Euro-Krise"Lasst Banken pleitegehen"

Nach Ansicht eines Pimco-Managers schlagen EU und Bundesregierung bei der Euro-Rettung den falschen Kurs ein. Bankenpleiten seien nötig, auch wenn sie Folgen hätten. von 

Die Unternehmenszentrale von Pimco in Kalifornien

Die Unternehmenszentrale von Pimco in Kalifornien  |  © Lori Shepler/Reuters

Die europäischen Banken zu retten ist nach Einschätzung des Fondsmanagers Andrew Bosomworth nicht richtig. Der Deutschland-Chef bei Pimco, dem weltweit größten Investor in Staatsanleihen, kritisierte den Euro-Rettungskurs der EU und der Bundesregierung . In einem Gespräch mit der ZEIT sagte Bosomworth: "Ja, eine Bankpleite wird Folgen haben, aber sie werden weniger dramatisch sein, als wenn wir so weitermachen wie bisher und alle Banken retten."

Die Angst vor einer Ausweitung der Finanzkrise sei nicht mehr verständlich, nachdem auch Spanien unter den Rettungsschirm flüchten musste. Die Ansteckung sei "längst passiert", sagte der Pimco-Manager. "Ich denke, es ist wichtig, diese Angst jetzt über Bord zu werfen."

Nach Ansicht Bosomworths sind die Folgen einer Bankpleite geringer, als die der Rettung aller Banken. Doch seit dem Ende von Lehman sei insbesondere in der Euro-Zone kaum eine Bank pleitegegangen. "Sie wurden immer verstaatlicht, und die Verluste wurden sozialisiert." Es sei höchste Zeit, die Verluste der Kreditinstitute nun auch an die Kreditgeber und Aktionäre weiterzugeben. "Lasst insolvente Banken pleitegehen", sagte er. Der Markt könne sonst nicht funktionieren.
 
Der Pimco-Manager forderte eine "europäische Regierungserklärung". Gebraucht werde "ein glaubwürdiges Konzept, so wie es 1989 den Delors-Bericht gab, der den Weg in die heutige Währungsunion vorzeichnet." Ein solcher Fahrplan für den Weg in eine politische Union, mit gegenseitiger Haftung der Staaten, würde den Investoren Sicherheit geben, sagte Bosomworth. "Wir erwarten keinen kostenfreien Weg in die politische Union. Aber wir brauchen ein Ziel."
 
Bosomworth warnte vor einem Rückfall in Nationalismus und einer Entwicklung wie in den 1930er Jahren: "Mich beunruhigt die einseitige Angst vor Inflation . Ich halte diese Furcht für überzogen. Hyperinflation wie 1923 wird es nicht mehr geben. Und hoffentlich auch nicht die Deflation der frühen 1930er Jahre." Sorgte mache ihm aber, dass immer mehr Bürger das Vertrauen in die Währung verlieren und Sparkonten plündern könnten. "Das ist derzeit die größte Gefahr."

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Leserkommentare
    • Chali
    • 27. Juni 2012 14:33 Uhr

    Da steht
    "Bankenpleiten seien nötig, auch wenn sie Folgen hätten"
    Der Satz ist doch ... sinn-frei.

    Es muss doch heissen
    "Bankenpleiten seien nötig, DAMIT sie Folgen häben"

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    Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente. Sie leichtfertig in den Ruin zu treiben hieße, einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern.

    Wir müssen die Banken/Fonds mit sammt den Investoren auch pleite gehen lassen, damit es Folgen hat.
    Und zwar Folgen in den Hirnen, damit nicht selbst solche Leute wie unserer Kanzlerin den Stuß daher schwätzen" Wir dürfen die Märkte nicht verunsichern".
    Es hat sich in unseren Hirnen die Überzeugung eingenistet die Märkte wären der Üol um den sich alles drehen muß. Aber in Wirklichkeit nutzen diese Märkte nur nicht eingezogene Leitblanken ähnlich dem Motto: Ich muß die Waffen ins Spannungsgebiet verkaufen, weil sonst macht ein anderer das Geschäft.
    Würden wir aber Gedankengänge an erste Stelle stellen wie:
    "Sparen zu können ist eine Gabe der Realwerteschaffenden Tätigen und der diese Werte pflegenden Personenkreis außerhalb der Erwerbstätigkeit. Richtig wäre es, daß der Anleger dafür das er diese Möglichkeit hierzulande nutzen darf, an den Staat einen Obolus bezahlt."
    Dann würde die Welt wieder bei A beginnen und wir könnten wieder richtige Entscheidungen in einem richtigen System treffen.

