BürgerkriegSyrisches Regime droht mit Militäroffensive

Die syrische Führung droht mit einer Eskalation: Wenn die Opposition nicht innerhalb von 24 Stunden ihre Waffen niederlegt, will die Armee eine Offensive starten.

Ein syrischer Panzer in der Nähe von Idlib (Archivbild)

Ein syrischer Panzer in der Nähe von Idlib (Archivbild)

Die syrische Führung hat den Rebellen ein Ultimatum zur Einstellung der Kämpfe gestellt. Mehrere regierungsnahe Medien meldeten, die bewaffneten Regimegegner hätten 24 Stunden Zeit, um ihre Waffen niederzulegen und sich den Behörden zu stellen. Sollten sie dies nicht tun, werde die Armee "den Terroristen mit militärischen Mitteln" zu Leibe rücken. Dies habe die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad auch dem Syrien-Sondervermittler Kofi Annan mitgeteilt.

Die Opposition beobachtet nach eigenen Angaben schon seit mehreren Tagen eine Änderung der Strategie der syrischen Truppen. Die Armee versuche, die vornehmlich sunnitischen Regimegegner aus bestimmten Wohngebieten zu vertreiben, sodass größere Gebiete regimetreuer Kräfte entstehen könnten. Syriens Präsident Assad gehört der Minderheit der Alawiten an.

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Die Kämpfe in Syrien dauern unvermindert an. Bei einem Autobombenanschlag, zwei schweren Explosionen und Gefechten starben binnen weniger Stunden mindestens zehn Zivilisten und zwei Rebellen, Dutzende Menschen wurden verletzt. In der Hauptstadt Damaskus wurde nach Angaben von Aktivisten auch ein Waffenlager der Regierungstruppen angegriffen.

Amnesty dokumentiert Gewalttaten

Die Aktivisten des syrischen Beobachtungszentrums für Menschenrechte teilten mit, Regierungstruppen hätten erneut schwere Waffen eingesetzt. Nach Angaben der Opposition flogen Hubschrauber des Regimes Kampfeinsätze.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat der syrischen Führung vorgeworfen, systematisch Gewalttaten gegen Zivilisten zu verüben. Regierungstruppen und regimetreue Milizen seien für schwere Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich, heißt es in dem Bericht der Organisation.

Westerwelle hofft auf russisches Einlenken

In den internationalen Bemühungen um ein Ende der Kämpfe in Syrien sieht Außenminister Guido Westerwelle die russische Unterstützung für das Regime langsam schwinden. Westerwelle sprach von "vorsichtigen ersten Zeichen einer gewissen Bewegungsbereitschaft" auf der russischen Seite. Bislang hatte die UN-Veto-Macht Russland ein schärferes Vorgehen gegen das Assad-Regime im Weltsicherheitsrat stets verhindert.

Westerwelle traf sich am Rande einer Afghanistan-Konferenz in Kabul mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Dabei forderte Westerwelle ein "konstruktives Einwirken" Russlands auf Syrien. Der deutsche Außenminister bezeichnete die Entwicklung in Syrien als sehr beunruhigend. "Die Bilder und Nachrichten werden immer schlimmer." Wichtig sei deshalb, die Suche nach einer politischen Lösung entschieden voranzutreiben, wozu insbesondere Russland gebraucht werde.

Die USA hatten zuvor ihren Vorwurf bekräftigt, dass von Russland gelieferte Hubschrauber in Syrien gegen Zivilisten eingesetzt werden. US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland blieb auch bei der Darstellung, dass neue russische Angriffshelikopter für das Assad-Regime auf dem Weg nach Syrien seien, wie US-Außenministerin Hillary Clinton erklärt hatte. Russland hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
 

 
Leserkommentare
  1. Frontline News – the real stuff: No. 3, 13. Juni 2012
    Syrien: Aufständische und Terroristen wollen Kampfzone entlang der türkischen Grenze einrichten

    Während in Homs die Häuserkämpfe langsam enden, fliehen die Regierungsgegner nach Norden und Osten, um sich erneut festzusetzen.

    Von Christoph R. Hörstel

    In Homs gehen die Hausdurchsuchungen langsam zu Ende, dauern jedoch in den nahegelegenen Vorstädten Rastan und im Stadtbezirk Khaldiyeh noch an.

    Aufständische und Terroristen fliehen Richtung Hafeh, wo gerade erst am Vergangenen Wochenende wieder Ruhe eingekehrt war. Sie treffen dort auf ihre Waffenbrüder aus Richtung Türkei und Idlib.
    Diese vereinigten Kräfte versuchen nun, in Hafeh eine neue Basis aufzubauen, um ihr verlorenes Zentrum in Homs zu ersetzen. Hafeh ist ein wichtiger und belebter Durchgangsort in Richtung Türkei und Idlib, von dort aus führen weitere Versorgungsstraßen weiter ostwärts zu den Terror- und Flüchtlingscamps in der Türkei.

    Fortsetzung auf:

    http://www.facebook.com/I...

