Bürgerkrieg: Syrische Rebellen kontrollieren Grenze zum Irak
Assads Armee verliert offenbar außerhalb der Hauptstadt Damaskus an Boden. Rebellen sollen Kontrollposten an den Grenzen zur Türkei und zum Irak eingenommen haben.
© REUTERS/Ali Mashaddani

Irakische Soldaten an der Grenze zu Syrien (Archiv)
Syrische Rebellen haben nach Angaben aus dem Irak die Kontrolle über die Grenze zu dem Nachbarland übernommen. "Die Gesamtheit der Grenzposten zwischen dem Irak und Syrien wird fortan von der Freien Syrischen Armee kontrolliert", sagte Iraks Vize-Innenminister Adnan al-Assadi. Die reguläre syrische Armee konzentriere sich offenbar auf den Kampf um die Hauptstadt Damaskus.
Auch ein Übergang zur Türkei soll sich in Hand der Rebellen befinden, hieß es aus der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die von oppositionellen Aktivisten betrieben wird.
Seit vergangenem Wochenende liefern sich Aufständische und Regierungstruppen in Damaskus heftige Kämpfe. Am Mittwoch waren bei einem Anschlag auf den engsten Führungszirkel um Präsident Assad offenbar unter anderem Verteidigungsminister Daud Radschha und dessen Stellvertreter Assef Schaukat, ein Schwager des Staatschefs, getötet worden.

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Regierungstruppen griffen am Donnerstag Hochburgen der Regimegegner im Großraum Damaskus an. Aktivisten berichteten, Kampfhubschrauber hätten die Viertel Sajjida Seinab und Al-Hadschar al-Aswad mit Maschinengewehren und Raketen attackiert. Bewohner der nördlichen Viertel, die von den Kämpfen weitgehend verschont blieben, berichteten, die Hauptstadt gleiche einer Geisterstadt, fast alle Geschäfte seien geschlossen. Auch die Ortschaft Samalka im Umland von Damaskus geriet unter heftigen Beschuss. Weitere Kämpfe, bei denen auch die Luftwaffe eingesetzt wurde, meldeten Aktivisten unter anderem aus der Provinz Homs.
Seit Mittwoch seien mehr als 18.000 Menschen in den benachbarten Libanon geflohen, teilten Vertreter der dortigen Sicherheitskräfte mit. Die Beobachtungsstelle sprach von einer beginnenden Massenflucht aus mehreren Stadtteilen der Hauptstadt. Demnach attackierte die syrische Armee erstmals mit Panzern den Stadtteil Kabun. Die Armee zeigte sich laut einem Vertreter der Sicherheitsdienste entschlossen, mit aller Härte gegen die Rebellen vorzugehen.
Laut der Beobachtungsgruppe für Menschenrechte sind allein am Donnerstag mehr als 250 Menschen bei Kämpfen gestorben. Das sei die höchste Anzahl an Toten an einem einzelnen Tag seit Beginn des Aufstandes vor 16 Monaten. Die Organisation sammle noch Informationen über getötete Kämpfer der Rebellen, teilte sie mit. Die Zahl der Toten könne daher noch deutlich ansteigen.
Die Beobachtermission der UN steht nach dem Veto Russlands und Chinas gegen eine Syrien-Resolution des UN-Sicherheitsrats nach Einschätzung der USA vor dem Aus. Das Scheitern bedeute, dass die Beobachtermission nicht weitergehen könne, sagte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama. "Es muss Konsequenzen geben." Es sei absurd, angesichts der Brutalität des Assad-Regimes unbewaffnete UN-Beobachter zu entsenden, wenn dem Regime im Fall von Fehlverhalten keine Konsequenzen drohten. Obamas Sprecher verurteilte das Veto als "beklagenswert". Russland und China stünden "auf der falschen Seite der Geschichte".