    Wieviele BILLIONEN wurden mittlerweise in Banken- und Staatenrettungen investiert?
    Wieviel hätte es gekostet es krachen zu lassen und das Geld zum sichern der Spareinlagen und für die ggf. ansteigende Arbeitslosigkeit aufzuwenden?

    Solange Banken nicht pleite gehen können zocken sie weiter.
    Solange Staaten nicht pleite gehen können prassen sie weiter.

    • 2eco
    • 27. Juni 2012 14:40 Uhr

    Super Idee. Wir lassen einfach mal eine Hand voll Banken in Europa pleite gehen. Als hätte man mit der Leman Pleite nicht schon genug Chaos verursacht.

    Wenn jetzt mehrere Banken umfallen, dann ist das Misstrauen wieder groß. Die Banken leihen sich kein Geld mehr, die Zinsen steigen, Kredite an Unternehmen werden nicht mehr vergeben, Investitionen werden abgewürgt, daraufhin können Kredite nicht mehr abbezahlt werden, Kreditausfälle reißen Löcher in die Bankbilanzen, diese liquidieren ihre Aktien, was die Börsen komplett crasht. Daraufhin gerät die Wirtschaft in eine Depression, Arbeitnehmer werden entlassen, Sozialausgaben steigen, Konsum wird zurückgefahren, Staaten verschulden sich noch mehr usw.

    Das klingt zwar Paranoid, aber wir konnten dies 2008/2009 sehr schön beobachten. Die Wirtschaft ist ein Kreislauf und die Banken sind ein sehr wichtiger Teil davon. Dann soll der Staat lieber Banken mit Liquidität stützen und in besseren Zeiten auf eine ordentliche Gewinnbeteiligung bestehen.

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    auf internationaler Ebene sind bisher so ziemlich alle Versuche, Banken zu einem vernünftigen Risikomanagement zu zwingen (Basel XY), gescheitert. Gibt es jetzt noch etwas anderes, das sie zu weniger riskantem Verhalten anregen kann, als die Möglichkeit einer Pleite? Wenn die Banken stets aufs neue gerettet werden, besteht für sie doch nie der Anlass, einen Kurswechsel einzuschlagen.

    Wenn jetzt mehrere Banken umfallen, dann ist das Misstrauen wieder groß. Die Banken leihen sich kein Geld mehr, die Zinsen steigen, Kredite an Unternehmen werden nicht mehr vergeben...

    Das ist der IST-Zustand derzeit. Vorschlag: Mit den eingesparten Milliarden die Staatsbanken austatten (z.B. KFW) und Privatpersonen und Unternehmen bis einer bestimmten Grenze (z.B. Privat: 50.000 €, Kommerziell: 5 Millionen) erlauben ihre Kredite umzusiedeln.

    Der Rest geht pleite. Wir müssen ja nicht jeden Großinvestor retten, oder?

    Das Problem des aktuellen Kapitalismus ist der Umstand, dass sich in zahlreichen Vorstandsetagen der Finanzindustrie Allmachtsphantasien breit gemacht haben: man kann, so glaubt man, ganze Volkswirtschaften in Geiselhaft nehmen, demokratische Prozesse quasi ausschalten und bei Zuwiderhandlung seitens politischer Akteure zu drakonischen Maßnahmen greifen: Das Ausspielen der Standortkarte, wie weiland Josef Ackermann während der Lehman-Pleite ist dabei noch die mildeste Form. Auftragskiller, Privatarmeen bestehend aus Söldnern lassen sich mit vergleichsweise wenigen finanziellen Mitteln rekrutieren. Auch das Zocken gegen ganze Staaten, die Quasi-Enteignung der Bevölkerung oder die Installierung von bezahlten Diktatoren sind möglich. Unter solchen Vorraussetzungen werden politische Amokläufe einzelner Allmachtsphantasten und deren Zöglingen wie weiland einst im April leider wieder möglich.

    Es ist für mich absolut unbegreiflich, dass man anscheinend immer noch nicht an vielen Stellen in der Bevölkerung begriffen hat, worauf es die ihrem Selbstverständnis nach "Verteidiger des Privateigentums" abgesehen haben: nämlich auf das Vermögen der einzelnen Menschen.

