaten seien nicht einmal demokratisch. Europa habe deswegen auch keinen "Nachhilfeunterricht in Demokratie" nötig.

Sichtlich erregt reagiert Barroso auf die Frage eines kanadischen Journalisten, warum etwa Nordamerikaner über den Internationalen Währungsfonds ( IWF ) jetzt für die Probleme der reichen Europäer geradestehen sollten. Der EU-Kommissionspräsident wies darauf hin, dass die Europäische Union – als größte Volkswirtschaft der Welt – bei Weitem auch die größten Beiträge in den Währungsfonds einzahlten.

Merkel fordert Beiträge aller Kontinente

Bundeskanzlerin Angela Merkel ( CDU ) wehrte sich in Mexiko ebenfalls gegen die Kritik am europäischen Krisenmanagement. Zur Stärkung der Weltwirtschaft seien auch die anderen großen Wirtschaftsmächte in der Pflicht . "Hier wird jeder Kontinent seinen Beitrag leisten müssen", sagte Merkel. "Jeder hat hier beim Welt-Wirtschaftsgipfel seine Hausaufgaben auch noch zu machen."

Die Bundeskanzlerin verwies unter anderem auf die bisher nicht umgesetzten Zusagen bei der Neuordnung der Machtverhältnisse beim Internationalen Währungsfonds (IWF) zugunsten von Schwellenländern sowie auf die weitere Finanzmarktregulierung. Merkel warnte zudem erneut vor zu viel Protektionismus in den G-20-Ländern. Protektionistische Maßnahmen seien "absolut schlecht für die Entwicklung des weltweiten Wachstums". Auch müsse über Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern gesprochen werden.

Barroso wie Merkel forderten, die EU müsse ihre Integration stärker vorantreiben. In einem Gespräch Merkels mit US-Präsident Barack Obama waren sich nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen beide einig, dass weitere Schritte zur politischen Integration in Europa notwendig seien. Barroso will zudem die finanziellen Strukturen der politischen Union anpassen. Dazu zählt er auch die von Merkel abgelehnten Euro-Bonds, allerdings erst, wenn die Bedingungen dafür erfüllt seien: "Das kann erst passieren, wenn wir ein höheres Niveau an finanziellen und politischen Strukturen erreicht haben."

Eines der wichtigsten Treffen zur Euro-Schuldenkrise wurde beim G-20-Gipfel allerdings kurzfristig abgesagt. Anders als geplant kamen US-Präsident Barack Obama und die europäischen Gipfelteilnehmer am späten Montagabend (Ortszeit) nicht zusammen. Zur Begründung hieß es, es gebe keinen Gesprächsbedarf mehr. Das Abendessen habe lange gedauert, "sodass wir das Treffen mit der Euro-Zone abgesagt haben", verlautete aus der US-Delegation. Der Präsident habe die Gelegenheit für weitere Treffen am Rande des Gipfels.

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Kommentare

99 Kommentare Seite 1 von 12 Kommentieren

Eher Ablenkung von wichtigen Themen

So eine Schwätzerveranstaltung¹ eignet sich dochhervorragend, um nicht über Themen berichten zu müssen, bei denen tatsächlich Entscheidungen getroffen werden. Entscheidungen, die Ihnen, mir und (fast) allen anderen noch reale Probleme bereiten werden.

ESM

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¹ sorry liebe Zeit-Moderatoren für die etwas respektlose Wortwahl - die jedoch leider der Wahrheit entspricht.
Jede Menge schöner Worte, hehre Absichtserklärungen und viel Trara drumherum von einem Haufen überbezahlter Selbstdarsteller.

Panem et Circenses...

Interessant wäre auch mal eine Aufstellung über die Kosten der ganzen Aktion und aus welchen Töpfen sie bezahlt werden...

Tatsächlich. Da haben Sie sich aber einen sehr....

....populistischen Standpunkt zu eigen gemacht. Die Europäer vernachlässigen jede Wirtschaftliche Vernunft und jedes Wissen darüber, wie Krisen zu bewältigen sind und gefährden damit Millionen Menschen Weltweit, weil sie mit einer idiotischen politischen Organisation sich völlig verhedderten nachdem sie mit einem stümperhaften Versuch in Währungsmache vollständig auf die Nase gefallen waren. Das Gebaren solcher Leute wie Barroso mag die europäische Strasse überzeugen. Es ist jedoch arrogant, rücksichtslos und Menschen verachtend und kaschiert in keiner Weise, dass er und die anderen Europhilisten ein Miniproblem von 3% der Wirtschaftsleistung, das man leicht hätte kontrollieren können, auswachsen ließen, so dass es nun ein die gesamte Weltwirtschaft bedrohendes Problem ist.

Wo ist eigentlich der Außenminister?

