BürgerkriegDer Westen droht an der Gewalt in Syrien zu verzweifeln

Israel spricht von "Völkermord" in Syrien und drängt zum Handeln. Deutschland warnt jedoch vor den Folgen einer Militäraktion, die Briten schließen sie nicht völlig aus.

Zerstörung in Damaskus (Archivbild)

Zerstörung in Damaskus (Archivbild)

Angesichts der fortdauernden Gewalt in Syrien hat Israels Vize-Ministerpräsident Schaul Mofas ein militärisches Eingreifen in dem Land gefordert. Ähnlich wie in Libyen solle die internationale Gemeinschaft nun auch in Syrien vorgehen, um das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu stürzen, sagte er dem Armeesender. Außerdem sprach er von einem Völkermord: "In Syrien werden heute Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen", sagte Mofas.

Das "Schweigen der Großmächte" zu Syrien widerspreche jeder menschlichen Vernunft. "Die westliche Welt muss sich fragen, was muss noch in Syrien passieren, welche Horrorbilder müssen noch im Fernsehen gezeigt werden, damit sie sich entschließt, einzugreifen?"

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Russland müsse sich im schlimmsten Fall den Vorwurf gefallen lassen, eine Mitschuld an den Massakern in Syrien zu tragen, weil es Damaskus mit Waffen versorge, sagte Mofas. Russland hatte zuvor seinen Widerstand gegen Sanktionen bekräftigt. Zur Beendigung der Gewalt forderte Russland eine internationale Friedenskonferenz unter Einbeziehung des Irans. Ziel müsse die Durchsetzung des Friedensplans des Syrien-Beauftragten Kofi Annan sein. "Wir sehen keine Alternative zu dem Plan", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow.

Militäraktion weiter ohne Rückhalt

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warf unterdessen dem Iran und der libanesischen Miliz Hisbollah vor, sie unterstützten das syrische Regime. Hier zeige sich eine "Achse des Bösen" in "all ihrer Hässlichkeit".

Auch der israelische Staatspräsident Schimon Peres äußerte sich im Rundfunk. Er sei überzeugt, dass die internationale Gemeinschaft nicht genug tue, um die Gewalt in Syrien zu beenden. "Das Morden wird von Tag zu Tag schlimmer und das ist ein unglaublicher Skandal", sagte Peres. "Ich habe großen Respekt für die Aufständischen, die tagtäglich im Angesicht scharfen Feuers demonstrieren, und ich hoffe, dass sie siegen werden."

Der britische Außenminister William Hague schloss ein militärisches Eingreifen des Westens nicht mehr völlig aus. "Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas ausschließen können", sagte er der BBC. "Aber es ist nicht so sehr wie in Libyen im vergangenen Jahr, wo wir erfolgreich interveniert haben, um Leben zu retten", sagte er. "Es sieht mehr aus wie in Bosnien in den Neunzigern."

Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnte hingegen vor den Folgen einer militärischen Intervention in Syrien. "Es gibt keinen Königsweg", sagte Westerwelle in der Welt am Sonntag. Nach gemeinsamer Einschätzung mit Deutschlands Partnern sei die politische Option bei Weitem die beste. "All denjenigen, die jetzt auf eine militärische Intervention als vermeintlich schnellen Lösungsweg setzen, möchte ich sagen, dass die Gefahr eines regionalen Flächenbrandes groß ist."

Leserkommentare
  1. bitte erklären Sie einer syrischen Mutter, die im Bürgerkrieg ihr Kind verloren hat, was "politische Option" bedeutet!

    mit solidarischem Gruß,
    besorgter_mitbuerger

    3 Leserempfehlungen
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    Erklären Sie das mal den Afghanischen oder Irakischen Müttern, deren Kinder an den Drohnen oder Bomben der "Beschützer", "Retter", oder wie man das auch immer nennen will, starben....

