Prozess in Norwegen: Die Freaks, die Breivik entlasten sollen
Die Anwälte des norwegischen Attentäters haben dubiose Zeugen geladen, die eine ähnliche Weltsicht wie Breivik haben. Aber die machen nun Probleme. Von Johan Falnes, Oslo
Ein Zirkus, eine Freakshow, eine Ansammlung von Clowns – viele Beobachter des Prozesses gegen den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik haben verächtliche Worte für die spektakuläre Zeugenliste der Verteidigung gefunden. Ursprünglich standen darauf einige der kontroversesten Figuren der norwegischen Gesellschaft. Nach und nach wurden sie entfernt, inzwischen ist es nur noch eine Handvoll.
Der erste, der von der Liste verschwand, war der linke Aktivist Stein Lillevolden. "Ich weigere mich, wie ein Pausenclown für die bizarren Wahnvorstellungen des Täters durch die Zirkusmanege gezogen zu werden", schrieb Lillevolden in einem Artikel für die Zeitung Aftenposten. Später folgte ihm die Religionskritikerin Hanne Nabintu Herland: "Ich will mit dem Spießrutenlauf in der Show dieses geistesgestörten Mörders nichts zu tun haben", schrieb sie in derselben Zeitung.
Die Absagen sorgen bei den übrigen geladenen Zeugen für Wut und Frust. Aber nicht alle Zeugen fielen weg. Von Dienstag an wird das Gericht drei führende Figuren der extremen Rechten anhören.
Die Anwälte wollen ähnlich denkende Menschen versammeln
Die Strategie von Breiviks Anwälten: Die Zeugen sollen zeigen, dass die Weltsicht des 33-jährigen Angeklagten nicht einzigartig ist. Breivik denkt, dass Norwegen im Krieg mit der muslimischen Welt und in Gefahr ist, von Muslimen übernommen zu werden. Indem sie ähnlich denkende Menschen versammeln, wollen die Anwälte zeigen, dass diese Ansichten durchaus verbreitet sind.
Unter den Zeugen, die nun verhört werden, ist Tore Tvedt, Gründer der norwegischen Neonazi-Organisation Vigrid. Er findet seine Inspiration in der norwegischen Mythologie, ist ein erklärter Rassist und leugnet den Holocaust. Auf der Website von Vigrid schreibt Tvedt, es sei eine "ehrenvolle Aufgabe", im Breivik-Prozess als Zeuge auszusagen. Er sei mit Breivik einer Meinung, dass Norwegen mit den Muslimen im Krieg liege.
Ein anderer Zeuge, der aussagt, ist Ronny Alte. Er war Anführer der anti-islamischen Organisation Norwegian Defence League. Inzwischen ist er zurückgetreten – wegen Breivik. Mitglieder seiner Organisation wollten nicht akzeptieren, dass er Breiviks Taten verurteilt. Dennoch muss Alte nun im Prozess gegen Breivik aussagen, sehr zu seinem Leidwesen: "Sind Anti-Islamisten zum Freiwild geworden?", fragt er in seinem Blog. "Ich habe nicht ein einziges Wort mit dem Terroristen gesprochen, ich ertrage nicht, was er am 22. Juli getan hat, und ich hasse ihn genauso sehr wie jeder andere Mensch mit Verstand in Norwegen und der Rest der Welt", schreibt er. Gleichzeitig aber steht Alte fest zu seiner Überzeugung, dass die Islamisierung Norwegens tunlichst zu stoppen sei.
Fjordman kommt nicht
Arne Tumyr, Chef der Organisation Stoppt die Islamisierung Norwegens, wird ebenfalls in den Zeugenstand treten. Die Kritik Breiviks hat er als "herausragend" bezeichnet, gleichzeitig hat er sich aber von Breiviks Terrorattacken distanziert.