Bei diesen ganzen Krisengipfeln -wo ist eigentlich der Bundesaußenminister? Was macht der eigentlich? Führt er gerade wichtige Verhandlungen mit Andorra (sorry Andorra!) oder begleitet er den anderen Überflüssigen und verkauft Panzer in Saudi Arabien? Da ist doch noch Einsparpotential Frau Merkel. Sie sparen doch so gerne.

Ich kann mich erinnern,...

da war das Aussenministerium eines der wichtigsten und renomirtesten Ministerien. Daran kann man schon sehen wie Frau Merkel tickt. Das macht sie mal so eben nebenbei mit. Um bei anderen wichtigen Fragen dann, entweder nicht richtig informiert, bzw. einem nichtqualifizierten Amtsinhaben anderer Fachrichtung meint, unter die Arme zu greifen zu müßen. Aber wir durften bei ihr ja lernen, das Qualifikationen zweitrangig sind, als erstes ist hündischer Gehorsam gefragt. Bei solch einer Konfiguration des Karbinetts, braucht man sich über die Situation in der wir heute beim Weltgipfel auftreten, nicht wundern, das sie da in die Zange genommen wird. Denn die Schwäche ihrer Mannschaft bekommen auch andere mit und nutzen dies weitlich aus. So ist halt Politik.

Nichts gegen die Ruestungsindustrie.

Als Vermarkter taugt Westerwelle nicht. Die deutsche Ruestungsindustrie ist eine wichtige Saeule der deutschen Wirtschaft und traegt ausserdem nicht wenig zur Erhaltung des Weltfriedens bei. Wenn die Bundesrepublik Saudi-Arabien viel frueher mit hochmodernen Panzern, U-Booten und sonstigem Kriegsgeraet versorgt haette, dann haetten die Saudis die Massakern in Syrien laengst beendet.

Dann sagen Sie es doch...

Nennen Sie das Kind doch beim Namen und reden Sie nicht um den heißen Brei rum. Sagen Sie doch: Westerwelle soll sich um die Eurokrise kümmern und die Bundeskanzlerin um den Flughafenausbau in Frankfurt. Es ist doch so einfach...
Aber eigentlich sollte es genauso einfach zu verstehen sein, dass sich die Bundekanzlerin um diese Krise kümmert. Noch einfacher zu verstehen wäre, wenn Deutschland Summen aufbringt, die wir so einfach nicht zurückbezahlen können und Mutti ist das egal - ist ja dem Guido sein Gebiet (was es nicht ist).

Wir leben in einer globalisierten Welt. Da kann Außenpolitik auch mal wichtiger sein als anderes. Und wie kann man das überhaupt trennen in dieser Krise? Hier fließen doch Außen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik zusammen...

Richtig so!

Dem Ausland kann mans eh nie recht machen. Die sind erst froh, wenn hier alles in Schutt und Asche liegt. Das wird sich nie ändern. Wir sollten uns mehr ein Beispiel an den an den anderen nehmen. Die k*hust*en auch auf das was andere sagen und machen ihr Ding. Mein Gott was soll Deutschland denn noch alles machen außer sich ehrlich und wahrhaftig Mühe geben die anderen dazu zu bringen doch endlich mal so ein bisschen was richtig zu machen.

Warum reden Sie von Deutschland?

...Deutschland wird aktuell abgeschafft. Und bei all der EU-Herrlichkeit - warum bilden Sie sich ein, dass die Renten und Sozialstandards in Deutschland gleich oder besser bleiben sollten, sobald es eine politische Union (aka EU-Diktatur) gibt?

Na was passiert denn, wenn Griechenland jetzt seine Löhne kürzt, die Sozialversorgung abbaut und alles privatisiert? Es wird durch unser Geld wettbewerbsfähiger als wir selbst, mit der Folge dass wir wieder "alternativlos" sparen müssen.

Was hat denn die "Agenda2010" gebracht?! Die Menschen haben Reallohnverluste und die Verluste durch Sozialleitungskürzungen und Rentenverlängerung sind zum Glück gar nicht in Zahlen gefasst. Warum haben wir nun jahrzehntelang Opfer gebracht, damit alles an Bonzenbanker geht? Wo sind denn wirklich die "Vorbilder"? All diese Politniks reden von Lohnkürzungen, aber grapschen sich zeitgleich mehr aus dem Topf. Warum bekommt ein krimineller! Bundespräsident eine halbe Million Rente anstatt ein Knastaufenthalt?

Wer diktiert denn wem was?

"Mein Gott was soll Deutschland denn noch alles machen außer sich ehrlich und wahrhaftig Mühe geben die anderen dazu zu bringen doch endlich mal so ein bisschen was richtig zu machen."

Warum muss denn eigentlich Deutschland den anderen was diktieren, wenn noch nicht einmal der Deutsche Michl mit der deutschen "Demokratie" bzw. Politik zufrieden ist? Andersrum scheint Ihnen das ja auch nicht in den Kram zu passen, warum dann also so?

