Bürgerkrieg Was die Kämpfe in Damaskus bedeuten

Das Rote Kreuz definiert Syrien als Bürgerkriegsland, erste Würdenträger wechseln die Seite, die Kämpfe erreichen Damaskus – die Wende der Rebellion?

Brennende Reifen im Stadtviertel Midan in der syrischen Hauptstadt Damaskus

Brennende Reifen im Stadtviertel Midan in der syrischen Hauptstadt Damaskus

Die Kämpfe in Syrien haben in den vergangenen Tagen eine möglicherweise wichtige Wendung genommen. Drei Entwicklungen sind hervorzuheben. Zum einen wird die – zumindest zeitweilige – Besetzung zweier Stadtviertel in der Hauptstadt Damaskus, Midan im Süden und Tadamon im Osten, der Assad-Regierungsmacht einen zumindest psychologisch ernsthaften Rückschlag versetzen. Das Staatsfernsehen versucht zwar noch, den Einwohnern Normalität zu vermitteln und interviewt in Damaskus Bürger auf der Straße – doch im Hintergrund sind Schüsse zu hören. Dass es einmal so weit kommen würde, war abzusehen.

Die einzelnen, nicht unter zentralem Befehl kämpfenden Milizen der Opposition beziehen schon seit vielen Wochen schwere und moderne Waffen. Diese werden geschmuggelt, beispielsweise über die libanesische oder türkische Grenze, und müssen verteilt werden, was zeitaufwendig ist. Auf türkischer Seite sind auch US-Geheimdienstler an der Auswahl der Oppositionskämpfer beteiligt, die mit Kampfmitteln versorgt werden.

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Bezahlt werden die neuen Waffen von wohlhabenden sunnitischen Staaten, vor allem Saudi Arabien und Katar. Man kann sicher davon ausgehen, dass diese Versorgung mit effektivem Kriegsgerät weiter fortgeführt wird. In Syrien sind also massenhaft Waffen im Umlauf, meist ohne irgendeine Form der Kontrolle.

Rotes Kreuz erkennt "Bürgerkriegssituation"

Auch die Regierungsseite bezieht natürlich weiterhin neues Kriegsgerät, sei es als offizielles Geschäft, beispielsweise mit Russland, oder auch über dunkle Kanäle. Die zunehmende Militarisierung wird die Kämpfe härter werden lassen, es werden noch mehr Menschen sterben und verwundet werden.

Ein weiteres Indiz für eine entscheidende Wendung im Kampfgeschehen ist die Erklärung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vom Montag, dass in Syrien eine "Bürgerkriegssituation" herrsche. Das IKRK rief alle Konfliktparteien auf, internationales humanitäres Recht zu wahren. Wird dagegen verstoßen, kann dies als Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet werden. Den Verantwortlichen droht internationale strafrechtliche Verfolgung, das gilt auch für kämpfende Oppositionseinheiten.

Ein bislang wichtiger Unterschied zu den Aufständen in Libyen oder Tunesien ist zudem die ausgeprägte Loyalität der zivilen und militärischen Führer des Assad-Regimes, sei es aus Überzeugung oder durch geschickte Schaffung von Abhängigkeiten mehr oder weniger erzwungen. In den beiden nordafrikanischen Staaten waren zentrale Funktionsträger schnell dabei, von der Fahne zu gehen und das System so zu schwächen.

Leser-Kommentare
  1. Erstmal danke für den Artikel, der wiedermal zu den guten zählt die in letzter Zeit ein bisschen rar geworden sind.

    Ich hoffe, dass die durch die Steinzeit-Scheichs finanzierten Milizen nicht gewinnen. Die Folgen für all die Minderheiten wären einfach sehr schwer zu verdauen.

    Wer nicht weiss was ich meine:

    A shocking video showing deposed Libyan leader Colonel Gaddafi shortly after his death has appeared on YouTube. A Syrian activist tweeted the video, recommending that embattled President Assad watch it.

    The new video shows the bloodstained shirtless body of the deceased leader surrounded by armed men in the back of a vehicle. The militants then lift Gaddafi’s limp body onto a stretcher.

    http://www.rt.com/news/ga...

