Aleppo"Es wird kommen wie in Homs"

Seit Samstag früh beschießen Regierungstruppen die syrische Metropole Aleppo. Die Rebellen sind ihnen unterlegen. Tausende Menschen sind auf der Flucht.

Ein Kämpfer der syrischen Rebellen bewacht einen Kontrollposten im Zentrum Aleppos (Foto vom 25. Juli).

Ein Kämpfer der syrischen Rebellen bewacht einen Kontrollposten im Zentrum Aleppos (Foto vom 25. Juli).

Die seit Tagen befürchtete Schlacht um Aleppo hat begonnen. Am Samstag dröhnen Kampfhubschrauber im Tiefflug über die Dächer der Stadt, in der 2,5 Millionen Menschen leben. MiG-Düsenjäger operieren am Himmel der syrischen Wirtschaftsmetropole. Im Morgengrauen haben die am Stadtrand aufmarschierten Truppen des Regimes begonnen, die süd-westlichen Bezirke Salah al-Din, Hamdaniya und Fardous mit schwerer Artillerie zu beschießen. Panzer rollen durch die Straßen, während sich die Soldaten den Berichten von Menschenrechtlern zufolge heftige Gefechte mit den in den Wohnvierteln verschanzten Rebellen lieferten.

Auf Videos sind brennende Wohnungen zu sehen. Über den Straßen steigen hohe Rauchwolken auf, die zeigen, wo die Granaten eingeschlagen haben. "Sie belagern unser Viertel", berichtete ein Bewohner Aleppos Reportern des Senders CNN. "Es gibt keinen Strom, das Essen ist knapp." In Panik suchten die Menschen Schutz in den unteren Etagen ihrer Häuser oder flüchteten sich in öffentliche Parks. Tausende hatten sich bereits in den letzten Tagen im Umland in Sicherheit gebracht.

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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, die internationale Gemeinschaft könne angesichts der Vorgänge nicht weiterhin Beobachter und Zuschauer bleiben. Westliche Staaten hatten tags zuvor vor einem drohenden Massaker gewarnt, während die syrische Staatszeitung Al Watan für Aleppo "die Mutter aller Schlachten" ausrief. Man werde alle Terroristen ausmerzen, und dann werde Syrien wieder auferstehen, propagierte das Regimeblatt.

Die russische Regierung sprach am Samstag von einer "heraufziehenden Tragödie", zeigte aber als langjähriger Verbündeter Verständnis für das Vorgehen von Baschar al-Assad. Es sei unrealistisch zu glauben, eine Regierung könne akzeptieren, "wenn bewaffnete oppositionelle Gruppen eine Stadt wie Aleppo besetzen", erklärte Moskaus Außenminister Sergei Lavrov. In Syrien gäbe es Gewaltexzesse von allen Seiten, sagte er und warf dem Westen vor, die Kämpfer der Opposition zu unterstützen. "Der Preis dafür ist noch mehr Blut." Der Iran bekräftigte durch seinen Energieminister Majid Namjou, Teheran werde Damaskus "in dieser schwierigen Situation nicht alleine lassen".

Abgeordnete flieht in die Türkei

Weite Teile von Aleppo gleichen einer Geisterstadt. Die Rebellen haben in Wohnungen Notlazarette eingerichtet. Ihre Kämpfer jedoch, die sich überwiegend aus Deserteuren rekrutieren, sind den loyalen Truppen Assads bei Ausrüstung und Bewaffnung stark unterlegen. "Nein", antwortete einer ihrer Kommandeure auf die Frage eines CNN-Reporters, ob die Rebellen genug Munition hätten. "Es wird kommen wie in Homs." Dort hatte sich die "Freie Syrische Armee" in bestimmten Stadtteilen verschanzt, die von Assads Truppen dann in wochenlangem Beschuss dem Erdboden gleichgemacht wurden. 80 Prozent von der Stadt Homs sind inzwischen zerstört, mehr als eine Million ihrer Bewohner auf der Flucht.

