Bürgerkrieg: In Syrien müssen Kriegsverbrechen geahndet werden
Internationale Strafverfolgung verhindert den freiwilligen Rückzug von Herrschern wie Assad, heißt es. Das Gegenteil ist richtig, kommentieren L. Leicht und C. Baldwin.
© Ahmad Gharabli/AFP/GettyImages

Krieg in Syrien: die Stadt Atareb, 25 Kilometer östlich von Aleppo
Deutschland und seine europäischen Partner preisen die EU gerne als überzeugteste Befürworterin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH). Stets beteuern sie ihr standhaftes Bekenntnis zur Internationalen Justiz und zur Bekämpfung der Straflosigkeit. Doch wenn es angesichts der Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien um die Einschaltung des IstGH geht, verhält sich die EU bestenfalls halbherzig und inkonsequent. Obwohl es keine Anzeichen für eine Beruhigung der Lage gibt.
Lotte Leicht ist EU-Direktorin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Clive Baldwin leitender Rechtsberater von HRW.
Hinter den Kulissen ziehen sich europäische Diplomaten und Minister auf Positionen aus den neunziger Jahren zurück. Sie wenden ein, die strafrechtliche Aufarbeitung könne einem möglichen Friedensabkommen im Weg stehen, die Einschaltung des IStGH schneide Präsident Assad und anderen führenden Beamten den Weg des freiwilligen Rückzugs ab und die Einforderung strafrechtlicher Verantwortung erschwere eine geordnete Machtübergabe. Die jüngere Geschichte entlarvt diese Einwände als falsch.
Europäische Politiker und Diplomaten behaupten, in Syrien gehe es um die Wahl zwischen Gerechtigkeit oder Frieden. Dabei wiederholen sie aber nur die alten Argumente aus den Balkankriegen: die Haftbefehle gegen Ratko Mladić und Radovan Karadžić würden den Friedensvertrag von Dayton zunichte machen und die Anklage von Slobodan Milošević jede Verhandlung, den Kosovo-Krieg zu Ende zu bringen, verhindern. Sie hatten sich geirrt. Es kam Frieden und es gab Gerechtigkeit. So wurde im Kosovo nur wenige Tage nach der Ausstellung des Haftbefehls gegen Milošević der Abzug der serbischen Truppen besiegelt. Gleichzeitig wurden Mladić und Karadžić isoliert und flohen vor dem Hager Tribunal in ihre Verstecke.
Kriegsverbrecher meiden IStGH-Staaten
Auch die Erfahrungen aus anderen Konflikten zeigen, dass eine Strafverfolgung führender Politiker, Militärs und Rebellenführer die Friedensbemühungen tatsächlich stärken, da sie jenen, die der Konfliktlösung im Wege stehen, die Legitimität entzieht und sie isoliert.
Viele halten einen Rückzug von Syriens Staatschef Assads ins Exil für den Schlüssel zu einer möglichen Lösung. Ein Aktivwerden des IStGH würde einem solchen "sicheren Ausweg" jedoch nicht im Wege stehen. Die Vertragsstaaten des IStGH sind verpflichtet, die Haftbefehle des Gerichts zu vollstrecken. Viele von ihnen haben aber ohnehin Gesetze, die ihrer Justiz die universelle Rechtsprechung auch über im Ausland begangene Kriegsverbrechen und grobe Menschenrechtsverletzungen erlauben.
Baschar al-Assad und andere Drahtzieher der bestens dokumentierten Verbrechen in Syrien werden IStGH-Staaten bei ihrer Suche nach einem Exil also ohnehin nicht in Betracht ziehen, egal ob der IStGH eingeschaltet wird oder nicht. Assad jedoch immer wieder sicheres Exil in Aussicht zu stellen, während seine Streitkräfte und Milizen ihr blutiges Werk fortführen, wird jedoch kaum dazu beitragen, ihn von weiteren Bluttaten abzuhalten.





aufarbeiten bevor man über Syrien redet. Im Falle des Irak ist die Lage rechtlich klar, auch die Verantwortlichen (GWB, Cheney, Rumsfeld, Blair). Auch der L-Krieg ist noch offen, das Massaker von Sirte, der Lynchmord an Gaddafi und seinem Sohn - auch da ist die Rechtslage wohl klar.
In Syrien sehe ich die Probleme viel komplizierter- schließlich hat jeder Staat das Recht, sich zu verteidigen und gegen innere Feinde und eingeschleuste Feinde aus anderen Ländern vorzugehen.
