SyrienAssad lässt Truppen an Grenze zu Türkei aufmarschieren

Syrien stationiert 2.500 Soldaten, 170 Panzer und Militärfahrzeuge 15 Kilometer vor der türkischen Grenze. Bei der Stadt Duma soll es erneut ein Massaker gegeben haben.

Syrische Truppen in der Nähe der Stadt Idlib (Archivbild)

Syrische Truppen in der Nähe der Stadt Idlib (Archivbild)

SyriensPräsident Baschar al-Assad hat nach Angaben eines Rebellengenerals Truppen an der Grenze zur Türkei aufmarschieren lassen. Schätzungsweise 2.500 Soldaten seien mit 170 Panzern und Militärfahrzeugen etwa 15 Kilometer vor der Grenze stationiert worden, sagte Mustafa al-Scheich.

Ein Teil der Soldaten sei unweit der Stadt Aleppo im Norden Syriens stationiert worden, sagte General al-Scheich unter Berufung auf Kämpfer der Rebellenarmee. Der Truppenaufmarsch sei eine "Demonstration der Stärke" und eine Reaktion auf eine Verstärkung türkischer Truppen an der Grenze zu Syrien nach dem Abschuss eines türkischen Kampfjets vor einer Woche. In türkischen Medien hieß es, die Türkei sei dabei, ein neues Abwehrsystem für Langstreckenraketen für umgerechnet gut 3,2 Milliarden Euro anzuschaffen.

Die syrische Opposition warf den Regierungstruppen vor, ein neues Massaker an der Zivilbevölkerung verübt zu haben. Allein in der Stadt Duma seien mehr als 50 Menschen getötet worden, darunter zwei ganze Familien, sagten Aktivisten.

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Laut Opposition insgesamt 190 Menschen getötet

Die 15 Kilometer vor Damaskus gelegene Stadt wird seit Wochen von Kräften belagert, die zu Präsident Assad halten. "Dies ist ein weiteres Massaker unter vielen Massakern Assads und seiner Geheimpolizei", sagte ein Mann in einem auf Youtube verbreiteten Video, das aus Duma stammen soll.

Auf dem Video sind am Straßenrand aufgereihte, verhüllte Leichen zu sehen. Ein Mann hält den leblosen Körper eines Mädchens auf dem Arm, deren pinkfarbene Bluse blutdurchtränkt ist. Insgesamt wurden am Donnerstag in Syrien nach Oppositionsangaben 190 Menschen getötet. Es war damit einer der opferreichsten Tage in dem seit 16 Monaten anhaltenden Aufstand gegen Assad.

Vor einer am Samstag geplanten internationalen Syrien-Krisenkonferenz äußerte sich Vermittler Kofi Annan zuversichtlich über einen neuen Plan zur Lösung des Konflikts. Es werde eine annehmbare Lösung geben, sagte er.

Beratungen zur Bildung einer Übergangsregierung

In Genf wollen die Außenminister der UN-Vetomächte und aus Staaten der Region über einen neuen Plan des Sondergesandten Annan zur Bildung einer Übergangsregierung in Syrien beraten. Nach Diplomatenangaben wurde bereits darüber verhandelt, Neuigkeiten seien aber nicht vor Abschluss eines Treffens von US-Außenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow an diesem Freitagabend in St. Petersburg zu erwarten. Demnach warnte der Westen bereits vor einem Scheitern der Konferenz, sollte keine Einigung gelingen.

Vor allem Russland und China hatten sich in der Vergangenheit gegen ein hartes Vorgehen der Vereinten Nationen gegen Assad gestemmt und bei zwei Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien verhindert. Zuletzt deutete die Regierung in Moskau zwar Verhandlungsbereitschaft an. Sie wolle aber nicht akzeptieren, dass Assad von vornherein von einer neuen Übergangsregierung ausgeschlossen werde.

 
Leserkommentare
  1. ""Dies ist ein weiteres Massaker unter vielen Massakern Assads und seiner Geheimpolizei""
    -------------------------
    "Propaganda und Wirklichkeit im Syrien-Krieg"
    http://www.zeit.de/politi...