Nicht anhören wird das Gericht dagegen Peder Jensen, dessen Name auf der Zeugenliste der Verteidigung das größte Interesse hergerufen hatte. Seit Jahren bloggt Jensen unter dem Namen Fjordman. Er ist auch Dreh- und Angelpunkt von 2083, dem sogenannten Kompendium, das Breivik kurz vor dem Bombenattentat in Oslo und dem Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli vergangenen Jahres verbreitet hat. Ganze 39 Artikel von Fjordman sind in diesem Kompendium in voller Länge wiedergegeben. Nach Angaben der norwegischen Sicherheitspolizei stammen insgesamt 300 bis 320 Seiten in dem 1.516 Seiten starken Buch von ihm.





Gibt es da jemand neues in der Redaktion? Also z.B. in der Abteilung, die für die Artikelüberschriften zuständig ist? Die erscheinen mir nämlich seit kurzer Zeit teilweise unangemessen reißerisch.
So sehr ich inhaltlich nichts am Artikel auszusetzen habe, so sehr bedauere ich doch, dass die Überschrift reißerisch ist - wie sonst bei Spiegel Online - was ich vor allem aus dem Grund nicht mehr so oft lese wie Zeit online.
Solch eine Kindergartensprache ist selbst der ZEIT unwürdig.
Intentiös, unpräzise, Eigentor.
So sehr ich inhaltlich nichts am Artikel auszusetzen habe, so sehr bedauere ich doch, dass die Überschrift reißerisch ist - wie sonst bei Spiegel Online - was ich vor allem aus dem Grund nicht mehr so oft lese wie Zeit online.
Solch eine Kindergartensprache ist selbst der ZEIT unwürdig.
Intentiös, unpräzise, Eigentor.
Verehrte Zeit Redaktion, ich lese Ihre Zeitung, weil Sie gut ist, wichtige Themen aufgreift, manchmals sogar welche setzt, auch dem Mainstream nicht huldigende Beiträge bringt und, und, und.
Sie haben es nicht nötig über so etwas zu berichten, wie hier geschehen. Verwenden Sie Ihre Zeit, Ihre Kraft, Ihre Kompetenzen, Ihre - im wahrsten Sinne des Wortes - Liberalität für Wichtiges. Der Leser wird es Ihnen danken.
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.
....zu berichten, wie man damit umgeht, dass eine politische Meinung zu Toten führt. Wir beobachten diesen Prozess in mehreren Gegenden mit -zugegeben- unterschiedlichen Vorzeichen und Zielen. Aber alle haben gemein, das ab einem gewissen Punkt -wie auch immer definiert- der Bürger zu Gewalt greift und dies vermutlich oft gerechtfertigt ist. Und alle stellen die Frage, mit welcher Gewalt und Gewaltintensität der Staat darauf reagieren sollte oder sollte dürfen.
Da kann ich es nicht falsch finden, wenn ein Beispiel aus unserer Umgebung dazu verwendet wird die Problematik zu demonstrieren.
Die Überschriften sind prägnant, das ist alles, und das ist gut so !
sehen andere ganz anders. Diese Berichterstattung ist Aufklärung. Wieso wollen Sie nicht aufgeklärt sein und unangenehme Dinge ausblenden ??
Dann könnte ihnen dieser Artikel über "Breivik: Die monströse Fratze des Multikulturalismus" gefallen http://bit.ly/IsR2lr
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.
....zu berichten, wie man damit umgeht, dass eine politische Meinung zu Toten führt. Wir beobachten diesen Prozess in mehreren Gegenden mit -zugegeben- unterschiedlichen Vorzeichen und Zielen. Aber alle haben gemein, das ab einem gewissen Punkt -wie auch immer definiert- der Bürger zu Gewalt greift und dies vermutlich oft gerechtfertigt ist. Und alle stellen die Frage, mit welcher Gewalt und Gewaltintensität der Staat darauf reagieren sollte oder sollte dürfen.
Da kann ich es nicht falsch finden, wenn ein Beispiel aus unserer Umgebung dazu verwendet wird die Problematik zu demonstrieren.
