UN-Sicherheitsrat: Westen will Zehn-Tage-Ultimatum gegen Syrien
Nach einem dramatischen Appell Kofi Annans hat der Westen eine neue Syrien-Resolution eingebracht. Derweil lief Assads Botschafter im Irak zur Opposition über.
Die westlichen Länder im UN-Sicherheitsrat haben einen neuen Versuch für eine Resolution gegen das Regime in Syrien gestartet. Darin stellen sie der syrischen Führung ein zehntägiges Ultimatum, um die Gewalt zu beenden und ihre Truppen und schweren Waffen aus Wohngebieten abzuziehen. Bei Verstoß solle der UN-Sicherheitsrat "umgehend Maßnahmen nach Artikel 41 der UN-Charta verhängen", der nicht-militärische Strafmaßnahmen wie Wirtschaftssanktionen und eine Einschränkung des Reise-, Güter und Nachrichtenverkehrs zulässt.
Allerdings dürfte der von Großbritannien, den USA, Frankreich, Portugal und Deutschland eingebrachte Resolutionsentwurf im Sicherheitsrat am Widerstand Russlands scheitern, das weiterhin keine Sanktionen gegen Syrien akzeptieren will. Die russische Regierung hat bislang drei Resolutionsentwürfe blockiert, obwohl jeder von ihnen sich auf Appelle beschränkte und keinerlei Strafmaßnahmen enthielt. Syrien ist einer der größten Waffenkunden und gewährt Russland zudem einen wichtigen Flottenstützpunkt.
Der Resolutionsentwurf der westlichen Staaten verurteilt die Gewalt beider Seiten in Syrien, sieht die Verantwortung für die seit 16 Monaten anhaltenden Kämpfe aber eindeutig auf Seiten der Regierung. Seitdem das Regime im März vergangenen Jahres begonnen hatte, friedliche Proteste niederzuschlagen, sollen nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen 14.000 Menschen ums Leben gekommen sein.
Annan fordert endlich Geschlossenheit
Unmittelbar vor Bekanntwerden des Resolutionsentwurfs hatte der UN-Sonderbeauftragte Kofi Annan in einem dramatischen Appell den Sicherheitsrat aufgefordert, den Druck auf die syrische Führung zu erhöhen. Nach Angaben von Diplomaten forderte der per Videokonferenz zugeschaltete Sondergesandte die Mitglieder des Sicherheitsrates auf, ihre nationalen Interessen beiseite zu schieben. Die Lage in Syrien habe sich "von schlimm zu schlimmer" entwickelt. Wenn der Rat mit einer Stimme spreche, sei er viel machtvoller. "Wir wollen das Ende der Gewalt sehen. Wir haben so viele gemeinsame Interessen. Warum arbeiten wir nicht zusammen?"
Annan informierte den Sicherheitsrat über seine gerade beendete Reise nach Syrien, den Iran und Irak. Syriens Präsident Baschar al-Assad habe einen Vermittler benannt, der mit der Opposition sprechen solle. Zudem unterstütze Syriens wichtiger Verbündeter Iran seinen Friedensplan, sagte Annan. Auch die Regionalmacht Irak fühle sich dem sogenannten Sechs-Punkte-Plan verpflichtet.
Botschafter im Irak sagt sich los
Im Irak ist derweil der syrische Botschafter aus Protest gegen Assad zu den Aufständischen übergelaufen. In einer vom Fernsehsender Al-Dschasira veröffentlichten Videobotschaft erklärte Nawaf al-Fares das Ende seiner diplomatischen Mission und seinen Austritt aus der in Syrien regierenden Baath-Partei. Fares forderte die Funktionäre der Baath-Partei auf, sich ebenfalls der Opposition anzuschließen. "Ich rufe alle würdigen und freien Menschen in Syrien, vor allem die Soldaten, auf, sich ebenfalls umgehend der Revolution anzuschließen", sagte er. "Richtet Eure Kanonen und Panzer auf die Kriminellen dieses Regimes." Die Regierung habe die Partei "als Werkzeug für die Unterdrückung des Volkes und seines Drangs nach Freiheit und Würde missbraucht".