....wo wir sind und wo wir es können. Ihr Einwand dient lediglich der Ablenkung und Verhinderung. Warum wollen Sie unbedingt einen Massenmörder schützen? Was ist Ihre unsichtbare Agenda?
Stellen wir internationale Haftbefehle gegen Bush, Cheney und Rumsfeld aus!
Das können wir.
Warum tun wir es nicht...???
---
PS: und wenn wir dann den Syrien-Konflikt juristisch aufarbeiten - steht dann nur Her Assad vor dem Richter?
Oder auch Milizführer, Waffenhändler, Legionäre...
Auch wenn Sie ggf. westliche Stattsbürgerschaften haben. Oder saudische. Oder von Katar...
---
PPS: Auf meiner Agenda steht übrigens nicht, einen Massenmörder zu schützen.
Auf meiner Agenda steht, ALLE Massenmörder zur Verantwortung zu ziehen, und nicht einen als Feigenblatt zum Reinwaschen der anderen zu missbrauchen!
....wo wir sind und wo wir es können. Ihr Einwand dient lediglich der Ablenkung und Verhinderung. Warum wollen Sie unbedingt einen Massenmörder schützen? Was ist Ihre unsichtbare Agenda?
Stellen wir internationale Haftbefehle gegen Bush, Cheney und Rumsfeld aus!
Das können wir.
Warum tun wir es nicht...???
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PS: und wenn wir dann den Syrien-Konflikt juristisch aufarbeiten - steht dann nur Her Assad vor dem Richter?
Oder auch Milizführer, Waffenhändler, Legionäre...
Auch wenn Sie ggf. westliche Stattsbürgerschaften haben. Oder saudische. Oder von Katar...
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PPS: Auf meiner Agenda steht übrigens nicht, einen Massenmörder zu schützen.
Auf meiner Agenda steht, ALLE Massenmörder zur Verantwortung zu ziehen, und nicht einen als Feigenblatt zum Reinwaschen der anderen zu missbrauchen!
"In Syrien müssen Kriegsverbrechen geahndet werden"
Na vielleicht kommen dann auch unsere sunnitischen Fundamentalisten in den Genuss der internationalen Jurisdiktion:
http://www.rt.com/news/sy...
Ach, und Bush Junior würd ich im Übrigen auch gern in Den Haag sehen. Wird aber vermutlich nicht passieren. Auch weil ihn amerikanische Soldaten rausballern würden.
http://www.aktivepolitik....
Peace out
Wenn Kriegsverbrechen geahndet werden sollen, dann bitte alle.
Das heißt, daß die Verbrechen eines Herrn Assad genauso behandelt werden müssen, wie die der terroristischen Opposition in Syrien.
Aber das heißt auch, daß die Verbrechen anderer Staatsoberhäupter dem gleichen Rechtssystem unterworfen werden müssen.
Wenn ich sehe, daß die NATO in Libyen zigtausende von Toten verursacht hat, Herr Obama die zivilen Opfer seiner terroristischen Drohnenangriffe schnell in aktive Kriegsteilnehmer umfirmiert, im Irak die Kinder durch die radioaktive Uranmunition verkrüppelt zur Welt kommen oder Herr Bush einen Angriffskrieg wider besseres Wissen gegen den Irak begonnen hat, der mehr als eine Million Iraker das Leben kostete und dann die Forderung nach strafrechtlicher Aufarbeitung gegen Assad sehe, so fehlt mir einfach die Verhältnismäßigkeit.
Syrien wird u.a. von ausländischen Söldnern und Terroristen angegriffen. Das Land muß sich dagegen verteidigen. Wenn diese Angreifer nun sterben, so kann man das juristisch als Auslegung des staatlichen Gewaltmonopols der syrischen Regierung sehen.
Und wer hätte dem Assad für evtl. strafrechtlich relevante Taten Strafffreiheit zugesichert?
Niemand?
Oh, na dann...
Der "Internationale" Strafgerichtshof verdient seinen Namen nicht, denn solange die US-Amerikanische Regierung sich offen dagegen stellt und jedem US-Bürger Straffreiheit vor diesem zusichert (und diese auch unter umständen mit Gewalt befreien würde) ist dieser Gerichtshof nicht international, eher europäisch.
Deswegen wird man auch niemals von US Seite hören, Assad solle vor den IStGH. Die haben ihre eigenen Methoden, siehe Saddam Hussein.
Deswegen ist diese Forderung auch absolut überflüssig.