    5 Leserempfehlungen
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    Interessant finde ich den Hinweis

    "Insgesamt wurden am Donnerstag in Syrien nach Oppositionsangaben 190 Menschen getötet"

    Die Quelle ist nicht unbekannt:
    "More than 180 Syrians killed on Thursday 28/6/2012

    117 is the final number of civilian martyrs documented by the SOHR in Syria (Thursday 28/6/2012), documentation includes name and reason of death." davon
    "At least 58 members of the Syrian armed forces were killed."

    Also nicht heute.

    Information aus China: Die Übersicht
    http://www.xinhuanet.com/...

    Die relevante Teilinformation:
    http://news.xinhuanet.com...

    Frage: warum werden die Toten einem neuen Massaker in Douma zugeordnet???

    In den Berichten von SOHR wird von Zivilisten gesprochen.

    Das Bemerkenstwerte:

    Kein Rebell/ Terrorist wurde getötet.

    Nach diesem Ergebnis sollte der Zeit- Titel lauten:

    "Assad tötet die Zivilisten, aber schont die Rebellen."

    Eine zweite Bemerkung: Aufschlussreich sind auch die Formulierungen:

    1. "Vor allem Russland und China hatten sich in der Vergangenheit gegen ein hartes Vorgehen der Vereinten Nationen gegen Assad gestemmt und bei zwei Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien verhindert."

    Beide Staaten hatten sich gegen ein "hartes Vorgehen" gestemmt, d.h. im Klartext: Russland und China setzten sich für eine friedliche Lösung ein. Mit Erfolg: der Sechs Punkte Plan wurde vom UNSC verabschiedet.

    2. "Zuletzt deutete die Regierung in Moskau zwar Verhandlungsbereitschaft an. Sie wolle aber nicht akzeptieren, dass Assad von vornherein von einer neuen Übergangsregierung ausgeschlossen werde."

    Im Klartext: der UNSC blieb bei der Resolution. Um die Resolution durchzusetzen machte Kofi Annan den Vorschlag, eine Kontaktgruppe einzurichten, die Einfluss auf die syrische Regierung und/ oder die Opposition ausüben könnten.

    Russland machte zu dem Zeitpunkt, vor ca. 3 Wochen, den Vorschlag der Konferenz mit gleichem Ziel.

    Frage: wer setzte sich für eine friedliche Lösung ein? Sicherlich nicht die Interventions-Freunde Syriens.

    Interessant finde ich den Hinweis

    "Insgesamt wurden am Donnerstag in Syrien nach Oppositionsangaben 190 Menschen getötet"

    Die Quelle ist nicht unbekannt:
    "More than 180 Syrians killed on Thursday 28/6/2012

    117 is the final number of civilian martyrs documented by the SOHR in Syria (Thursday 28/6/2012), documentation includes name and reason of death." davon
    "At least 58 members of the Syrian armed forces were killed."

    Also nicht heute.

    Information aus China: Die Übersicht
    http://www.xinhuanet.com/...

    Die relevante Teilinformation:
    http://news.xinhuanet.com...

    Frage: warum werden die Toten einem neuen Massaker in Douma zugeordnet???

    In den Berichten von SOHR wird von Zivilisten gesprochen.

    Das Bemerkenstwerte:

    Kein Rebell/ Terrorist wurde getötet.

    Nach diesem Ergebnis sollte der Zeit- Titel lauten:

    "Assad tötet die Zivilisten, aber schont die Rebellen."

    Eine zweite Bemerkung: Aufschlussreich sind auch die Formulierungen:

    1. "Vor allem Russland und China hatten sich in der Vergangenheit gegen ein hartes Vorgehen der Vereinten Nationen gegen Assad gestemmt und bei zwei Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien verhindert."

    Beide Staaten hatten sich gegen ein "hartes Vorgehen" gestemmt, d.h. im Klartext: Russland und China setzten sich für eine friedliche Lösung ein. Mit Erfolg: der Sechs Punkte Plan wurde vom UNSC verabschiedet.

    2. "Zuletzt deutete die Regierung in Moskau zwar Verhandlungsbereitschaft an. Sie wolle aber nicht akzeptieren, dass Assad von vornherein von einer neuen Übergangsregierung ausgeschlossen werde."

