MilitärbündnisUSA verleihen Afghanistan Verbündeten-Status

Der US-Präsident hat Afghanistan den Status eines wichtigen Nicht-Nato-Verbündeten zugestanden. Das Land kann nun einfacher Rüstungsgüter von den USA kaufen. von afp, dpa und reuters

US-Außenministerin Clinton und Afghanistans Präsident Karsai in Kabul

US-Außenministerin Clinton und Afghanistans Präsident Karsai in Kabul  |  © S. Sabawoon/dpa

Die USA haben Afghanistan den Status eines wichtigen Verbündeten außerhalb der Nato zugestanden. US-Außenministerin Hillary Clinton verkündete die Entscheidung von Präsident Barack Obama bei einem unangekündigten Besuch in der afghanischen Hauptstadt Kabul . "Wir betrachten das als ein starkes Symbol für unser Engagement für Afghanistans Zukunft", sagte Clinton nach einem Gespräch mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai . Afghanistan ist der erste Nicht-Nato-Staat, den US-Präsident Barack Obama während seiner Amtszeit zu einem Hauptverbündeten erklärt hat.

Obama hatte Afghanistan eine engere Militärpartnerschaft bei seinem Besuch im Mai zugesagt. Mit dem neuen Status wird es für Afghanistan einfacher, Rüstungsgüter in den USA zu kaufen, um die Sicherheit des Landes auch nach dem bis Ende 2014 geplanten Abzug des westlichen Militärbündnisses zu gewährleisten. Die USA gestehen diesen Partner-Status weltweit 15 Staaten zu. Dazu zählen etwa die engen Verbündeten Israel und Japan , aber auch instabile Länder wie Pakistan . Pakistan war der Status von Obamas Vorgänger George W. Bush zugesprochen worden, als das Verhältnis zwischen beiden Ländern noch weniger angespannt war.

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Clinton besuchte Kabul unmittelbar vor einer internationalen Geberkonferenz für Afghanistan, die am Sonntag in Tokio abgehalten wird. Dort soll über Finanzhilfen zum Wiederaufbau und zur Entwicklung des Landes in den Jahren nach dem Truppenabzug beraten werden. Es wird erwartet, dass die Teilnehmer der Konferenz knapp vier Milliarden Dollar jährlich zusagen. Afghanistan schätzt den Bedarf dagegen auf mindestens sechs Milliarden Dollar im Jahr. Die USA und Afghanistan haben bereits eine strategische Partnerschaft für die Zeit nach dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 vereinbart, die eine enge militärische und zivile Zusammenarbeit vorsieht.


 

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Leserkommentare
  1. Naja, DAS ist ja wichtig, dass die Afghanistan von den USA Waffen kaufen kann, natürlich für die Sicherheit, wie aufmerksam. Die USA wollen einfach gute Geschäfte machen, das ist alles.

    4 Leserempfehlungen
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    • juran
    • 07. Juli 2012 13:07 Uhr

    Bitte Waffengeschaefte nicht als "gute Geschaefte" bezeichnen.

  2. > > Obama hatte Afghanistan eine engere Militärpartnerschaft bei seinem Besuch im Mai zugesagt. Mit dem neuen Status wird es für Afghanistan einfacher, Rüstungsgüter in den USA zu kaufen, um die Sicherheit des... > >

    Das ist sehr sinnvoll, dann können die Taliban, wenn die 2015 den Kabuler Bürgermeister vom Thron gestoßen haben, sich wenigstens der Ausstattung einer halbwegs modernen Armee bedienen und nicht mehr mit der Russentechnik aus den 1970er Jahren.
    Vielleicht schaffen es die Talban damit sogar, ihre Macht auf ganz Afghanistan auszuweiten und nicht nur auf einige Provinzen wie vor der NATO-Intervention.

    11 Leserempfehlungen
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    Die NATO soll raus aus Afghanistan.
    Afghanistan soll selber für seine Sicherheit sorgen. Die Mittel dazu soll es aber auch nicht kriegen?
    Also was jetzt?
    Nur rummotzen bringts nicht!