Am Samstag setzte sich mit Ikhlas Badawi das erste Mitglied des syrischen Parlaments in die Türkei ab. "Ich konnte die Grausamkeiten nicht mehr länger mit ansehen", erklärte die Abgeordnete aus Aleppo und rief ihre Parlamentskollegen auf, sich ebenfalls der Revolution anzuschließen.

Aleppo ist mit ihren 2,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Syriens und der Wirtschaftsmotor des Landes. Die örtlichen Fabriken produzieren vor allem Textilien und Lebensmittel, Arzneien und Zement. Lange blieb Aleppo von den Kämpfen verschont. Es gab zwar größere Demonstrationen, die meisten Auseinandersetzungen aber beschränkten sich auf das Gelände der Universität. Die Altstadt mit der Zitadelle gehört zum Unesco-Weltkulturerbe, die Stadt selbst ist einer der ältesten urbanen Siedlungsplätze der Menschheit.

Seit osmanischer Zeit ist Aleppo ein bunter Kosmos aus Volksgruppen und Religionen. Die Mehrheit der Bürger sind Sunniten, überwiegend Araber, aber auch Kurden. Alawiten machen etwa fünf Prozent der Bürger aus. In den wohlhabenden Stadtteilen wohnt die größte christliche Minderheit des Landes, zu der vor allem Armenier, Maroniten und Orthodoxe gehören. Wie Damaskus hat auch Aleppo an seinen Rändern große Trabantensiedlungen mit ärmerer Bevölkerung, die in den letzten zwei Jahrzehnten aus dem ländlichen Umland zugezogen ist. Hier vor allem konzentriert sich der Widerstand gegen das Assad-Regime.

 
Leserkommentare
    • drusus
    • 28.07.2012 um 16:30 Uhr

    Wer belagert das Viertel in Aleppo?

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    das wird wohlweislich nicht näher erläutert!

    Sie hören einfach nicht auf mit der Desinformationskampagne
    .....wie an Fäden gezogen - fremdgesteuert -

    das wird wohlweislich nicht näher erläutert!

    Sie hören einfach nicht auf mit der Desinformationskampagne
    .....wie an Fäden gezogen - fremdgesteuert -

  1. Sehr interessantes Interview mit Christoph Hörstel auf RT, in dem er schwere Vorwürfe erhebt bezüglich der deutschen Rolle im Syrienkonflikt:

    http://www.youtube.com/wa...

    32 Leserempfehlungen
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    Jetzt werden also auch Interviews mit Leuten, die in einer Buchrezension der FAZ als Al Qaida freundlich eingestuft werden, als Quelle bemüht. Die FAZ, deren Artikel hier gerne als Beleg für unabhängige Berichterstattung genutzt werden, sollte docvh eigentlich unverdächtig sein, oder?

    Die Kontakte zu den Taliban und Hekmatyars Islampartei sowie zu Mitgliedern von Al Qaida hat Hörstel offenbar über Jahre gepflegt und rühmt sich ihrer.

    Es ist relativ amüsant, wenn Hörstel in einem Interview eines Russischen Senders vor Bildern von im Hintergrund herumfliegenden Kampfhubschraubern davon spricht, dass die syrische Armee einzelne Häuser überprüfen würde.

    Jetzt werden also auch Interviews mit Leuten, die in einer Buchrezension der FAZ als Al Qaida freundlich eingestuft werden, als Quelle bemüht. Die FAZ, deren Artikel hier gerne als Beleg für unabhängige Berichterstattung genutzt werden, sollte docvh eigentlich unverdächtig sein, oder?

    Die Kontakte zu den Taliban und Hekmatyars Islampartei sowie zu Mitgliedern von Al Qaida hat Hörstel offenbar über Jahre gepflegt und rühmt sich ihrer.

    Es ist relativ amüsant, wenn Hörstel in einem Interview eines Russischen Senders vor Bildern von im Hintergrund herumfliegenden Kampfhubschraubern davon spricht, dass die syrische Armee einzelne Häuser überprüfen würde.

  2. "Ich konnte die Grausamkeiten nicht mehr länger mit ansehen"

    Das liest sich so, als wenn er auf der Straße Angesicht in Angesicht mit den Terroristen und der Armee stand.

