Massaker: Clinton wirft Syrien Mord an Zivilisten vor
Nach dem Massaker fordert die internationale Gemeinschaft ein strenges Vorgehen gegen das syrische Regime. Dieses soll Medien zufolge Chemiewaffen aus den Lagern holen.
Die internationale Gemeinschaft hat mit Entsetzen auf das Massaker im Dorf Tremseh in der zentralsyrischen Provinz Hama reagiert. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von "unbestreitbaren Beweisen" für das absichtliche Töten von Zivilisten durch das syrische Regime.
Oppositionsgruppen zufolge sollen während der stundenlangen Angriffe auch mit schweren Waffen und Helikoptern bis zu 250 Menschen getötet worden sein. In anderen Berichten war von 160 Toten die Rede. Aktivisten sagten, die meisten Einwohner des nun zerstörten Dorfes hätten mit der Opposition sympathisiert. Nach Darstellung des Militärs in Damaskus erfolgte der Einsatz in dem Dorf "auf Anforderung der Bewohner". Im staatlichen Fernsehen hieß es, die meisten Toten seien Terroristen gewesen.
Clinton forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Druck zu erhöhen, solange das Regime von Präsident Baschar al-Assad weiter kriegerisch gegen das syrische Volk vorgehe. Der UN-Sicherheitsrat müsse deutlich handeln und dem Regime mit klaren Konsequenzen drohen. "Seine Mitglieder müssen sich selbst fragen, ob sie als Vermächtnis hinterlassen wollen, dem Assad-Regime die Fortsetzung der unaussprechlichen Gewalt gegen das eigene Volk erlaubt zu haben", sagte Clinton.
Die Annahme eines von mehreren westlichen Staaten im Weltsicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurfs zu Syrien scheitert bislang am Widerstand der Veto-Macht Russland, da er Sanktionen für den Fall enthält, dass sich die Konfliktparteien nicht an die Beschlüsse der Weltgemeinschaft halten. Moskau lehnt eine Resolution nach Kapitel VII der UN-Charta, das notfalls auch deren militärische Durchsetzung beinhaltet, strikt ab.
Das Regime habe die UN-Resolution "mit Füßen getreten"
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte eine unverzügliche Aufklärung der Vorfälle. Da sich die "Spirale der Gewalt in Syrien" immer schneller drehe, müsse der Sicherheitsrat eine klare politische Antwort geben.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich "zutiefst schockiert" über diese "Gräueltat". Der Einsatz von schweren Waffen und Helikoptern durch die syrische Regierung stelle eine "eklatante Verletzung" des Friedensplans des Syrien-Sondergesandten Kofi Annan dar, der unter anderem einen Waffenstillstand vorsieht. Auch Annan sagte, die syrische Regierung habe durch das Massaker die bisherigen UN-Resolutionen "mit Füßen getreten". Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte den UN-Sicherheitsrat, sollte das Gremium den Druck auf Assad nicht erhöhen, komme dies einer "Lizenz für weitere Massaker" gleich. "Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, gemeinsame und entschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um die sich in Syrien abspielende Tragödie sofort und in vollem Umfang zu beenden", sagte Ban.





Spekulation.
Zumal es schon wieder darum geht, dass in "vergleichbaren Fällen" die Bundeswehr mit Kampfverbänden im Inneren eingesetzt würde.
Das ist Unfug.
Darüberhinaus ist dieser "Vergleich" so hanebüchen, dass es sich gar nicht lohnt, darüber zu diskutieren. Assad ist die Kontrolle über sein Land entglitten und er versucht, dass durch massiven Gewalteinsatz zu kompensieren.
Das hat noch nie funktioniert.
Killary, Rasmussen und die Allianz der Willigen drehen die Domino-Theorie Eisenhowers um auf ihrem Weg nach Teheran, gepflastert mit Tausenden von Leichen. Libyen ist dafür das Paradebeispiel mit den folgenden oder beinahe gleichzeitigen Erscheinungen des "arabischen Frühlings". Die Rollback-Politik trifft Staaten, die einen Hauch von Sozialismus verwirklichen. So darf mit Spannung die Entwicklung des libyschen Gesundheits-Systems verfolgt werden wie auch die Folgen in den weiteren betroffenen Ländern.
Angestrebt wird die Unterwerfung der Völker unter die grenzenlose Freiheit einiger Konzerne und Blutsauger. Killarys "We came, we saw – and he died" illustriert bestens, was diese "Menschenfreunde" antreibt. Profit auf Teufel komm raus.
Entfernt. Bitte wenden Sie sich mit Kritik an Moderationsentscheidungen an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jz
Entgegen der meisten westlichen Berichte und der Behauptungen von Hillary Clinton oder Westerwelle haben die Assad-Truppen kein Massaker an Zivilisten in Tremseh begangen, wie die NEW YORK TIMES berichtet. Wird das ein publizistisches Echo haben, oder wird weiter gehetzt?
