Griechenland : Von wegen nicht mehr zu retten, faul und undankbar

Wie viele Deutsche über seine Heimat Griechenland denken, frustriert den Leser Andreas Koutsopoulos. Er will mit tief verwurzelten Klischees und Mythen aufräumen.

Angesichts der Mythen, die sich um Griechenland ranken, erkenne ich meine Heimat nicht wieder. Nach dem, wie in den letzten zwei Jahren in Deutschland über die Krise berichtet wird, scheint Griechenland ein Paralleluniversum zu sein.

Mythos 1: Die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt.

Diese Aussage trifft nur auf eine kleine Minderheit der Griechen zu. Es gab beeindruckende Einzelbeispiele, wie Beamte, die 4.000 Euro im Monat bekommen, und andere, die im Alter von 50 Jahren schon in Rente gehen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Fast nie wurde über Fakten gesprochen, zum Beispiel über das Durchschnittsgehalt, das schon vor der Krise nur 820 Euro betrug. Dabei sind die Preise von vielen Waren in Griechenland höher als in Deutschland. Die Griechen arbeiten mehr Stunden pro Woche als die Menschen in allen anderen OECD-Staaten und sie gehen im Schnitt später in Rente als die Deutschen.

Jeder, der Griechenland kennt, weiß, dass vor der Krise sehr viele Griechen hart gearbeitet haben, viele hatten sogar zwei Jobs. Wer heutzutage noch einen Job hat, gehört zu den wenigen, die sich glücklich schätzen dürfen. Die meisten verdienen dabei gerade einmal soviel, wie ein Hartz-IV-Empfänger in Deutschland bekommt.

Natürlich haben viele Leute ihre Steuern nicht regelmäßig bezahlt; das ist wahrscheinlich das größte Problem. Doch dafür werden die Griechen längst bestraft. Schauen Sie sich in griechischen Krankenhäusern, Schulen, Universitäten und Straßen um: Die Infrastruktur in Griechenland ist nicht zu vergleichen mit im Rest der EU, nicht einmal mit anderen südeuropäischen Ländern. Auch die Sozialleistungen in Griechenland sind erbärmlich.

Mythos 2: Die Griechen wollen nicht gerettet werden.

Das Hilfspaket enthält so wenig Hilfe wie eine Honigmelone Honig. Im besten Falle ist es ein Paket zur Selbsthilfe, denn es handelt sich ja nicht um geschenktes, sondern um geliehenes Geld.

Deutschland profitiert bereits heute von den Zinsen. Der Großteil des Rettungsfond-Geldes fließt in deutsche und französische Banken, nur um die fünf Prozent landen tatsächlich in griechische Kassen. Deutschland hat infolge der Eurokrise 35 bis 55 Milliarden am Anleihemarkt gespart. Außerdem hat Deutschland infolge der Abwertung des Euro seine Exporte um geschätzt 50 Milliarden Euro gesteigert.

Das Hilfspaket ist vor allem deshalb keine Hilfe, weil es mit Bedingungen verknüpft ist, die die griechische Wirtschaft zerstören. Das BIP ist in den vergangenen zwei Jahren um 20 Prozent geschrumpft, die Arbeitslosigkeit hat sich mehr als verdoppelt. Die Steuern sind zwar erhöht worden und die Steuerbehörden arbeiten effizienter bei der Aufklärung von Steuerhinterziehung. Trotzdem gibt es wegen des wirtschaftlichen Abschwungs viel weniger Steuereinnahmen.

Mythos 3: Die Griechen wollen nicht sparen.

Die Griechen sind nicht generell gegen das Sparen. Als das erste Sparpaket kam, erkannten viele die Nachteile, sahen aber ein, dass gespart werden muss. Mit den weiteren Sparpaketen wurde das Sparen aber zum Totsparen.

In den letzten zwei Jahren des Rettungspakets gab es einen dramatischen wirtschaftlichen und sozialen Abschwung in Griechenland, wie ihn die Welt in den vergangenen 80 Jahren nicht gesehen hat. Tausende von Unternehmen wurden infolge des Abschwungs geschlossen, die Anzahl der Selbstmorde hat massiv zugenommen. Es gibt in Griechenland die größte Hungerwelle seit dem zweiten Weltkrieg, 400.000 Menschen werden von der Kirche ernährt. Eltern bringen ihre Kinder in SOS-Kinderdörfer, weil sie ihnen nichts mehr zu essen geben können.