Das Überlaufen des Botschafters bedeutet einen weiteren schweren Schlag für Assad. Der Botschafter, der enge Verbindungen zum staatlichen Sicherheitssystem Syriens hatte, ist der erste ranghohe Diplomat, der sich von der syrischen Führung lossagt. Vergangene Woche war der syrische General Manaf Tlass zur Opposition übergelaufen. Tlass gehörte der Republikanischen Garde an und ist der Sohn eines früheren Verteidigungsministers und engen Freunds von Assads Vater Hafis. Zuvor hatten bereits mehrere hochrangige Offiziere die Seiten gewechselt und in der Türkei Zuflucht gesucht.








...an die syrischen Regierung gestellt werden. Ein Ultimatum muß auch an die sogenannte Opposition gerichtet sein, womöglich würde dem Russland sogar zustimmen.
Augenscheinlich liegt der sogenannten Opposition aber nichts an einem Ende der Gewalt,schließlich lehnt sie jederlei Gespräche mit der syrischen Regierung ab.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und Spekulationen. Belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen. Danke, die Redaktion/au.
es eine Propaganda des Assad-Regimes, die ganze syrische Opposition für die Gegengewalt verantwortlich zu machen. Es ist eine Minderheit die zur Waffe greift. Die Großzahl der unzufriedenen Syrer protestiert immernoch friedlich.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unangemessene Vergleiche. Danke, die Redaktion/au.
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es eine Propaganda des Assad-Regimes, die ganze syrische Opposition für die Gegengewalt verantwortlich zu machen. Es ist eine Minderheit die zur Waffe greift. Die Großzahl der unzufriedenen Syrer protestiert immernoch friedlich.
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"Wie gerne würde ich in Syrien leben, denn dort ist die Presse wohl noch freier als hier."
Ein Satz, der belegt, was für groteske Scheinwelten sich Ideologen so zusammenzimmern. Aber bitte: Niemand hält Sie davon ab, sich ins Unglück zu stürzen. Fahren Sie ruhig nach Syrien. Ein Land, in dem Journalisten nicht erst seit den Protesten schon vor den Protesten willkürlich verhaftet und gefoltert wurden. In einem Bericht von Amnesty aus dem Jahre 2009 (also vor der angeblichen "amerikanischen Propaganda-Kampagne) heisst es:
"Folter und andere Misshandlungen sind in syrischen Haft- und Verhöreinrichtungen nahezu an der Tagesordnung. Es liegen Berichte vor, denen zufolge allein im Jahr 2009 mindestens sieben Menschen an den Folgen von Misshandlungen während der Haft gestorben sind."
"Der einzige Humanist ist und bleibt ... Assad ... denn dort ist die Presse wohl noch freier als hier"
Fremdscham ist schon ein unangenehmes Gefühl...
"Wie gerne würde ich in Syrien leben, denn dort ist die Presse wohl noch freier als hier."
Ein Satz, der belegt, was für groteske Scheinwelten sich Ideologen so zusammenzimmern. Aber bitte: Niemand hält Sie davon ab, sich ins Unglück zu stürzen. Fahren Sie ruhig nach Syrien. Ein Land, in dem Journalisten nicht erst seit den Protesten schon vor den Protesten willkürlich verhaftet und gefoltert wurden. In einem Bericht von Amnesty aus dem Jahre 2009 (also vor der angeblichen "amerikanischen Propaganda-Kampagne) heisst es:
"Folter und andere Misshandlungen sind in syrischen Haft- und Verhöreinrichtungen nahezu an der Tagesordnung. Es liegen Berichte vor, denen zufolge allein im Jahr 2009 mindestens sieben Menschen an den Folgen von Misshandlungen während der Haft gestorben sind."
