Südchinesisches Meer : China demonstriert seine Macht mit einem Fischerdorf

Der Streit um die Paracel- und Spratly-Inseln im südchinesischen Meer ist alt. Doch China will jetzt mehr Einfluss nehmen – und macht ein Dorf zur Präfektur.
Vietnamesisches Propagandabild über die Spratly-Inseln in einer Ausstellung in der nordvietnamesischen Hafenstadt Hai Phong © Reuters

Es sind kleine Inseln im Südchinesischen Meer, oft nur Felsen und Riffe, und doch haben sie das Potenzial für militärische Scharmützel. Der letzte Akt in diesem schwelenden Dauerstreit um Macht und Rohstoffe: Sansha-City, ein größeres Fischerdorf mit rund 1.000 Einwohnern. Am Montag bekam es einen chinesischen Bürgermeister .

Das wäre ein unbedeutendes Ereignis, wenn Sansha nicht zu der international Paracel genannten Inselgruppe gehören würde. Zusammen mit den Spratly-Inseln bilden sie im Südchinesischen Meer eine der großen Konfliktzonen des 21. Jahrhunderts, sie liegen entlang wichtiger Schifffahrtsrouten, im Untergrund werden riesige Gas- und Ölvorkommen vermutet, an denen der Exportgigant China strategisches Interesse hat. Teile dieser Inselgruppen werden von den Asean-Mitgliedern Vietnam , Brunei , Malaysia, den Philippinen sowie Taiwan beansprucht.

Die Paracel-Inseln werden seit 1974 von Peking kontrolliert. Doch Vietnam ließ Ende vergangenen Monats ein Gesetz verabschieden, das die Inseln zum Territorium Hanois erklärt. Pekings Antwort folgte prompt: Sansha wurde zu einer Präfektur der chinesischen Südprovinz Hainan gemacht. Diese Mini-Präfektur beinhaltet danach die von China Xisha und Nansha genannten Paracel- und Spratly-Inseln sowie die umliegenden, rohstoffreichen Gewässer.

Wer darf die Ölfelder ausbeuten?

Damit nicht genug, beschloss Chinas mächtige Zentrale Militärkommission am Sonntag die Verlegung von Soldaten nach Sansha und am Montag die Bildung einer Sicherheitszone um die Inselgruppe. Ein eindeutiges Herrschafts- und Machtsignal – demonstriert an einem Inselörtchen, das gerade mal eine Post, eine Bank, einen Supermarkt und eine Krankenstation hat.

China, die Paracel- und Spratly-Inselgruppen sowie die Senkaku-Inseln bei Japan. Für eine große Karte klicken Sie bitte auf die Grafik. © Anne Gerdes/ Zeit-Grafik

Die Verwaltungseingemeindung Sanshas durch Peking kam nicht überraschend, Auslöser für eine sofortige Umsetzung waren aber mit Sicherheit die gesetzlich formulierten Ansprüche Vietnams. So sind es zurzeit vor allem gegenseitige Provokationen anstatt umfassender Verhandlungen, die die Territorialkonflikte der Region beherrschen. Beispielhaft dafür steht auch, dass der chinesische Ölriese China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) praktisch parallel zur Eingemeindung Sanshas internationalen Investoren Beteiligungen zur Exploration von Öl vor der Küste Vietnams angeboten hat.

Das führte zu erheblichen Irritationen, am 26. Juni legte das vietnamesische Außenministerium Protest ein. Hanoi beansprucht die Ausbeute der Flächen für sich und beruft sich dabei auf die sogenannte Ausschließliche Wirtschaftszone nach dem UN-Seerechtsübereinkommen (Unclos), die sich 200 Seemeilen ins Meer erstreckt. Zudem werden einige Felder laut dem vietnamesischen Energieunternehmen Petrovietnam bereits zusammen mit Exxon , Gasprom und der indischen ONGC Videsh ausgebeutet.

Verlagsangebot

DIE ZEIT wird 70 ...

... und ihre Journalisten erzählen von den Geschichten ihres Lebens. Von Geheimnissen und Irrtümern unserer Zeitung. Und von den besten Lesern der Welt. Eine Festausgabe.