    Eine Leserempfehlung
  3. "Es gab zwar größere Demonstrationen, die meisten Auseinandersetzungen aber beschränkten sich auf das Gelände der Universität"
    "Wie Damaskus hat auch Aleppo an seinen Rändern große Trabantensiedlungen mit ärmerer Bevölkerung, die in den letzten zwei Jahrzehnten aus dem ländlichen Umland zugezogen ist. Hier vor allem konzentriert sich der Widerstand gegen das Assad-Regime."
    Diese beiden Sätze zeigen das Grundproblem dieser Revolution, die nie eine war. Es sind nicht die Bürger, Händler, Juristen, Ärzte, Lehrer etc. die die Revolution vorantreiben. Es sind die unteren Schichten, diejenigen, die wenig zu verlieren haben, weil sie vorher schon wenig hatten und da ist es sehr leicht, sie mit Versprechungen zu ködern, anzustacheln und für die Revolution zu gewinnen. Die "normalen" Einwohner von Aleppo und Damaskus werden sich bedanken bei den Rebellen. "Danke, dass ihr den Krieg in unsere Städte tragt, danke, dass ihr unsere Wirtschaft zerstört ..."

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    Fast jede Revolution wird von denen getragen, die nichts zu verlieren haben.
    Gegenkonzepte sind zum Beispiel Putsche, Reformen oder Konterrevolutionen die auch von den Besitzenden ausgehen können.

    Es wird bei solchen Aufständen fast immer um bessere Teilhabe gestritten. Und sie gehen eben von den schlechter gestellten aus. Das mindert die "Qualität" einer Revolution nicht. Die Chance zum friedlichen Ausgleich wurde ja schon vor Langem ausgeschlagen.

    Dieser Bürgerkrieg ist unnötig und wird für kaum einen Syrer ein gutes Ende haben.

    Die deutschen Revolutionen waren allesamt Revolutionen "von oben". Und die in Frankreich entfesselte in erster Linie die Empörung des Bürgertums darüber, dass sie für der in amerikanischen Gefilden gestemmten Retourkutsche gegen die Briten finanziell beispringen mussten, ohne im Gegenzug politische Rechte zu erhalten.

    ob es eine Revolution überhaupt ist? Schon das ist sehr fraglich!
    Wir haben doch hier keine Informationen, außer durch die PSK (psychologische Kriegsführung) lancierte Propaganda. Da offensichtlich eine Parteinahme für eine Bürgerkriegspartei erfolgte, ist die Informationslage entsprechend.

    können nur dann von einem Aufstand "profitieren" (man verzeihe mir dieses grässliche Wort), wenn sie (als zB. eine bestimmte Berufsgruppe) für ein Gemeinwesen eine Bedeutung haben, in der politischen Repräsentanz jedoch zu wenig Berücksichtigung finden.
    Menschen, die einfach nur arm sind, sonst aber gesellschaftlich nichts zu bieten haben, können nichts gewinnen, wenn sie zu den Waffen greifen.
    Einzige Ausnahme: Muslim-Fanatikter bekommen von autokratischen religiösen Staaten Almosen zugesteckt. Das suggeriert ihnen eine Wichtigkeit, die sie schlicht und einfach nicht besitzen, die sie aber nach und nach größenwahnsinnig und gefährlich macht.

    • thawra
    • 29.07.2012 um 17:44 Uhr

    seit wann zählen studenten zur unterschicht?