    Im Klartext: der UNSC blieb bei der Resolution. Um die Resolution durchzusetzen machte Kofi Annan den Vorschlag, eine Kontaktgruppe einzurichten, die Einfluss auf die syrische Regierung und/ oder die Opposition ausüben könnten.

    Russland machte zu dem Zeitpunkt, vor ca. 3 Wochen, den Vorschlag der Konferenz mit gleichem Ziel.

    Frage: wer setzte sich für eine friedliche Lösung ein? Sicherlich nicht die Interventions-Freunde Syriens.

  2. "Schätzungsweise 2.500 Soldaten seien mit 170 Panzern und Militärfahrzeugen etwa 15 Kilometer vor der Grenze stationiert worden,.."

    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Russen ihren Mittelmeerstützpunkt einfach so aufgeben, wenn die NATO-Türkei in Syrien einmaschieren sollte.

    Wenn es wirklich zum Krieg kommt, können wir nur hoffen, dass es bei einem Stellvertreterkrieg zwischen den Türken und den Syriern bleibt.

    Anderenfalls "Gute Nacht Marie".

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    Ich bezweifle stark, dass Russland sich deswegen auf eine direkte militärische Konfontation mit der NATO einlässt. Selbst wenn Russland nach einem Sturz Assads seinen Stützpunkt verlieren sollt - was ja noch keinesfalls gesagt ist (weder das eine, noch das andere).

    Im Übrigen wird nun wohl niemand mehr von einseitigen Machtdemonstrationen und Provokationen der Türkei sprechen wollen - eine Aussage, die zuvor schon fragwürdig war. Da zündeln beide Seiten fröhlich vor sich hin...

    • joG
    • 29.06.2012 um 18:40 Uhr

    ....wenn Assad geht. Auch sehe ich kaum einen Grund anzunehmen, käme es zum Konflikt zwischen Syrien und der NATO die NATO den russischen Stützpunkt bedrohen würden. Zu was?

    Aber der Artikel spricht etwas an, das eigentümlich ist. Was wollen die Syrien mit so wenigen Soldaten an der Grenze? Um das Land zu kontrollieren gegen Rebellen sind das viel zu wenige. Und gegen einen NATO Kampfverband? Keine zehn Minuten. Was also will er demonstrieren? Inkompetenz?

    Ich bezweifle stark, dass Russland sich deswegen auf eine direkte militärische Konfontation mit der NATO einlässt. Selbst wenn Russland nach einem Sturz Assads seinen Stützpunkt verlieren sollt - was ja noch keinesfalls gesagt ist (weder das eine, noch das andere).

    Im Übrigen wird nun wohl niemand mehr von einseitigen Machtdemonstrationen und Provokationen der Türkei sprechen wollen - eine Aussage, die zuvor schon fragwürdig war. Da zündeln beide Seiten fröhlich vor sich hin...

    • joG
    • 29.06.2012 um 18:40 Uhr

    ....wenn Assad geht. Auch sehe ich kaum einen Grund anzunehmen, käme es zum Konflikt zwischen Syrien und der NATO die NATO den russischen Stützpunkt bedrohen würden. Zu was?

    Aber der Artikel spricht etwas an, das eigentümlich ist. Was wollen die Syrien mit so wenigen Soldaten an der Grenze? Um das Land zu kontrollieren gegen Rebellen sind das viel zu wenige. Und gegen einen NATO Kampfverband? Keine zehn Minuten. Was also will er demonstrieren? Inkompetenz?

  3. Ich bezweifle stark, dass Russland sich deswegen auf eine direkte militärische Konfontation mit der NATO einlässt. Selbst wenn Russland nach einem Sturz Assads seinen Stützpunkt verlieren sollt - was ja noch keinesfalls gesagt ist (weder das eine, noch das andere).

    Im Übrigen wird nun wohl niemand mehr von einseitigen Machtdemonstrationen und Provokationen der Türkei sprechen wollen - eine Aussage, die zuvor schon fragwürdig war. Da zündeln beide Seiten fröhlich vor sich hin...