Mehr erfahren

Kommentare

38 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

China wappnet sich zur Weltmacht

Die Sprathly-Inseln sind wohl erst der Anfang des erneuten Expansionsstrebens der Chinesen. Nach Tibet und Hong-Kong im letzten Jahrhundert wohlgemerkt. Mich wuerde es nicht im Geringsten ueberraschen, wenn China bald auch eigene Kolonien in Afrika errichten wuerde. Natuerlich unter formaler Wahrung der Souveraenitaet dieser Gebiete, wohl aber mit Militaerstuetzpunkten und Regierungen, die von China finanziell unterstuetzt werden.

Mitunter beschleicht mich der Verdacht, dass auch Griechenland bald in die Einfluss-Sphaere der Chinesen geraten koennte.

Es darf nicht knallen in Fernost

Lieber darthkai,

die angestammte Bevoelkerung Hong-Kongs scheint die Flucht ins sichere Ausland dem Joch kommunistischer Tyrannei vorzuziehen:
'In the aftermath of the Tiananmen incident in China which dealt a shattering blow to popular confidence in Hong Kong, the outflow reached a peak of 62,000 or about 1 per cent of the population. It has fluctuated at that level since then...

However, the actual outflow only constitutes the �tip of the iceberg�. As revealed in social surveys, there exists a large pool of potential migrants who want to leave.'
http://www.unesco.org/mos...

Sobald sich die Moeglichkeit einer gewaltsamen Erweiterung der Einflusssphaere Rotchinas auf staatliche Territorien Vietnams, Taiwans oder der Philipinen abzeichnet, wird die Weltgemeinschaft sich mit einer gewaltigen Fluechtlingswelle aus Fernost konfrontiert sehen und ein Zusammenprallen der Militaermaschinerie Chinas mit der seiner Nachbarn duerfte alles in den Schatten stellen, was wir an Gewalt seit 1945 gesehen haben.

Es muss das Bestreben deutscher Aussenpolitik sein, deeskalierend auf die kommunistischen Machthaber in Peking einzuwirken. Ein Krieg in Fernost unter Beteiligung Chinas koennte unsere bestehende Weltordnung aus den Fugen ruetteln.

Verzeihung, aber das ist Schwachsinn

China sichert sich hier ein paar Ressourcen für seine Wirtschaft, wie es die USA in regelmäßigen Abständen auch tun - und dennoch führt es weniger Kriege als diese...Um genau zu sein seit Mao weg ist und sich das System stabilisiert hat garkeine mehr (ich muss ihnen keine Liste von US-Kriegseinsätzen seit ~80 zum Vergleich schreiben)

Flüchtlingsströme? Wovor? Wohin? Unsinn, wenn die Wirtschaft brummt wird es sogar verstärkt die westler nach China ziehen, wie es heute bereits immer mehr passiert (ganz zu schweigen was passiert wenn die EU-Wirtschaft implodiert). Es ist ein Land mit offenen Grenzen, und das "Joch kommunistischer Tyrannei" treibt heute auch kaum jemanden ins Ausland - wenn sie gehen gehts auch hier um Ausbildung, Job und Geld!
z.B. in Deutschland lebende Chinesen wollen sehr häufig die Dt. Staatsbürgerschaft nicht annehmen, weil ihnen die Chinesische lieber ist, aber das nur am Rande.

Ein "krachen" wäre sicher schlimm, aber am aggresivsten zeigen sich eher die USA, mehr als irgendwer anders wenn sie demonstrativ ihre Flotte vor China parken, und damit noch alljährlich in VR-Hoheitsgewässern herumschippern.
"Bestehende Weltordnung aus den Fugen ruetteln" hingegen könnte ganz positiv sein...

Die Angst der asiatischen Demokraten vor China ist berechtigt

Die Unterdrueckung von Demokratie, Religion und Menschenrechten in China ist fuer viele im fernen Europa nur 'Pustekuchen'. Die Bewohner Asiens dagegen kennen die Erben Mao Tse-Tungs nur zu gut.