    Was wissen wir eigentlich über Syrien und von wem? Alles, was wir über das "böse böse" syrische Regime wissen (die ja auch sicher keine Friedensengel sind), wissen wir von denjenigen, die sich momentan mit ihnen im Krieg befinden. Das ist, als würden wir uns unsere Meinung über die Russen und Iraner, ausschließlich von russischen und iranischen Oppositionellen erkundigen....ehm, blöder Vergleich, da machen wir es ja nicht anders. Wie auch immer, der beste Artikel, den ich in einem größeren deutschen Medium zu der Lage in Syrien lesen durfte ist folgender. Der bemüht sich nämlich tatsächlich objektiv zu bleiben - und kommt zu überaschend anderen Schlussfolgerungen.: http://www.faz.net/aktuel...

    • sommer
    • 11.06.2012 um 23:31 Uhr

    Ihr Kommentar hätte von ihm sein können. Sie kennen vielleicht diese kurzen "Briefe an Deutschland" in der Bild-Zeitung auf Seite 2. Ich frage mich trotzdem wer dort eigentlich zur Waffe greift

    Erklären Sie das mal den Afghanischen oder Irakischen Müttern, deren Kinder an den Drohnen oder Bomben der "Beschützer", "Retter", oder wie man das auch immer nennen will, starben....

    Was wissen wir eigentlich über Syrien und von wem? Alles, was wir über das "böse böse" syrische Regime wissen (die ja auch sicher keine Friedensengel sind), wissen wir von denjenigen, die sich momentan mit ihnen im Krieg befinden. Das ist, als würden wir uns unsere Meinung über die Russen und Iraner, ausschließlich von russischen und iranischen Oppositionellen erkundigen....ehm, blöder Vergleich, da machen wir es ja nicht anders. Wie auch immer, der beste Artikel, den ich in einem größeren deutschen Medium zu der Lage in Syrien lesen durfte ist folgender. Der bemüht sich nämlich tatsächlich objektiv zu bleiben - und kommt zu überaschend anderen Schlussfolgerungen.: http://www.faz.net/aktuel...

    • sommer
    • 11.06.2012 um 23:31 Uhr

    Ihr Kommentar hätte von ihm sein können. Sie kennen vielleicht diese kurzen "Briefe an Deutschland" in der Bild-Zeitung auf Seite 2. Ich frage mich trotzdem wer dort eigentlich zur Waffe greift

    • mhaase
    • 10.06.2012 um 18:08 Uhr

    Da hat Mr. Hague vielleicht gar nicht mal Unrecht mit dem Vergleich. Die Frage ist, ob sich daraus eine parallele Strategie entwickeln sollte, ob also z.B. die NATO (oder sonstwer) Lufteinsätze fliegen sollte - oder ob sich das nicht doch besser auf die politische Art lösen lässt.

    Ich bin wahrhaftig kein FDP-Fan. Aber ich habe den Eindruck, dass unser Außenminister gelernt hat, wie Seriosität so geht. Jedenfalls finde ich sein Vorgehen in der Syrienkrise bisher durchaus interessant und wünsche ihm Erfolg damit. Man sollte dem auch aus dem europäischen Ausland mehr Unterstützung zukommen lassen. Immerhin scheint man in Russland ja langsam ans Nachdenken zu gelangen. Das wäre ein großer Schritt.

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  2. Was macht der Westen? Nichts. Man sollte bedenken, dass in Syrien jeden Tag mehrere Zivilisten sterben. So etwas darf vom Westen nicht geduldet werden, denn sonst machen wir uns mitschuldig. Ob ein millitärisches Eingreifen richtig oder falsch ist, lässt sich drüber streiten. Aber falsch ist es auf jeden Fall die Folgen eines millitärischen Eingriffs als Ausrede für das Nichts-Tun zu verwenden. Ich weiß nicht, welches Handeln richtig ist.
    Auf der anderen Seite fordert der deutsche Staat seine Bürger immer wieder auf Zivilcourage zu zeigen. Wenn jemand auf der Straße zusammengeschlagen wird, soll man eingreifen und nicht zuschauen. Aber die Bundesrepublik schaut zu, wie Syrien Zivilisten getötet werden. Deswegen appeliere ich an die Verantwortlichen sich Gedanken über das richtige Handeln zu machen und dann auch möglichst schnell zu handeln.