Sicherheitsrat entscheidet über Beobachtermission
Neben Wirtschaftssanktionen hätte mit der Resolution auch das Mandat von derzeit 300 UN-Beobachtern im Land verlängert werden sollen. Am Freitag läuft es aus. Es gilt als unwahrscheinlich, dass es verlängert wird, auch wenn Russland sich dafür ausgesprochen hatte. Auf dem Tisch des UN-Sicherheitsrats liegen ein westlicher und ein östlicher Resolutionsentwurf. Pakistan, unterstützt von Russland, schlägt Diplomaten zufolge eine Verlängerung der UN-Mission um 45 Tage vor. Das sei "rein technisch" zu verstehen, Änderung an Auftrag und Ausstattung der 300 unbewaffneten Militärbeobachter gebe es nicht. Die jetzige Mission einfach nur zu verlängern, ist nach Auffassung der westlichen Staaten unverantwortlich, weil sie das Morden nicht stoppen konnte.
Die Briten schlagen deshalb als Kompromiss eine nur einmalige und nur 30-tägige Verlängerung vor. Das Mandat der Truppe dürfe anschließend nur dann noch einmal verlängert werden, wenn UN-Generalsekretär und Sicherheitsrat die Umsetzung der Ziffer 2 des Annan-Planes feststellen. Dabei geht es um den Einsatz schwerer Waffen. Laut UN setzt das Regime Kampfpanzer, Artillerie und Kampfhubschrauber in Wohngebieten ein. Eine Abstimmung über die beiden Entwürfe ist für Freitag 16 Uhr deutscher Zeit vorgesehen.







Die ganze Welt schaut zu und redet. Derweil fließt Blut ohne Ende. Zwar ist eine Ende des Regimes Assad in Sicht, aber nur ein blutiges. Bis zum bitteren Ende wird der russische Zar Putin Waffen liefern und hoffen seine Militärbasis in Syrien zu halten.
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls
... wenn sich Ost und West einmischen und wir Europäer mitten drin sitzen.
Dann sind auch sie Zuhause im Wohnzimmer bedroht. ;-)
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... wenn sich Ost und West einmischen und wir Europäer mitten drin sitzen.
Dann sind auch sie Zuhause im Wohnzimmer bedroht. ;-)
Anhand dieser Meldung sieht man, dass die radikalen Kräfte sowohl von der Trükei, dem NATO Mitglied und dem Irak, dem NATO Protektorat, agieren. Sind wir nicht zu nachlässig zu glaben, die Unterstützung von Radikalislamisten werde uns nicht betreffen, nur weil Damaskus oder Baghdad weit weg scheinen? Nur weil uns vorgegaukelt wurde, der "war on terror" sei eiin Krieg gegen dern Terrorismus, wiegen sich alle in einer falschen Gewissheit, sie seien sicher. Wenn aber reihum die säkulären Staaten fallen, und die angeblich säkularisierte Türkei Radikalislamisten beherbergt, in wessen Auftrag auch immer - und wir wissen wer die aktuell stärkste Grossmacht ist - dürfte dies Anlass zu grosser Sorge geben.
Es treffen hier zwei Glaubenslinien zusammen, die äusserlich unterschiedlich erscheinen, innerlich aber den gleichen Gesetzen unterliegen: Kapitalismus und Islamismus - ökonomische Radikalität vs religiösen Fanatismus. Das eine bedient das andere. Die USA förderten die Taliban gegen die Sowjetunion und heute sogenannte "Oppositionelle" gegen Ihnen unliebsame Regime, weil sie auf der Seite des angeblichen Gegners (Russland, China) stehen, andererseits, Saudi-Arabien mit seiner Klerikalmonarchie, das sich des Kapitals bedient, um seine Vorstellungen eines Klerikalstaates überall in der arabischen Welt durchzusetzen. Gliechgültig ob weltlicher oder religiöser Anspruch, beide bedienen sich gerne und oft der Gewalt als primäres Mittel. Krieg ist nur der Anfang politischer Unsicherheit.
