NordkoreaDie neue Seite der Kim-Dynastie
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Nordkoreas Fassade verändert sich

Pak war einst für vorsichtige Wirtschaftsreformen verantwortlich und könnte in die erstarrte Staatswirtschaft Nordkoreas etwas Bewegung bringen. Das Land benötigt dringend mehr Privat- und Marktwirtschaft, es kann sein Volk nicht einmal richtig ernähren und ist abhängig von Hilfslieferungen aus dem Ausland. Ökonomische Reformen werden für Kim Jong Un unausweichlich, will er nicht den Zusammenbruch des Landes riskieren.

Hinzu kommt, dass Kim gleich zu Beginn seiner Karriere als Diktator einen peinlichen Flop hinnehmen musste, als Pjöngjang im April dieses Jahres trotz internationaler Warnungen eine Langstreckenrakete startete, die gleich darauf ins Gelbe Meer stürzte. Die US-Regierung sagte auf den Raketenstart umgehend beabsichtigte Lebensmittellieferungen ab, und selbst die mit Nordkorea verbündete Regierung in Peking reagierte verärgert. Für diese innen- wie außenpolitische Niederlage könnte Ri als hochrangigster Verantwortlicher des Militärs geopfert worden sein.

Nordkorea-Experte Cho Minh vom südkoreanischen Institut für die Wiedervereinigung nennt den Rücktritt Ris gar eine "Säuberung": Möglicherweise habe Ri versucht, seine Stellung auszubauen – zum Missfallen von Jang Song-Thaek. Nach Chos Überzeugung ist Ris Absetzung das Ende einer Umstrukturierung der Streitkräfte, bei der an die 200 Offiziere der mittleren Ebene von ihren Posten entfernt worden seien.

Aber nicht nur politisch bewegt sich eine Menge im abgeschlossenen Norden der koreanischen Halbinsel. Auch die Fassade des Landes verändert sich seit Kim Jon Un herrscht. Fotos mit in westlichem Stil gekleideten Frauen in der Hauptstadt Pjöngjang tauchen auf. Das Staatsfernsehen zeigt Kim Jong Un zusammen mit einer unbekannten Frau, wie er einer Popgruppe mit knapp bekleideten Sängerinnen applaudiert; auch eine Mickey-Maus-Figur taucht in der Show auf – ein Symbol des kapitalistischen Erzfeindes USA. Zudem durften die Nordkoreaner sehen, wie Kim ein Restaurant besuchte, das Pizza und Hamburger verkauft. Das ist zwar alles noch keine Glasnost. Aber es signalisiert ansatzweise eine Öffnung zur Welt. Und das hat es in dieser Form seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht gegeben.

 
Leser-Kommentare
  1. …fühlen sich die Nordkoreaner wie unter Brüdern.
    http://www.gegenfrage.com...

    46 Mio. Menschen! Es gibt gerade halb so viel Menschen in Nordkorea.

    Micky Maus als Tröster für die Obdachlosen und vom Gnadenbrot Abhängigen.

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    Ehrlich gesagt - ich verstehe kein einziges Wort Ihres Kommentares. WO nehmen Sie (falls ich das richtig rate) denn diese Zusammenhänge her?

    • hladik
    • 16.07.2012 um 18:10 Uhr

    Der Verlag, ueber den Eva Herrmann ihre kruden Thesen zu Mutterschaft und dem "Gottesurteil ueber Loveparade-Besucher" in Bochum verbreiten darf, nutzt den Kommentarbereich zu einem Nordkorea-Artikel, um gegen die USA zu polemisieren.

    Serioes geht anders, Herr Kopp!

    • mugu1
    • 17.07.2012 um 13:31 Uhr

    ...und vollkommen am Thema vorbei, was Sie hier beizutragen haben. Es geht in dem Artikel nicht um Amerika und (ihre?) Anti-Amerikanische Gesinnung, sondern um die aktuelle Situation in Nord-Korea.

    Somit zum Thema:

    Es sind - für die Welt - nur scheinbare, unwesentliche Kleinigkeiten, die in Nord-Korea passieren, aber diese winzigen Details faszinieren mich schon. Für jeden, der auch nur ein wenig mit der Lage in Nord-Korea vertraut ist (und dazu reichen die Standard-Nachrichten über das Land aus)steht fest: Für Nord-Korea selbst gleichen die Veränderungen fast einem Erdbeben der Stufe 8 inkl. Tsunami-Alarm. Wobei ich, zu guter Letzt, noch nicht zu prophezeien wage, in welche Richtung die Welle geht und was sie zerstören und für die Zukunft hinterlassen = der Zukunft bringen wird.

    Ehrlich gesagt - ich verstehe kein einziges Wort Ihres Kommentares. WO nehmen Sie (falls ich das richtig rate) denn diese Zusammenhänge her?

    • hladik
    • 16.07.2012 um 18:10 Uhr

    Der Verlag, ueber den Eva Herrmann ihre kruden Thesen zu Mutterschaft und dem "Gottesurteil ueber Loveparade-Besucher" in Bochum verbreiten darf, nutzt den Kommentarbereich zu einem Nordkorea-Artikel, um gegen die USA zu polemisieren.