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    Syrien zündelt nicht. Dies ist eine Reaktion darauf, dass 25.000 (!) Soldaten auf der anderen Seite der Grenze aufmarschiert sind, und die Türkei ziemlich deutlich mit Krieg gedroht hat, nachdem der passende Vorfall provoziert worden war. Ausserdem unterstützt die Türkei die Rebellen mit Logistik, Waffen und Rückzugsgebieten. Assad handelt so, wie es jeder andere Staatschef auch tun würde, nämlich zu versuchen, sein Volk vor diesen Aggessionen zu schützen.

    Syrien zündelt nicht. Dies ist eine Reaktion darauf, dass 25.000 (!) Soldaten auf der anderen Seite der Grenze aufmarschiert sind, und die Türkei ziemlich deutlich mit Krieg gedroht hat, nachdem der passende Vorfall provoziert worden war. Ausserdem unterstützt die Türkei die Rebellen mit Logistik, Waffen und Rückzugsgebieten. Assad handelt so, wie es jeder andere Staatschef auch tun würde, nämlich zu versuchen, sein Volk vor diesen Aggessionen zu schützen.

  4. bei den Opferangaben seitens der Opposition. Sind da auch die Opfer der Regierungstruppen enthalten?
    Ich versteh die Politiker nicht mehr. Was ist so schwer an einem runden Tisch mit allen Beteiligten und am besten live, so dass hinterher keiner etwas abstreiten kann.

    Eine Leserempfehlung
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    >> Ich versteh die Politiker nicht mehr. Was ist so schwer an einem runden Tisch mit allen Beteiligten und am besten live, so dass hinterher keiner etwas abstreiten kann. <<

    Es geht nicht um Frieden, Demokratie oder etwas Gutes für die Einwohner Syriens. Es geht nur darum, Assad zu entfernen und die Machtverhältnisse in der Region neu zu ordnen.

    zum Glück gibt es noch Länder wo Journalisten wie hier in Canada den Titel verdienen und wo das wahre Bild der Freiheitskämpfer gezeigt wird.

    http://news.nationalpost....

    >> Ich versteh die Politiker nicht mehr. Was ist so schwer an einem runden Tisch mit allen Beteiligten und am besten live, so dass hinterher keiner etwas abstreiten kann. <<

    Es geht nicht um Frieden, Demokratie oder etwas Gutes für die Einwohner Syriens. Es geht nur darum, Assad zu entfernen und die Machtverhältnisse in der Region neu zu ordnen.

    zum Glück gibt es noch Länder wo Journalisten wie hier in Canada den Titel verdienen und wo das wahre Bild der Freiheitskämpfer gezeigt wird.

    http://news.nationalpost....

  5. Syrien zündelt nicht. Dies ist eine Reaktion darauf, dass 25.000 (!) Soldaten auf der anderen Seite der Grenze aufmarschiert sind, und die Türkei ziemlich deutlich mit Krieg gedroht hat, nachdem der passende Vorfall provoziert worden war. Ausserdem unterstützt die Türkei die Rebellen mit Logistik, Waffen und Rückzugsgebieten. Assad handelt so, wie es jeder andere Staatschef auch tun würde, nämlich zu versuchen, sein Volk vor diesen Aggessionen zu schützen.

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    • joG
    • 29.06.2012 um 18:55 Uhr

    ....gibt es doch genug belastbare Gründe in Syrien einzugreifen. Sein Volk vor Aggression zu schützen kann er bestenfalls durch Abdankung seines Regimes und seiner selbst, wenn er erwartet, dass die NATO einmarschieren will. Er hatte keine Chance militärisch länger durchzuhalten als ein paar Tage, selbst wenn die Amis nur Luft und Logistik übernähmen. Mit Gegenwehr provozierte er nur kollateralschaden. Gegenwehr wäre sinnlos und in sich sträflich dumm.

    • Tom S.
    • 29.06.2012 um 19:07 Uhr

    Sicher muss Assad auf die (zuvor erfolgte) Truppenverlegung der Türkei irgendwie reagieren.
    http://www.sueddeutsche.d...