    Eine Leserempfehlung
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    • mhaase
    • 10.06.2012 um 18:21 Uhr

    Angenommen, man würde militärisch eingreifen. Wer würde dann den Iran davon abhalten, ebenfalls in seinem Sinne tätig zu werden, und wie würde dazu dann Israel stehen. Meinen Sie, ein Atomkrieg in Nahost wäre humaner als das, was jetzt passiert?

    "der Westen" hat genug getan mit den Waffenlieferungen, die nun, wer hätte es erwartet, intensiv benutzt werden. Es sind zum großen Teil westliche und russische Waffen, durch die Menschen sterben.
    Immer wenn Libyen mit ins Spiel gebracht wird, sollte einem doch besonders deutlich vor Augen stehen, was es gebracht hat militärisch zu intervenieren. Die Menschenrechtsverletzungen haben nicht abgenommen. Racheakte und Folter sind immernoch existent. Der Staat hat einen gewaltigen finanziellen Schaden erlitten, was sich auch negativ für die Zivilbevölkerung auswirkt.
    Wie kann man wirklich helfen, als "Westen"? In dem man die Wirtschaftssanktionen beendet, bei Einhalten eines Friedens. In dem man Wirtschaftssubventionen anbietet für einen Demokratieprozess.
    Die wirkliche, legitime Opposition wird Tränen in den Augen haben, wenn Sie an den SNC und die FSA denkt, denn dessen Radikalisierung wird das Land nachhaltig zerstören.

    • dsip
    • 10.06.2012 um 18:30 Uhr

    Niemand fordert Sie auf, mit ihrem Auto in Schlägereien zu rasen. Wäre vielleicht ein etwas passenderer Vergleich..

    Dabei wird versucht, die Todesfälle der Protestierenden, der Armeeabtrünnigen und loyalen Soldaten zu erfassen. In diesem Zusammenhang sagte eine der Organisationen, dass es nicht in ihrem Interesse liege über die Todesfälle von loyalen Armeeangehörigen zu berichten.
    Die Beobachtungstelle subsummiert bewaffnete Aufständische unter der Rubrik Zivilisten.

    http://de.wikipedia.org/w...

    ich denke nach der erkenntiss das das Massaker in hula von Rebellen an alevitischen und schiitischen Familien durchgeführt wurde wird auch den Churagierten bürgen im Westen klar das das Töten mit einer Militärischen Intervention erst richtig losgehen wird (siehe Irak, Libyen)

    unsere Medien haben mittlerweile die Glaubwürdigkeit des Nordkoreanischen Staatsfernsehens, eine lüge nach der anderen wird entlarvt.

    "Aber die Bundesrepublik schaut zu, wie Syrien Zivilisten getötet werden. Deswegen appelliere ich an die Verantwortlichen sich Gedanken über das richtige Handeln zu machen und dann auch möglichst schnell zu handeln."

    Appellieren sie an Saudi Arabien/ USA die Waffenlieferungen und die Millionen Fonds einstellen
    und nicht weiter Blackwater Truppen und Al Qaida Terroristen in das Land zu bringen.
    appellieren sie an Die Weltgemeinschaft sich nicht weiter gegen eine teilhabe Russlands bei einer Friedensmission zu stellen.

    Es ging nie Um R2P,
    Der "Westen" will seine Geopolitische Stellung im nahen osten weiter ausbauen.