    Diese Verrrückten muss man sich echt mal anschauen (keine Angst, man sieht zwar Gaddhafis Leiche aber kein Blut oder Gewalt):

    https://www.youtube.com/w...

    Pervers. Mehr fällt mir da nicht ein. Solche Henkersknechte wünsche ich niemand. Weder Saddam, noch Gaddhafi noch Assad. Nichtmal Bush oder Chainey.

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    Es ist erschreckend und menscheverachtend wie diese "Rebellen" agieren. In Syrien wird das nicht anders sein. Teilweise sind ja dieselben Kämpfer jetzt dort.

    Wer so etwas unterstützt und sei es auch nur mit einem unkritischen Wort, macht sich mitschuldig.

    • Slater
    • 17.07.2012 um 16:05 Uhr

    und Assad oder Gaddafi haben vorher, bzw. aktuell noch,
    nicht in Gefängnissen zigtausende Unschuldige,
    gar ehrwürdige friedliche Oppositionelle gefoltert und schlimmeres?
    die Quittung dafür ist nur verständlich

    um Minderheiten, die nach einem Wechsel neu bedroht sind,
    kann man sich ehrlich sorgen,
    aber deswegen eine Diktatur aufrecht zu erhalten, kommt nicht in Frage

    erst muss Assad weg, alle weiteren Probleme kommen danach auf den Teller

    Ich kann da in dem Video von Gaddafi keine Grausamkeiten erkennen. Sie haben einen SChwerverletzten auf eine Trage geschafft, vielleicht müsste man einwenden, dass man niemanden am Fuß hochhebt. Aber das als Folterknechte zu bezeichnen?
    Oder bin ich jetzt Verrückt, das anders zu sehen?

    Mich erinnert es an Umstände, wo man aus einem A ein O macht. Das machen Politiker schon genug. Andererseits sieht man nicht, was anschliessend passiert.

    friedlichen Proteste sind nun in einen Bürgerkrieg übergegangen.

    Es wäre der erste Konflikt dieser Art, wenn Kriegsverbrechen jeglicher Art ausschließlich von einer Seite begangen würden.

    Hier nur eine Seite zu bezichtigen halte ich für sehr naiv.

    Also, so schockierend finde ich die Videos gar nicht. Das hier finde ich viel schockierender, insbesondere weil diese Gräueltaten hier von staatlicher Seite angeordnet wurden und werden:

    http://www.google.de/sear...

    Und dass Rebellen, die unter Gaddafi wahrscheinlich Familienangehörige durch Folter verloren haben, entsprechend reagieren, kann ich eher nachvollziehen.

    In einer gewalttätigen Umsturzphase wird es immer Opfer geben. Dass dabei der vorige (im Falle Libyen kämpfende) Regierungschef umkommt / umgebracht wird kann nicht überraschen. Wenn Henker wie Gaddafi durch Henkersknechte sterben, so muss man nicht gleich kübelweise Tränen vergießen wie Medialist es tut. Erinnert sei an Ceaușescu und seine Frau, die exekutiert worden sind. Und das mitten in Europa.

    Henker sterben eben hin und wieder durch Henkershände, schlimm, aber schlimmer ist, das viel mehr Unschuldige täglich gemordet werden.

    Ich hoffe, dass nach dem Sturz Assads das syrische Volk in freien und geheimen Wahlen selbst über seine Zukunft entscheiden kann. Wen die Syrer dann wählen, das ist ihre Sache und nicht unsere. Wenn wir den Menschen im Nahen Osten und andernorts dieselben Rechte zubilligen, die wir selbst genießen, müssen wir Wahlergebnisse respektieren, wenn die Wahlen ordnungsgemäß verlaufen. Das ist so in Tunesien, Libyen und Ägypten, und das sollte auch in Syrien so sein. Ich persönlich habe es satt, dass man meint, mit dem Verweis auf eine etwaige Machtübernahme "der Islamisten" den Einwohnern mancher Länder demokratische Rechte vorenthalten und stattdessen Diktatoren unterstützen zu müssen. Das gilt übrigens auch für Länder wie Bahrein.