Die Überschriften sind prägnant, das ist alles, und das ist gut so !
sehen andere ganz anders. Diese Berichterstattung ist Aufklärung. Wieso wollen Sie nicht aufgeklärt sein und unangenehme Dinge ausblenden ??
Dann könnte ihnen dieser Artikel über "Breivik: Die monströse Fratze des Multikulturalismus" gefallen http://bit.ly/IsR2lr
Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk
Seit der Abschaffung der Todesstrafe versinkt Europa in Gewalt, Terror und Massenmord - die Kriminalität floriert in unerhörter weise. Vor allem im liberalen Skandinavien kann man als guter Bürger nicht einmal mehr auf die Straße gehen kann, ohne von marodierenden Jugendgangs, Breiviks, Islamisten, Elchen abgeschlachtet zu werden. In einer westlichen Gesellschaft, die die Todesstrafe konsequent anwenden würde - man schaue etwa auf die Vereinigten Staaten, wo man Mord und Gewalt nur aus den Geschichtsbüchern kennt - wären solche Zustände undenkbar.
Die Zahlen sprechen Bände: http://en.wikipedia.org/w...
Oh, moment! ....
Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk.
Glauben Sie nicht, dass solche Irren sowieso in Kauf nehmen, bei Ihrer Aktion, spätestens durch die Polizei, getötet zu werden?
Da wird die Aussicht auf die Todesstrafe wohl kaum abschreckend wirken...
...Breivik von der Tat abgehalten hätte. An den USA sieht man doch, dass die Todesstrafe nicht sonderlich abschreckend wirkt. Gerade Amokläufer haben doch ohnehin mit ihrem Leben abgeschlossen und würden allzu gern zum Märtyrer gemacht werden.
Warum git es dann in den USA wesentlich mehr Morde und Gewalttaten als in Europa? Dort müssten doch paradisische Zustände herrschen.
Dass das Todesstrafen-argument Schwachsinn ist, wurde ja bereits in den vorherigen Kommentaren dargestellt. Dem würde ich gerne noch hinzufügen, dass bei Gefängnissstrafen die Bestrafung im Freiheitsentzug besteht, nicht in schlechten Haftbedingungen.
Die Todesstrafe drückt aus, dass es der Staat für gerechtfertigt hält, in gewissen Situationen nicht unmitelbarer Gefahr zu töten. Die Todesstrafe schafft eine Rechtsgrundlage, die die meisten Attentäter analog für sich in Anspruch nehmen, schliesslich sähen sie eine ebensolche abstrakte Gefährdung - so wie ja auch die Figur dieses Artikels.
Die Todesstrafe verroht. In Staaten mit ihr passieren nicht weniger Gewalttaten, sondern mehr und härtere.
Die Todesstrafe ist ein Mittel für schlichte Gemüter, die meinen, dass man "irgendetwas ja machen muss" - und sei es das Falsche, Hauptsache Aktion.
Man braucht nur nach USA zu schauen, um zu sehen, dass die Todesstrafe nicht funktioniert. Zugegeben, der hingerichtete wird nicht wieder straffällig, andere lassen sich aber nicht unbedingt davon abhalten.
Hallo Herr Forentroll,
Ihre Gesinnung bringt solche Monster wie Breivik erst hervor, da sie alles, was nicht weiß, preußisch und konservativ als linkes Geschmeiß, liberale Spinner und Islamisten bezeichnen. Auf solchem Boden wachsen die "Grapes of Wrath". Ich verweise auf diverse Folterkeller und Massengräber unbekannter Soldaten.
Wenn meine Welt so dunkel wäre, müsste ich sie hassen, das tue ich aber nicht, sondern werde für sie beten.
C
Mit Verlaub, dass ist Unfug was Sie da von sich geben.