    Serioes geht anders, Herr Kopp!

    • mugu1
    • 17.07.2012 um 13:31 Uhr

    ...und vollkommen am Thema vorbei, was Sie hier beizutragen haben. Es geht in dem Artikel nicht um Amerika und (ihre?) Anti-Amerikanische Gesinnung, sondern um die aktuelle Situation in Nord-Korea.

    Somit zum Thema:

    Es sind - für die Welt - nur scheinbare, unwesentliche Kleinigkeiten, die in Nord-Korea passieren, aber diese winzigen Details faszinieren mich schon. Für jeden, der auch nur ein wenig mit der Lage in Nord-Korea vertraut ist (und dazu reichen die Standard-Nachrichten über das Land aus)steht fest: Für Nord-Korea selbst gleichen die Veränderungen fast einem Erdbeben der Stufe 8 inkl. Tsunami-Alarm. Wobei ich, zu guter Letzt, noch nicht zu prophezeien wage, in welche Richtung die Welle geht und was sie zerstören und für die Zukunft hinterlassen = der Zukunft bringen wird.

  2. aber wie die DDR erst nach der inneren Auflösung der UdSSR nach und nach in sich zusammenfiel, so wird auch erst nach dem Regimewechsel in Beijing, beim Garantisten des Status-Quo eben, in Nord-Korea neue Zeiten anbrechen.

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    drängt Nordkorea ganz sicher in Richtung freier Markt, alles andere macht auch von da keinen Sinn...

    drängt Nordkorea ganz sicher in Richtung freier Markt, alles andere macht auch von da keinen Sinn...

    • Voce
    • 16.07.2012 um 17:42 Uhr

    China lebt ja vor, wie Öffnung geht. Gut möglich, dass der große Bruder dem Kleinen gesagt hat, wo es jetzt lang gehen sollte. Denn China hat genug Probleme und ist sicherlich nicht an einem Krisenherd auf der koreanischen Halbinsel interessiert.

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    7 Leser-Empfehlungen
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    Ich habe mich vom Artikel inspirieren lassen.

    1) Die Nordkoreaner können sich laut Text nicht selber ernähren, in den USA sind 46 Mio Menschen auf Essensmarken angewiesen.

    2) Micky Maus erobert Nordkorea, in den USA begleitet sie die Amerikaner seit der Zeit der Wirtschaftskrise in eine andere Welt, um Freude und Trost zu spenden.

    3) 1 + 2: In Amerika gibt es doppelt so viele Menschen, die auf milde Gaben angewiesen sind wie in Nordkorea.

    Anm.: Sie können sich selber ausrechnen, dass es in Amerika auch wenigstens doppelt so viele Menschen gibt wie in Nordkorea, die nicht auf Essensmarken angewiesen sind. Aber das ist schon ziemlich weit weg vom Artikelthema. Selbstverständlich ist mir klar, dass die Armen in USA, wenn sie Micky Maus konsumieren auch noch Lizenzgebühren an Disney zahlen müssen, während sich die Nordkoreaner vermutlich um diesen Dienst am kreativen Kopf drücken.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke, die Redaktion/jz

    Ich habe mich vom Artikel inspirieren lassen.

    1) Die Nordkoreaner können sich laut Text nicht selber ernähren, in den USA sind 46 Mio Menschen auf Essensmarken angewiesen.

    2) Micky Maus erobert Nordkorea, in den USA begleitet sie die Amerikaner seit der Zeit der Wirtschaftskrise in eine andere Welt, um Freude und Trost zu spenden.

    3) 1 + 2: In Amerika gibt es doppelt so viele Menschen, die auf milde Gaben angewiesen sind wie in Nordkorea.

    Anm.: Sie können sich selber ausrechnen, dass es in Amerika auch wenigstens doppelt so viele Menschen gibt wie in Nordkorea, die nicht auf Essensmarken angewiesen sind. Aber das ist schon ziemlich weit weg vom Artikelthema. Selbstverständlich ist mir klar, dass die Armen in USA, wenn sie Micky Maus konsumieren auch noch Lizenzgebühren an Disney zahlen müssen, während sich die Nordkoreaner vermutlich um diesen Dienst am kreativen Kopf drücken.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke, die Redaktion/jz

  4. Ich habe mich vom Artikel inspirieren lassen.

    1) Die Nordkoreaner können sich laut Text nicht selber ernähren, in den USA sind 46 Mio Menschen auf Essensmarken angewiesen.

    2) Micky Maus erobert Nordkorea, in den USA begleitet sie die Amerikaner seit der Zeit der Wirtschaftskrise in eine andere Welt, um Freude und Trost zu spenden.

    3) 1 + 2: In Amerika gibt es doppelt so viele Menschen, die auf milde Gaben angewiesen sind wie in Nordkorea.