    Dieser Kapitalismus ist auf dem Weg des vollständigen Zusammenbruchs. Moralisch und politisch ist er bereits am Ende und steht genau da, wo der Staatssolzialismus stalinistischer Prägung im Jahre 1989 stand. Inklusive Funktionärsunwesen und einer selbsternannten, nach außen hermetisch abgeschlossenen "Elite". Marx hat recht.

    • joG
    • 27. Juni 2012 15:27 Uhr

    ....pleite gingen. So wurde den Anlegern klar, dass sie auch aufpassen müssen. Das ist doch sehr wichtig. Ob man alle Banken pleite gehen lassen sollte hingegen, ist fraglich. Da wäre das Resultat wahrscheinlich eine Depression. Das wäre zu desruptiv. Nachdem Lehmann pleite war, rettete man andere Banken indem die Eigentümer ihr Kapital verloren. Das wäre hier vermutlich auch der richtige Weg gewesen. Wie man allerdings das Gebot staatlicher Handlungen nach dem Allgemeinheitsprinzip damit vereinbaren will....

    schlimmer wurde, ist dies noch lange kein Indiz, das die Lehman Pleite eben dieser Verschlechterung verursacht hat. Insgesamt wurde die Krise durch die enorme Menge an faulen Wertpapieren aus der US Immobilienkrise verursacht. Ob die Lehman Pleite den Gesamtumfang ausgefallener Wertpapiere deutlich erhöht hat, lässt sich kaum sagen. Es ist jedoch bezeichnend, das sich anscheinend niemand die Mühe macht, dies einmal zu untersuchen. Die Banken haben an Antworten auf diese Frage natürlich kein Interesse.

  1. Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente. Sie leichtfertig in den Ruin zu treiben hieße, einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern.

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    das besorgen die schon ganz alleine selber!

    Man treibt hiuer allenfalls Menschen die man um ihre Lebensleistung wie Renten , Lbensversicherungen etc bingt in den Ruin.

    Gestatten Sie mir 2 Fragen:

    1. Warum wurden von den Überdurchschnittlichen Zinsen, die als Risikoprämie gerechtfertigt wurden, keine Rücklagen eben zur Absicherung dieses bekannten Risikos gebildet? Jeder Seriöse Kaufmann würde das tun!

    2. Warum liest man nie etwas über Kapitalerhöhungen dieser Banken, sind die Aktionäre nur für Dividenden und Kursgewinne zuständig?

    • -lupo-
    • 27. Juni 2012 14:55 Uhr

    ...mal los!

    Wissen Sie, was für verdiente Parteigenossen in den Vorständen der Sparkassen und Raiffeisenbanken sitzen? Diese Leute sind Systemrelevant, sie gefährden nähmlich das System, sie sind eine Gefahr für die Demokratie.

    Arbeitnehmer oder Unternehmen sind in einer Marktwirtschaft ebenfalls systemrelevante Elemente, und trotzdem lässt man Unternehmen pleite gehen oder schickt Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit. Das muss im gewissen Umfang auch so sein, weil der Markt sonst keine Korrekturen durchführen kann. Warum soll das gerade bei Banken anders sein? Richtig ist doch nur, dass bei der Pleite einer Bank nicht nur die Aktionäre, sondern auch die Gläubiger betroffen sind, und zu denen gehören auch alle, die Einlagen gemacht haben. Da könnte man jetzt überlegen, welche Gläubiger man für besonders schützenwert hält, und denen einen unmittelbaren Schadensausgleich geben oder wenigstens einen Teil ersetzen. Nach der Pleite der Bank könnte man auch Modelle entwickeln, wie die Banken vom Staat aufgefangen und weitergeführt werden, dann aber nur mit einem staatlichen Gesellschafter, der für seine Aufwendungen und Kapitalspritzen auch den Gewinn einstreicht, wenn die Bank wieder auf die Füsse kommt. Dass der Aktionär in guten Zeiten Gewinne macht und in schlechten Zeiten sein Kapital gerettet bekommt - auf Staatskosten - ist weder einzusehen noch für das System notwendig.

    > einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern.

    Sehr gut! Endlich mal ein gescheiter Kommentar Ihrerseits!

    "Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente."