    Doppelposting

    "Und was macht der Westen? Nichts!"
    Und was soll er machen? Militärisch eingreifen.
    Und was heißt: "der Westen". Wer soll dies konkret machen? Zum Einsatz kommen Soldaten in einer völlig unübersichtlichen, verfahrenen Situation. Ich finde es erschreckend und unverantwortlich, wie leichtfertig man einem Krieg das Wort redet. Es käme nur die NATO in Frage, und die ist als Verteidigungsbündnis konzipiert worden und nicht als mobile Einsatztruppe.
    Sind Sie sich zudem sicher, ob die Gewalt ausschließlich von Assad ausgeht? Nach amerikanischen Geheimdienstberichten ist Al Quaida an fünf Terrorakten beteiligt gewesen.
    Ich bin nicht der Ansicht, dass die Grenzen zwischen gut und böse klar verteilt liegen.
    Und wenn der Wewsten eingreift, warum dann eigentlich nicht in Saudi-Arabien, Zimbabwe, Nord-Korea?

    Herr Denker,

    "wenn jemand auf der Straße zusammengeschlagen wird, soll man eingreifen und nicht zuschauen."

    Aber doch nicht die Waffe ziehen und herumballern, sonst riskiert man eine Anklage wegen Tötung und illegalen Waffenbesitzes.
    Und wer "den Verteidiger" zu solcher Tat anstiftet, riskiert eine Anklage wegen Anstiftung zum Mord.

    • mhaase
    • 10.06.2012 um 18:21 Uhr

    Angenommen, man würde militärisch eingreifen. Wer würde dann den Iran davon abhalten, ebenfalls in seinem Sinne tätig zu werden, und wie würde dazu dann Israel stehen. Meinen Sie, ein Atomkrieg in Nahost wäre humaner als das, was jetzt passiert?

    "der Westen" hat genug getan mit den Waffenlieferungen, die nun, wer hätte es erwartet, intensiv benutzt werden. Es sind zum großen Teil westliche und russische Waffen, durch die Menschen sterben.
    Immer wenn Libyen mit ins Spiel gebracht wird, sollte einem doch besonders deutlich vor Augen stehen, was es gebracht hat militärisch zu intervenieren. Die Menschenrechtsverletzungen haben nicht abgenommen. Racheakte und Folter sind immernoch existent. Der Staat hat einen gewaltigen finanziellen Schaden erlitten, was sich auch negativ für die Zivilbevölkerung auswirkt.
    Wie kann man wirklich helfen, als "Westen"? In dem man die Wirtschaftssanktionen beendet, bei Einhalten eines Friedens. In dem man Wirtschaftssubventionen anbietet für einen Demokratieprozess.
    Die wirkliche, legitime Opposition wird Tränen in den Augen haben, wenn Sie an den SNC und die FSA denkt, denn dessen Radikalisierung wird das Land nachhaltig zerstören.

    • dsip
    • 10.06.2012 um 18:30 Uhr

    Niemand fordert Sie auf, mit ihrem Auto in Schlägereien zu rasen. Wäre vielleicht ein etwas passenderer Vergleich..

    Dabei wird versucht, die Todesfälle der Protestierenden, der Armeeabtrünnigen und loyalen Soldaten zu erfassen. In diesem Zusammenhang sagte eine der Organisationen, dass es nicht in ihrem Interesse liege über die Todesfälle von loyalen Armeeangehörigen zu berichten.
    Die Beobachtungstelle subsummiert bewaffnete Aufständische unter der Rubrik Zivilisten.

    http://de.wikipedia.org/w...

    ich denke nach der erkenntiss das das Massaker in hula von Rebellen an alevitischen und schiitischen Familien durchgeführt wurde wird auch den Churagierten bürgen im Westen klar das das Töten mit einer Militärischen Intervention erst richtig losgehen wird (siehe Irak, Libyen)

    unsere Medien haben mittlerweile die Glaubwürdigkeit des Nordkoreanischen Staatsfernsehens, eine lüge nach der anderen wird entlarvt.

    "Aber die Bundesrepublik schaut zu, wie Syrien Zivilisten getötet werden. Deswegen appelliere ich an die Verantwortlichen sich Gedanken über das richtige Handeln zu machen und dann auch möglichst schnell zu handeln."