Würde man ihrer Argumentation folgen dürfte es in Ländern in denen es die Todesstrafe verhängt werden kann keine derartigen Verbrechen geben. Nun wurden aber gerade in den USA sozusagen dem Mutterland der Amokläufe zwischen 1966 und 2010 153 Menschen bei Amokläufen getötet. Dort gibt es die Todesstrafe und sie wird in einigen Bundesstaaten auch häufig angewendet, trotzdem gibt es auch dort Morde und zwar tausende jedes Jahr. die Todesstrafe taugt nicht zur Abschreckung schon gar nicht für einen gestörten und ideologisch verblendeten Täter wie Breivik.
Ist das eine neue Form von Humor oder schlicht offen zur Schau gestellte Ignoranz?
"Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal."
oder? :)
Seit der Abschaffung der Todesstrafe versinkt Europa in Gewalt, Terror und Massenmord - die Kriminalität floriert in unerhörter weise. Vor allem im liberalen Skandinavien kann man als guter Bürger nicht einmal mehr auf die Straße gehen kann, ohne von marodierenden Jugendgangs, Breiviks, Islamisten, Elchen abgeschlachtet zu werden. In einer westlichen Gesellschaft, die die Todesstrafe konsequent anwenden würde - man schaue etwa auf die Vereinigten Staaten, wo man Mord und Gewalt nur aus den Geschichtsbüchern kennt - wären solche Zustände undenkbar.
Die Zahlen sprechen Bände: http://en.wikipedia.org/w...
Oh, moment! ....
Entfernt. Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk.
Glauben Sie nicht, dass solche Irren sowieso in Kauf nehmen, bei Ihrer Aktion, spätestens durch die Polizei, getötet zu werden?
Da wird die Aussicht auf die Todesstrafe wohl kaum abschreckend wirken...
...Breivik von der Tat abgehalten hätte. An den USA sieht man doch, dass die Todesstrafe nicht sonderlich abschreckend wirkt. Gerade Amokläufer haben doch ohnehin mit ihrem Leben abgeschlossen und würden allzu gern zum Märtyrer gemacht werden.
Warum git es dann in den USA wesentlich mehr Morde und Gewalttaten als in Europa? Dort müssten doch paradisische Zustände herrschen.
Dass das Todesstrafen-argument Schwachsinn ist, wurde ja bereits in den vorherigen Kommentaren dargestellt. Dem würde ich gerne noch hinzufügen, dass bei Gefängnissstrafen die Bestrafung im Freiheitsentzug besteht, nicht in schlechten Haftbedingungen.
Die Todesstrafe drückt aus, dass es der Staat für gerechtfertigt hält, in gewissen Situationen nicht unmitelbarer Gefahr zu töten. Die Todesstrafe schafft eine Rechtsgrundlage, die die meisten Attentäter analog für sich in Anspruch nehmen, schliesslich sähen sie eine ebensolche abstrakte Gefährdung - so wie ja auch die Figur dieses Artikels.
Die Todesstrafe verroht. In Staaten mit ihr passieren nicht weniger Gewalttaten, sondern mehr und härtere.
Die Todesstrafe ist ein Mittel für schlichte Gemüter, die meinen, dass man "irgendetwas ja machen muss" - und sei es das Falsche, Hauptsache Aktion.
Man braucht nur nach USA zu schauen, um zu sehen, dass die Todesstrafe nicht funktioniert. Zugegeben, der hingerichtete wird nicht wieder straffällig, andere lassen sich aber nicht unbedingt davon abhalten.
Hallo Herr Forentroll,
Ihre Gesinnung bringt solche Monster wie Breivik erst hervor, da sie alles, was nicht weiß, preußisch und konservativ als linkes Geschmeiß, liberale Spinner und Islamisten bezeichnen. Auf solchem Boden wachsen die "Grapes of Wrath". Ich verweise auf diverse Folterkeller und Massengräber unbekannter Soldaten.
Wenn meine Welt so dunkel wäre, müsste ich sie hassen, das tue ich aber nicht, sondern werde für sie beten.
C
Mit Verlaub, dass ist Unfug was Sie da von sich geben.