Heute gibt es ja sogar Filmaufnahmen von Kriegsverbrechen in Syrien. Die Täter sind sich Ihrer Sache so sicher, dass die das glatt ins Internet stellen, so wie schon beim Gadaffi-Mord.
Woher kommt nur das Vertrauen, dass Ihnen diesbezüglich nichts passiert?
Die eigentliche Frage ist doch, wer denn dem Herrn Assad überhaupt Strafffreiheit und wofür zugesichert haben sollte.
Solange diese Ausgangsfrage überhaupt nicht beantwortet ist, ist die Debatte doch völlig gegenstandslos.
Die eigentliche Frage ist doch, wer denn dem Herrn Assad überhaupt Strafffreiheit und wofür zugesichert haben sollte.
Solange diese Ausgangsfrage überhaupt nicht beantwortet ist, ist die Debatte doch völlig gegenstandslos.
Die eigentliche Frage ist doch, wer denn dem Herrn Assad überhaupt Strafffreiheit und wofür zugesichert haben sollte.
Solange diese Ausgangsfrage überhaupt nicht beantwortet ist, ist die Debatte doch völlig gegenstandslos.
Bei dieser Form des Kriegführen ( keine Uniform tragen, Kampfhandlungen in dichtbesiedelte Städte tragen, Massaker an Familien, die dann dem Gegner in die Schuhe geschoben weren, wie in Hula) scheinen Kriegsverbrechen Teil der Kriegsstrategie zu sein.
Erstens ist es kein Krieg. Es ist ein Aufstand gegen ein diktatorisches Regime.
Es gibt keine Regeln bei so etwas.
Diktatoren werden nicht durch freundliche Worte beseitigt.
Nur Leute die fuer ihre Freiheit kaempfen oder gekaempft haben wissen den Wert der Freiheit.
Eine Diktatur zu beenden ist kein Picknik.
Ich kann verstehen das die Deutschen keine Ahnung haben wie man sich von Diktatoren befreit. Ihr habt da keine Erfahrung.
Die Nazi Diktatur wurde von den Allierten beseitigt. Die Hauptverbrecher wurden von den Allierten bestraft.
Die anderen Verbrechern sollten von dem Nachkriegsstaat zur Rechenschaft gestellt werden.Es war eine totale Pleite
wenn man die Resultate beurteilt.
Die Internationale Gemeinde tut fast nichts um das Blutvergiessen in Syrien zu verhindern.
Welches Recht hat sie dann die Aufstaendischen in Syrien zu beurteilen.
Die Internationale Gemeinde kaempft nicht und stirbt nicht fuer die Freiheit der Syrier.
Die UNO und deren Sicherheitsrat ist ein hofffnungsloser Haufen.
Die Welt waere besser daran ohne diese Organisation.
It is a toothless tiger and IMO a dead duck.
Uebersetzung:
Ein zahnloser "tiger" und nach meiner Meinung eine tote Ente.
I cry for thee....the Syrian freedom fighters.
A government that shoots its own people has to be put to the sword and no questions asked.
Erstens ist es kein Krieg. Es ist ein Aufstand gegen ein diktatorisches Regime.
Es gibt keine Regeln bei so etwas.
Diktatoren werden nicht durch freundliche Worte beseitigt.
Nur Leute die fuer ihre Freiheit kaempfen oder gekaempft haben wissen den Wert der Freiheit.
Eine Diktatur zu beenden ist kein Picknik.
Ich kann verstehen das die Deutschen keine Ahnung haben wie man sich von Diktatoren befreit. Ihr habt da keine Erfahrung.
Die Nazi Diktatur wurde von den Allierten beseitigt. Die Hauptverbrecher wurden von den Allierten bestraft.
Die anderen Verbrechern sollten von dem Nachkriegsstaat zur Rechenschaft gestellt werden.Es war eine totale Pleite
wenn man die Resultate beurteilt.
Die Internationale Gemeinde tut fast nichts um das Blutvergiessen in Syrien zu verhindern.
Welches Recht hat sie dann die Aufstaendischen in Syrien zu beurteilen.
Die Internationale Gemeinde kaempft nicht und stirbt nicht fuer die Freiheit der Syrier.
Die UNO und deren Sicherheitsrat ist ein hofffnungsloser Haufen.
Die Welt waere besser daran ohne diese Organisation.
It is a toothless tiger and IMO a dead duck.
Uebersetzung:
Ein zahnloser "tiger" und nach meiner Meinung eine tote Ente.
I cry for thee....the Syrian freedom fighters.
A government that shoots its own people has to be put to the sword and no questions asked.
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