Ruanda:
Geboren 1994

Tresor Niyibizi, 18, aus Kinigi: "Mein Vater war Bauer. Männer kamen in unsere Hütte und haben ihn mit einer Machete getötet. Ich vermisse ihn sehr. Die Leute sagen, dass er ein ehrlicher Mann war. Zweimal in der Woche gehe ich an sein Grab und bringe ihm Blumen." | © Olaf Unverzart/ZEITmagazin
Hunderttausende starben, als in Ruanda das Volk der Hutu die Tutsi jagte. Die Kinder, die während des Völkermordes zur Welt kamen, werden in diesem Jahr volljährig. Der Fotograf Olaf Unverzart hat 14 von ihnen besucht, sie nach ihren Erinnerungen und ihren Wünschen für die Zukunft gefragt. Seine Fotoserie gibt den Kindern des Genozids ein Gesicht – und eine Stimme.
- Datum 20.07.2012 - 12:49 Uhr
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Antoine Ntabana, 18, aus Kigali: "[...] Wie kann es passieren, dass ein Mensch den anderen totschlägt?"
Diese Frage habe ich mir auch schon mein ganzes Leben gestellt.
Außer dem Film 'Hotel Ruanda' habe ich mich nicht weiter mit dem Thema beschäftigt - wegen der Grausamkeit, der Unverständlichkeit, wie Reisende20 auch Antoine zitiert - Warum? - es gibt zwar Erklärungsmodelle, die helfen aber nur indirekt, die Emotionalität, die dieses Leid mit sich bringt, zu beschwichtigen.
Natürlich eine dankenswerte und beeindruckende Bilderstrecke.
Wieso immer nur Ruanda?. 1994 hat das in Burundi angefangen. 1 Woche vorher war mein Urlaub in diesem wunderschönen Land mit streichelnder Luft und seidenweichem Wasser zu Ende, der Flughafen geschlossen und das "Abschlachten" ging los.
Über 10 Tote nach Luftangriffen lachen wir nur. Ein einzelner von uns schafft mit seiner Machete 100 am Tag, so sinngemäß ein Einheimischer.
Wie sagte Sabine Christiansen damals in den Tagesthemen "Wen interessiert schon Burundi".
Und nicht zu erstenmal geschahen solche Ausschreitungen. Die Krokodile im Ruzizi sollen so groß sein, weil sie die Toten eines früheren Kriedes gefressen haben.
Und mit einseitigen Schuldzuweisugen oder Parteinahmen sollte man sich auch als Unbeteiligter zurückhalten. Der Konflikt reicht bis in die Zeit, als die Tutsi, Viehzüchter aus der Nilgegend, auf die Bauern, Hutus, der Gegend trafen und sich dort ansiedelten. Diese vorteilhafte ökonomische Fähigkeit gab Macht auch zur Unterdrückung der Einheimischen.
Und die USA hat in ihrer typischen Selbstgerechtigkeit auf die NGO´s gehört, die keine Demokratie festgestellt haben. Das ökonomische Problem kam damals also auch dazu.
... wäre dort wohl zum Teil moralisch sinnvoller aufgehoben.
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