    Anm.: Sie können sich selber ausrechnen, dass es in Amerika auch wenigstens doppelt so viele Menschen gibt wie in Nordkorea, die nicht auf Essensmarken angewiesen sind. Aber das ist schon ziemlich weit weg vom Artikelthema. Selbstverständlich ist mir klar, dass die Armen in USA, wenn sie Micky Maus konsumieren auch noch Lizenzgebühren an Disney zahlen müssen, während sich die Nordkoreaner vermutlich um diesen Dienst am kreativen Kopf drücken.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke, die Redaktion/jz

    Antwort auf "An die Autobahn"
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    Und wie viel Prozent der Bevölkerung verhungert jedes Jahr in den USA / Wie viele in Nordkorea?
    Wie viel Prozent der Bevölkerung muss Gras essen um zu überleben?

    Und wie viel Prozent der Bevölkerung verhungert jedes Jahr in den USA / Wie viele in Nordkorea?
    Wie viel Prozent der Bevölkerung muss Gras essen um zu überleben?

    • hladik
    • 16.07.2012 um 18:10 Uhr

    Der Verlag, ueber den Eva Herrmann ihre kruden Thesen zu Mutterschaft und dem "Gottesurteil ueber Loveparade-Besucher" in Bochum verbreiten darf, nutzt den Kommentarbereich zu einem Nordkorea-Artikel, um gegen die USA zu polemisieren.

    Serioes geht anders, Herr Kopp!

    Eine Leser-Empfehlung
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    ich habe Ihnen bereits mehrfach erklärt, wieso ich ihr Manuskript über altgermanische Kräutermedizin der Heilerin Gerda als Königsweg in der Geflügelmast bei uns nicht als Buch drucken möchte. Bitte, reden Sie mich hier unter meinem gewählten Pseudonym an, sonst muss ich Sie dem Forums-Admin als Stalker melden.

    ich habe Ihnen bereits mehrfach erklärt, wieso ich ihr Manuskript über altgermanische Kräutermedizin der Heilerin Gerda als Königsweg in der Geflügelmast bei uns nicht als Buch drucken möchte. Bitte, reden Sie mich hier unter meinem gewählten Pseudonym an, sonst muss ich Sie dem Forums-Admin als Stalker melden.

  5. ich habe Ihnen bereits mehrfach erklärt, wieso ich ihr Manuskript über altgermanische Kräutermedizin der Heilerin Gerda als Königsweg in der Geflügelmast bei uns nicht als Buch drucken möchte. Bitte, reden Sie mich hier unter meinem gewählten Pseudonym an, sonst muss ich Sie dem Forums-Admin als Stalker melden.

    4 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Soso... Kopp-Verlag"
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    Ihren Disput tragen sie vielleicht an anderer Stelle aus.

    • hladik
    • 17.07.2012 um 12:14 Uhr

    Ich bin weder eine Frau, noch habe ich eine Ahnung, um was es in dem von Ihnen beschriebenen Buch gehen soll (und ich interessiere mich sicher nicht fuer Kraeutermedizin). FYI: Es gibt eine Menge Hladiks in Deutschland (und noch mehr in der Tschechei).

    Und wenn ich Sie "stalken" wollte, dann waere ich sicher clever genug dass nicht unter meinem Realnamen zu tun. Wenn Sie sich mal meine Posts aus der Vergangenheit ansehen, werden Sie auch sehen, dass Ihr Verlag nicht besonders wichtig fuer mich ist.

    Ihren Disput tragen sie vielleicht an anderer Stelle aus.

    • hladik
    • 17.07.2012 um 12:14 Uhr

    Ich bin weder eine Frau, noch habe ich eine Ahnung, um was es in dem von Ihnen beschriebenen Buch gehen soll (und ich interessiere mich sicher nicht fuer Kraeutermedizin). FYI: Es gibt eine Menge Hladiks in Deutschland (und noch mehr in der Tschechei).

    Und wenn ich Sie "stalken" wollte, dann waere ich sicher clever genug dass nicht unter meinem Realnamen zu tun. Wenn Sie sich mal meine Posts aus der Vergangenheit ansehen, werden Sie auch sehen, dass Ihr Verlag nicht besonders wichtig fuer mich ist.

  6. Ich kann den Artikel wirklich null nachvollziehen. Ein hoher Militär verlässt seinen Posten wegen Krankheit udn der Autor will uns ein neues Nordkorea suggerieren? Kim isst einen Bürger und wird zum Kapitalist?

    Ich denke selbst in einer Diktatur wie Nordkorea muss man kranke Angestellte ersetzen. Dieses Argument kann ich garnicht nachvollziehen. Nur weil der jetzt tote Kim Jong Il trotz Krankheit noch im Amt war, ist das bei seinen Angestellten mit echten Aufgaben, nicht nur zwei Fototermine im Jahr, noch lange nicht so.

    2 Leser-Empfehlungen
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    ... was früher die "Kreml-Astrologen" waren, haben sie halt umgeschult auf "Kim-Astrologen". Der Kaffeesatz zum Lesen ist ja nicht viel anders strukturiert.

    ... was früher die "Kreml-Astrologen" waren, haben sie halt umgeschult auf "Kim-Astrologen". Der Kaffeesatz zum Lesen ist ja nicht viel anders strukturiert.

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