    • dacapo
    • 29.07.2012 um 20:30 Uhr

    Wenn sie zwischen dbn Zeilen lesen, muss man feststellen, dass Sie wohl zwischen den Zeilen hin und her schunkeln.
    Ein Zeilenabstand muss ja ziemlich freien Raum für Ihre Aufnahmefähigkeit gelassen haben, in der Sie feststellten, dass die NORMALEN Bürger der Städte, wie Händler, Juristen, Ärzte, Lehrer ETC, die die Revolution vorantreiben. Mein Gott, wie kann man so etwas zwischen Zeilen lesen können, wenn es sich doch in Syrien um Aufstände der Verzweifelung gegen ein über 40-jähriges herrschendes Regime handelt. Aber es gibt ja noch schlimmere Einsíchten, die Sie zwischen den Zeilen gefunden haben, nämlich die "Tatsache", dass die UNNORMALEN Unterschichten diese Aufstände betreiben, weil sie angestachelt werden (von den großen Unbekannten), denn sie haben nichts zu verlieren. Wie naiv mussman sein, solch ein Bild zu zeichnen? Lesen Sie nicht so viel zwischen den Zeilen, beschäftigen Sie sich mit den Zuständen in Syrien und anderen Ländern Arabiens. Das geht auch ohne Zwischenzeilen.

    Fast jede Revolution wird von denen getragen, die nichts zu verlieren haben.
    Gegenkonzepte sind zum Beispiel Putsche, Reformen oder Konterrevolutionen die auch von den Besitzenden ausgehen können.

    Es wird bei solchen Aufständen fast immer um bessere Teilhabe gestritten. Und sie gehen eben von den schlechter gestellten aus. Das mindert die "Qualität" einer Revolution nicht. Die Chance zum friedlichen Ausgleich wurde ja schon vor Langem ausgeschlagen.

    Dieser Bürgerkrieg ist unnötig und wird für kaum einen Syrer ein gutes Ende haben.

    Die deutschen Revolutionen waren allesamt Revolutionen "von oben". Und die in Frankreich entfesselte in erster Linie die Empörung des Bürgertums darüber, dass sie für der in amerikanischen Gefilden gestemmten Retourkutsche gegen die Briten finanziell beispringen mussten, ohne im Gegenzug politische Rechte zu erhalten.

    ob es eine Revolution überhaupt ist? Schon das ist sehr fraglich!
    Wir haben doch hier keine Informationen, außer durch die PSK (psychologische Kriegsführung) lancierte Propaganda. Da offensichtlich eine Parteinahme für eine Bürgerkriegspartei erfolgte, ist die Informationslage entsprechend.

    können nur dann von einem Aufstand "profitieren" (man verzeihe mir dieses grässliche Wort), wenn sie (als zB. eine bestimmte Berufsgruppe) für ein Gemeinwesen eine Bedeutung haben, in der politischen Repräsentanz jedoch zu wenig Berücksichtigung finden.
    Menschen, die einfach nur arm sind, sonst aber gesellschaftlich nichts zu bieten haben, können nichts gewinnen, wenn sie zu den Waffen greifen.
    Einzige Ausnahme: Muslim-Fanatikter bekommen von autokratischen religiösen Staaten Almosen zugesteckt. Das suggeriert ihnen eine Wichtigkeit, die sie schlicht und einfach nicht besitzen, die sie aber nach und nach größenwahnsinnig und gefährlich macht.

    • thawra
    • 29.07.2012 um 17:44 Uhr

    seit wann zählen studenten zur unterschicht?

    • dacapo
    • 29.07.2012 um 20:30 Uhr

    Wenn sie zwischen dbn Zeilen lesen, muss man feststellen, dass Sie wohl zwischen den Zeilen hin und her schunkeln.
    Ein Zeilenabstand muss ja ziemlich freien Raum für Ihre Aufnahmefähigkeit gelassen haben, in der Sie feststellten, dass die NORMALEN Bürger der Städte, wie Händler, Juristen, Ärzte, Lehrer ETC, die die Revolution vorantreiben. Mein Gott, wie kann man so etwas zwischen Zeilen lesen können, wenn es sich doch in Syrien um Aufstände der Verzweifelung gegen ein über 40-jähriges herrschendes Regime handelt. Aber es gibt ja noch schlimmere Einsíchten, die Sie zwischen den Zeilen gefunden haben, nämlich die "Tatsache", dass die UNNORMALEN Unterschichten diese Aufstände betreiben, weil sie angestachelt werden (von den großen Unbekannten), denn sie haben nichts zu verlieren. Wie naiv mussman sein, solch ein Bild zu zeichnen? Lesen Sie nicht so viel zwischen den Zeilen, beschäftigen Sie sich mit den Zuständen in Syrien und anderen Ländern Arabiens. Das geht auch ohne Zwischenzeilen.