    Ich weiß zwar, dass die Syrische Armee recht stark sein soll (verglichen mit Libyen), aber das Verhältnis von 2.500 gegen 25.000 spricht hier schon eine deutliche Sprache. Rein militärisch denke ich, hat Assad alleine nicht viel entgegenzusetzen. Der Türkei kann aber kaum an einer Eskalation gelegen sein, was hätte sie schon zu gewinnen?

    Was Sie da zusammenschreiben, erschreckt mich. Das passt eher zwischen die Lippen von Eichmann, Ulbricht und Mielke.

    Noch mehr erschrecken mich augenblicklich sieben Empfehlungen für unreflektierte Sätze wie diesen: „Assad handelt so, wie es jeder andere Staatschef auch tun würde, nämlich zu versuchen, sein Volk vor diesen Aggessionen zu schützen.“

    Ist das Abschlachten eigener Mitbürger, das Assads marodierende Soldateska seit einem Jahr betreibt also Ihre Vorstellung von „Volksschutz“?

    Und um es klarzustellen: Nein, ich bin nicht glücklich darüber, dass die Türkei nun militärisch die Zähne zeigt. Allerdings habe ich ja auch keinen „treu sorgenden“ Nachbarn, wie den Blutsäufer Assad.

    • joG
    • 29.06.2012 um 18:55 Uhr

    ....gibt es doch genug belastbare Gründe in Syrien einzugreifen. Sein Volk vor Aggression zu schützen kann er bestenfalls durch Abdankung seines Regimes und seiner selbst, wenn er erwartet, dass die NATO einmarschieren will. Er hatte keine Chance militärisch länger durchzuhalten als ein paar Tage, selbst wenn die Amis nur Luft und Logistik übernähmen. Mit Gegenwehr provozierte er nur kollateralschaden. Gegenwehr wäre sinnlos und in sich sträflich dumm.

    • Tom S.
    • 29.06.2012 um 19:07 Uhr

    Sicher muss Assad auf die (zuvor erfolgte) Truppenverlegung der Türkei irgendwie reagieren.
    http://www.sueddeutsche.d...

    Ich weiß zwar, dass die Syrische Armee recht stark sein soll (verglichen mit Libyen), aber das Verhältnis von 2.500 gegen 25.000 spricht hier schon eine deutliche Sprache. Rein militärisch denke ich, hat Assad alleine nicht viel entgegenzusetzen. Der Türkei kann aber kaum an einer Eskalation gelegen sein, was hätte sie schon zu gewinnen?

    Was Sie da zusammenschreiben, erschreckt mich. Das passt eher zwischen die Lippen von Eichmann, Ulbricht und Mielke.

    Noch mehr erschrecken mich augenblicklich sieben Empfehlungen für unreflektierte Sätze wie diesen: „Assad handelt so, wie es jeder andere Staatschef auch tun würde, nämlich zu versuchen, sein Volk vor diesen Aggessionen zu schützen.“

    Ist das Abschlachten eigener Mitbürger, das Assads marodierende Soldateska seit einem Jahr betreibt also Ihre Vorstellung von „Volksschutz“?

    Und um es klarzustellen: Nein, ich bin nicht glücklich darüber, dass die Türkei nun militärisch die Zähne zeigt. Allerdings habe ich ja auch keinen „treu sorgenden“ Nachbarn, wie den Blutsäufer Assad.

  6. Er sollte doch wissen, das er mit den paar Soldaten und Panzern keine Chance hat.

    Die NATO wird durchsetzen, das die friedliebenden Islalmisten die Sharia in der ganzen arabische Welt anwenden können.

    10 Leserempfehlungen
  7. Interessant finde ich den Hinweis

    "Insgesamt wurden am Donnerstag in Syrien nach Oppositionsangaben 190 Menschen getötet"

    Die Quelle ist nicht unbekannt:
    "More than 180 Syrians killed on Thursday 28/6/2012

    117 is the final number of civilian martyrs documented by the SOHR in Syria (Thursday 28/6/2012), documentation includes name and reason of death." davon
    "At least 58 members of the Syrian armed forces were killed."

    Also nicht heute.