    Es ist erschreckend und menscheverachtend wie diese "Rebellen" agieren. In Syrien wird das nicht anders sein. Teilweise sind ja dieselben Kämpfer jetzt dort.

    Wer so etwas unterstützt und sei es auch nur mit einem unkritischen Wort, macht sich mitschuldig.

    • Slater
    • 17.07.2012 um 16:05 Uhr

    und Assad oder Gaddafi haben vorher, bzw. aktuell noch,
    nicht in Gefängnissen zigtausende Unschuldige,
    gar ehrwürdige friedliche Oppositionelle gefoltert und schlimmeres?
    die Quittung dafür ist nur verständlich

    um Minderheiten, die nach einem Wechsel neu bedroht sind,
    kann man sich ehrlich sorgen,
    aber deswegen eine Diktatur aufrecht zu erhalten, kommt nicht in Frage

    erst muss Assad weg, alle weiteren Probleme kommen danach auf den Teller

    Ich kann da in dem Video von Gaddafi keine Grausamkeiten erkennen. Sie haben einen SChwerverletzten auf eine Trage geschafft, vielleicht müsste man einwenden, dass man niemanden am Fuß hochhebt. Aber das als Folterknechte zu bezeichnen?
    Oder bin ich jetzt Verrückt, das anders zu sehen?

    Mich erinnert es an Umstände, wo man aus einem A ein O macht. Das machen Politiker schon genug. Andererseits sieht man nicht, was anschliessend passiert.

    friedlichen Proteste sind nun in einen Bürgerkrieg übergegangen.

    Es wäre der erste Konflikt dieser Art, wenn Kriegsverbrechen jeglicher Art ausschließlich von einer Seite begangen würden.

    Hier nur eine Seite zu bezichtigen halte ich für sehr naiv.

    Also, so schockierend finde ich die Videos gar nicht. Das hier finde ich viel schockierender, insbesondere weil diese Gräueltaten hier von staatlicher Seite angeordnet wurden und werden:

    http://www.google.de/sear...

    Und dass Rebellen, die unter Gaddafi wahrscheinlich Familienangehörige durch Folter verloren haben, entsprechend reagieren, kann ich eher nachvollziehen.

    In einer gewalttätigen Umsturzphase wird es immer Opfer geben. Dass dabei der vorige (im Falle Libyen kämpfende) Regierungschef umkommt / umgebracht wird kann nicht überraschen. Wenn Henker wie Gaddafi durch Henkersknechte sterben, so muss man nicht gleich kübelweise Tränen vergießen wie Medialist es tut. Erinnert sei an Ceaușescu und seine Frau, die exekutiert worden sind. Und das mitten in Europa.

    Henker sterben eben hin und wieder durch Henkershände, schlimm, aber schlimmer ist, das viel mehr Unschuldige täglich gemordet werden.

    Ich hoffe, dass nach dem Sturz Assads das syrische Volk in freien und geheimen Wahlen selbst über seine Zukunft entscheiden kann. Wen die Syrer dann wählen, das ist ihre Sache und nicht unsere. Wenn wir den Menschen im Nahen Osten und andernorts dieselben Rechte zubilligen, die wir selbst genießen, müssen wir Wahlergebnisse respektieren, wenn die Wahlen ordnungsgemäß verlaufen. Das ist so in Tunesien, Libyen und Ägypten, und das sollte auch in Syrien so sein. Ich persönlich habe es satt, dass man meint, mit dem Verweis auf eine etwaige Machtübernahme "der Islamisten" den Einwohnern mancher Länder demokratische Rechte vorenthalten und stattdessen Diktatoren unterstützen zu müssen. Das gilt übrigens auch für Länder wie Bahrein.

  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen sachlichen und konstruktiven Beitrag leisten möchten. Die Redaktion/ag

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    ... 'ne Antwort. Aber wenn ich über diese Gegend etwas serös Recherchiertes lesen will, bin ich wohl nach wie vor beim "Independent" am besten aufgehoben.