Rufen wir uns doch in Erinnerung, wer dieser Mao Tse-Tung war, der waehrend seiner Regentschaft ganz China in ein blutiges Schlachthaus verwandelt hat: 'It is reported that horrible methods of torture were employed under Mao's direction. The wives of several suspects that defied him had their breasts cut open and their genitals burned. It estimated that tens of thousands of suspected enemies, perhaps as many as 186,000, were killed during this purge.'
http://en.wikipedia.org/w...

Die Angst der Nachbarn Chinas vor einer Invasion Roter Horden ist daher durchaus berechtigt und wir duerfen den Demokraten Asiens unsere Hilfe in der Stunde bitterer Not nicht verweigern. Die Demokratie darf gegenueber China keinen Schritt zurueckweichen, und ja, unsere intensiven Handelsbeziehungen zu Rotchina sind ein wichtiger Beitrag, den wir leisten, um dem Kommunismus Einhalt zu gebieten.

Das Bemuehen Praesident Obamas, den Frieden in Asien zu sichern, koennen wir mit dem vergleichen, was Praesident Ronald Reagan fuer Europa erreicht hat. Mit seinen magischen Worten: 'Mr. Gobartschov, tear down this wall!' hat er die Zuendung fuer den Fall des Kommunismus in Europa gegeben. Hoffen wir, dass Barack Obama gegenueber China aehnlich erfolgreich sein wird.

Menschenrechte und Freiheit fuer ALLE Menschen

Auch im Jahre 2012 wird in China systematisch gefoltert. Unter Kontrolle der Chinesischen Kommunisten Partei wird insebesondere gegenueber Demokraten, Menschenrechtlern, Gewerkschaftlern, Christen, Buddhisten und Angehoerigen ethnischer Minderheiten keine Gnade gezeigt. Es gibt in China etwa 1000 Lager fuer Zwangsarbeiter, in denen etwa 4 Millionen Menschen unter zum Teil menschenunwuerdigen Umstaenden gefangengehalten werden: 'The most common methods of torture are hitting, kicking and electric shocks. Frequent abuse is also caused by cigarette burns, spending forced periods of time in painful positions, which can last for days, being beat by fellow detainees because they were ordered to do this by the wardens, overstretching of body parts, near drowning or suffocation, sleep, food and drink deprivation, puncturing of body parts, and the refusal of medical care and medicine. Female political prisoners are especially at risk of becoming rape or gang-rape victims during their time in the re-education camps.'
http://www.ishr.org/Syste...

Jeder anstaendige Mensch sollte sich dagegen wehren, dass noch mehr Menschen unter die Kontrolle chinesischer Folterknechte geraten. Auch die Menschen in Asien haben Freiheit, Menschenrechte, Wohlstand und Demokratie verdient. Die Bevoelkerung der Anrainerstaaten Chinas braucht daher den Schutz der Freien Welt.

Wissen sie überhaupt wovon sie sprechen?

Ich stelle ihnen zwei Fragen:
1. Was bedeutet Kommunismus, bzw. was ist schlecht an der Idee?
2. Was hat China heute damit noch zu tun?

Desweiteren möchte ich ihrer Aussage noch entgegensetzen, dass China bereits vor langem seinen eigenen "Gorbatschow" hatte, nämlich Deng. Und es auch keine Mauer mehr zum abreissen gibt.
Eine Kleinigkeit noch, wenn sie schon die US-Demokratie gegen das Chinesische System stellen. China hat schon längst keine ein-Führer-Diktatur mehr, sondern nach dem dahinscheiden von Mao ein relativ gut organisiertes System, mit einer Gewaltenteilung, die verrückte Führer eigentlich ausschließt. Es gibt den Nationalen Volkskongress, das Politbüro und den Ständigen Ausschuss von eben diesem. Um dort hinzukommen muss man ähnlich wie in den USA Berufspolitiker mit Geld und Einfluss sein - blicken sie zurück durch die Geschichte, die kranken Spinner a la Hitler wurden immer vom Volk dahin gesetzt...
In sofern stellt sich also ganz grundsätzlich die Frage, ob Demokratie überhaupt sinnvoller ist, als das chinesische System.

