Syrien: "Es geht nur noch um militärische Gewinne"
Der UN-Beobachterchef sieht kaum Friedensbemühungen in Syrien. Westliche Politiker behaupten, Russland verhandle bereits über einen Regimewechsel.
Der Chef der UN-Beobachter in Syrien, Robert Mood, sieht keine Bereitschaft in dem Land für eine politischen Lösung des Konflikts. Es gehe eher darum, militärische Gewinne zu machen, sagte der norwegische Generalmajor. Er äußerte sich nicht konkret dazu, ob er dies auf die Regierung oder die Aufständischen bezieht. Eine spätere Äußerung Moods lässt aber darauf schließen, dass er beide Konfliktparteien meinte. Er sagte: "Die Gewalt hat in den vergangenen zehn Tagen zugenommen, befeuert von beiden Seiten, mit Verlusten auf beiden Seiten und mit einer deutlichen Gefährdung unserer Beobachter."
Trotzdem will Mood am Friedensplan von Kofi Annan festhalten. "Ich bin immer noch davon überzeugt, dass dieser, zusammen mit diplomatischen und politischen Aktivitäten, Syrien vom Abgrund zurückhalten kann", sagte Mood in einem Video, das seine Mission ins Internet stellte. Zuletzt hatten Massaker der Regime-Streitkräfte an der syrischen Zivilbevölkerung, die die Beobachter dokumentiert hatte, Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Plans des Syrien-Vermittlers Annan aufkommen lassen. Unbewaffnet zu sein, sei die Hauptstärke der Beobachtermission, sagte Mood.
Unterdessen mehren sich die Berichte darüber, dass die russische Regierung zu Gesprächen über einen Machtwechsel in Syrien bereit sei. "Die Russen hängen nicht mehr an der Person von Baschar al-Assad", dem syrischen Staatschef, sagte Frankreichs Außenminister Laurent Fabius. "Sie sehen deutlich, dass er ein Tyrann und Mörder ist", fügte er hinzu. Es stelle sich aber die Frage, wer Assad nachfolgen solle. "Darüber gibt es Gespräche", sagte Fabius.
Russland dementiert Gerüchte über russischen Positionswechsel
Bereits am Donnerstag hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Afghanistan Gespräche über einen Machtwechsel in Syrien nach dem Vorbild Jemens bestätigt. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von Bewegung auf russischer Seite.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow bestritt hingegen, dass sich die Position Russlands geändert habe. Derartige Gespräche habe es nicht gegeben und könne es nicht geben, sagte Lawrow. Das stehe "in vollständigem Widerspruch" zur russischen Position. "Wir sind nicht in Regierungswechsel über den UN-Sicherheitsrat oder politische Komplotte verwickelt", fügte er hinzu.





Die ganze Welt diskutiert das Massaker von Hula. Die FAZ hat den seriösen Versuch gemacht,die Hinweise auf die Verursacher an Hand von Ablauf und Ergebnis zu analysieren.
Die FAZ präsentiert eine Bewertung mit folgenden offenen Fragen:
"Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in der vergangenen Woche diese Version auf der Grundlage von Berichten von Augenzeugen in Frage gestellt. Sie hatte berichtet, dass die getöteten Zivilisten Alawiten und Schiiten waren. Sie wurden in Taldou, einer Stadt der Ebene von Hula, gezielt von bewaffneten Sunniten getötet, während um die Ortschaft um Straßenkontrollen heftige Gefechte zwischen der regulären Armee und Einheiten der Freien Syrischen Armee stattfanden. Diese Darstellung ist von vielen Medien weltweit aufgegriffen und von vielen als unglaubwürdig verworfen worden."
"Daher stellen sich vier Fragen: Weshalb folgt die Weltmeinung bislang einer anderen Version? Weshalb macht der Kontext des Bürgerkriegs die bezweifelte Version plausibel? Weshalb sind die Zeugen glaubwürdig? Welche weiteren Fakten stützen die Version?"
http://www.faz.net/aktuel...
Wenn Sie andere Beweise haben, legen Sie sie auf den Tisch.
Hinweis (von der Redaktion übernommen)
"Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke"
Hinweis an die Redaktion: das nenne ich kritische Berichterstattung, wie sie in alten Zeiten üblich war.
Berichte aus nicht-westlichen Medien werden von Euch ja konsequent ignoriert. Aber was sagt Ihr denn jetzt zu den Berichten bzw. Erkenntnissen Eurer Kollegen von der FAZ?