    Das ist ein Widerspruch in sich. Wenn es "systemrelevante Elemente" gibt, ist dieses System nicht mehr frei sondern abhängig.

    "Sie leichtfertig in den Ruin zu treiben hieße, einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern."

    Wie schon in einem anderen Kommentar korrekt erwidert, treibt hier niemanden irgendwen in den Ruin, und schon gar nicht leichtfertig. Es wird spekuliert. Es wird gezockt, weil die Renditen welche vom Wachstum der Realwirtschaft gedeckt sind, den Investoren nicht mehr ausreichen.

    Wo es dann Gewinner (Zins) gibt, muss es aber auch Verlierer (Risiko) geben.

    Wenn ein System ständig Gewinner und Verlierer produziert, und die Gewinner (Kapitaleigner) nicht mehr verlieren, und die Verlierer (Steuerzahler) folgerichtig auch nicht mehr gewinnen können, dann ist dieses System nicht nachhaltig - und es ist allerhöchste Zeit für einen Systemwechsel!

    Oder, um schlicht den Artikel zu zitieren:
    > "Lasst insolvente Banken pleitegehen", sagte er.
    > Der Markt könne sonst nicht funktionieren.

    Nicht, daß dies auch nur ansatzweise eine neue Erkenntnis wäre. Umso erstaunlicher ist es, daß es selbst im sechsten Jahr der Finanzkrise noch Leute gibt, die das nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen - und dieses völlig degenerierte System auch noch verteidigen ..

    • Chali
    • 27. Juni 2012 15:29 Uhr

    "Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente"

    Und ich dachte, in das relevante an dem System einer Marktwirtschaft sei, dass der Verursacher auch die Konsequenzen zu tragen hätte - und nicht Unbeteiligte?

    Aber vielleicht verwechsele ich Ihre "freiheitliche" auch mit fer "Neuen Sozialen marktwirschaft". (Da ist das Relevante wie das Soziale ja das Sozialisieren der Verluste.)

    • Hickey
    • 27. Juni 2012 15:33 Uhr

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    "...Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente. Sie leichtfertig in den Ruin zu treiben hieße, einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern..."
    Wenn hier Banken pleite gehen, dann doch wohl nicht, weil sie einer in den Ruin getrieben hat, sondern es das eigene Unvermögen, die Gier und die Spekulation waren, ohne dass sie über eigenes Geld verfügten. Ein paar von den Verantwortlichen mal richtig an den Pranger gestellt und dann hätte der Rest vielleicht Vernunft angenommen.

    Respekt, ab an die Uni und BeWi/VoWo gelehrt. Da sind Ihre Meinungen wohl noch zeitgemäß.

    Aus dem echten Leben wissen echte Menschen mit echten Bedürfnissen und Sorgen, dass die fanatische, religionsähnliche Verehrung von Geld ein Problem ist, nicht die Lösung.

    Aprospos Religion: Jesus hat die Geldverleiher aus dem Tempel vertrieben und im Islam ist die Forderung nach Zinsen untersagt. Es könnte gut sein, dass da Erfahrungen eingeflossen sind, die zum Beispiel unsere C-Parteien noch nicht begriffen haben =;)

    Kai Hamann
    PS: Ich bin kein religiöser Mensch, akzeptiere aber, dass sich in tausenden Jahren Geschichte Regeln für den erfolgreichen Umgang im Miteinander herausbilden können, die man begreifen sollte, bevor man sie ändert.

    "Banken sind in einer freiheitlichen Marktwirtschaft systemrelevante Elemente. Sie leichtfertig in den Ruin zu treiben hieße, einem drohenden Systemwechsel Munition zu liefern."

    Wollen wir mal das beste hoffen,
    so können wir dann endlich die "Die freiheitliche Wirtschaftsordnung der Sozialen Marktwirtschaft" umsetzen.

    eine Wirklich freie Marktwirtschaft und keine "Freiheitliche", in der gewinne privatisiert und Verluste solidarisiert werden.

    So besitzen wir dann die "Freiheit" nicht für den Erhalt der Kapitalreserven einer verschwindend geringen Minderheit zu bezahlen.