Die griechische Bevölkerung verhungert im wahrsten Sinne des Wortes, damit die europäischen Banken gerettet werden. Trotzdem werden die Griechen als faul und undankbar beschimpft.

Nobelpreisträger haben davor gewarnt, die Sparpakete nicht anzuwenden. Dieselben Konzepte hat der IWF bereits zur angeblichen Rettung anderer Ländern benutzt. Das Ergebnis war die wirtschaftliche Zerstörung vieler dieser Länder. Wenn man also dem gesunden Menschenverstand oder den Nobelpreisträgern nicht trauen will, dann wenigstens der Geschichte.

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Kommentare

254 Kommentare Seite 1 von 24 Kommentieren

Wo ist das Geld

Das Geld ist doch wieder dort, wo es nach herrschender Meinung in Berlin hingehört - bei den Banken und Finanzinstituten.

Ein sehr großer Teil der Schulden sind Zinsen.
Ein weiterer großer Teil dürfte an die deutsche und französische Rüstungsindustrie gegangen sein. Wie war das noch, Griechenland bekommt kein Darlehen von Deutschland, wenn es nicht garantiert, davon die deutschen Rüstungsgüter zu bezahlen?

Wo ist all das Geld hin, das Griechenland anderen schuldet?

Na, u.a. in Deutschland. Die Privatvermögen "der Deutschen" übertreffen die deutschen Staatsschulden um mehr als das Dreifache, und haben auch in (oder gerade wegen) der "Krise" ordentlich zugelegt.

Es haben sich also nicht nur Deutsche Bürger bei den wohlhabenden Deutschen verschuldet (Guthaben der einen = Schulden der anderen!).

Daß Sie möglicherweise nicht direkt etwas von unserem deutschen Reichtum bemerken, könnte an der grotesken Verteilung liegen.
Aber dieses Thema ist tabu.

Schuldenkrise hier, Schuldenbremse da - über die Guthaben (genauer: Forderungen), die DIREKT damit zusammenhängen, redet niemand.

Bei einer Forderung nach einer Guthabenbremse blockiert der Durchschnittsbürger (nicht nur der deutsche) aber auch sofort im Kopf. Selbst wenn die eigenen Taschen leer sind, und durch Guthabenschnitte (oder gar vernünftige Besteuerung) die alles erdrückenden Zinslasten, das Ponzischema und die Wohlstandsverteilung etwas zurückgesetzt werden könnten - Eigentum ist heilig, ohne wenn und aber, ohne Rücksicht auf die Folgen.

Dank'schön für den Begriff:

.
Die Vermögensbremse als flankierende Massnahme und Abrundung zur Schuldenbremse, und beides nur noch zusammen zu haben/zu verhängen.

Funktioniert national und international/europäisch.

Guter Plan.

Jetzt müssten "nur" noch ein paar handvoll dieser anscheinend völlig ausgestorbenen Sorte "integerer Politiker" samt zugehöriger Wählerschaft gefunden werden, um das zu implementieren ... die zunehmende Vermappusung der Politik allerdings erschwert das ebenso wie das notorische Wahlverhalten ansonsten eigentlich normalintelligenter Wähler ...

Zu nicht unerheblichem Teil In Deutschland

raten sie mal wer in GR große Infrastrukturproekte gebaut hat, wo GR seine Waffen herbekommt und wo die Zinszahlungen der Staatskredite gelandet sind.

@Thema
Sicherlich sind die genannten Mythen teilweise fließend, aber Arbeitszeit hat nichts mit Produktivität zu tun. Wenn ich Fulltime als Kellner tätig bin, heisst das noch nicht das viel gearbeitet wird. Über die Belastung der OECD Daten kann man auch streiten, da in D oftmals Ü-stunden weder vergütet noch andersweitig bewertet werden.
Auch ist die Frage wie die steuerliche Belastung in GR bei den genannten Gehältern aussah, denn diese sind in etwa auf denen im Osten D und da dürfte Belastung bedeutend größer sein als in GR.