    ... 'ne Antwort. Aber wenn ich über diese Gegend etwas serös Recherchiertes lesen will, bin ich wohl nach wie vor beim "Independent" am besten aufgehoben.

  3. Damaskus wird angegriffen, aber nicht erobert. Das Hinterland wird nicht von den Rebellen dominiert. So kann eine Rebellion nicht gelingen. Wahrscheinlich ist es nur ein Strohfeuer, mit dem Ziel die gewohnte Pulbicity zu bedienen. Opfer herzeigen, die Stimmung gegen Assad anheizen. So kann man militärisch nicht erfolgreich sein.

    Damaskus müsste der Schlußpunkt der "Rebellion" sein, die keine ist. Allein in der Presse lässt sich ein Land nicht erobern. Nur mit Bodentruppen in ausreichender Zahl und mit der richtigen Bewaffnung. Luftunterstützung wäre notwendig.

    Nichts von alledem ist da.

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  4. Es ist erschreckend und menscheverachtend wie diese "Rebellen" agieren. In Syrien wird das nicht anders sein. Teilweise sind ja dieselben Kämpfer jetzt dort.

    Wer so etwas unterstützt und sei es auch nur mit einem unkritischen Wort, macht sich mitschuldig.

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    ...........sich darüber lustig machen zu können,
    wenn sich jemand für seine Heimat engagiert,
    auch auf die Gefahr hin, dass es sein Leben
    kosten könnte.

    Wie pervers ist das denn ???

    ...........sich darüber lustig machen zu können,
    wenn sich jemand für seine Heimat engagiert,
    auch auf die Gefahr hin, dass es sein Leben
    kosten könnte.

    Wie pervers ist das denn ???

    • joG
    • 17.07.2012 um 15:59 Uhr

    ....der Demonstrationen ist der hoffnungslos inadäquate Zustand des Systems internationaler Sicherheit in der Welt. Weder schützt er die Bevölkerung noch -und das mag für uns gefährlicher sein im Laufe der nächsten Jahr, so wir es nicht korrigieren- sichert er Situationen zwischen den Mächten ab, so dass man sich leicht vorstellen kann, dass eine zukünftige Konstellation, die nur leicht anders wäre als hier, zu eine bewaffneten Konfrontation größeren Ausmaßes führen kann.

    Eine Leser-Empfehlung
  5. ... des syrischen Staates und der Sturz Assads werden ja nun seit 15 Monaten regelmäßig verkündet. Vielleicht ist ja dieses Mal soweit. Auf dem Foto sehe ich jedenfalls brennende Reifen und Jugendliche, u.a. mit einem Fahrrad, die dabei zuschauen.

    Was die Bewaffnung der Aufständischen durch türkische und US-Kräfte angeht, die jetzt offenbar auch so genannt werden darf, so erinnere ich daran, dass eine solche militärische Unterstützung einer Bürgerkriegspartei völkerrechtlich nicht legal ist.

    Auch wenn es anscheinend etwas wie ein "gefühltes" Völkerrecht gibt.

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    Das ist die Verniedlichung von illegal!

    Sie haben recht. Es gibt keinen legalen Standpunkt für die USA und Ihre gekauften Provokateure. Wie soll auf diesem Fundament eine Demokratie entstehen. Es könnte doch nur eine neue Diktatur sein. Keiner will die Amis in Syrien.

    Und sollten sie dort Fuß fassen, dann holen sie sich die Sau ins eigene Land. Syrer lassen sich das nicht gefallen. Wieviel Syrer leben in den USA? Sollen die alle demnächst kaserniert werden?

    Das ist die Verniedlichung von illegal!

    Sie haben recht. Es gibt keinen legalen Standpunkt für die USA und Ihre gekauften Provokateure. Wie soll auf diesem Fundament eine Demokratie entstehen. Es könnte doch nur eine neue Diktatur sein. Keiner will die Amis in Syrien.

    Und sollten sie dort Fuß fassen, dann holen sie sich die Sau ins eigene Land. Syrer lassen sich das nicht gefallen. Wieviel Syrer leben in den USA? Sollen die alle demnächst kaserniert werden?