Vergleiche weiter

Führen wir den Vergleich weiter: Nehmen wir an China steht ~ seit 1980 in seiner heutigen Form auf der Karte, es hat seit dem 0 Kriege geführt und einen Aufstand niedergeschlagen (2700 Tote laut Wiki/rotes Kreuz)
Die USA waren seit 1980 an folgenden Kriegen beteiligt:
1981 Nicaragua
1983 Libanon, Grenada
1986 Libyen
1989 Panama
1990 Kolumbien, Irak
1992 Jugoslawie, Somalia
1998 Sudan
1999 Kosovo
2001 Afghanistan
2003 Irak
2011 Libyen

Sind sie sich sicher, dass China das menschenverachtendere System ist? Sind sie sich sicher, dass die großen Bedrohungen für kleine Länder (auch in Asien) von China ausgehen?

Worum geht es den chinesischen Kommunisten wirklich?

Sie schreiben: 'In sofern stellt sich also ganz grundsätzlich die Frage, ob Demokratie überhaupt sinnvoller ist, als das chinesische System.'

Ehrlich gesagt, ich bin entsetzt.
Ein Regime wie Rotchina, das foltert, Millionen von Oppositionellen in Zwangsarbeiterlagern misshandelt, ein Regime, das Demokraten, religioese und ethnische Minderheiten sowie ganze Landstriche wie Tibet brutal unterdrueckt und neuerdings seine Nachbarn militaerisch einzuschuechtern versucht, ist in meinen Augen nicht 'sinnvoll', sondern potentiell eine Bedrohung fuer den Weltfrieden.

Wer kann beweisen, dass es den chinesischen Kommunisten mit ihrem Saebelrasseln und Aufruestiung zur militaerischen Weltmacht wirklich nur um die Sicherung wirtschaftlicher Ressourcen geht, und nicht doch um die kommunistische Machtergreifung auf unserem Planeten?

China sollte abruesten - und zwar schnell!

Die Weltgemeinschaft hat sich in den letzten Jahren geschlossen gegen Diktatur, Tyrannei und vor allem gegen Monster wie Saddam Hussein gewehrt, die mit Massenvernichtungswaffen einen Genozid an der Bevoelkerung des eigenen Landes anrichteten.

Kein Vergleich zur aggressiven Politik Rotchinas, das mit Kanonenbooten und neuerdings Flugzeugtraegern fuer Angst und Schrecken unter den Demokraten Asiens sorgt.

Deutschland muss sich fragen, wie es helfen kann, damit auch morgen noch die Kinder asiatischer Demokraten in Frieden und Freiheit aufwachen koennen. Die Abruestung in Asien sollte auch uns am Herzen liegen.

Wen ich das lese

kann ich nur sagen ein Besuch in China tut not, Wen und Hu sind nämlich nicht Pinky und Brain, und die chinesische Gesellschaft, Medienlandschaft, öffentliche Meinung, Meinung in Internetforen und der schlichte Eindruck auf der Strasse ist ein wunderbar friedlicher, aufgeschlossener mit viel positivem Interesse für weltweite Vorgänge und andere Staaten.

Die öffentliche Meinung ist durchaus kritisch aber nicht umstürzlerisch, auch wenn niemand Angst hat seine Meinung (ausserhalb der Medien) kund zu tun, auch wenn sie gegen die Partei oder das System ist. In den großen Städten hat so gut wie jeder Internetzugang, an den Unis fast alle VPNs mit Facebook etc.. Polizei und Militärpräsens ist nicht übermäßig oder bedrückend, und auch diese Leute sind sogar gegenüber Ausländern sehr hilfsbereit und freundlich. Der Markt ist offen, westliche Produkte überall und z.B. hier in Peking sieht man immer mehr "Westler", es gibt internationale Studiengänge und anders herum gehen sehr viele Chinesen zum studieren in den Westen.

Jedes System besteht zunächst mal aus Menschen - und diese sind nicht alle verrückte Idioten. Die Partei hat 80 Mio Mitglieder, und die die wirklich Einfluss haben sind die mit Geld, die sich auch die beste Bildung leisten können...auch diese müssen sich strategisch geschickt nach oben arbeiten - es ist keine gefährliche Militärdiktatur, sondern eher eine Technokratie, und wenn man die Wirtschaftszahlen ansieht eine der Weltweit erfolgreichsten!

