AnschlagTote bei Feuergefecht an israelisch-ägyptischer Grenze

Der Konflikt in Gaza spitzt sich zu: Israel hat Luftangriffe geflogen, bewaffnete Palästinenser eine Bombe am Grenzzaun zu Ägypten gezündet. Mehrere Menschen starben. von AFP und dpa

Bei einem Anschlag und einem Feuergefecht an der Grenze zwischen Israel und Ägypten sind mehrere Menschen getötet worden. Der israelische Rundfunk meldete, bewaffnete Männer hätten südlich von Kerem Schalom auf der israelischen Seite des Grenzzauns einen Sprengsatz gezündet. Die Bombe sei explodiert, als zwei Fahrzeuge mit israelischen Arbeitern vorbeifuhren, die am Bau des Grenzzauns zu Ägypten beteiligt waren. Dabei sei ein Israeli getötet und ein weiterer verletzt worden.

Israelische Soldaten hätten daraufhin auf die Angreifer geschossen und mindestens einen von ihnen getötet. Andere Medien berichteten von drei getöteten Angreifern, bei denen es sich offenbar um Palästinenser handelte.

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Nach Angaben des Rundfunks befürchtet die Armee, weitere Terroristen könnten nach Israel vorgedrungen sein. Die Anwohner im Bereich des Ortes Kadesch Barnea seien angewiesen worden, ihre Häuser nicht zu verlassen und ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken.

In der Nacht zum Montag hatte die israelische Luftwaffe erneut Ziele im Gaza-Streifen bombardiert. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei fünf Menschen verletzt, darunter auch eine Frau und ein Kind. Die Armee teilte mit, es seien eine Waffenfabrik im Süden des Palästinensergebiets sowie eine "Terrorstätte" im Zentrum angegriffen worden. Es handele sich um eine Reaktion auf den fortwährenden Raketenbeschuss israelischer Grenzorte durch militante Palästinenser im Gaza-Streifen. Nachdem dort im März eine Waffenruhe vereinbart worden war, haben die Spannungen seit Monatsbeginn wieder zugenommen.
 

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Leserkommentare
  1. am Umgang der Israelis mit den ungeliebten Ureinwohnern, es kann doch wohl nicht sein, dass die Terroristen aus Gaza, von eigener Polizei unbehelligt, ihr Unwesen treiben können.
    Da steht dann an der Wand geschrieben, dass diese Terrorakte mit Billigung der Hamas vorgenommen werden.
    Als Reaktion kann ich mir die totale Sperrung von UN Lieferungen, von denen die Bevölkerung abhängig ist, sehr wohl vorstellen. Dann trifft man sicherlich auch die Falschen mit, aber immerhin haben die Bewohner ihre Hamas gewählt.
    Wieso sind die Bewohner eigentlich nach 2 Generationen überhaupt noch als Flüchtlinge registriert?
    Man stelle sich das in Deutschland oder Polen vor.

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    • pakZ
    • 18. Juni 2012 11:44 Uhr

    Ein toller Vergleich.

    Man stelle sich das in Deutschland vor.

    Man stelle sich vor, die Deutschen würden ein anderes Volk, dessen rechtmäßigen Grund und Boden sie völkerrechtswidrig okkupieren, drangsalieren, schikanieren, diskriminieren, verfolgen und töten lassen.

    Das stelle man sich wirklich einmal vor....

    • DDave
    • 18. Juni 2012 13:09 Uhr

    Sorry, aber ist das nicht ein bisschen zu weit hergeholt mit Palästinenser sind Ureinwohner. Denn 1. ist Palästinenser ein Sammelbegriff für die dort ständig lebende Bevölkerung. Es gibt kein Volk der Palästinenser, wie zu früheren Zeiten es ein Volk von Deutschen gab. Die Palästinenser sind ein Schmelztiegel vom Großteil der arabischen Bevölkerung, da gibt es viele verschiedene Völker(Osmanen, Kurden, Berber, die sich wieder aufspalten in u.a. Tuareg, etc)
    Somit ist es vergleichbar mit USA oder Kanada, von vielen verschiedenen Völkern ein bisschen. Daraus kann man aber keinerlei Ureinwohnerstatus ableiten.
    Apropos Israel lässt UN-Hilfsgüter nach Gaza durch, im Vergleich zu Ägypten, dass seine Grenze komplett abgeriegelt hat. Darüber beschwert sich aber keiner...

    • Cherti
    • 18. Juni 2012 13:10 Uhr

    "Als Reaktion kann ich mir die totale Sperrung von UN Lieferungen, von denen die Bevölkerung abhängig ist, sehr wohl vorstellen."
    Also eine Kollektivbestrafung. Das diese laut Gefner Konvention ein Kriegsverbrechen darstellt, stört Sie vermutlich mal wieder nicht.