    • Slater
    • 17.07.2012 um 16:05 Uhr
    7. vorher

    und Assad oder Gaddafi haben vorher, bzw. aktuell noch,
    nicht in Gefängnissen zigtausende Unschuldige,
    gar ehrwürdige friedliche Oppositionelle gefoltert und schlimmeres?
    die Quittung dafür ist nur verständlich

    um Minderheiten, die nach einem Wechsel neu bedroht sind,
    kann man sich ehrlich sorgen,
    aber deswegen eine Diktatur aufrecht zu erhalten, kommt nicht in Frage

    erst muss Assad weg, alle weiteren Probleme kommen danach auf den Teller

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    Ihre ostentative Naivität ärgert mich.
    Glauben Sie im Ernst, dass sich nach einem Sturz Assads irgendjemand um den Schutz bedrohter Minderheiten kümmern würde!?

    erst Assad weg und danach ist es egal, ob sich alle umbringen. Erst Assad weg, egal ob die Wirtschaft zusammenbricht. Erst Assad weg, egal ob der Iran als nächstes dran ist.
    Wir verwenden Begriffe wie Despot, Diktator usw. immer so, wie wir es gerad brauchen. In Syrien sind es Rebellen, im Irak Terroristen. In Syrien ist es ein Diktator, in Saudi Arabien ein König, mit dem man bessere wirtschaftliche Beziehungen wünscht. Aber hauptsache, erstmal Assad weg. Das es dann immer noch die BaathPartei und das Militär gibt (das wird leider selten beleuchtet, dass das eine ganz eigene Stellung hat) egal. Assad ist dann ja weg. Zwar gibt es dann Chaos und Anarchie, aber egal. Assad ist weg.
    Stellen Sie es sich wirklich so einfach vor? Eine Nation, zerrissen vom Bürgerkrieg, wirtschaftlich am Boden, 1000e Politiker, die alle unterschiedliche Vorstellungen haben und nach Macht gieren. Assad ist nur ein Name, das System ist das Problem und solange nur der Name verschwindet, das System jedoch bleibt, gibt es immer Unterdrückung und Gräul. Eigentlich wäre es interessant zu sehen, wie einige hier reagieren würden, wenn Assad abtreten würde und ein radikaler Militär nachrückt. Je an diese Möglichkeit gedacht?Nein. Warum auch. Assad ist ja alleine an allem Schuld und sobald er weg ist, wird alles toll.

    seines Zeichens deutscher Staatsbürger syrischer Nationalität, wurde ja vom dt. Verfassungsschutz extra zu den "Assad-Schergen" überstellt, um dort rechtsstaatlich befragt zu werden - oder wollen Sie den deutschen Behörden etwa böse Absichten unterstellen?

    • APGKFT
    • 18.07.2012 um 6:43 Uhr

    Eine blühende Demokratie, mein lieber?

    Ihre ostentative Naivität ärgert mich.
    Glauben Sie im Ernst, dass sich nach einem Sturz Assads irgendjemand um den Schutz bedrohter Minderheiten kümmern würde!?

    erst Assad weg und danach ist es egal, ob sich alle umbringen. Erst Assad weg, egal ob die Wirtschaft zusammenbricht. Erst Assad weg, egal ob der Iran als nächstes dran ist.
    Wir verwenden Begriffe wie Despot, Diktator usw. immer so, wie wir es gerad brauchen. In Syrien sind es Rebellen, im Irak Terroristen. In Syrien ist es ein Diktator, in Saudi Arabien ein König, mit dem man bessere wirtschaftliche Beziehungen wünscht. Aber hauptsache, erstmal Assad weg. Das es dann immer noch die BaathPartei und das Militär gibt (das wird leider selten beleuchtet, dass das eine ganz eigene Stellung hat) egal. Assad ist dann ja weg. Zwar gibt es dann Chaos und Anarchie, aber egal. Assad ist weg.
    Stellen Sie es sich wirklich so einfach vor? Eine Nation, zerrissen vom Bürgerkrieg, wirtschaftlich am Boden, 1000e Politiker, die alle unterschiedliche Vorstellungen haben und nach Macht gieren. Assad ist nur ein Name, das System ist das Problem und solange nur der Name verschwindet, das System jedoch bleibt, gibt es immer Unterdrückung und Gräul. Eigentlich wäre es interessant zu sehen, wie einige hier reagieren würden, wenn Assad abtreten würde und ein radikaler Militär nachrückt. Je an diese Möglichkeit gedacht?Nein. Warum auch. Assad ist ja alleine an allem Schuld und sobald er weg ist, wird alles toll.