    Appellieren sie an Saudi Arabien/ USA die Waffenlieferungen und die Millionen Fonds einstellen
    und nicht weiter Blackwater Truppen und Al Qaida Terroristen in das Land zu bringen.
    appellieren sie an Die Weltgemeinschaft sich nicht weiter gegen eine teilhabe Russlands bei einer Friedensmission zu stellen.

    Es ging nie Um R2P,
    Der "Westen" will seine Geopolitische Stellung im nahen osten weiter ausbauen.

    Doppelposting

    "Und was macht der Westen? Nichts!"
    Und was soll er machen? Militärisch eingreifen.
    Und was heißt: "der Westen". Wer soll dies konkret machen? Zum Einsatz kommen Soldaten in einer völlig unübersichtlichen, verfahrenen Situation. Ich finde es erschreckend und unverantwortlich, wie leichtfertig man einem Krieg das Wort redet. Es käme nur die NATO in Frage, und die ist als Verteidigungsbündnis konzipiert worden und nicht als mobile Einsatztruppe.
    Sind Sie sich zudem sicher, ob die Gewalt ausschließlich von Assad ausgeht? Nach amerikanischen Geheimdienstberichten ist Al Quaida an fünf Terrorakten beteiligt gewesen.
    Ich bin nicht der Ansicht, dass die Grenzen zwischen gut und böse klar verteilt liegen.
    Und wenn der Wewsten eingreift, warum dann eigentlich nicht in Saudi-Arabien, Zimbabwe, Nord-Korea?

    Herr Denker,

    "wenn jemand auf der Straße zusammengeschlagen wird, soll man eingreifen und nicht zuschauen."

    Aber doch nicht die Waffe ziehen und herumballern, sonst riskiert man eine Anklage wegen Tötung und illegalen Waffenbesitzes.
    Und wer "den Verteidiger" zu solcher Tat anstiftet, riskiert eine Anklage wegen Anstiftung zum Mord.

  3. ist hier leider nicht gegeben.
    "Ich habe großen Respekt für die Aufständischen, die tagtäglich im Angesicht scharfen Feuers demonstrieren, und ich hoffe, dass sie siegen werden." sagte Peres laut dem obigen Artikel.
    Wo besteht den der Unterschied zu den Aufständischen in Syrien und im Westjordanland? Meiner Meinung gibts keinen, denn beide kämpfen für ihre Rechte und Selbstbestimmung.
    Der Feind meines Feindes ist mein Freund! Das ist die Devise mit der Herr Peres an die Sache herangeht. Netanjahu und Peres haben bezüglich des Israel-Palästina-Konfliktes ihre Glaubwürdigkeit verwirkt um zu den Geschehnissen in Syrien irgendwelche Forderungen stellen zu können.

    18 Leserempfehlungen
    • mhaase
    • 10.06.2012 um 18:21 Uhr

    Angenommen, man würde militärisch eingreifen. Wer würde dann den Iran davon abhalten, ebenfalls in seinem Sinne tätig zu werden, und wie würde dazu dann Israel stehen. Meinen Sie, ein Atomkrieg in Nahost wäre humaner als das, was jetzt passiert?

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    Ich stimme ihnen sogar zu, dass die Folgen eines millitärischen Eingreifens zu groß wären. Aber durch meine Argumentation komme ich nur zu dem Ergebnis, das Nichts-Tun keine Option mehr ist, sondern wohlüberlegtes Handeln gefragt ist. Ich frage sie halten sie es für richtig nichts zu tun, wenn schon mehrere tausend Zivilisten gestorben sind und noch weitere noch sterben werden.

    Ich stimme ihnen sogar zu, dass die Folgen eines millitärischen Eingreifens zu groß wären. Aber durch meine Argumentation komme ich nur zu dem Ergebnis, das Nichts-Tun keine Option mehr ist, sondern wohlüberlegtes Handeln gefragt ist. Ich frage sie halten sie es für richtig nichts zu tun, wenn schon mehrere tausend Zivilisten gestorben sind und noch weitere noch sterben werden.