After the high toll was announced from Tremseh, as was the case with Houla and other similar episodes, Western leaders lined up to condemn the mass killings of civilians. Col. Riad al-Assad, based in Turkey as the ostensible leader of the loose coalition of fighters called the Free Syrian Army, told the Arabic television network Al Jazeera on Thursday that there had been no opposition fighters in the town.
...
The picture emerging is that there was a large group of fighters from the town and the local area bivouacked in Tremseh. The Syrian Army moved in early Thursday, blocking all exits and blasting away with machine guns, tank shells and rockets fired from helicopters, laying waste to the town.
“Whenever the Syrian Army knows there are fighters concentrated in an area, they attack,” said the leader of the Observatory, who goes by the pseudonym Rami Abdul-Rahman for safety reasons. “The majority of people killed in Tremseh were either rebel fighters from the village or from surrounding villages.”
http://www.nytimes.com/20...
habe ich da was verwechselt? Es war doch Hr. Schäuble oder nicht? Herr Schäuble, der unter bestimmten Umständen Geständnisse, die unter Folter entstanden, als legitim ansieht, verwendet zu werden.
Herr Schäuble hat das in den Raum gestellt, nicht ich ihm das unterstellt.
http://www.spiegel.de/pol...
und Herr Beckstein unterstützt diese Forderung
http://www.netzeitung.de/...
und trübt den Blick. Hier ein Bericht der NYT, der Sie vielleicht etwas aufklärt:
After the high toll was announced from Tremseh, as was the case with Houla and other similar episodes, Western leaders lined up to condemn the mass killings of civilians. Col. Riad al-Assad, based in Turkey as the ostensible leader of the loose coalition of fighters called the Free Syrian Army, told the Arabic television network Al Jazeera on Thursday that there had been no opposition fighters in the town.
...
The picture emerging is that there was a large group of fighters from the town and the local area bivouacked in Tremseh. The Syrian Army moved in early Thursday, blocking all exits and blasting away with machine guns, tank shells and rockets fired from helicopters, laying waste to the town.
“Whenever the Syrian Army knows there are fighters concentrated in an area, they attack,” said the leader of the Observatory, who goes by the pseudonym Rami Abdul-Rahman for safety reasons. “The majority of people killed in Tremseh were either rebel fighters from the village or from surrounding villages.”
http://www.nytimes.com/20...
... tut sich Clinton als die schärfste Anti-Assad-Aktivistin hervor. Was mag wohl dahinter stehen?
Da die Saudis die "Rebellen" unterstützen, wird man hinterher in Syrien wieder Kopftuch tragen müssen.
Mit einem Freiheitskampf hat dies nichts gemein, schon gar nicht mit dem, was man als arabischen Frühling bezeichnet.
Es gilt, die Regon zu destabilisieren und den Iran weiter zu isolieren.
Da die Saudis die "Rebellen" unterstützen, wird man hinterher in Syrien wieder Kopftuch tragen müssen.
Mit einem Freiheitskampf hat dies nichts gemein, schon gar nicht mit dem, was man als arabischen Frühling bezeichnet.
Es gilt, die Regon zu destabilisieren und den Iran weiter zu isolieren.
Zitat:
Die internationale Gemeinschaft hat mit Entsetzen auf das Massaker im Dorf Tremseh in der zentralsyrischen Provinz Hama reagiert. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von "unbestreitbaren Beweisen" für das absichtliche Töten von Zivilisten durch das syrische Regime.
Sehr geehrte zeit.de-Redakteure,
in diesem Artikel wird eine 'internationale Gemeinschaft' beschworen. Können Sie genauer erläutern, wer das eigentlich ist ?
Wer bitte ist diese internationale Gemeinschaft !
Der 2. Satz lässt anklingen, die US-Außenministerin fungiere sozusagen als das Sprachrohr dieser internationalen Gemeinschaft.
Sie stellt vorran, es gäbe unbestreitbare Beweise für das absichtliche Töten von Zivilisten durch das syrische Regime ?
Wie hat sie das herausgefunden. War sie da ?
Meine weitergehende Frage ist:
Kann zeit.de eigentlich prüfen, was in Tremseh vorgefallen ist ?
Haben sie Reporter vor Ort ?
Überhaupt in Syrien ?
Kann zeit.de abwiegen, was objektiv ist und was Propaganda ist ?
Oder wird das, was die Außenministerin der USA sagt, sofort als transportiert, nur weil sie die Außenministerin ist ..
Ich würde mich freuen über eine aufklärende Antwort und danke schon mal.
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