US-Präsident Barack Obama hat nach dem Amoklauf in einem Kino mit zwölf Toten bessere Kontrollen beim Waffenkauf angekündigt. Er gehe davon aus, dass viele Waffenbesitzer mit ihm übereinstimmen würden, dass ein Sturmgewehr in die Hand von Soldaten und nicht in die von Kriminellen gehöre, sagte Obama nach Angaben des Weißen Hauses.



Er werde sich im Kongress weiter für einen Konsens über Maßnahmen zur Reduzierung der Gewalt stark machen, sagte Obama. Zwar gebe die Verfassung allen US-Bürgern das Recht Waffen zu tragen, doch dürften auch viele Waffenbesitzer der Meinung sein, "dass Sturmgewehre nicht in die Hände von Verbrechern gehören" und "nichts auf den Straßen unserer Städte zu suchen haben". Geistig Verwirrte sollten nicht so leicht an Waffen kommen können.



Viele Maßnahmen für weniger Gewalt seien am Widerstand im Kongress gescheitert – "insbesondere, wenn sie das Thema Waffen berührten", sagte Obama. Doch die geplanten Maßnahmen "sollten nicht umstritten sein, sondern dem gesunden Menschenverstand entsprechen".

Reduzierung der Gewalt

Am Dienstag hatte eine Gruppe demokratischer Kongressabgeordneter bereits eine Verschärfung der Gesetze gefordert. Von den US-Bürgern werden schärfere Waffengesetze allerdings mehrheitlich abgelehnt. Sowohl Obama als auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hatten bisher eine Aussage zu den Waffengesetzen vermieden.

Obama setzt neben besseren Kontrollen außerdem weiter auf die Zusammenarbeit mit religiösen Gruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, um die Gewalt in den USA zu reduzieren. Das beziehe sich nicht nur auf die Gewalt mit Waffen. Gewalt suche die größten Städte und die kleinsten Orte heim, sagte Obama. Sie töte Amerikaner jeden Alters und unterschiedlichster Herkunft. 



Bei dem Amoklauf während der Mitternachtspremiere des neuen Batman -Films im Kino von Aurora nahe Denver hatte ein 24-jähriger Student in der Nacht zum vergangenen Freitag zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Nach Erkenntnissen der Polizei hatte er seine Tat über Wochen hinweg geplant und Munition und Waffen in seiner Wohnung angehäuft – darunter auch ein AK-47 Sturmgewehr.