    Information aus China: Die Übersicht
    http://www.xinhuanet.com/...

    Die relevante Teilinformation:
    http://news.xinhuanet.com...

    Frage: warum werden die Toten einem neuen Massaker in Douma zugeordnet???

    In den Berichten von SOHR wird von Zivilisten gesprochen.

    Das Bemerkenstwerte:

    Kein Rebell/ Terrorist wurde getötet.

    Nach diesem Ergebnis sollte der Zeit- Titel lauten:

    "Assad tötet die Zivilisten, aber schont die Rebellen."

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    Ist es nicht zynisch, wie Sie hier auf dem heimischen Sofa lustige kleine Kopfrechnungen anstellen, während in Syrien Menschen Angst ums nackte Leben haben?

    Um die Absurdität Ihrer Überlegungen zu verdeutlichen: bei einer Naturkatastrophe dauert es mitunter Monate, bis die Zahl der Opfer annähernd feststeht - und da wird keiner der Helfer durch marodierende Soldaten oder Partisanen gefährdet.

    • LaoLu
    • 30.06.2012 um 0:14 Uhr

    Es ist wirklich unglaublich, wie hier in Deutschland,
    in einem Land, wo es eigentlich eine absolut unparteiische Presse geben sollte,
    ohne Skrupel die Meldungen EINER der Konfliktparteien verbreitet werden.

    Wenn mir vor Jahren jemand geweissagt hätte, ich würde eines Tages zur Meinungsbildung auf chinesische und russische Informationen zurückgreifen müssen, hätte ich ihn ausgelacht.

    Laut ausgelacht hätte ich ihn.

    So ändern sich die ZEITen...

    Ist es nicht zynisch, wie Sie hier auf dem heimischen Sofa lustige kleine Kopfrechnungen anstellen, während in Syrien Menschen Angst ums nackte Leben haben?

    Um die Absurdität Ihrer Überlegungen zu verdeutlichen: bei einer Naturkatastrophe dauert es mitunter Monate, bis die Zahl der Opfer annähernd feststeht - und da wird keiner der Helfer durch marodierende Soldaten oder Partisanen gefährdet.

    • LaoLu
    • 30.06.2012 um 0:14 Uhr

    Es ist wirklich unglaublich, wie hier in Deutschland,
    in einem Land, wo es eigentlich eine absolut unparteiische Presse geben sollte,
    ohne Skrupel die Meldungen EINER der Konfliktparteien verbreitet werden.

    Wenn mir vor Jahren jemand geweissagt hätte, ich würde eines Tages zur Meinungsbildung auf chinesische und russische Informationen zurückgreifen müssen, hätte ich ihn ausgelacht.

    Laut ausgelacht hätte ich ihn.

    So ändern sich die ZEITen...

  8. Eine zweite Bemerkung: Aufschlussreich sind auch die Formulierungen:

    1. "Vor allem Russland und China hatten sich in der Vergangenheit gegen ein hartes Vorgehen der Vereinten Nationen gegen Assad gestemmt und bei zwei Resolutionen des UN-Sicherheitsrats gegen Syrien verhindert."

    Beide Staaten hatten sich gegen ein "hartes Vorgehen" gestemmt, d.h. im Klartext: Russland und China setzten sich für eine friedliche Lösung ein. Mit Erfolg: der Sechs Punkte Plan wurde vom UNSC verabschiedet.

    2. "Zuletzt deutete die Regierung in Moskau zwar Verhandlungsbereitschaft an. Sie wolle aber nicht akzeptieren, dass Assad von vornherein von einer neuen Übergangsregierung ausgeschlossen werde."

    Im Klartext: der UNSC blieb bei der Resolution. Um die Resolution durchzusetzen machte Kofi Annan den Vorschlag, eine Kontaktgruppe einzurichten, die Einfluss auf die syrische Regierung und/ oder die Opposition ausüben könnten.

    Russland machte zu dem Zeitpunkt, vor ca. 3 Wochen, den Vorschlag der Konferenz mit gleichem Ziel.

    Frage: wer setzte sich für eine friedliche Lösung ein? Sicherlich nicht die Interventions-Freunde Syriens.

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