Würde man ihrer Argumentation folgen dürfte es in Ländern in denen es die Todesstrafe verhängt werden kann keine derartigen Verbrechen geben. Nun wurden aber gerade in den USA sozusagen dem Mutterland der Amokläufe zwischen 1966 und 2010 153 Menschen bei Amokläufen getötet. Dort gibt es die Todesstrafe und sie wird in einigen Bundesstaaten auch häufig angewendet, trotzdem gibt es auch dort Morde und zwar tausende jedes Jahr. die Todesstrafe taugt nicht zur Abschreckung schon gar nicht für einen gestörten und ideologisch verblendeten Täter wie Breivik.
Ist das eine neue Form von Humor oder schlicht offen zur Schau gestellte Ignoranz?
"Ich bin für die Todesstrafe. Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal."
oder? :)
Pardon, aber mit dem Prozessbrimborium um diesen Massenmörder gibt sich der (norwegische) Rechtsstaat der Lächerlichkeit preis.
Das soll nicht heißen, dass man mit so einem "kurzen Prozess" machen sollte. Aber auf alle Fälle ein kürzeren...!
wichtig ist, dass diese rassistische braune Sosse nach oben gespült und erkennbar wird. Ich halte den Angeklagten nicht für unzurechnungsfähiger als manchen mit Kommentatoren.
Der Angeklagte hat nur das gemacht, was viele andere denken. Die alle als geisteskrank darzustellen fällt schwer. Das ist der gleiche Sumpf aus dem in Deutschland die Nationalsozialisten hervorgekrochen waren.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au.
wichtig ist, dass diese rassistische braune Sosse nach oben gespült und erkennbar wird. Ich halte den Angeklagten nicht für unzurechnungsfähiger als manchen mit Kommentatoren.
Der Angeklagte hat nur das gemacht, was viele andere denken. Die alle als geisteskrank darzustellen fällt schwer. Das ist der gleiche Sumpf aus dem in Deutschland die Nationalsozialisten hervorgekrochen waren.
[...]
Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au.
So sehr ich inhaltlich nichts am Artikel auszusetzen habe, so sehr bedauere ich doch, dass die Überschrift reißerisch ist - wie sonst bei Spiegel Online - was ich vor allem aus dem Grund nicht mehr so oft lese wie Zeit online.
Die Überschrift ist hier zweideutig.
Der Hauptstreitpunkt bei dem Verfahren ist ja, ob Breivik unzurechnungsfähig ist oder nicht.
Und ich verstehe das Ziel der Verteidigung so, dass sie beweisen wollen, dass es auch andere Menschen gibt, die genau so extremistisch denken wie Breivik. Und da diese anderen Menschen als zurechnungsfähig gelten, müsste dann Breivik auch zurechnungsfähig sein.
Nebenbei schafft sich Breivik wieder für sich die Bühne, weil nun die Justiz sich auch mit der Frage geschäftigen muss, wie sie die extreme Ansichten dieser anderen Zeugen einzuordnen zu hat (vielleicht sind sie ja alle unzurechungsfähig, auch wenn sie noch nicht gemordet haben? oder ist Breivik anders als diese anderen Extremisten?)
Und gerade da ist das Wort "Freaks" in der Überschrift widersprüchllich, denn "Freaks" suggeriert eher, dass diese anderen Zeugen auch unzurechungsfähig wäre. Dann könnten sie aber Breivik nicht entlasten.
Die Überschrift ist hier zweideutig.
Der Hauptstreitpunkt bei dem Verfahren ist ja, ob Breivik unzurechnungsfähig ist oder nicht.
Und ich verstehe das Ziel der Verteidigung so, dass sie beweisen wollen, dass es auch andere Menschen gibt, die genau so extremistisch denken wie Breivik. Und da diese anderen Menschen als zurechnungsfähig gelten, müsste dann Breivik auch zurechnungsfähig sein.