Asien hat berechtigte Angst vor dem Folterstaat China

Wenn Wen, Hu&Co 'wunderbar friedliche, aufgeschlossene' Menschen sein wollen, dann sollen sie erst einmal dafuer sorgen, dass China:

- aufhoert Menschen zu foltern und zu toeten aufgrund ihrer Religion, ihrer politischen Ueberzeugung oder ihrem Streben nach Freiheit und Menschenrechten
- 4 Millionen Menschen freilaesst, die gegen ihren Willen als politische Gefangene in Lagern gefangengehalten und systematisch gequaelt werden
- demokratische Reformen durchfuehrt und das Machtmonopol der kommunistischen Partei beseitigt
- sich an sofortigen Abruestungsverhandlungen mit seinen Nachbarn und den pazifischen Anrainerstaaten beteiligt
- sein Militaer aus voelkerrechtswidrig besetzten Gebieten zurueckzieht
und man koennte noch vieles hinzufuegen.

Saubere Strassen und laechelnde Menschen machen aus einem Unrechtsregime noch lange keinen Vorzeigestaat. Die Angst der freien Menschen Asiens vor Rotchina ist berechtigt, wenn ich mir die lange Liste von den in Rotchina praktizierten Foltermethoden anschaue, mit denen Oppositionelle traktiert werden:

Gekürzt. Bitte verstehen Sie das wir auf solche Seiten nicht verlinken möchten. Danke, die Redaktion/se

Für Demokratie ist das Töten von Zivilisten also

gerechtfertigt, während allein militärisches Potential eines andersartig geführten Staates als zu gefährlich gilt, und dessen Möglichkeit sein eigenes Volk zu unterdrücken ein Morden/Krigführen in eben diesem rechtfertigen??? Ich würde fast dazu tendieren derartige Einstellungen als gefährlich Menschenverachtend einzustufen!

Aber sie fordern ja so großzügig Demokratie für China, hatten sie schonmal das Vergnügen der Unterhaltung mit einem zur zwei drittel Mehrheit gehörenden Landbewohner in China? Neben 1. Welt in den Städten, die in 30 Jahren für 400Mio Menschen geschaffen wurde gibt es nämlich noch 800Mio bei denen noch die 3. Welt geblieben ist. Deren Meinung sieht zu meist mehr oder minder so aus:

1. Unter Mao war es am besten (für Bauern mag das mit Planwirtschaft sogar zutreffen)
2. Wir sollten uns Taiwan zurückk holen, es gehört zu China
3. Der westliche Einfluss ist zu gross und verdirbt die Leute
4. Wir sollten Nordkorea mehr beistehen
5. Japan sollte zur Rächenschaft gezogen werden

Diese Leute wollen sie wählen lassen weil es friedlicher wäre? Sie würden ihr blaues Wunder erleben wenn die Fahne der Chinesischen Demokratie von Japan bis Singapur und Kasachstan weht. Sie vergessen was dieses Land einst war - wenn sie ihnen die Wahl lassen denke ich sie werden viel mehr daran setzen dorthin zurück zu kehren.Schauen sie sich auf WIKI doch mal die Chinakarte von 1820 an, um das zu Verstehen:
http://de.wikipedia.org/w...

China erinnert mich an Jugoslawien und Irak

Ja, ich habe mich schon mehrfach mit chinesischen Bauern unterhalten. Armut und Bildungsferne sind keine akzeptablen Gruende, einem Menschen, oder gleich 1,2 Milliarden, wie in Rotchina, das Wahlrecht zu entziehen und der Menschenwuerde zu berauben.

Die Menschen in den Nachbarlaendern Chinas scheinen das auch so zu sehen.

Im Uebrigen habe ich die Hoffnung, dass die von Rotchina unterdrueckten Minderheiten eines Tages ihre Freiheit zurueckerhalten werden, wobei der Moloch in zahlreiche kleinere Staaten aufsplittern duerfte, aehnlich Jugoslawien und Irak: http://en.wikipedia.org/w...

Ein demokratisierte und befreite chinesische Bevoelkerung duerfte fuer die Nachbarn Chinas und den Weltfrieden keine nennenswerte Gefahr mehr darstellen.