Antwort auf 7. Warum reden Sie von Deutschland?

Sie fragen:
"Was hat denn die Agenda2010 gebracht? Die Menschen haben Reallohnverluste und die Verluste durch Sozialleitungskürzungen und Rentenverlängerung sind zum Glück gar nicht in Zahlen gefasst. Warum haben wir nun jahrzehntelang Opfer gebracht, damit alles an Bonzenbanker geht? Wo sind denn wirklich die "Vorbilder"? All diese Politniks reden von Lohnkürzungen, aber grapschen sich zeitgleich mehr aus dem Topf. Warum bekommt ein krimineller! Bundespräsident eine halbe Million Rente anstatt ein Knastaufenthalt?"

1) die Agenda 2010 hat uns die höchste Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU gebracht, wir haben den höchsten Aussenhandelsüberschuss (ist nicht nur positiv), es hat uns sichere Arbeitsplaetze gebracht und weniger Arbeitslose (von fast 5 Mio zu wenger als 3 Mio) Wir koennen jetzt wo alle Anderen Kürzungen hinnehmen muessen mit Reallohnerhoehungen rechnen!
Deutschland wird auch die naechsten 10 Jahre gut dastehen, waehrend Griechenland auch in 10 Jahren nicht so weit sein wird wie wir in 2003 (im Jahr der Aganda 2010) standen, geschweige den heute dastehen.

Trotzdem muessen wir uns immer auch global vergleichen, daher duerfen wir in unseren Anstrengungen zur Wettbewerbsfaehigkeit nicht voellig nachlassen (koennen es aber glaube ich ein wenig relaxter angehen), Danke an Herrn Schroeder im Nachhinein und an Deutschland, die Agenda 2010 mitgetragen zu haben!

2) JA bitte das Thema "Rente der Präsidenten" neu regeln, nicht nachassen! Hier gibt es noch Sparpotential!

Man soll in die Zukunft gucken

'' die Agenda 2010 hat uns die höchste Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU gebracht, wir haben den höchsten Aussenhandelsüberschuss ''
Und darin steht das Problem. Jedes Export nach Laendern wie Griechenland kostet dort Jobs.
... Und jetzt wo wird Deutschland seine Exporte schicken? Diese Laender sind bankrott. Es koennte schnell schief gehen.
... Und dann wenn wir alle in den grossen EUStaat wohnen, koenten wir nichts dagenen tun.

Wulff hat seinen Teil zum ansehen von Deutschland beigetragen

Man kann nicht auf andere Länder losgehen, wenn man selbst einen Bundespräsidenten hat(te), der die Taschen nicht voll genug kriegen konnte. Besonders nicht, wenn man da keine wirklichen Konsequenzen draus folgen lässt.

Ich bin auch der Meinung Deutschland geht das nichts an, bis auf ein paar wichtige Ausnahmen.
Uns geht es z.B. schon was an, wenn unser Geld in Griechenland an Leute geht, die keine Steuern zahlen und wir Staatsbürger das dann refinanzieren müssen.

Antwort zu 75. Man soll in die Zukunft gucken

Sie Bezogen sich auf meine Aussage:
'' die Agenda 2010 hat uns die höchste Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der EU gebracht, wir haben den höchsten Aussenhandelsüberschuss ''
...und sagen:
"Und darin steht das Problem. Jedes Export nach Laendern wie Griechenland kostet dort Jobs.
... Und jetzt wo wird Deutschland seine Exporte schicken? Diese Laender sind bankrott. Es koennte schnell schief gehen."

ich ergaenze:
Es ist vorrangig die Aufgabe jedes Teihabenden Landes an einem globalen offenen Markt, dass es Produkte oder Dienstleistungen produziert, die es wo verkaufen kann, ansonsten geht das Land innerhalb der Globlen Welt unter.

Deutschland steht wie gesagt ganz gut da, JA der Aussenhandelsueberschuss ist fuer andere ein Problem...nun werden ja die Loehne in D etwas hochgefahren, um diesem Problem zu begegnen...aber es muss vorrangig das Streben jedes Landes sein, seine eigene Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Deutschland kann sich gut über Wasser halten, global gesehen, andere Länder wie Griechenland (aber auch schon Spanien und Frankreich) müssen dringend was tun, damit sie global mithalten koennen...Deutschland kann nicht alle mitziehen! Man koennte aber viel von Deutschland lernen! Sarkozy hatte das kurz vor der Frankreichwahl angedeutet, aber wurde abgewaehlt! Die Griechen pfeifen auf Deutschland. Natuerlich muss jedes Land seinen Weg gehen. Es ist aber verpflichtet seinen Weg zu finden! Wenn alle ein sozialistisches in sich geschlossenen Europa wollen, dann ev ohne D