    seines Zeichens deutscher Staatsbürger syrischer Nationalität, wurde ja vom dt. Verfassungsschutz extra zu den "Assad-Schergen" überstellt, um dort rechtsstaatlich befragt zu werden - oder wollen Sie den deutschen Behörden etwa böse Absichten unterstellen?

    • APGKFT
    • 18.07.2012 um 6:43 Uhr

    Eine blühende Demokratie, mein lieber?

  6. ..noch zwei Wochen.

    Wahrscheinlich sitzt Asma al-Assad schon mit dem Zentralbankgold im Flieger nach Sotschi,

    oder ohne Gold, dafür mit drei Koffer Klamotten und alleine, im Flugzeug nach London.

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    Prognose von Ihnen nicht schon vor vier Wochen?!?

    ja das Morden und Plündern, das Rauben und Vergewaltigen beginnen und natürlich alles im Namen der Freiheit, des Volkes und der Demokratie. Hm. Kommt mir so bekannt vor. Wo hab ich das nur schonmal gehört, oder gelesen? Ach ja. Bei sehr vielen blutigen Revolution.

    Demetrios, Ihre Meinung in allen Ehren, aber bevor in Syrien Milch und Honig fließen, wird vor allem erstmal Blut vergossen und ich versteh nicht, wie man das toll finden kann. Ich versteh Sie da einfach nicht. Aber ok. Man muss ja nicht einer Meinung sein und in einem Jahr, mit etwas Abstand können Sie und ich und mehr noch, die Syrer bewerten, ob es sich gelohnt hat, diesen Weg zu beschreiten, anstatt des friedlichen Wandels.

    wie Sie mit Ihren Untergangsphantasien bezüglich Assad dieses Forum beglücken.
    Glauben Sie wirklich, Sie könnten Assads Untergang herbeiwünschen oder herbeischreiben?
    Es ist richtig, Syrien als geschlossenes Staatsgebiet scheint sich aufzulösen. Aber auch in einem Danach wird Assad und die ihn stützenden Machtstrukturen noch eine gewichtige Rolle spielen.

    Prognose von Ihnen nicht schon vor vier Wochen?!?

    ja das Morden und Plündern, das Rauben und Vergewaltigen beginnen und natürlich alles im Namen der Freiheit, des Volkes und der Demokratie. Hm. Kommt mir so bekannt vor. Wo hab ich das nur schonmal gehört, oder gelesen? Ach ja. Bei sehr vielen blutigen Revolution.

    Demetrios, Ihre Meinung in allen Ehren, aber bevor in Syrien Milch und Honig fließen, wird vor allem erstmal Blut vergossen und ich versteh nicht, wie man das toll finden kann. Ich versteh Sie da einfach nicht. Aber ok. Man muss ja nicht einer Meinung sein und in einem Jahr, mit etwas Abstand können Sie und ich und mehr noch, die Syrer bewerten, ob es sich gelohnt hat, diesen Weg zu beschreiten, anstatt des friedlichen Wandels.

    wie Sie mit Ihren Untergangsphantasien bezüglich Assad dieses Forum beglücken.
    Glauben Sie wirklich, Sie könnten Assads Untergang herbeiwünschen oder herbeischreiben?
    Es ist richtig, Syrien als geschlossenes Staatsgebiet scheint sich aufzulösen. Aber auch in einem Danach wird Assad und die ihn stützenden Machtstrukturen noch eine gewichtige Rolle spielen.

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