Jedes Land hat seine eigenen Gesetze,

die seinem System, Weltbild und Kultur geschuldet sind. Desweiteren werden die wenigsten der Dinge, die sie als niederträchtig ansehen nicht von Peking, sondern von den Lokalregierungen veranlasst - glauben sie wirklich der halbe Asiatische Kontinent wird von einer Stadt aus regiert?

Es ist eben ein Staat ohne Meinungsfreiheit, also muss ich mich daran halten - ich kann ja auch in Dtld. nicht einfach mal Heil Hitler im TV rumbrüllen (und das ist auch gut so).
Und China schützt seine Verfassung, die eine Partei vorsieht, genau wie wir unsere schützen, die mehrere vorsieht...da sehe ich kaum einen Unterschied
Gefoltert wird in fast allen Ländern, die sich auf diesem Bildungs- und Wohlstandsniveau befinden. Ein Problem der Wärter/Polizisten, nicht der Regierung. Demokratische Reformen sind lediglich ihrer Weltsicht geschuldet...woher wissen sie ob Chinesen das überhaupt wollen?
Abrüsten, während die USA ihre halbe Flotte vor die Küste stellt? Das wäre schön dusselig...
Und zu guter letzt: Welches Gebiet ist denn bitte Völkerrechtswiedrig besetzt? Schauen sie nochmal auf die alte (s.h. link in vorigem Comment) Karte, ob ihnen was auffällt, und dann schauen sie mal auf die Karte der Gebiete die die Demokratische Republik China (Taiwan) fordert und beansprucht, dann merken sie es spätestens...

Den Voelkern Chinas wuensche ich Freiheit und Demokratie

"Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechts entscheiden sie frei über ihren politischen Status und gestalten in Freiheit ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung." aus der Eklraeung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen.

Chinesen, Turkmenen, Tibeter, Koreaner, Vietnamesen, Mongolen und alle anderen von den Kommunisten in China unterdrueckten Menschen, insbesondere ethnishce und religioese Minderheiten, haben ein moralisches Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung. Eine weitere Ausweitung dieser Unterdrueckung auf derzeit noch freie Voelker, wie dem Volk der Philipinen, ist dagegen unakzeptabel.

Auf welcher "Moral" fusst das ganze?

Auf der kulturell entwickelten Moral des christlichen Abendlandes... von wem kommt es ursprünglich? den USA in ihrer Verfassung
Warum geht es China in seinem eigenen Selbstverständnis nichts an? siehe oben!

"Chinesen, Turkmenen, Tibeter, Koreaner, Vietnamesen, Mongolen und alle anderen von den Kommunisten in China unterdrueckten Menschen, insbesondere ethnishce und religioese Minderheiten, haben ein moralisches Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung"

Mit diesem Punkt wollen sie in China Mehrheitsentscheide rechtfertigen??? Glauben sie, dass Turkmenen, Tibeter oder andere Minderheiten in der Realität (nicht in den Regierungszahlen) noch in irgendeinem Gebiet eine demokratisch durchsetzungsfähige Mehrheit haben? (Die Grenzen sind übrigens offen) Und selbst wenn, die Grenze nach Nordkorea habe ich schon selbst gesehen, was so eine der kürzesten Grenzlinien ist...für die Koreaner schonmal sehr leicht das Land ohne offizielle Zustimmung zu verlassen.
Abgesehen davon haben die Minderheiten doch sowieso allesamt mehr Rechte...

Belege?

Haben Sie irgendwelche Belege und unabhängige Quellen für Ihre Behauptungen oder ist das mal wieder nur der übliche Senf, welcher regelmäßig von Diktatoren für die Rechtfertigung ihres Unrechtsstaates benutzt wird. Arbeiten Sie für den chinesischen Staat?

Auch die Deutschen hatten nach 1945 demokratische Wahlen(auch wenn das einige Rechte bis heute bestreiten). Und sie haben bekanntermaßen den Frieden gewählt und haben sich nicht gleich wieder daran gemacht, ihre verlorenen Gebiete zurückzuerobern.

Fragen sie mich hier nach Belegen

dass Minderheiten nicht die Mehrheit sind? Ich dachte das versteht sich von selbst. Falls es um die Grenzsicherung geht, kann ich ihnen auf Wunsch Bilder zusammen suchen.