"Der einzige Humanist ist und bleibt ... Assad ... denn dort ist die Presse wohl noch freier als hier"
Fremdscham ist schon ein unangenehmes Gefühl...
*"denn dort ist die Presse wohl noch freier als hier"
Das ist ein Satz der natürlich absolut keine Bedeutung für einen nennenswerten Qualitätsgewinn hat.
Zudem hat Russland seine eigenen Vorstellungen, die vor allem auf eine Ende der Gewalt von allen Seiten abzielen und versuchen ein Bombardement durch die NATO zu vermeiden.
Sergej Lawrow hat die Strategie in seinem Aufsatz 'On the right side of history' klar dargelegt und handelt danach.
Darum hat Russland die Waffenlieferungen an Syrien wieder aufgenommen, insbesodere Waffensysteme für die Luftabwehr.
Unter der Schätzzahl der 14.000 Gefallenen sind etwa die Hälfte syrische Soldaten, die durch die Terroristen getötet wurden. Und die zu unterstützen ist keine Strategie, sondern eine kurzsichte Taktik oder Lausbubenmanöver der USA.
Der Westen 'Freunde der Syrer' wie sie sich zynischerweise nennen setzt dagegen weiter auf die Unterstützung der Terroristen und Waffenlieferungen sowie Medienkampagnen ohne klare Strategie, nur mit der Absicht den Assad wegzumachen.
So blenden alle Westmedien die friedlichen Proteste in den vergangenen Tagen in Bahrain und Saudi Arabien kurzerhand aus, obwohl diese von den herrschenden Despoten blutig zerschlagen werden.
Mit Saudi Arabien wackelt dann auch die letzte wenn auch - völlig undemokratische Konstante der westlichen Vasallen- in der Region. Bahrain als Flottenstützpunkt der USA darf man gar nicht erst Hoffnung auf einen Frühling einräumen, da die friedlichen Bürgerbewegungen durch die Westmedien ebenfalls gerne übersehen werden.
Was man dem Westen vorwerfen kann, ist Inkonsequenz.
Die gleichen Islamisten, die er in Syrien unterstuetzt, und zuvor in Libyen, bekaempft er in Afghanistan, in Jemen, in Mali und anderswo. Bei solch unkoordinierter Aussenpolitik ist es schwierig, den Ueberblick zu behalten, wer die 'Guten' und wer die 'Boesen' sind. Aber das scheint keinen weiter zu stoeren.
Aussenpolitik ohne Strategie deutet in erster Linie auf Fuehrungsschwaeche des Westens hin. Bleibt abzuwarten, wer als erstes versuchen wird, in dieses offenbare Machtvakuum vorzustossen.
es eine Propaganda des Assad-Regimes, die ganze syrische Opposition für die Gegengewalt verantwortlich zu machen. Es ist eine Minderheit die zur Waffe greift. Die Großzahl der unzufriedenen Syrer protestiert immernoch friedlich.
...die zu einem Ende der Gewalt führen können. Die sogenannte Opposition allerdings schon!
...die zu einem Ende der Gewalt führen können. Die sogenannte Opposition allerdings schon!
hat man sich offensichtliche mit Bürgerkrieg als Dauerzustand
angefreundet. Sollte der Westen vielleicht doch eine Strategie haben ohne diese zu nennen, dann wäre das Bürgerkrieg und ließe sich belegen:
-Irak
-Lybien
-Mali
-Sudan
-Syrien
und alles sieht -laut Warnungen der NATO- nach Bürgerkrieg in Afghanistan nach dem Truppenabzug aus.
Insgesamt zeigt der Westen in dem gesamten Konflikt durch die offene Unterstützung von Terroristen und sogar Al-Quaida sein sehr hässliches Gesicht und das kann auf dauer nicht gut gehen.
Morde, Moral und Medien sind die Mittel der Wahl und sie werden rigoros verdreht und misbraucht.
...die zu einem Ende der Gewalt führen können. Die sogenannte Opposition allerdings schon!
er schießt auf die Opposition.
er schießt auf die Opposition.
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