Nebenbei schafft sich Breivik wieder für sich die Bühne, weil nun die Justiz sich auch mit der Frage geschäftigen muss, wie sie die extreme Ansichten dieser anderen Zeugen einzuordnen zu hat (vielleicht sind sie ja alle unzurechungsfähig, auch wenn sie noch nicht gemordet haben? oder ist Breivik anders als diese anderen Extremisten?)
Und gerade da ist das Wort "Freaks" in der Überschrift widersprüchllich, denn "Freaks" suggeriert eher, dass diese anderen Zeugen auch unzurechungsfähig wäre. Dann könnten sie aber Breivik nicht entlasten.
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare zum konkreten Artikelinhalt. Danke, die Redaktion/au.
Warum lesen Sie die ZEIT?
Warum lesen Sie die ZEIT?
Schade das Peder Jensen nicht angehört wird, das hätte interessant werden können - Peder Jensen kann wohl kaum als 'Freak', 'geistesgestört' oder 'Rechts' diskreditieren werden, wie der Rest der hier dargestellten Zeugen.
Wie ich der Formulierung "nicht anhören wird das Gericht dagegen Peder Jensen" entnehme, hat in dem Fall das Gericht die Aussage des Zeugen abgelehnt und nicht der Zeuge selber? Warum? Will man Peder Jensen für seine - durchaus kontroversen - Thesen keine Plattform bieten? Könnte ich mir als Grund zumindest vorstellen. Aber das ist der falsche Weg
Wieso kann ein geladener Zeuge einfach absagen, als ginge es um eine Sylvesterparty? Due Zeugen können doch vor Gericht deutlich machen, worin sich ihre Weltsicht von der Breiviks unterscheidet. Darum geht's doch. Leider verhindert diese Praxis eine grundlegende Aufarbeitung der Vorfälle und ihrer Hintergründe.
Es scheint, die Debatte um das Vordringen des Islam soll nicht geführt werden. Das ist nicht gut.
"Wie ich der Formulierung 'nicht anhören wird das Gericht dagegen Peder Jensen' entnehme, hat in dem Fall das Gericht die Aussage des Zeugen abgelehnt und nicht der Zeuge selber?"
Manchmal hilft es, wenn man einfach den ganzen Artikel liest. Denn dann findet man:
"Vergangene Woche wurde dann bekannt, dass Jensen sich entschieden hat, gar nicht auszusagen. Als Grund gab er an, Breivik sei schlecht von seinen Anwälten behandelt worden."
Ich weiß nicht, welches Interesse Sie an Jensens Thesen haben, aber mit der Verschwörungstheorie wird es diesmal leider nichts.
Wieso kann ein geladener Zeuge einfach absagen, als ginge es um eine Sylvesterparty? Due Zeugen können doch vor Gericht deutlich machen, worin sich ihre Weltsicht von der Breiviks unterscheidet. Darum geht's doch. Leider verhindert diese Praxis eine grundlegende Aufarbeitung der Vorfälle und ihrer Hintergründe.
Es scheint, die Debatte um das Vordringen des Islam soll nicht geführt werden. Das ist nicht gut.
"Wie ich der Formulierung 'nicht anhören wird das Gericht dagegen Peder Jensen' entnehme, hat in dem Fall das Gericht die Aussage des Zeugen abgelehnt und nicht der Zeuge selber?"
Manchmal hilft es, wenn man einfach den ganzen Artikel liest. Denn dann findet man:
"Vergangene Woche wurde dann bekannt, dass Jensen sich entschieden hat, gar nicht auszusagen. Als Grund gab er an, Breivik sei schlecht von seinen Anwälten behandelt worden."
Ich weiß nicht, welches Interesse Sie an Jensens Thesen haben, aber mit der Verschwörungstheorie wird es diesmal leider nichts.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Vergleiche, die lediglich der Provokation dienen. Danke. Die Redaktion/ag
Bitte bedenken Sie, dass der Kommentarbereich der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten ist. Ihre Moderations-kritik können Sie an community@zeit.de senden. Danke. Die Redaktion/ag
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