"Auch die Deutschen hatten nach 1945 demokratische Wahlen(auch wenn das einige Rechte bis heute bestreiten). Und sie haben bekanntermaßen den Frieden gewählt und haben sich nicht gleich wieder daran gemacht, ihre verlorenen Gebiete zurückzuerobern"

Ja hatten sie, nachdem man seine Lektion gelernt hat...meinen sie die Chinesen sollten im Zweifel auch erst ihre Lektion lernen?
Ein Mehrheitsentscheid eignet sich doch perfekt dazu, Minderheiten zu unterdrücken, dass kann man auch in anbetracht der Wahl 1933 nicht abstreiten. Schauen sie doch, wie in der Ex-DDR gewählt wird und das bei weit höherem Bildungsstand als bei der ländlichen Chinesischen Mehrheit. Ich glaube nicht einmal die KPCh an sich wäre bei freien Wahlen von einem riesigen Machtverlust bedroht, aber in ihr würden sich viel extremere Kräfte durchsetzen - gewählt würde sicher der, der am lautesten nach einer Befreiung Taiwans ruft.

Ich arbeite übrigens nicht für die Regierung

das dürfte ich als Ausländer glaub ich auch garnicht...
Ich sehe dieses von der Geschichte zerschundene, und vom Westen dereinst geradezu vergewaltigte Land; welches einst für Jahrhunderte wenn nicht Jahrtausende die größte Macht auf unserem Planeten war. Nach 200 Jahren der Rückständigkeit schaffen sie es langsam dies alles zu überwinden und zu ihrem alten Platz zurück zu kehren, sie verhalten sich viel friedlicher als alle anderen Großmächte, sie haben in den letzten 20 Jahren wahrscheinlich mehr Wohlstandswachstum kreiert als irgend ein anderes Land der Welt, biegen Afrika wieder gerade, haben sich von einer Führerdiktatur zu einem sehr offenen Staat gewandelt, entdecken heimlich ihre Kaiserreichsorganisation wieder, auch wenn sie jetzt halbwegs modernisiert gestaltet ist und die Tatsache das wir China mit USA und nicht mit Indien vergleichen gibt ihnen Recht.
Aus Chinesischer Sicht machen sie alles richtig, das ist bewundernswert, und in Anbetracht wie aggressiv, unberechenbar und gefährlich die USA weltweit auftreten ist mir die kommende chinesische Vorherrschaft um einiges lieber als die bisherige der USA - auch wenn man hier vllt. ab und zu besser mal die Klappe hält - meiner Meinung nach ein kleinerer Preis als Predator Drohnen gegen die eigene Bevölkerung zu richten wie in den USA!

Geschichtskenntnis

Der Teilsatz: "blicken sie zurück durch die Geschichte, die kranken Spinner a la Hitler wurden immer vom Volk dahin gesetzt..."
zeugt nicht gerade von Geschichtskenntnis. Wurden bspw. Stalin, Pol-Pot, Saddam Hussein, Mao, usw. gewaehlt?
Um Ihre dumme These zu widerlegen braucht man sich ja nur mal vor Augen zu fuehren, seit wann es Demokratien in der Neuzeit gab und wieviele Diktaturen.
Auch Ihr Vergleich Deng-Gorbatschow hinkt ganz gewaltig, oder gab es unter Deng freie Wahlen, Presse und Meinungsfreiheit? Und ein Aufrechnen von Toten ziemt sich wohl absolut nicht und dabei auch mal willkuerlich einen Startstichtag festzulegen, dass ueberzeugt noch weniger.
Ich will damit aber keinesfalls das Verhalten der USA rechtfertigen, das ist durchaus kritikwuerdig.

Kurios

China und Vietnam sind doch beides kommunistische Staaten. Wo ist denn die berühmte internationale Solidarität und die Brüderlichkeit der kommunistischen Internationalen geblieben? Oh. Ich lese gerade, dass beide Länder gar keinem einschlägigen internationalen Zusammenschluss angehören. Komische Kommunisten. Sie sind sehr nationalistisch orientiert, heutzutage.