Das Einschlagen auf die Griechen ist imho für Dt. nicht gerechtfertig, da dort die selben Verhältnisse herrschen

Korruption in den Ämter
Überbezahlte Staatsbedienstete inklsuive der daraus resultierenden Pensionsforderung bei Beamten
Steuerbetrug der Eliten
eine Justiz die Steuerbetrüger und krimelle Politker mit Samthandschuhen anfassen

der Knall wird nur 5 Jahre später kommen und der Aufschlag wird härter sein, da die Gesellschaft in D bedeutend unsozialer ist als in GR.

Wo kommen die Schulden her

Natürlich wurden auch Fehler gemacht. Ich hab schon erwähnt, dass Steuerhinterziehung in Griechenland stark präsent ist.
Aber der Großteil der Schulden stammt (nicht nur in Griechenland, aber in allen Ländern) davon, dass die Politik das Monopol der Geldentstehung den Banken überlassen hat, und dadurch ein exponentieller Zinsenzins-Effekt verursacht wird der (sogar mathematisch) nicht zu stoppen ist.
Die andere Sache ist der Euro, der kein Vorteil für Griechenland war. Griechenland hatte sogar ständig Primärüberschuss vor der Eurozeit.
Es ist ja auch nicht das einzige Land, das solche Probleme hat. Das ist kein Zufall.

Rüstungsimporte

Interessant ist übrigens, daß laut Handelsblatt der griechische Militäretat um läppische 300 Millionen Euro reduziert werden soll, während allein die Ausgaben für Medikamente um ca. 1 Milliarde gekürzt werden.
Wenn man sich jetzt überlegt, daß Griechenland der fünftgrößte Waffenimporteur der Welt ist und Deutschland etwa ein Drittel der Waffen liefert, dann weiß man doch sehr genau, wo das Geld hinfließt. An den Militärausgaben darf nicht gerüttelt werden, schließlich wird Griechenland ja vom NATO-Mitglied Türkei bedroht (wobei auch die Türkei ein guter Kunde der deutschen Rüstungsindustrie ist).

Ja, da haben Sie recht

> Die Privatvermögen "der Deutschen" übertreffen die
> deutschen Staatsschulden um mehr als das Dreifache, und
> haben auch in (oder gerade wegen) der "Krise" ordentlich
> zugelegt.

Und: dieses Geld wird dem Wirtschaftskreislauf entzogen.

Prinzipiell wäre es auch einfach zu lösen: Mit einer Steuer auf Sparguthaben. Unabhängig davon WO sich das gehamsterte Guthaben befindet, sollte jeder in der Steuererklärung angeben wieviel er hat (bei Falschangabe -> Betrug / Steuerhinterziehung). Ein gewisser Betrag X ist dann steuerfrei und alles darüber wird progressiv besteuert. Die anzusetzenden Prozente müssten nichtmal allzu hoch sein, um unsere öffentlichen Schulden zu begleichen - wenn man den Zahlen über unsere durchschnittlichen Sparguthaben glaubt. Wobei ich mich wirklich frage wer das hat... ich kenn jedenfalls niemanden.

Dadurch würden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen hat man was gegen die öffentliche Verschuldung getan. Zum anderen wird sparen für den einzelnen unattraktiver und dementsprechend Geld ausgeben attraktiver - das kurbelt die Binnenwirtschaft an und schafft Arbeitsplätze :-).
Im Gegenzug dazu könnte ja dann die Mehrwertsteuer wieder um 2-3% gesenkt werden... das würde durch die Einnahmen der "Sparsteuer" locker und meilenweit wieder reinkommen.

Umlaufsicherung

"trifft die falschen - auf dem sparkonto hatt man nur was man vlt schnell braucht den notgroschen den haben viele die sonst nichts haben"
Nein, die trifft es nicht, weil es selbstverständlich großzügige Freibeträge geben muss.