  4. "Es sei unrealistisch zu glauben, eine Regierung könne akzeptieren, "wenn bewaffnete oppositionelle Gruppen eine Stadt wie Aleppo besetzen""

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  5. ... eine Regierung könne akzeptieren, "wenn bewaffnete oppositionelle Gruppen eine Stadt wie Aleppo besetzen"

    Ich hingegen finde es viel unrealistischer, den mafiösen Assad Mörder Clan als Regierung zu bezeichnen.

    Das syrische Volk hat jedwedes Recht dazu, sich mit allen Mitteln zu verteidigen.

    Putin hat doch nur Angst, dass sein eigenes Volk ihm bald auch gefährlich werden kann.

    12 Leserempfehlungen
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    • juran
    • 28.07.2012 um 17:51 Uhr

    Wollen wir hoffen, dass der forcierte "arabische Fruehling"
    NICHT nach Russland ueberschlaegt.

    Wollen wir hoffen, dass sich die Konflikte in Nordindien und vereinzelte, kleinere Buergerunruhen in China nicht weiter ausbreiten.
    Wollen wir alle hoffen, dass sich die Rasse der Warlords in Afrika nicht weiter vermehrt.

    Wollen wir hoffen, dass sich - wie seinerszeit in Frankreich, England und Griechenland - die "Jugendrevolten" in Europa nicht wiederholen.
    Und wollen wir hoffen, dass die westlichen Regierungen schlau genug sind, um Bewegungen wie Occupy nicht zu radikalisieren.

    Sind alle diesbezueglichen Bilder vergessen? Gibt es zuhauf - in hervoragender Aufloesung - im Internet zu finden.

    Nicht nur Russland hat seine Angst, auch der Westen seine Aengste, welche intelligent totgeschwiegen werden.

    Haetten Sie, @Oddlife, im Erlebensfalle dann noch den Mut, oeffentlich kundzutun, dass jedes Volk jedwedes Recht dazu hat, sich mit allen Mitteln zu verteidigen..."
    Sie wissen hoffentlich, wir im Westen leben in perfekt ausgestalteten Systemen, die aeusserst effektiv "reagieren" koennten...

    Dass sich zukuenftig Mediatoren wie Geissler, der den "Rentenaufstand" bei S21 in friedliche Bahnen lenken konnte, finden werden, darf bezweifelt werden.

    Es kommen noch ganz andere Jahreszeiten auf uns zu, als dieser "arabische Fruehling".
    Mal sehen, wie dann Russland ueber uns schreibt.

    • juran
    • 28.07.2012 um 17:51 Uhr

    Wollen wir hoffen, dass der forcierte "arabische Fruehling"
    NICHT nach Russland ueberschlaegt.

    Wollen wir hoffen, dass sich die Konflikte in Nordindien und vereinzelte, kleinere Buergerunruhen in China nicht weiter ausbreiten.
    Wollen wir alle hoffen, dass sich die Rasse der Warlords in Afrika nicht weiter vermehrt.

    Wollen wir hoffen, dass sich - wie seinerszeit in Frankreich, England und Griechenland - die "Jugendrevolten" in Europa nicht wiederholen.
    Und wollen wir hoffen, dass die westlichen Regierungen schlau genug sind, um Bewegungen wie Occupy nicht zu radikalisieren.

    Sind alle diesbezueglichen Bilder vergessen? Gibt es zuhauf - in hervoragender Aufloesung - im Internet zu finden.

    Nicht nur Russland hat seine Angst, auch der Westen seine Aengste, welche intelligent totgeschwiegen werden.

    Haetten Sie, @Oddlife, im Erlebensfalle dann noch den Mut, oeffentlich kundzutun, dass jedes Volk jedwedes Recht dazu hat, sich mit allen Mitteln zu verteidigen..."
    Sie wissen hoffentlich, wir im Westen leben in perfekt ausgestalteten Systemen, die aeusserst effektiv "reagieren" koennten...