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    krass, da war ich zu langsam ;) Aber gut, ich habe den Link vergessen zu Facebook...

    krass, da war ich zu langsam ;) Aber gut, ich habe den Link vergessen zu Facebook...

  2. Syrische Sicherheitskräfte haben einen ehemaligen Häftling des US-Folterlagers Guantanamo festgenommen. Der aus der ostlibyschen Küstenstadt Derna stammende Mann wurde in Homs gefasst und zur Vernehmung nach Damaskus gebracht.

    Unterdessen bringt die Armee schwere Waffen nach Aleppo und die nordöstliche Stadt Hassakeh, um die Einrichtung einer Kampfzone entlang der türkischen Grenze auf syrischem Territorium zu verhindern.

    http://german.irib.ir/nac...

    Nachdem Homs weitesgehend zurückerobert wurde und dutzende Waffenlager und Sprengstoffdepots ausgehoben wurde, wollen die zersprengten Milizen eine neue Front gründen.

    Aufständische und Terroristen fliehen Richtung Hafeh, wo gerade erst am Vergangenen Wochenende wieder Ruhe eingekehrt war. Sie treffen dort auf ihre Waffenbrüder aus Richtung Türkei und Idlib.

    Diese vereinigten Kräfte versuchen nun, in Hafeh eine neue Basis aufzubauen, um ihr verlorenes Zentrum in Homs zu ersetzen. Hafeh ist ein wichtiger und belebter Durchgangsort in Richtung Türkei und Idlib, von dort aus führen weitere Versorgungsstraßen weiter ostwärts zu den Terror- und Flüchtlingscamps in der Türkei.

    Bitte Bitte legt eure Waffen nieder! Solange militante Regimegegner Panzer und Regierungsgebäude in die Luft jagen werden dazwischen Zivilisten sterben.

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    Geschätzter Medialist
    Ich bin sicher, dass der ehemalige Guantanamo Häftling gemeinsam mit den gefassten französischen Kommandos in einer syrischen Zelle schmachten und zeitnah der Weltöffentlichkeit vorgeführt werden wird.
    In der der Zwischenzeit bleibe ich der Meinung dass im Rahmen eines UN-Mandates Schutzzonen für die Zivilbevölkerung sowie Hilfskorridore erzwungen werden sollen. Die Kontrahenten müssen (auch mit militärischen Mitteln) getrennt und an den Verhandlungstisch geführt werden.

    Geschätzter Medialist
    Ich bin sicher, dass der ehemalige Guantanamo Häftling gemeinsam mit den gefassten französischen Kommandos in einer syrischen Zelle schmachten und zeitnah der Weltöffentlichkeit vorgeführt werden wird.
    In der der Zwischenzeit bleibe ich der Meinung dass im Rahmen eines UN-Mandates Schutzzonen für die Zivilbevölkerung sowie Hilfskorridore erzwungen werden sollen. Die Kontrahenten müssen (auch mit militärischen Mitteln) getrennt und an den Verhandlungstisch geführt werden.

  3. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich konstruktiv. Danke, die Redaktion/se

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  4. krass, da war ich zu langsam ;) Aber gut, ich habe den Link vergessen zu Facebook...

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  5. Genau anders herum wird ein Schuh draus: Assad stellt sich mitsamt seiner Junta innerhalb der nächsten 24 Stunden dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, oder er hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn er und sein Regime endet die die uneinsichtigen Tyrannen von Bagdad und Tripolis.

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    Auch hier ein interessantes Bericht aus Demaskus, und zwar zwei Tage bevor das "Assad foltert Kinder" Meldung aus NY/Washington eintraff:

    http://www.voltairenet.or...

    Sollte die Armee tatsächliche diese Offensive umsetzen, dann werden die Rebellen nur noch mehr Zulauf erhalten (die Unterstützung vom Westen haben sie ja bereits) und dann im schlimmsten Fall täglich Bombenangriffe durchführen, was wieder eine Verschärfung der Massnahmen durch die Regierung zur Folge hätte.
    Die Entwicklung wird jedoch eine andere sein, als in Libyen. Auf die Unterschiede wurde schon oft genug verwiesen, genauso wie auf die Uneinsichtigkeit der Rebellen. Was genau soll Assad denn Ihrer Meinung nach konkret einsehen?
    Schade das der Abschnitt "Amnesty" vergisst die militanten Rebellen zu erwähnen.

    Auch hier ein interessantes Bericht aus Demaskus, und zwar zwei Tage bevor das "Assad foltert Kinder" Meldung aus NY/Washington eintraff:

    http://www.voltairenet.or...

    Sollte die Armee tatsächliche diese Offensive umsetzen, dann werden die Rebellen nur noch mehr Zulauf erhalten (die Unterstützung vom Westen haben sie ja bereits) und dann im schlimmsten Fall täglich Bombenangriffe durchführen, was wieder eine Verschärfung der Massnahmen durch die Regierung zur Folge hätte.
    Die Entwicklung wird jedoch eine andere sein, als in Libyen. Auf die Unterschiede wurde schon oft genug verwiesen, genauso wie auf die Uneinsichtigkeit der Rebellen. Was genau soll Assad denn Ihrer Meinung nach konkret einsehen?
    Schade das der Abschnitt "Amnesty" vergisst die militanten Rebellen zu erwähnen.