Kommentar #65 spricht Vermögenssteuer und/oder auch eine sogenannte Umlaufsicherung an. Diese Mechanismen sollen nicht das Ansparen von Beträgen für eine kleine oder auch größere Anschaffung (Urlaub, Haushaltsbedarf, Reparaturen, Fahrzeug, Anzahlung vom Haus etc.) unterbinden, sondern Kapitalkonzentrationen im Bereich mehrerer Hunderttausend oder gar Millionen von Euro.

Das wäre meine Vorstellung von sinnvollen Freibeträgen: Lebensarbeitseinkommen.

Eine solche Anhäufung von Vermögen dient nicht dem Ansparen für eine Anschaffung, also dem Konsum, oder als Rente (zurückgestellter Konsum), sondern einzig und allein dem eigentlichen Kernproblem: den sogenannten "leistungslosen Einkommen".

"die großen besitze erwischen sie so nicht (die legen ihr geld anders an)"
Die Chance war bereits da. Weil es so viel Geld gibt, ist der Zins und damit die Rendite am Boden. Weil Inflationsausgleich Vermögenden selten ausgereicht (=Gier), wurden Spekulationsprodukte geschaffen: höheres Risiko, höhere Rendite. Das Problem mit den großen Kapitalkonzentrationen hätte sich doch vor Jahren schon von selbst (zum Teil) erledigt, wenn man das Risiko nicht weltweit auf die Steuerzahler abgewälzt hätte.

Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.
Das muss aufhören.

wer keine arbeit hatt kriegt auch nix zu essen?

wie es ja schonmal unverfrohren den alg2 "schmarotzern" angedroht wurde?

"Privatisierung der Gewinne, Sozialisierung der Verluste.
Das muss aufhören."
ist dabei eine formel die jeder
auch ein marktradikaler
unterschreiben kann

ich wäre ja mehr für die millionen auf jedes konto

denn wo ich bei ihnen binn ist die notwendigkeit des umlaufenden, aktiven kapitals
aber das erreichen sie nicht durch kappung auf notgroschen ebene
die notgroschen bleiben nähmlich liegen
sondern indem die leute die möglichkeit haben sich selber und anderen arbeitsplätze und wertschöpfungsmöglichkeiten jenseits von derivateschubsen zu verschaffen
und das ist mitlerweile so teuer das die meisten sich kaum leisten können sich ihren eigenen arbeitsplatz zu schaffen

"Lebensarbeitseinkommen."
wie stellen sie sich das vor?
jugendliche starten mit null, müssen also jeden job annehmen (wenns denn welche giebt)dürfen sich bis zur rente hocharbeiten, und was sie biszu ihrem tod nicht verprasst haben darf nicht an ihre kinder gehen sondern geht an den staat (schenkungen sind ebenfals verboten)?
lesen sie mal bei plato nach wo da das problem liegt

wo bleibt da das kapitalistische/sozialistische/komunistische paradies wo die maschienen die blöden arbeiten machen und nurnoch die besten arbeiten dürfen weil der rest mehr kosten würde als er einbringt?

Europa hat Mehrwert

Ich habe Ihren Artikel mit großem Interesse gelesen und frage mich in der Tat auch, ob das alles so tatsächlich der richtige Weg ist. Für mich müsste beispielsweise auch einfach mal irgendwelchen Ratingagenturen klar gemacht werden, dass man in Europa auf die Ansicht von X oder Y aus der Wall Street pfeift und einiges mehr.

Aber bei den Antworten auf Kommentarnr. 1 wundert mich dann einiges. Sind es jetzt deutsche Unternehmer schuld, die den Griechen Waren oder Dienstleistungen anboten, die sie dann angenommen haben oder wie?

Außerdem fällt mir das auf:

"Die andere Sache ist der Euro, der kein Vorteil für Griechenland war. Griechenland hatte sogar ständig Primärüberschuss vor der Eurozeit.
Es ist ja auch nicht das einzige Land, das solche Probleme hat. Das ist kein Zufall."

Naja, dass der Euro kein Vorteil für Griechenland war oder ist, kann ich nicht genau beurteilen, aber das ist Griechenland doch auch selbst Schuld. Sich in den Euro hineinschleichen und dann beklagen, dass die ganze Geschichte keine Vorteile gebracht hat, erscheint mir persönlich dann doch etwas seltsam. Des Weiteren haben momentan alle Länder Probleme ja, die Probleme sind aber in keinem Land mit denen in Griechenland wirklich vergleichbar. Insofern sticht auch der Einwand eher nicht.