Sie werfen da einige Dinge zusammen in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben und auch nicht besonders gut zueinander passen.
Wie kommen Sie in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien auf den Krieg gegen den Terror? In Syrien herrscht ein Bürgerkrieg, nachdem der Assad-Clan vierzig Jahre lang ein bleiernes Regime der Unterdrückung geführt hat und nicht dazu im Stande war, dem in dieser Zeit aufgestauten Hass gegen diese Form der Regierung ein geeignetes Ventil zu schaffen.
Warum werfen sie die in ihren Interessen sehr divergierenden Rebellentruppen (unter denen auch Islamisten sind, aber eben nicht nur) alle in einen Topf und werfen dann pauschal dem Westen vor, er unterstütze "Radikalislamisten"? Zumal das gar nicht zu dem von Ihnen nur einen Satz vorher bemühten Krieg gegen den Terror passen mag.
Wieso lassen Sie die unrühmliche Rolle des Iran in diesem Bürgerkrieg ganz außen vor? Könnte das daran liegen, da Sie sonst in die Zwickmühle geraten würden, dass der Westen dann Hand in Hand mit dem Iran arbeiten würde, was wiederum nicht glaubhaft und sinnlos wäre?
Den einzigen Satz Ihres Beitrags, den ich auf Anhieb unterschreiben würde ist der letzte: Krieg ist immer der Anfang politischer Unsicherheit, aber das ist trivial.
Im Fall des derzeitigen syrischen Bürgerkriegs ist diese Unsicherheit besonders gravierend, weil niemand ein Interesse an der Destabilisierung der gesamten Region haben kann. Auch die USA nicht.
Sie werfen da einige Dinge zusammen in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben und auch nicht besonders gut zueinander passen.
Wie kommen Sie in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien auf den Krieg gegen den Terror? In Syrien herrscht ein Bürgerkrieg, nachdem der Assad-Clan vierzig Jahre lang ein bleiernes Regime der Unterdrückung geführt hat und nicht dazu im Stande war, dem in dieser Zeit aufgestauten Hass gegen diese Form der Regierung ein geeignetes Ventil zu schaffen.
Warum werfen sie die in ihren Interessen sehr divergierenden Rebellentruppen (unter denen auch Islamisten sind, aber eben nicht nur) alle in einen Topf und werfen dann pauschal dem Westen vor, er unterstütze "Radikalislamisten"? Zumal das gar nicht zu dem von Ihnen nur einen Satz vorher bemühten Krieg gegen den Terror passen mag.
Wieso lassen Sie die unrühmliche Rolle des Iran in diesem Bürgerkrieg ganz außen vor? Könnte das daran liegen, da Sie sonst in die Zwickmühle geraten würden, dass der Westen dann Hand in Hand mit dem Iran arbeiten würde, was wiederum nicht glaubhaft und sinnlos wäre?
Den einzigen Satz Ihres Beitrags, den ich auf Anhieb unterschreiben würde ist der letzte: Krieg ist immer der Anfang politischer Unsicherheit, aber das ist trivial.
Im Fall des derzeitigen syrischen Bürgerkriegs ist diese Unsicherheit besonders gravierend, weil niemand ein Interesse an der Destabilisierung der gesamten Region haben kann. Auch die USA nicht.
in das "Interessenten" einsickern können. Früher sprang man noch nachts per Fallschirm hinter den feindlichen Linien ab....
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und verzichten auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/ls
Entfernt. Bitte verfassen Sie sachliche Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
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So, in spätestens ein paar Tagen oder wenigen Wochen ist nach einem blutigem Finale und mehreren tausend Toten, zerstörter Infrastruktur Assad am Ende und eine zerstrittene Oposition kämpft um die Ruinen, die es dann zu erobern gibt.