Seit Monaten trommelt Ihr nun für eine Invasion in Syrien, übernehmt unkritisch Behauptungen einer der Kriegsparteien und beschuldigt einseitig - hart an der Grenze zur Volksverhetzung - samt und sonders Angehörige bestimmter Glaubensrichtungen in Syrien. Es ist die unkritische Unterstützung der syrischen Opposition durch die Politik und durch die Medien des Westens, welche eine politische Lösung unmöglich macht.
Die perverse Instrumentalisierung der Ereignisse von Hula, die aus Opfern Täter und aus Tätern Opfer macht, habt Ihr mitzuverantworten!
Man kann nur pro Assad sein wenn man davon profitiert. Ich kann mir auch was besseres für Syrien vorstellen als einen Diktator. Die "Freunde Syriens" sind es bestimmt nicht. Sonst würde sie nicht die Rebellen unterstützen. Freunde lösen keinen Bürgerkerieg aus, sie verhandeln. Weil sie aber das gemacht haben, müssten sei sich nun auch als erste zurückziehen, ihre Waffen abgeben und verschwinden. Den Schaden den sie angerichtet haben ist schon groß genug.
Das Leid der Menschen kümmert offensichtlich niemanden, auch nicht die deutsche Presse. Man ist immer damit beschäftigt, jemandem die Schuld zuzuschieben. Für die, die leiden ist das aber das geringste Problem.
Wir sollten nicht vergessen, das diejenigen die hier ständig die Schuld für die Gewaltexzesse in die eine Ecke schieben, diejenigen sind, die der anderen Ecke das Geld geben für bessere Waffen und Propaganda.
Da wir mitlerweile ja wissen, dass aber auch alle Beteiligten auf dem Rücken der Syrer ihr eigenes Süppchen kochen, glauben wir auch keinem mehr, nicht mal mehr Kofi Annan.
Und vergessen dürfen wir nicht, das von Rechts wegen die einzig legitime Position die der syrischen Machthaber ist. Nicht diejenige derer, die uns Ihr "Mitgefühl" für die syrische Bevölkerung vorgaukeln um deren Land zu besetzen.
Entfernt. Über konstruktive Kritik würden wir uns freuen. Danke, die Redaktion/mk
Ich wäre an Ihrer Stelle mit der Bezichtigung der Lüge doch etwas vorsichtiger!
Außer ich wäre selbst in Hula dabei gewesen und könnte mit Bestimmtheit sagen, wer hier wen umgebracht hat...
Kreisen! Da von der russischen Seite kein Aeusserung in diese Richtung kam, kann man davon ausgehen dass Taktik bei der Aeusserung sehr wohl mitgespielt hat. Russland und China waren die einzigen Staaten in der NATO-Versammlung, die den militaeerischen Ansturm verhinderten und damit eine noch groessere Katastrophe verhindert haben! Schade, dass nun wieder innerhalb der NATO versucht wird, die Partner Syriens als unglaubwuerdig bzw. als Falschspieler darzustellen.
Es waere gut diese politische Taktik zum Wohl der Bevoelkerung nicht zu benutzen und Assad und Syriens Bevoelkerung humanitaere Gueter zukommen zu lassen! Das waere wichtig! Und nicht irgendwelche militaerischen Ueberpruefungen, die die Lage nicht differenziert betrachten, sondern die Vermischung vergroessern! Zudem waere es an der Zeit die UNO und die NATO auseinander zu halten! Ein Land muss nicht militaerisch befriedet werden, damit es eine Aufhebung der Sanktionen erreicht! Das wuerde einer Umerziehung gleichkommen, die kein vernuenftiger Mensch moechte! Zudem laufen nun bestimmte Entwicklungen neben einander, die im Grunde nichts mit einer Revolutin zu tun haben, sondern nur mit der Erreichung von lebenswerten Umstaenden!
Danke für den Link zur faz.
Ich kenne Syrien. Die Darstellung der FAZ passt. Eine typisch syrische Lösung, dieses Massaker, wenn der Diktator fehlt. Assad Vater wusste schon, warum er mit harter Hand regiert hat. Damit so etwas eben nicht passiert.
Ich frage mich, warum diejenigen, die in der deutschen Presse noch immer für den Krieg und gegen die syrische Regierung trommeln, an ihren Lügen festhalten, obwohl sie die Wahrheit offensichtlich kennen.
Ich an deren Stelle könnte da nicht gut schlafen!
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