  6. Auch hier ein interessantes Bericht aus Demaskus, und zwar zwei Tage bevor das "Assad foltert Kinder" Meldung aus NY/Washington eintraff:

    http://www.voltairenet.or...

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    gestern haben alle anderen golfstaaten die syrieschen fernsehsender abgeschaltet

    http://www.thenational.ae...

    deshalb ist das absolut glaubwürdig!

    bitte dranbleiben

    Lachhafte Quelle. Während des Libyenkonflikts postete der gute Herr permanent Botschaften über die Unbesiegbarkeit von Gaddafsi Armee. Als sich diese schon in Auflösung befand war er es, der dies als reine Propaganda darstellte.

    gestern haben alle anderen golfstaaten die syrieschen fernsehsender abgeschaltet

    http://www.thenational.ae...

    deshalb ist das absolut glaubwürdig!

    bitte dranbleiben

    Lachhafte Quelle. Während des Libyenkonflikts postete der gute Herr permanent Botschaften über die Unbesiegbarkeit von Gaddafsi Armee. Als sich diese schon in Auflösung befand war er es, der dies als reine Propaganda darstellte.

    • Mehmet
    • 14.06.2012 um 21:04 Uhr

    Die Rebellen ziehen sich wahrscheinlich an die türkische Grenze zurück, weil dort die Hauptversorgungslinien liegen, und die Rebellen wahrscheinlich eingeplant haben, dass die syrische Armee einige Verbände nun dahin verlegen werden. Die Türkei wird dies wahrscheinlich als Bedrohung ansehen. Den Rest kann man sich bei einer Eskalation denken. :)

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    • WiHi
    • 15.06.2012 um 19:25 Uhr

    “In der Türkei haben oppositionelle Anwälte die syrischen Flüchtlingslager besucht. Sie haben die Abwesenheit von mehr als tausend Flüchtlingen die von den Vereinten Nationen im Stammlager registriert sind bestätigt und wiesen stattdessen auf die Anwesenheit von einem Waffenlager im Camp hin. Sie haben auch im Parlament gefordert, dass Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die steigende Menge an humanitärer Hilfe an Phantomflüchtlinge enthüllt. Die Abgeordneten behaupten, dass die Flüchtlingslager ein Deckmantel für eine geheime militärische Operation ist, in Wahrheit zur Unterbringung von Kombattanten, hauptsächlich Libyer, die es als Basis im Hinterland benutzen. Die Abgeordneten werden erklären, dass die Kämpfer diejenigen sind, die in den Bezirk Houla eingebracht worden sind als das Massaker verübt wurde.“

    http://www.voltairenet.or...

    Die Sprecherin des SNC Basma Kadmani posiert mit dem FSA Terrorristen Abdel Salam genannt Aldlol in Hatay/Türkei.

    http://haber.sol.org.tr/s...

    MfG WH

    • WiHi
    • 15.06.2012 um 19:25 Uhr

    “In der Türkei haben oppositionelle Anwälte die syrischen Flüchtlingslager besucht. Sie haben die Abwesenheit von mehr als tausend Flüchtlingen die von den Vereinten Nationen im Stammlager registriert sind bestätigt und wiesen stattdessen auf die Anwesenheit von einem Waffenlager im Camp hin. Sie haben auch im Parlament gefordert, dass Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die steigende Menge an humanitärer Hilfe an Phantomflüchtlinge enthüllt. Die Abgeordneten behaupten, dass die Flüchtlingslager ein Deckmantel für eine geheime militärische Operation ist, in Wahrheit zur Unterbringung von Kombattanten, hauptsächlich Libyer, die es als Basis im Hinterland benutzen. Die Abgeordneten werden erklären, dass die Kämpfer diejenigen sind, die in den Bezirk Houla eingebracht worden sind als das Massaker verübt wurde.“

    http://www.voltairenet.or...

    Die Sprecherin des SNC Basma Kadmani posiert mit dem FSA Terrorristen Abdel Salam genannt Aldlol in Hatay/Türkei.

    http://haber.sol.org.tr/s...

    MfG WH

  7. Sollte die Armee tatsächliche diese Offensive umsetzen, dann werden die Rebellen nur noch mehr Zulauf erhalten (die Unterstützung vom Westen haben sie ja bereits) und dann im schlimmsten Fall täglich Bombenangriffe durchführen, was wieder eine Verschärfung der Massnahmen durch die Regierung zur Folge hätte.
    Die Entwicklung wird jedoch eine andere sein, als in Libyen. Auf die Unterschiede wurde schon oft genug verwiesen, genauso wie auf die Uneinsichtigkeit der Rebellen. Was genau soll Assad denn Ihrer Meinung nach konkret einsehen?
    Schade das der Abschnitt "Amnesty" vergisst die militanten Rebellen zu erwähnen.

    Eine Leserempfehlung

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