    "Dann trifft man sicherlich auch die Falschen mit, aber immerhin haben die Bewohner ihre Hamas gewählt."
    Aber haben die Israelis nicht auch Avigor Liebermann gewählt, der nach eigenem Bekunden alle Palästinenser mit einem Schlag vertreiben oder töten wollte, alle gefangenen Palästinenser ertränken lassen will, israelische Palästinenser durchweg als Verräter und Terroristen betrachtet, deren Abgeordnete erschiessen lassen möchte und in ganz Palästina Großisrael errichten möchte?
    Folgt der Aufstand der Palästinenser gegen Besatzung und Vertreibung dem gleichen Prinzip: 'Dann trifft man sicherlich auch die Falschen mit, aber immerhin haben' - in diesem Fall die Israelis - 'gewählt?

    "Wieso sind die Bewohner eigentlich nach 2 Generationen überhaupt noch als Flüchtlinge registriert?"
    Sind sie denn dorthin, von wo sie vertrieben wurden, zurückgekehrt?

    "Man stelle sich das in Deutschland oder Polen vor."
    Und am deutschen Wesen soll mal wieder die Welt genesen? Was für Deutsche gilt, das gilt ohne jeden Abstrich auch für den gesamten Rest der Welt.

    • clash
    • 18. Juni 2012 14:27 Uhr

    Das erklären Sie mir jetzt bitte! Araber gibt es in Palästine erst seit dem 7. JH und die meisten von denen, die derzeit dort wohnen, sind Tunesier und Jordanier! Juden gibt es dagegen in Palästina seit mindestens 3.000 Jahren.

  2. Die Palästinenser zünden Bomben, feuern Raketen in Richtung Israel ab und bekommen dafür folgerichtig die passende Antwort.
    Lernen werden sie daraus aber nichts.
    Gruß

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    in der Überschrift anders oder werden hier Ursache und Wirkung vertauscht. Den leider spart die ZEIT aus das wahrscheinlich vorher im Auftrag der Muslimbrüder ein Grad Raketenangriff gefahren wurde.

    http://www.telegraph.co.u...

    • eras
    • 18. Juni 2012 11:42 Uhr

    "...bei denen es sich offenbar um Palästinenser handelte."

    Soweit ich weiss ist die Identität der Terroristen noch nicht soweit geklärt. Es könnte sich durchaus auch um eine der im Sinai operierenden Terrorgruppen handeln, die in den vergangenen Monaten aufgrund des ägyptischen Machtvakuums immer mehr zu einem ernsthaften Problem geworden sind.

    Eine palästinensische Beteiligung ist nicht unwahrscheinlich, aber man sollte fairerweise eine entsprechende Bestätigung abwarten...

    • pakZ
    • 18. Juni 2012 11:44 Uhr
    4. .....

    Ein toller Vergleich.

    Man stelle sich das in Deutschland vor.

    Man stelle sich vor, die Deutschen würden ein anderes Volk, dessen rechtmäßigen Grund und Boden sie völkerrechtswidrig okkupieren, drangsalieren, schikanieren, diskriminieren, verfolgen und töten lassen.

    Das stelle man sich wirklich einmal vor....

    Antwort auf "Bei aller Kritik"
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    um diese aufzuhellen: nach den zweiten Weltkrieg fand eine kleine unfreiwillige Völkerwanderung statt, zumeist wurden Deutsche aus angestammten Gebieten vertrieben, aber auch Polen, Rumänen, Italiener, die sind bislang auch nicht als Flüchtlinge in Lagern gehalten und warten auf die nie stattfindende Rückkehr sondern wurden mehr oder weniger integriert.

  3. daß es zu den Guten gehört. Sonst lauteten die Schlagzeilen "Netanjahu schlachtet sein Volk ab" und alle westlichen Führer würden ich überschlagen mit Forderungen die "Zivilisten™" nach Tel Aviv zu bomben

  4. in der Überschrift anders oder werden hier Ursache und Wirkung vertauscht. Den leider spart die ZEIT aus das wahrscheinlich vorher im Auftrag der Muslimbrüder ein Grad Raketenangriff gefahren wurde.

    http://www.telegraph.co.u...

    Antwort auf "Nichts Neues in Nahost"
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    Ganz richtig, in den deutschen Medien gab es kein Wort über diesen, anscheinend bedeutungslosen, Zwischenfall!

    http://www.haaretz.com/ne...

  5. 7. [...]

    Entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/lv

  6. um diese aufzuhellen: nach den zweiten Weltkrieg fand eine kleine unfreiwillige Völkerwanderung statt, zumeist wurden Deutsche aus angestammten Gebieten vertrieben, aber auch Polen, Rumänen, Italiener, die sind bislang auch nicht als Flüchtlinge in Lagern gehalten und warten auf die nie stattfindende Rückkehr sondern wurden mehr oder weniger integriert.

    Antwort auf "....."

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
  • Schlagworte Medien | Anschlag | Fahrzeug | gazastreifen | Israel | Luftwaffe
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