    Dass sich zukuenftig Mediatoren wie Geissler, der den "Rentenaufstand" bei S21 in friedliche Bahnen lenken konnte, finden werden, darf bezweifelt werden.

    Es kommen noch ganz andere Jahreszeiten auf uns zu, als dieser "arabische Fruehling".
    Mal sehen, wie dann Russland ueber uns schreibt.

  6. "... während sich die Soldaten den Berichten von Menschenrechtlern zufolge heftige Gefechte mit den in den Wohnvierteln verschanzten Rebellen lieferten."

    Wenn die sogenannten "Rebellen" sich unter die Zivilbevölkerung mischen und diese als Schutzschilde benutzen, dann ist die Verantwortung für Kollateralschäden, die die Bevölkerung zu erleiden hat, mindestens gleichverteilt.

    "Es sei unrealistisch zu glauben, eine Regierung könne akzeptieren, "wenn bewaffnete oppositionelle Gruppen eine Stadt wie Aleppo besetzen", erklärte Moskaus Außenminister Sergei Lavrov."

    Dem ist nichts hinzuzufügen. Das Selbe würde passieren, wenn Tausende Bewaffnete Frankfurt besetzen würden.

    22 Leserempfehlungen
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    Falsch.

    Denn bevor in ihrem Gedankenspiel Tausende Bewaffnete Frankfurt besetzen würden, hätte die Regierung zuvor ein Jahr lang selbige Tausende friedliche Demonstranten zusammengeschossen und gefoltert, bevor sie sich bewaffnet hätten und militant wurden.

    In diesem Fall wäre das Recht auf Widerstand sogar in unserem Grundgesetz verankert.

    Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, aber die alleinige Schuld der Eskalation trifft das Assad Regime und seinen Verbündeten, die alle Versuche einer anderen Lösung (z.B. durch Sanktionen) verhindert hatten.

    Falsch.

    Denn bevor in ihrem Gedankenspiel Tausende Bewaffnete Frankfurt besetzen würden, hätte die Regierung zuvor ein Jahr lang selbige Tausende friedliche Demonstranten zusammengeschossen und gefoltert, bevor sie sich bewaffnet hätten und militant wurden.

    In diesem Fall wäre das Recht auf Widerstand sogar in unserem Grundgesetz verankert.

    Sie können es drehen und wenden wie sie wollen, aber die alleinige Schuld der Eskalation trifft das Assad Regime und seinen Verbündeten, die alle Versuche einer anderen Lösung (z.B. durch Sanktionen) verhindert hatten.

  7. "Putin hat doch nur Angst, dass sein eigenes Volk ihm bald auch gefährlich werden kann."

    Putin wurde kürzlich mit über 60 % (!!!) wiedergewählt.
    Welches andere Staatsoberhaupt kommt auf solche Zahlen?

    "mafiösen Assad Mörder Clan als Regierung zu bezeichnen."

    Assad ist nun mal der Staatschef Syriens- ob ihnen das passt oder nicht. Ich habe auch meine Vorbehalte gegen einen Finanzminister, die mal zig Milliarden deutschen Steuergeldes verschenkt, aber dennoch ist das ein Minister meines Landes.

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    Achso, und weil er so einen großen Rückhalt genießt auch die neuen Gesetze zu Repressionen gegen alle, die gegen Putin demonstrieren... ist klar

    60% zum einen wegen Wahlbetrug, und zum anderen, da die meisten Putin Wähler aus ländlichen Gebieten kommen. Die gebildete Mittelschicht aus den Städten hat mitnichten Putin gewählt.

    Ihre Meinung ist nicht wirklich ernstgemeint, oder?
    Hoffe ich jedenfalls...

    Achso, und weil er so einen großen Rückhalt genießt auch die neuen Gesetze zu Repressionen gegen alle, die gegen Putin demonstrieren... ist klar

    60% zum einen wegen Wahlbetrug, und zum anderen, da die meisten Putin Wähler aus ländlichen Gebieten kommen. Die gebildete Mittelschicht aus den Städten hat mitnichten Putin gewählt.

    Ihre Meinung ist nicht wirklich ernstgemeint, oder?
    Hoffe ich jedenfalls...

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