Aber seis drum, das Geld ist weg und lässt sich jetzt nicht mehr herzaubern.

Der ideelle Wert Europas ist mE sowieso um einiges Mehrwert als irgendwelche Bankmilliarden, insofern fällt die Gretchenfrage klar aus!

Keine Ahnung

... wie Sie aus meinem Kommentar "Privatisierung von Gewinnen bei Sozialisierung der Verluste. Das muss aufhören." ein "wer nicht arbeiten will darf auch nix essen" herauslesen. Das muss man nicht verstehen, oder?

Und was den Rest angeht: Sie bestätigen einen anderen von mir heute getätigten Kommentar vollumfänglich; sobald man hypothetisch die Gefahr läuft, von neuen Steuern und Abgaben belastet zu werden, setzt der Verstand aus und man blockiert. Sowas wie großzügige Freibeträge und den Sinn und Zweck der Übung, das "big picture", werden überlesen oder ignoriert. Das ist nicht das erste Mal daß ich hier als Kommunist diffamiert werde, weil man den Begriff FREIBETRAG nicht versteht.

Freibeträge in der von mir vorgeschlagenen Größenordnung von Lebensarbeitseinkommen (die ein Vermögensberater einem Berufseinsteiger gerne ausrechnet; das "Humankapital" liegt -unter starker Streuung- bei durchschnittlichen Akademikern irgenwo in der Größenordnung von 2-3 Millionen Euro) verhindern keine Arbeitsplätze. Erzählen Sie mir bei solchen Beträgen jetzt nix von "Notgroschen", die verhindert werden.

Auch darüber hinaus sollte doch nichts beschlagnahmt sondern nur eben (m.E. progressiv) besteuert werden - um eben Zinseffekte im speziellen und die ("neofeudale") Problematik "leistungsloser Einkommen" zu bekämpfen!

Vielleicht haben Sie meinen Kommentar auch gründlich mißverstanden, aber mit Plato und dem kommunistischen Paradies hat das alles herzlich wenig zu tun.

eben drum

"aber mit Plato und dem kommunistischen Paradies hat das alles herzlich wenig zu tun."

ich hätte sie auch niemals in die komunistische ecke gestellt
das war entgegen ihrer lesart nicht meine aussage
der zusammenhang zu meiner überschrift ist über den von ihnen, genutzten begriff "Lebensarbeitseinkommen" gegeben
denn ihrem ersten text folgend musste ich schliessen das es sich um das einkommen aus dem eigenen leben handelt
denn ein freibetrag in höhe von 2-3 mio verhindert kein leistungsloses einkommen, was sie aber als sinn der übung angaben

das zusammen mit der vorstellung derartige gelder lägen auf spaarkonten und währen entsprechend einfach besteuerbar über eine "freibetrag" d.h. einen diskreten geldwert der den realen wert der anlage annähernd wiederspiegelt, und nicht entweder den derzeitigen, den potentiellen, oder den wert zum zeitpunkt des erstehens lies sie nicht gerade als anhänger einer ideologie, im positiven sinne von logisch zusammenhängenden ideen, erscheinen.

deshalb klagte ich diese ja zum schlus ein
wo soll das hinführen?
welche konsequenzen erhoffen sie sich von derlei maßnahmen und was würde es für die weitere geselschaftliche entwicklung bedeuten, zu welchem weitergedachten ziel soll es führen

wie gesagt
so für sich sind diese forderungen wohlklingende die jeder unterschreiben kann
weitergedacht werden sie aber so absurd wie die müntes aussage
es giebt eine begriff dafür
endet auch auf -ismus ,er beschreibt eine methode,und fasch- isses nicht

Wo ist all das Geld hin, das Griechenland anderen schuldet?

Es fließt in unsere so hochanständigen Banken in D, UK, F und was weiß ich wo. Wir retten nicht Griechenland, wir retten nur unsere Banken die Griechenland Kredite gegeben haben um sich reich zu zocken. Und nun werden die Verluste sozialisiert,eben die Kredite deutscher Banken werden vom deutschen Steuerzahler verbürgt. Und nun will man uns noch ein paar ausländische Banken befreundeter Nationen aufs Auge drücken. Das ist doch immer so unter Freunden???