  3. Die NATO soll raus aus Afghanistan.
    Afghanistan soll selber für seine Sicherheit sorgen. Die Mittel dazu soll es aber auch nicht kriegen?
    Also was jetzt?
    Nur rummotzen bringts nicht!

    2 Leserempfehlungen
  4. Angesichts einer Initiative der Vereinten Nationen zur Kontrolle des Waffenhandels halte ich den Verkauf von Waffen an ein Land, in dem Menschenrechtsaktivisten umgebracht werden fuer nicht zeitgemaess. Auch hier sind die aus dem Waffenhandel entstehenden Folgekosten durch eine Bewegung von 3,6 Millionen Fluechtlingen aus dem Land abnorm. Meiner persoenlichen Auffassung nach ist dies auch zukuenftig eine Mithilfe an der Moeglichkeit zum Mord an Personal der Vereinten Nationen, oder wie hatte Frau Clinton sich das vorgestellt ? Vermutlich hat die amerikanische Regierung die Bemuehungen der UN noch nicht zur Kenntnis genommen ? Ich wuensche den Vereinten Nationen die mentale und koerperliche Staerke gegen unsere Armeen zu bestehen.

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    • PigDog
    • 07. Juli 2012 11:45 Uhr

    Man muß nicht mehr soviel unter der Hand abwickeln.

    So gesehen, ein Fortschritt...

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  5. 2 Leserempfehlungen
  6. Allen Unkenrufen zum Trotz ist wieder ein wichtiger Schritt getan um die Zarte Blüte der Demokratie in Afghanistan behutsam großzuziehen.

    Es hat die amerikanischen Bürger viel Blut und Geld gekostet um dies für die Afghanen zu ermöglichen, ich hoffe das weis man auch wirklich zu schätzen.

    Die Geschichte lehrt das viele befreite Staaten sich im Speckgürtel der USA nacher als unloyal und undankbar erwiesen haben.

    Ich bewundere daher den Mut der aufrechten Amerikaner.

    2 Leserempfehlungen
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    habe ich gleichzeitig an eine verfehlte Bildungspolitik gedacht. Warum wohl.....

    ......an den guten Absichten der Amerikaner, Demokratie in allen Staaten der Welt zu foerdern. Doch sind die Mittel, die sie hierfuer verwenden nicht immer die richtigen. Warum haben die Amerikaner in Afghanistan nicht so vorgegangen wie in Libyen, Tunesien und Aegypten? In Tunesien und Aegypten gaben sie dem Volk eine moralische und politische Unterstuetzung. In Libyen bekam das Volk neben der moralischen und politischen Unterstuetzung auch einer militaerischen. In Syrien ist die amerikanische Unterstuetzung leider auf der wirtschaftlichen, moralischen und politischen Ebene begrenzt. Militaerisch koennen die Amerikaner dort nicht vorgehen, weil die Russen und Chinesen, aber hauptsaechlich die Russen, es nicht zulassen werden und das nicht nur im UN-Sicherheitsrat, sondern wahrscheinlich auch physisch. Das afghanische Konzept war falsch. Man haette die Taliban mit nachhaltigen Mitteln von der macht in die Opposition solange verbannt, bis sie gelernt haben, was Demokratie ist.

    • PigDog
    • 08. Juli 2012 9:11 Uhr

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie differenziert. Danke, die Redaktion/mk

  7. habe ich gleichzeitig an eine verfehlte Bildungspolitik gedacht. Warum wohl.....

    4 Leserempfehlungen
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    da ich mittlerweile zu fast jedem Thema Kommentare vom Cruiser lesen durfte kam ich zum folgenden Schluß: "don't feed the..."

    Vielleicht weil sie pendantische Züge haben und der Sachgehalt nur zweitrangig für sie ist?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Barack Obama | Hillary Clinton | Nato | Afghanistan | Hamid Karsai | Dollar
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