EU-Debatte: So geht's nicht weiter, Europa!
Die EU ist ein merkwürdiges, unfertiges Gebilde: erfolgreich, unverzichtbar, von den Bürgern ungeliebt. Das ewige Projekt muss sich weiterentwickeln.
Was ist diese Europäische Union eigentlich, die früher einmal Europäische Gemeinschaft hieß, davor Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und ganz am Anfang Montanunion? Die zu Beginn 1951 aus sechs Mitgliedsstaaten bestand und ab 2013 schon 28 umfassen wird: Ein Überstaat? Eine europäische G27, bald G28? Eine Schimäre nach Art der Palästinenserbehörde, mit begrenzter, flickenhafter Autonomie, ohne Staatsgebiet und Armee, dafür mit gleich zwei Präsidenten, einem machtlosen Parlament; mit Hymne, eigener EU-Bürgerschaft und Sternenbanner, aber politisch und finanziell abhängig von anderen?
Oder kurz: ein lockerer Staatenbund auf dem verschlungenen Weg zum europäischen Bundesstaat?
Die EU ist wohl von allem ein bisschen. Ein ewiges Projekt. Eine Vision für die einen, ein Hort von Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Für die anderen hingegen eine bloße, erweiterte Freihandelszone, die ihre Kompetenzen ständig überschreitet.
Im Moment ist die EU aber vor allem eins: eine Krisengemeinschaft. Selbst diese historische Herausforderung hat sie seit zwei Jahren irgendwie gemeistert, trotz aller Rückschläge: Die Gemeinschaftswährung ist nicht abgestürzt und bislang auch nicht zerbrochen. Keines der Euro-Länder im Süden ist bis jetzt pleite gegangen. Und der Norden hat auch nichts von seinem Reichtum verloren.
Ständige Selbstzweifel
Weshalb also stürzt diese Erfolgsgemeinschaft, die mit einer halben Milliarde Menschen den größten gemeinsamen Wirtschaftsraum der Welt bildet, immer wieder in Selbstzweifel? Hat sie der alten Welt nicht die längste Friedensperiode aller Zeiten beschert, den Kalten Krieg und die Teilung des Kontinents überwunden und ihren Bürgern und ihren Unternehmen so viel Freiheiten und wachsenden Wohlstand beschert?
Darauf gibt es verschiedene Antworten. Eine erste mag lauten, dass dieses gemeinsame Europa ein Opfer seines Erfolgs geworden ist. Die Erinnerung an die jahrhundertelangen Zerfleischungen der Völker Europas, an die Grenzen und den Stacheldraht, die Nationen trennten, verblasst. Die Bürger genießen Reise-, Niederlassungs-, Handels- und die politische Freiheit wie selbstverständlich, ebenso die Vorzüge der gemeinsamen Währung.
Selbst dass wir Europäer uns heute quer über die Ländergrenzen über den richtigen Umgang mit der Krise streiten, dass wir uns einmischen in die inneren Angelegenheiten anderer, souveräner Staaten, ist Ausdruck dieses Zusammenwachsens. Denn wer sich nicht verbunden fühlt, liefert sich in solchen Momenten für gewöhnlich diplomatische oder gar echte Scharmützel. Daran gemessen geht es im Europa des Jahres 2012, entgegen allen Untergangsängsten, recht zivil zu.
Kein Masterplan
Hinter allem Streit aber steht – und dies ist die zweite und entscheidende Antwort – eine große Unklarheit und Unsicherheit, was mit dieser Schicksalsgemeinschaft geschehen soll. Alle spüren, dass es so nicht weitergehen kann. Sie bemerken gerade in der Krise die gravierenden Mängel dieses irgendwie gewordenen EU-Gebildes, das nie nach einem Masterplan entwickelt wurde, sondern immer wieder erwuchs und erwächst aus mühsamen Kompromissen widerstrebender nationaler Ziele.
© ZEIT ONLINE
Nur was folgt daraus? Der Weg zurück ist aus wirtschaftlicher und geopolitischer Sicht keine attraktive Option. Und so brüten derzeit in manchen Hauptstädten und in Brüssel die Vor- und Weiterdenker der alten Idee über Plänen, wie der europäische Königsweg, ein wirklich geeintes Europa also, aussehen könnte. Auch bei manchen Bürgern, ob im Norden, Süden, Westen oder Osten, reift die Erkenntnis, dass die Antwort auf die zentrifugalen Krisenkräfte nur ein engeres Zusammenrücken sein kann: eine politische, Finanz-, Wirtschafts- und Sozialunion, in der niemand mehr nur für sich entscheidet, wirtschaftet, haushaltet oder Schulden macht.





Die EU ist ein extrem Korruptes Bürokratiemonster, welches von realitätsfremden Eliten geleitet wird. Die einzige Funktion der EU ist der Finanzmafia und der Wirtschaft zu dienen. Demokratische Legitimität?, das fehlte noch, wenn mal tatsächlich das Volk befragt wird und dieses entscheidet nicht nach willen der EU-Eliten, dann wählt man neu, bis das Ergebnis passt und in der Zwischenzeit droht man der Bevölkerung damit diese sich "richtig" entscheidet.
Echte EU Struktur
http://www.abload.de/img/...
Der Euro ist gescheitert und die EU folgt als nächstes. Dank dem Euro entsteht Hass unter den Völkern in der EU und die rechten sind überall auf dem Vormarsch, am ende wird dass die EU sprengen.
Das hakt an so vielen Ecken und Enden, das ist unglaublich.
- Selbst in Deutschland funktioniert der Länderfinanzausgleich nicht.
- Eine "Europäische Öffentlichkeit" gibt es nicht und wird es aufgrund der unterschiedlichen Sprachen in naher Zukunft nicht geben.