Fehlende Zinsen

"Monopol der Geldentstehung den Banken überlassen hat, und dadurch ein exponentieller Zinsenzins-Effekt verursacht wird der (sogar mathematisch) nicht zu stoppen ist."

Ja, dies stimmt, aber warum redet fast niemand davon ? Warum kriegen wir nie diese mathematischen Erklärungen in Großzeitungen, immer nur das Geplapper von "Experten". Mathematisch ist das heutige System nur bei exponentiellem Wachstum möglich, was aber die Natur nicht ermöglicht.

Also kaputt, nichts zu machen, schulden abschaffen so oder so: zivilisiert oder gewaltig, schnell oder mühsam.

"Die Probleme Griechenlands sind hausgemacht"?

Soviel ich weiß, sind sie v.a. Lehman-brothers-gemacht.
Und die wussten sehr wohl, welche geostrategische Bedeutung Griechenland hat - mit wohlwollender Unterstützung der korrupten griechischen "Elite".
Wenn ich mir auf Kreta anschauen muss, wie die Bauern neuerdings ihre Gärten einzäunen, treibt es mir Zornesfalten auf die Stirn.
Ein Volk, das 400 Jahre venezianische und weitere 400 Jahre osmanische Fremdherrschaft über sich ergehen lassen musste, wird als faul beschimpft - ich kann es nicht fassen.

Und wo bleibt die Ehrfurcht vor der griechischen Sprache?
Jede Wissenschaft bedient sich dieser und erhöht sich damit.

Wir dürfen Griechenland nicht für einen müden Cent verraten, sonst gefährden wir unser Erbe.

Oder sind die Venezianer und die Osmanen nur schwache Vorspieler für die Diktatur des globalisierten Geldes?

Wenn ja, hat das Geld gewonnen. Gute Nacht.

P.S. Die Rettung ist z.B. Paul Tortelier und auch Billy Preston.

Realität i Griechenland sieht anders aus als die Medien

Das Was der Autor schreibt ist die echte Realität in Griechenland und nicht,das was die Bild Zeitung den Leuten hier weiss machen will.

Das Griechenland Defizite in vielen Bereichen hat stimmt, jedoch sollte vor allem Deutschland nicht den Lehrer spielen, selbst hier gibt es Steuerhinterziehung und Korruption ja richtig gehört Leute( dazu empfehle ich Phoenix und n-tv dassind Sender die wenigstens gute Doku zeigen siehe die Themenwoche: "Korruption in Deutschland".

@Gerry10: Du fragst allen ernstes wo das Geld hin ist?

ic kann dir sagen wo bei den griechischen und ausländischen Banken, (die keine Kredite an mittelständische Unternehmen geben) an Rüstungskonzerne, damit sie weiter mit deutschen Steuergeldern, deutsche Waffen für den Griechenland- Türkeikonflikt kaufen( und somit noch mehr Defizit im griechischen Haushalt verursachen, umd neue Steuergelder zu senden weil Griechenland ja die Auflagen nicht erfüllt paradox oder?).

Danke...

für diesen Artikel.

Ich kann die wirtschaftspolitischen Aussagen mangels Fachkenntnis nicht nachvollziehen, aber das Griechenland-Bashing, welches sich gegen unsere griechischen Mit-Europäer richtet ist echt zum Kotzen.

Und ich begrüße jede klare Stimme die auch mal die andere Seite beleuchtet!

Sorry, aber in Deutschland bezahlt,....

.....der Steuerzahler "lediglich" die Bischöfe/Erzbischöfe
und Kardinaele, inklusive freie Kost und Logis (?), dazu
kommen Dienstwagen mit Chauffeur....
Die Priester /Pfarrer werden von den Kirchen bezahlt ....

Richtig ist, dass in Griechenland die Priester vom Staat
bezahlt werden.

Wichtiger aber ist, dass die griechisch-orthodoxe Kirche, der
groesste Grundbesitzer des Landes,von allen Steuern befreit
ist.........