Vorsicht, ein Sprengsatz

Ich widerspreche Ihnen in Folgendem:
1. Deutschland ist seit Jahrzehnten wettbewerbsfähig. Ein Mehr durch Lohndrückerei war nicht nötig. Die mit Agenda 2010 gemachte Politik bewirkte eine Stagnation der Löhne und im Niedriglohnbereich gar deren Senkung. Die Löhne derer, die dort arbeiten, müssen zum Teil aus Steuermitteln subventioniert werden.
2. Dadurch, dass D. sich quasi allein auf diesen Weg gemacht hat, ist es jetzt von den anderen kaum einzuholen, wenn bei uns so weitergemacht wird. Ein Sprengsatz!
3. Ihre (oder besser, die von Ihnen wiedergegebene) Zahl zu der Zahlen der Arbeitslosen sind nicht überzeugend. Vergleicht man die Anzahl der gegenwärtig geleisteten Arbeitsstunden mit denen zu der Zeit vor der Agenda 2010 hat es keine nennenswerte Ausweitung der Beschäftigung gegeben. Im Internet werden Sie Belege finden.
4. Deutsche Firmen exportieren in gewaltigem Ausmaß, sie haben entsprechende Einnahmen. Was passiert damit? Wieviel davon wird investiert in reale Produktion? Wieviel verschwindet in der "Finanzindustrie" auf Nimmerwiedersehen? Es wäre nicht schlecht, fände sich die ZEIT dazu in der Lage, dazu zu publizieren.
5. Noch eine Randbemerkung. Ihren Vorschlag, das Salär des Bundespräsidenten zu kürzen, kann man folgen. Aber! Das sind doch nicht einmal die berühmten peanuts. Wenn Sie wenigstens gefordert hätten, Manager-Gehälter und Kapitaleinkommen, die nicht investiert werden, über 500.000 Euro mit 75 % zu besteuern oder so etwas Ähnliches.

Antwort auf 80. die Zukunft

''Deutschland kann sich gut über Wasser halten, global gesehen, andere Länder wie Griechenland (aber auch Spanien und Frankreich) müssen dringend was tun, damit sie global mithalten koennen...Deutschland kann nicht alle mitziehen! Man koennte aber viel von Deutschland lernen! ''

ja sie haben recht, aber wann faengt es an mit ausbeuten?Sollten Leute in anderen Laendern verhungern um die deutschen Wirtschaft zu unterstuetzen?

Deutschland soll ja nicht alle Geld schicken aber sie sollen sie erlauben sich selbst zu retten.. Nur moeglich mit eigenen Waehrungen

Alles richtig (1/2)

Sehe ich auch so. Ich bin ja auch dafür die Missstände hier bei uns auszumisten auf der einen Seite. Auf der anderen Seite müssen wir uns von Ausland aber nicht belehren lassen. Der Grund warum aus dem Ausland Kritik kommt ist häufig, dass man sich mit der Situation in Deutschland nicht beschäftigt hat oder beschäftigen will. Das liegt vielleicht auch daran das Obama z.B. seine Kritik auch nicht wirklich ernst meint und nur Wahlkampf macht. Das Problem ist, dass Deutschlands Krisenmanagement von zwei Seiten kritisiert wird. Vom Ausland und (da sind wir zu recht dagegen), weil dort Vorschläge von vorgestern kommen, um die Krise zu bewältigen, die nie dauerhaft geholfen haben und es beim nächsten mal noch schlimmer machten. Und aus Deutschland (da sind wir genauso zu recht dagegen), weil unsere Verarmungspolitik hier zum Vorbild für ganz Europa stilisiert wird und noch dazu die gesamtwirtschafltichen Vorteile, die wir uns in den letzten 10 Jahren durch individuelles Elend ergattert haben dadurch selbst zunichte machen und den nächsten Abschnitt der Spirale in Gang setzen.

Alles richtig (2/2)

Unsere Politiker haben inzwischen - ich muss es einfach mal sagen - soviel Scheisse gebaut, dass sie eigentlich gar nicht mehr da rauskommen - jedenfalls nicht mit dem aktuell vorhandenen intelektuellen Niveau in der Politik. Was wir brauchen ist eigentlich ein dritter Weg - aber nicht wie in Grossbritannien - der uns zurück zu den Wurzeln der sozialen Marktwirtschat vor der Globisierung bringt als man noch gezwungen war in Konkurrenz zum Kommunismus Rücksicht auf die Lebensverhältnisse der Menschen zu nehmen und nicht nur uns sondern Europa und am besten auch den Rest der Welt. Allerdings weis ich nicht ob jemand wie Holland dann der richtige Verbündete ist, der ja irgendiwe so gar keine Rücksicht nimmt. Wer weis was nach Holland von Frankreichs Wirtschaft noch so übrig ist...