    Das wär doch was mein lieber "Freiheitsfreund"

  2. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man nuir noch lachen- wie schon Kurt Tucholsky sagte "lerne lachen, ohne zu weinen"
    Wie fing das an?
    Die Politik, unter anderen auch unsere "Retterin" Merkel, waren nach Bearbeitung durch die Banken vor Jahren der Meinung dass das Kapital seine gesetzlcihen Fesseln verlieren müßte- und die gleichen Mehlaugen,die das gemacht haben, versuchen uns nun zu erzählen wie sie die Staaten (sprich die Banken) mit unserem Geld retten wollen.
    [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

    • eluutz
    • 27. Juni 2012 14:47 Uhr

    Was nach dem Zusammenbruch von Lehmann noch logisch erschien, versteht heute eigentlich keiner mehr so richtig. Warum sind plötzlich private Firmen so "systemrelevant", dass sie um jeden Preis - auch um den Preis einer Staatspleite wie in Irland und Spanien - "gerettet", (teil-)verstaatlicht, werden müssen? Warum zahlt der Steuerzahlen für die Risiken von Firmen, natürlich nur wenn Verluste schlagend werden?

    Die Zeit wurde nicht genutzt, ein passendes Insolvenzrecht für Großbanken auszuarbeiten. Es wurde auch keine einzige "systemrelevante" Bank zerschlagen, um die Risiken für die Volkswirtschaften handhabbar zu machen.

    Ich war vor 2 Jahren wütend auf die Bundesregierung, inzwischen ist es mir nur mehr egal. Der EURO bleibt oder nicht, es gibt eine Wirtschaftskrise oder nicht, ... werd' eh nix dran ändern... traurig irgendwie.

  3. kommt Vernunft ins Spiel.

    Allerdings muss man die Aussage dahingehend ergänzen dass man auch Staaten pleite gehen lassen m u s s .

    Paradebeispiel Griechenland. 2-3 % der Wirtschaftsleistung in der Union k ö n n e n das ganze nicht gefährden! Hier ist die Politik den Einflüsterungen der Finanzmafia erlegen. Gepaart mit einem notorischen Helfersyndrom. Die Pleite Griechenlands könnte längst eien Fußnote der Geschichte sein!

    Die Milliarden die man bisher verballert hat hätten man besser verwendet um Kleinsparer und Lebensversicherungen zu retten soweit von den Sicherungsmechanismen nicht ohnehin abgedeckt. Und natürlich um wirklich den M E N S C E N in GR zu helfen wo notwendig und auf direktem Weg!

    O.k. wahrscheinlich gäbe es ein par Banken, Hedgefonds etc. weniger, die Wallstreet und die Londoner City wären sauer, so what, für 98 % der Menschen kein Problem.

    Nicht zu unterschätzen jedoch der disziplinierende Effekt auf die anderen Kanditaten die jetzt wie Dominosteine umfallen!

    Es wäre so einfach gewesen einfach Verträge einhalten, No Bail Out!

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    • 2eco
    • 27. Juni 2012 14:52 Uhr

    "Nicht zu unterschätzen jedoch der disziplinierende Effekt auf die anderen Kanditaten die jetzt wie Dominosteine umfallen!"

    Würde man Griechenland pleite gehen lassen, dann würden die anderen Staaten nicht umfallen, sondern schlagartig auf dem Boden liegen. Die Staaten können sich zurzeit nur "günstig" refinanzieren, weil jeder sich darauf verlässt, dass diese nicht pleite gehen. Wenn dieses Vertrauen verloren geht, dann würden Spanien, Italien und Co keine einzige Anleihe mehr los werden.

    Sprichwörtlich ist der Karren ganz tief in den Mist gefahren. Und egal, wie man es macht es geht nicht ohne richtig dreckig zu werden

  4. ... auch Staaten müssen pleite gehen können. Und das ist der Kern des Problems. Wenn Betrug, Korruption, ohne Folgen bleiben und sich sogar lohnen, warum sollten Menschen den mühsameren Weg gehen?

  5. auf internationaler Ebene sind bisher so ziemlich alle Versuche, Banken zu einem vernünftigen Risikomanagement zu zwingen (Basel XY), gescheitert. Gibt es jetzt noch etwas anderes, das sie zu weniger riskantem Verhalten anregen kann, als die Möglichkeit einer Pleite? Wenn die Banken stets aufs neue gerettet werden, besteht für sie doch nie der Anlass, einen Kurswechsel einzuschlagen.

    Antwort auf "Leman Returns"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Bundesregierung | Europäische Union | Bank | Deflation | Euro-Zone | Finanzkrise
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