  4. "der Westen" hat genug getan mit den Waffenlieferungen, die nun, wer hätte es erwartet, intensiv benutzt werden. Es sind zum großen Teil westliche und russische Waffen, durch die Menschen sterben.
    Immer wenn Libyen mit ins Spiel gebracht wird, sollte einem doch besonders deutlich vor Augen stehen, was es gebracht hat militärisch zu intervenieren. Die Menschenrechtsverletzungen haben nicht abgenommen. Racheakte und Folter sind immernoch existent. Der Staat hat einen gewaltigen finanziellen Schaden erlitten, was sich auch negativ für die Zivilbevölkerung auswirkt.
    Wie kann man wirklich helfen, als "Westen"? In dem man die Wirtschaftssanktionen beendet, bei Einhalten eines Friedens. In dem man Wirtschaftssubventionen anbietet für einen Demokratieprozess.
    Die wirkliche, legitime Opposition wird Tränen in den Augen haben, wenn Sie an den SNC und die FSA denkt, denn dessen Radikalisierung wird das Land nachhaltig zerstören.

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  5. aus der Deckung und heult mit der Meute?

    Die auffällige Zurückhaltung Israels zum Syrienkonflikt, sehe ich eher als ein taktisches Manöver der israelischen Regierung an, dass der Verschleierung von Zusammenhängen dienlich war.

    Und dass Israel ein starkes Interesse an Entwicklungen in der Region hat und praktisch auch daran arbeitet, ist doch wohl nicht zu verleugnen:

    Israel Encircles Iran | The American Conservative

    "Israel is tightening the noose around Iran. The Israeli government has signed a secret agreement with the government of Azerbaijan to lease two former Soviet military airfields located close to the Iranian border. One of the facilities ... capabilities and preparations underway for drone operations.

    Israeli intelligence officers and military personnel in mufti are active in Iraqi Kurdistan as well, where they have been recruiting agents to collect information and carry out operations inside Iran. ... There are concerns within the U.S. intelligence community that the Israelis are playing fast and loose with their affiliation in what are known as false-flag operations, frequently representing themselves as Americans in actions similar to those relating to Mossad’s efforts to recruit Jundallah militants in Western Europe. Israel also reportedly attempted to hide behind a false flag in January when one of its drones that had been operating over Syria went down in Turkey."

    http://www.theamericancon...

    8 Leserempfehlungen
    • Narses
    • 10.06.2012 um 18:27 Uhr

    Die Ereignisse in Syrien sind zweifelsohne abscheulich und müssen ein rasches Ende haben.

    Trotzdem warne ich, vor dem Hintergrund der "segens- und demokratiebringenden" Engagements der westlichen Welt im Irak, in Somalia oder Afghanistan, vor einem ähnlichen Eingreifen in Syrien.

    Meiner Meinung nach kämen westliche Soldaten ins mörderische Kreuzfeuer der dort sich austobenden "Kriegsparteien", die je nach Laune/Interessenlage den Soldaten freundlich oder feindlich gesinnt wären und diese jeweils für die Interessenlagen instrumentalisieren würden.

    Bei kriegerischen Auseinandersetzungen der "Friedenstruppen" mit den dort operierennden "Kriegsparteien würde es nicht lange dauern, bis die sog. Heimatfront, die dort ansässige Presse und der Chor der Friedensfreunde, die vorher so vehement nach Einmischung gerufen haben, den Soldaten in den Rücken fallen und das unselige Gezeter über "Nato-Södner", Kriegsverbrecher und Mörderbande wieder los- ginge.

    Daher: so schlimm es ist, das Morden hat, wie in Ex-Jugoslawien schlussendlich, erst ein Ende, wenn den Menschen dort vor Erschöpfung die Waffen aus der Hand fallen.

    Traurig, aber vermutlich wahr.

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