Dann ist der sekuläre Staat Geschichte, die schiitische Achse gebrochen und ein pro-Iran Land, dass über bedeutende Luftabwehr verfügte, ausgeschaltet bzw. mit sich selbst beschäftigt Jetzt kann Israel auch direkt über Syrien fliegen und hat in einem Jahr vermutlich sogar die Flugabwehr auf seiner Seite zum Schutz.
Die materiellen und kriegerischen Ressourcen der USA wurden geschont, da es ja zu keiner nennenswerten Intervention kam. Die Ausübung von Druck auf den Iran und somit auch die mediale Aufmerksamkeit nehmen ja jetzt wieder an Fahrt auf (über die 5+1 Gespräche in Badad und Moskau wurde ja kaum etwas berichtet), da Syrien so gut wie gegessen ist.
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen. Danke, die Redaktion/ls
Sie werfen da einige Dinge zusammen in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben und auch nicht besonders gut zueinander passen.
Wie kommen Sie in Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien auf den Krieg gegen den Terror? In Syrien herrscht ein Bürgerkrieg, nachdem der Assad-Clan vierzig Jahre lang ein bleiernes Regime der Unterdrückung geführt hat und nicht dazu im Stande war, dem in dieser Zeit aufgestauten Hass gegen diese Form der Regierung ein geeignetes Ventil zu schaffen.
Warum werfen sie die in ihren Interessen sehr divergierenden Rebellentruppen (unter denen auch Islamisten sind, aber eben nicht nur) alle in einen Topf und werfen dann pauschal dem Westen vor, er unterstütze "Radikalislamisten"? Zumal das gar nicht zu dem von Ihnen nur einen Satz vorher bemühten Krieg gegen den Terror passen mag.
Wieso lassen Sie die unrühmliche Rolle des Iran in diesem Bürgerkrieg ganz außen vor? Könnte das daran liegen, da Sie sonst in die Zwickmühle geraten würden, dass der Westen dann Hand in Hand mit dem Iran arbeiten würde, was wiederum nicht glaubhaft und sinnlos wäre?
Den einzigen Satz Ihres Beitrags, den ich auf Anhieb unterschreiben würde ist der letzte: Krieg ist immer der Anfang politischer Unsicherheit, aber das ist trivial.
Im Fall des derzeitigen syrischen Bürgerkriegs ist diese Unsicherheit besonders gravierend, weil niemand ein Interesse an der Destabilisierung der gesamten Region haben kann. Auch die USA nicht.
Primäer: jder kocht seinen Eintopf selbst. Sekundär: "War on Terror" gibt es nicht, es ist die Chiffre für den Neokolonialismus. Die Kollaboration mit den Radikalislamisten ist deutlich. Jetzt fangen Sie doch zu überlegen an, wieso ich wohl die Diskrepanz aufzeigen, bitte! Alawiten und Sunniten haben sich in Syrien schon immer bekämpft. Es ist der Kampf um die Vorherrschaft einer Strömung und nicht der Kampf eines homogenen Volkes gegen einen Diktator. So viel politischen Sachverstand müssen Sie einfach aufbringen, um das zu begreifen. Ich erwarte nicht, dass sie irgendetwas auf Anhieb unterschreiben, ich finde es besser, wenn Sie darüber reflektieren. Die Begünstigung beider erwähnten Systeme ist aber offensichtlich, das zerstörerische Potential dieser Kooperation auch.
Es geht doch um die Perspektive. Würden Sie ihre Argumente auch im Fall Saudi Arabien und Katar vortragen. Auch diese Staaten, die jetzt die "Revolutionäre" finanzieren, hatten Jahrzehnte Zeit einen "demokratischen" Wandel zu vollziehen.
"Niemand kann ein Interesse an der Destabilisierung der gesamten Region haben. Auch die USA nicht."
