Juncker-NachfolgeDeutschland und Frankreich wollen sich Eurogruppen-Vorsitz teilen

Im Streit um den Euro-Gruppe-Vorsitz zeichnet sich eine Lösung ab: Laut dem "Spiegel" soll erst Finanzminister Schäuble den Job übernehmen, dann der Franzose Moscovici.

Finanzminster Wolfgang Schäuble und Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici

Finanzminster Wolfgang Schäuble und Frankreichs Finanzminister Pierre Moscovici

Im Streit um den künftigen Vorsitz der Eurogruppe streben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident François Hollande laut einem Bericht des Spiegel einen Kompromiss an. Danach soll der Chefposten in einer Art Rotationsverfahren besetzt werden.

Nach dem Ablauf der Amtszeit von Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker könnte zunächst Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Posten übernehmen, berichtete der Spiegel ohne Angabe von Quellen. Nach der Hälfte der Amtszeit könnte ihn dann sein französischer Kollege Pierre Moscovici ablösen.

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Lange galt Schäuble als Favorit für die Nachfolge Junckers, doch machte Frankreich nach der Wahl des Sozialisten Hollande zum Staatschef Vorbehalte gegen den deutschen Finanzminister geltend. Hollandes konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy hatte Juncker hingegen vorgeworfen, in der Schuldenkrise zu passiv zu agieren.

Juncker hat den Posten des Eurogruppenchefs, der für die Finanzminister der 17 Staaten der Eurozone spricht, seit 2005 inne. Der 57-jährige Luxemburger hatte sich zuletzt amtsmüde gezeigt und in den vergangenen Monaten mehrfach erklärt, er werde den Posten zum 17. Juli aufgeben.

 
Leserkommentare
  1. Ich wäre dann doch für eine Dreiteilung dieser Führungsposition. Eine Euro-Zonen-Troika, natürlich dann mit einer Frau.

    Wir hätten dann schon drei Troikas des „Schreckens“ für alle Schuldensünder. Na ja, die SPD-Troika ist ja eher auf „Fallenstellen“ spezialisiert. Aber die anderen beiden Troikas verbreiten dann in Europas Schuldensümpfen des Südens Angst und Schrecken.

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    .....haben Sie es gesagt und geschrieben. Echt begabt. na dann, weiter so.

    .....haben Sie es gesagt und geschrieben. Echt begabt. na dann, weiter so.

  2. besetzt werden."

    Und vergeben wird er jetzt und in Zukunft durch eine gewisse Art "undemokratischen Prozesses".

    An zwei Politiker, die eine ganz eigene Interpretation von Demokratie haben.

    Mit einer zukünftigen Funktion, die keiner bekannten Art demokratischer Kontrolle unterliegt.

    Mit einer Machtfülle, die jeder demokratischen Legitimation entbehrt.

    Getragen durch keinerlei legitimen/legitimierten demokratischen Rückhalt in der Bevölkerung.

    Mann o Mann - EUROPA ist schon ein echtes demokratisches Vorbild für Staaten wie IRAN/IRAK/ÄGYPTEN/LIBYEN etc.!

    Und ich glaube es heißt nicht umsonst:

    "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich!"

    MfG
    biggerB

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    • joG
    • 07.07.2012 um 22:28 Uhr

    ....die volle Pension?

    • joG
    • 07.07.2012 um 22:28 Uhr

    ....die volle Pension?

    • Woxi
    • 07.07.2012 um 20:08 Uhr
    3. [...]

    Entfernt, da beleidigend. Danke, die Redaktion/se

  3. ...Deutschland zahlt. Bei der Besetzung der entscheidenden Posten gibt es dann aber immer Vorbehalte. Das Geld wird allerdings vorbehaltlos akzeptiert.

    Deutschland hat doch schon die Narrenkappe auf. Die Politiker anderer Länder können es wahrscheinlich selbst kaum fassen, mit welcher Leichtigkeit sie Deutschland, bzw. seine Politiker, zum Deppen machen können.

    Wer Deutschland kontrolliert, beherrscht Europa. Immer noch gültig.

    12 Leserempfehlungen
  4. besetzt werden. ““

    Offensichtlich ist Herr Hollande der bessere Diplomat, er bringt Dinge voran, die mit der negativen Berichterstattung ihm gegenüber nicht übereinstimmen, siehe auch Leserbeitrag Nr. 16
    http://www.zeit.de/politi...

    Was ist eine Art Rotationsverfahren ?
    Bitte beschreiben.

    ““ Finanzminister Schäuble den Job übernehmen, dann der Franzose Moscovici.““
    Diesen Worten fehlt offenkundig Höflichkeit und Respekt. Frankreich ist unser wichtigster Handelspartner, der “Franzose Moscovici“, ihre Wortwahl, ist der französische Minister für Wirtschaft und Finanzen Pierre Moscovici.

    Der SPIEGEL, 07. 07. 2012
    ““ Damit wäre die Nachfolge für den Luxemburger Juncker geklärt.....
    .... Eine der wichtigsten Personalfragen in der Euro-Zone könnte bald geklärt sein. Nach SPIEGEL-Informationen soll Wolfgang Schäuble neuer Euro-Gruppen-Chef werden - und damit die Nachfolge für den Luxemburger Jean-Claude Juncker antreten. Allerdings soll sich Schäuble den Posten mit seinem französischen Kollegen Pierre Moscovici im Rotationsverfahren teilen.
    Auf den überraschenden Kompromiss haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Staatspräsident François Hollande geeinigt. ““
    http://www.spiegel.de/pol...

    2 Leserempfehlungen
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    Sie haben ja nur den Spiegel zitiert. Was soll das?

    Sie haben ja nur den Spiegel zitiert. Was soll das?

    • IQ130
    • 07.07.2012 um 21:24 Uhr

    danke an die zeitredaktion.

    Seit barclay dürfen wir die finanzassis beim namen nennen.

    nun ist die finanzassi-unterstützer-vereinigung unter d-f leitung.

    wir tun uns nur noch leid.

    sorry, das musste raus...

    Eine Leserempfehlung
  5. .....haben Sie es gesagt und geschrieben. Echt begabt. na dann, weiter so.

    Antwort auf "Euro-Zonen-Troika"
  6. wenn mal KOMPETENZ das Sagen hätte und nicht auf Zeit gewählte Politiker, die heute dieses und morgen ein anderes Amt ausüben können.

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