- Die "Wirtschafts-, Haushalts-, Steuer- und Sozialunion" gibt es doch zum Teil schon längst, und? Es gibt keine wirksamen Sanktionsmechanismen, deshalb sind alle Regeln schon jetzt zum Scheitern verurteilt.
- Selbst in Deutschland ist der Bundestag schon viel zu weit von seinen Bürgern entfernt. Wie soll sich durch ein europäisches Parlament dieser Zustand verbessern?
Solange es keine Gleichheit der Wahl im europäischen Parlament gibt, wird dieses Europa niemals demokratisch sein. Immernoch hat ein Bürger Maltas das 10fache an politischem Einfluss wie ein Deutscher. Da Deutschland das bevölkerungsreichste Land ist, haben die Bürger aller übrigen Staaten mehr politisches Gewicht. Dieser Umstand wird komischerweise niemals in irgendeinem Artikel zum "Bundesstaat Europa" thematisiert. Anscheinend ist es den Verfassern einfach egal. Sie wollen unter allen Umständen ihre sozialistische Transferunion durchdrücken, egal was es kostet.
Die EU ist im Moment ein korruptes und undemokratisches Moloch und wird zurecht von den meisten Bürgern Europas abgelehnt. Ich sehe auch nicht, dass sich dies in nächster Zeit ändern könnte, da keinerlei Anstrengungen von den "Alternativlos" Politikdarstellern unternommen werden um etwas zu verbessern.
"...nach Kompetenz und nicht mehr nach nationalem Proporz."
Selbst hier: Es funktioniert nicht einmal in Deutschland. Wie, Herr Greven, wie soll sowas in unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlicher Sprache, unterschiedlicher Kultur, unterschiedlicher wirtschaftlicher Kraft funktionieren? Wie?
Es muss nicht zwingend so kommen, wie Sie es prophezeien.
Es kommt immer drauf an, auf welcher geistigen Höhe das Volk ist bzw. wie sehr die Medien/ die Strippenzieher im Hintergrund uns dieses fiskalpolitische Europa schmackhaft machen.
Ein gutes Beispiel sind für mich die Griechen.
Gerade noch auf der Straße und im nächsten Moment wählen sie quasi Ihre Verelendung, obwohl es eine gute alternative gegeben hätte.
...ist der größte politische Erfolg in der gesamten Geschichte Europas. Wer das trotz aller Probleme, welche eine solche Union aus 27 Staaten (!!!) mit sich bringt, nicht sieht, nicht sehen will oder nicht sehen kann, ist ein stiller Totengräber der Zukunft Europas. Ein Scheitern der EU und eine damit einhergehende Schwächung der europäischen Länder wäre genau das, was sich viele andere Regionen in der Welt wünschen würden. Reformen in der EU? Warum nicht, Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer und überall. Eine Alternative zur EU gibt es jedoch nicht. Wer sich aus vermeintlichem nationalen Interesse das Europa der Partikularinteressen zurückwünscht, welches verantwortlich war für Kriege wie den 30jährigen Krieg und 2 Weltkriege, kann nicht ganz bei Trost sein.
Die meisten Menschen besitzen Vernunft, welche es ihnen erlaubt, zu unterscheiden. Die Euro-Krise ist keine Krise der EU. Es gab keine EU-Krisen von solchem Ausmaß; freilich, es gibt Murren über diese oder jene Regelung, jedoch keine faule Wurzel.
Es existieren Prinzipien, die durchziehen die Menschheit, die Psychologie des Menschen. Egoismus, Eigensinn, Gruppenzugehörigkeit jedweder Art sind Kennzeichen eines Jeden. All das ist jenseits von Gut und Böse ;). Die Wirklichkeit ist folgende:
Die Menschen, in ihre Masse, definieren sich durch Religion, Sprache, Kultur, Profession usw. Nationen, Staaten können eine gemeinsame Klammer bieten, die die EU nicht hat. Sie ist, wie oft erwähnt wird, supranational. Nur sind es die Völker Europas nicht, können es nicht sein.
Schlussfolgerung: Europa zu eine KONVENTIONELLEN Staat aufzubauen (eine Regierung, Verfassung etc.) führt unweigerlich zum Bruch. Zumindest in den nächsten hundert Jahren. Wer´s nicht glaubt, sollte sich mit aktuellen und ehemaligen Vielvölkerstaaten auseinandersetzen.
Die meisten Menschen besitzen Vernunft, welche es ihnen erlaubt, zu unterscheiden. Die Euro-Krise ist keine Krise der EU. Es gab keine EU-Krisen von solchem Ausmaß; freilich, es gibt Murren über diese oder jene Regelung, jedoch keine faule Wurzel.
Es existieren Prinzipien, die durchziehen die Menschheit, die Psychologie des Menschen. Egoismus, Eigensinn, Gruppenzugehörigkeit jedweder Art sind Kennzeichen eines Jeden. All das ist jenseits von Gut und Böse ;). Die Wirklichkeit ist folgende:
Die Menschen, in ihre Masse, definieren sich durch Religion, Sprache, Kultur, Profession usw. Nationen, Staaten können eine gemeinsame Klammer bieten, die die EU nicht hat. Sie ist, wie oft erwähnt wird, supranational. Nur sind es die Völker Europas nicht, können es nicht sein.
Schlussfolgerung: Europa zu eine KONVENTIONELLEN Staat aufzubauen (eine Regierung, Verfassung etc.) führt unweigerlich zum Bruch. Zumindest in den nächsten hundert Jahren. Wer´s nicht glaubt, sollte sich mit aktuellen und ehemaligen Vielvölkerstaaten auseinandersetzen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Kommentare. Danke, die Redaktion/mk
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