Da haben Sie meiner Meinung nach etwas gründlich missverstanden. Mit den Kriegen im nahen Osten, angefangen mit Irak, Afghanistan und jetzt Syrien, verfolgen die USA zwei wichtige Ziele:
Zunächst geht es um geopolitische Interessen. Mit der Zerschlagung von Staaten, die den eigenen Interessen im Weg stehen, steigern die USA den Einfluss in der gesamten Region erheblich und bringen sich strategisch auf kurze Sicht gegenüber Iran, auf lange Sicht gegenüber Russland und China in Stellung.
Zweitens sorgen die USA mit Regime-Wechseln in diesen Ländern für Regierungen, die ihren Interessen wohlgesonnen sind und sichern auf diese Weise die Vormachtstellung des Dollars als Weltgeld.
Die Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens ist alles andere als ein unerwünschter Nebeneffekt im heroischen Kampf um Menschenrechte und Demokratie. Sie ist politisch gewollt und für die USA von großer Bedeutung.
Primäer: jder kocht seinen Eintopf selbst. Sekundär: "War on Terror" gibt es nicht, es ist die Chiffre für den Neokolonialismus. Die Kollaboration mit den Radikalislamisten ist deutlich. Jetzt fangen Sie doch zu überlegen an, wieso ich wohl die Diskrepanz aufzeigen, bitte! Alawiten und Sunniten haben sich in Syrien schon immer bekämpft. Es ist der Kampf um die Vorherrschaft einer Strömung und nicht der Kampf eines homogenen Volkes gegen einen Diktator. So viel politischen Sachverstand müssen Sie einfach aufbringen, um das zu begreifen. Ich erwarte nicht, dass sie irgendetwas auf Anhieb unterschreiben, ich finde es besser, wenn Sie darüber reflektieren. Die Begünstigung beider erwähnten Systeme ist aber offensichtlich, das zerstörerische Potential dieser Kooperation auch.
Es geht doch um die Perspektive. Würden Sie ihre Argumente auch im Fall Saudi Arabien und Katar vortragen. Auch diese Staaten, die jetzt die "Revolutionäre" finanzieren, hatten Jahrzehnte Zeit einen "demokratischen" Wandel zu vollziehen.
"Niemand kann ein Interesse an der Destabilisierung der gesamten Region haben. Auch die USA nicht."
Da haben Sie meiner Meinung nach etwas gründlich missverstanden. Mit den Kriegen im nahen Osten, angefangen mit Irak, Afghanistan und jetzt Syrien, verfolgen die USA zwei wichtige Ziele:
Zunächst geht es um geopolitische Interessen. Mit der Zerschlagung von Staaten, die den eigenen Interessen im Weg stehen, steigern die USA den Einfluss in der gesamten Region erheblich und bringen sich strategisch auf kurze Sicht gegenüber Iran, auf lange Sicht gegenüber Russland und China in Stellung.
Zweitens sorgen die USA mit Regime-Wechseln in diesen Ländern für Regierungen, die ihren Interessen wohlgesonnen sind und sichern auf diese Weise die Vormachtstellung des Dollars als Weltgeld.
Die Destabilisierung des gesamten Nahen Ostens ist alles andere als ein unerwünschter Nebeneffekt im heroischen Kampf um Menschenrechte und Demokratie. Sie ist politisch gewollt und für die USA von großer Bedeutung.
Primäer: jder kocht seinen Eintopf selbst. Sekundär: "War on Terror" gibt es nicht, es ist die Chiffre für den Neokolonialismus. Die Kollaboration mit den Radikalislamisten ist deutlich. Jetzt fangen Sie doch zu überlegen an, wieso ich wohl die Diskrepanz aufzeigen, bitte! Alawiten und Sunniten haben sich in Syrien schon immer bekämpft. Es ist der Kampf um die Vorherrschaft einer Strömung und nicht der Kampf eines homogenen Volkes gegen einen Diktator. So viel politischen Sachverstand müssen Sie einfach aufbringen, um das zu begreifen. Ich erwarte nicht, dass sie irgendetwas auf Anhieb unterschreiben, ich finde es besser, wenn Sie darüber reflektieren. Die Begünstigung beider erwähnten Systeme ist aber offensichtlich, das zerstörerische Potential dieser Kooperation auch.
um das zu begreifen.
Aha.
Und das ist jetzt Ihre Antwort auf meine Frage:
Warum werfen sie die in ihren Interessen sehr divergierenden Rebellentruppen (unter denen auch Islamisten sind, aber eben nicht nur) alle in einen Topf und werfen dann pauschal dem Westen vor, er unterstütze "Radikalislamisten"? Zumal das gar nicht zu dem von Ihnen nur einen Satz vorher bemühten Krieg gegen den Terror passen mag.
Nochmal: Ich frage Sie, warum Sie die verschiedenen Interessengruppen der Opposition, unter denen sich auch Islamisten finden, aber eben nicht nur, in einen Topf werfen und einzig und allein religiöse Gründe für die Auseinandersetzungen betrachten. Und Sie antworten darauf, dass das schon immer so gewesen sei und gehen gar nicht darauf ein, dass es eben nicht stimmt, dass in diesem Bürgerkrieg ausschließlich religiöse Gründe eine Rolle spielen. Im Gegenteil. Sie setzen noch eins drauf und engen die Grundlage der derzeitigen Auseinandersetzungen auch noch auf einen Streit zwischen verschiedenen Strömungen innerhalb des Islam ein.
Dass es keine einheitliche Opposition gegen das Assad-Regime gibt, hatte ich doch schon geschrieben. Vor allen Dingen gibt es keine einheitlich religiös motivierte Opposition gegen Assad.
Ich kann mir jetzt nicht helfen: Ich glaube nicht, dass es mangelnder politischer Sachverstand meinerseits ist, der mich daran hindert, irgend eine tiefere Form von Sinn in Ihrer Sicht der Dinge zu erkennen.
um das zu begreifen.
Aha.
Und das ist jetzt Ihre Antwort auf meine Frage:
Warum werfen sie die in ihren Interessen sehr divergierenden Rebellentruppen (unter denen auch Islamisten sind, aber eben nicht nur) alle in einen Topf und werfen dann pauschal dem Westen vor, er unterstütze "Radikalislamisten"? Zumal das gar nicht zu dem von Ihnen nur einen Satz vorher bemühten Krieg gegen den Terror passen mag.
Nochmal: Ich frage Sie, warum Sie die verschiedenen Interessengruppen der Opposition, unter denen sich auch Islamisten finden, aber eben nicht nur, in einen Topf werfen und einzig und allein religiöse Gründe für die Auseinandersetzungen betrachten. Und Sie antworten darauf, dass das schon immer so gewesen sei und gehen gar nicht darauf ein, dass es eben nicht stimmt, dass in diesem Bürgerkrieg ausschließlich religiöse Gründe eine Rolle spielen. Im Gegenteil. Sie setzen noch eins drauf und engen die Grundlage der derzeitigen Auseinandersetzungen auch noch auf einen Streit zwischen verschiedenen Strömungen innerhalb des Islam ein.
Dass es keine einheitliche Opposition gegen das Assad-Regime gibt, hatte ich doch schon geschrieben. Vor allen Dingen gibt es keine einheitlich religiös motivierte Opposition gegen Assad.
Ich kann mir jetzt nicht helfen: Ich glaube nicht, dass es mangelnder politischer Sachverstand meinerseits ist, der mich daran hindert, irgend eine tiefere Form von Sinn in Ihrer Sicht der Dinge zu erkennen.
Es geht doch um die Perspektive. Würden Sie ihre Argumente auch im Fall Saudi Arabien und Katar vortragen. Auch diese Staaten, die jetzt die "Revolutionäre" finanzieren, hatten Jahrzehnte Zeit einen "demokratischen" Wandel zu vollziehen.
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